Eishockey
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Langenthals, Yves Mueller, Marc Kaempf und Dario Kummer, von links, jubeln, waehrend dem Swiss Ice Hockey Cup 1/8 Final zwischen dem SC Langenthal und den EV Zug, am Sonntag 25. Oktober 2020, in der Eishalle Schoren in Langenthal. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Yves Müller, Marc Kämpf und Dario Kummer (von links) jubeln über den überraschenden Erfolg gegen den EVZ. Bild: keystone

Langenthal düpiert Zug im Cup – Bern setzt sich gegen Davos durch

In den Achtelfinals des Schweizer Cups gelingt dem SC Langenthal die Sensation. Die Oberaargauer werfen den EV Zug, den Leader der National League, mit 2:1 nach Verlängerung raus.



Der SC Langenthal belegt in der Swiss League derzeit bloss Platz 8, gewann allerdings die letzten beiden Spiele gegen die EVZ Academy (7:0) und Olten (4:3). Der EV Zug deklassierte in den letzten Tagen die ZSC Lions mit 6:3 und 8:2 und übernahm in der National League die Tabellenführung.

In der leeren Schoren-Halle war von einem Klassenunterschied aber wenig zu sehen. Zwar dominierte Zug die Partie, die Innerschweizer scheiterten aber immer wieder am Langenthaler Goalie Pascal Caminada.

Langenthals Goalie, Pascal Caminada, rechts, kaempft um den Puck, gegen Zugs, Yannik Zehnder, links, beim Swiss Ice Hockey Cup 1/8 Final, zwischen dem SC Langenthal und den EV Zug am Sonntag 25. Oktober 2020 in der Eishalle Schoren in Langenthal. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Pascal Caminada gelang gegen Zug eine starke Leistung. Bild: keystone

Bis zur 45. Minute führten die in Bestbesetzung angetretenen Zuger durch einen Treffer von Jan Kovar mit 1:0. Dann fälschte Dario Kummer einen Weitschuss von Hans Pienitz zum Ausgleich ab. In der Folge drückte der EVZ zwar aufs Tempo; die Angst vor der Blamage spielte im Finish aber mit. In der 58. Minute fehlten dem Aussenseiter erstmals nach einem weiteren abgefälschten Weitschuss nur ein paar wenige Zentimeter zur Sensation.

In der Overtime erspielten sich Dario Kummer und Eero Elo erste Chancen für Langenthal. 44 Sekunden vor dem Penaltyschiessen konnte Marc Kämpf solo auf Goalie Leonardo Genoni losziehen. Genoni wehrte den ersten Abschlussversuch noch ab, Kämpf netzte aber den Abpraller zum Siegestor ein. Schon vor vier Jahren war Langenthal im Cup eine Sensation gelungen: Damals besiegten die Oberaargauer den HC Lugano mit 5:1.

Neben Langenthal sind noch zwei weitere Swiss-League-Vertreter mit von der Partie. Der HC Ajoie gewann als Titelhalter auch das sechste Pflichtspiel in dieser Saison. Die Jurassier setzten sich in Kloten im Duell der Cupsieger von 2017 (Kloten) und 2020 nach Rückstand mit 3:1 durch. Ausserdem befindet sich Visp noch im Rennen. Die Oberwalliser werden ihren Achtelfinal gegen Fribourg-Gottéron erst nach der Quarantäne-Zeit nachholen.

Bern dank Startfurioso

In Duellen zwischen National-League-Klubs setzten sich mehrheitlich die Favoriten durch. Mit dem SC Bern qualifizierte sich ein zweiter Berner Klub für die Viertelfinals. Die Berner führten gegen Davos schon nach 13 Minuten durch Inti Pestoni und Ted Brithén 2:0; danach fielen keine Goals mehr.

Berns Spieler feiern ihren Sieg im Eishockey Cup Achtelfinalspiel zwischen dem SC Bern und dem HC Davos, am Sonntag, 25. Oktober 2020, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bern ist gegen Davos die Revanche für das Cup-Out im Vorjahr gelungen. Bild: keystone

Die Bündner Gäste, die vor einem Jahr den SCB noch nach Verlängerung aus dem Schweizer Cup geworfen hatten, erwiesen sich zu keiner Reaktion in der Lage. Bern stand weiteren Goals näher als das Team von Christian Wohlwend, das auch in der Meisterschaft den Tritt noch nicht gefunden hat. Berns Keeper Tomi Karhunen kam nach dem 6:0 gegen Biel vom Freitag zum zweiten Shutout innerhalb von 44 Stunden.

Weniger sattelfest agiert derzeit die Bieler Defensive. Die Seeländer gerieten in Lausanne früh in Rückstand und verloren wegen dreier weiterer Gegentore im Schlussabschnitt mit 2:5. Seit dem 6:0-Sieg über Lausanne Anfang Saison kassierte Biel zum sechsten Mal hintereinander vier oder mehr Gegentore.

Genève-Servette setzte sich gegen die SCL Tigers nur 4:2 durch (nach einem 1:2-Rückstand). Vor zehn Tagen hatte Servette gegen Langnau daheim noch 8:1 gewonnen. Ambri-Piotta erreichte die Viertelfinals mit einem 3:2-Auswärtserfolg nach Verlängerung über die Rapperswil-Jona Lakers. Daniele Grassi erzielte in der Verlängerung das Siegtor für die Leventiner. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Der 1000er-Klub des Schweizer Eishockeys

Dinge, die Hockey-Fans niemals sagen würden

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Die Gründungsgeschichte der NHL – ein Mobbing-Drama in 5 Akten

26. November 1917: Vier Teams gründen die NHL. Doch die neue National Hockey League entsteht nur, weil die Funktionäre einen unbeliebten Teambesitzer endlich loswerden wollen.

Professionelles Eishockey gibt es in Kanada schon vor der Gründung der NHL. Die National Hockey Association (NHA) ist von 1909 bis 1917 die wichtigste kanadische Liga. Doch dann wird sie eingestellt, um die NHL zu gründen. Ein Drama in fünf Akten.

Am 12. September 1884 wird Eddie Livingstone in eine wohlhabende kanadische Familie geboren. Das jüngste von drei Kindern der Livingstone-Familie war bald ein begeisterter Eishockeyfan. Er spielte selbst als Junior und wurde später Schiedsrichter in …

Artikel lesen
Link zum Artikel