Swiss
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A bicyclist stops to admire the red, white and blue lights illuminating San Francisco City Hall in San Francisco, Calif.,  Friday, Nov. 6, 2020. The nation waits for the results of the 2020 presidential election as we enter the end of the third day of counting ballots. (Jose Carlos Fajardo/Bay Area News Group via AP)

Während den US-Wahlen erstrahlte das Rathaus in San Francisco in den Nationalfarben Rot-Weiss-Blau. Möglicherweise geben die USA bald grünes Licht für Nicht-Amerikaner bei der Einreise. Bild: keystone

Lockern die USA bald ihre Einreiseregeln? Swiss hofft auf «Uncle Sam» – und den Samichlaus

Das Weisse Haus prüft auch Nicht-Amerikaner wieder ins Land zu lassen. Dies wären gute Nachrichten für die Swiss, die stark von Nordamerika-Flügen abhängt. Zudem beobachtet sie mehr Buchungen an Weihnachten.

benjamin weinmann / ch media



Müsste man die Situation in der Aviatik mit einem Flug vergleichen: Die Sauerstoffmasken würden schon längstens von der Decke hängen. Die Aussichten auf eine Verbesserung der Buchungszahlen haben sich in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert. Sogar die Worst-Case-Szenarien, mit welchen zahlreiche Fluggesellschaften rechnen, wurden nicht erreicht. Der Branchenverband IATA rechnet für dieses und nächstes Jahr mit einem Verlust von 157 Milliarden US-Dollar für die gesamte Industrie.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer waren zuletzt die Erfolgsmeldungen der Pharmakonzerne. Doch bis deren Impfstoffe weltweit verfügbar sind, dauert es noch eine Weile. Früher könnten die Airlines hingegen nun aber aus den USA grünes Licht erhalten. Denn wie die Nachrichtenagentur «Reuters» mit Verweis auf mehrere Insider berichtet, denkt das Weisse Haus über eine Aufhebung des sogenannten Travel Bans nach. Vom Ende dieser Einreisesperre für Nicht-Amerikaner würden demnach Brasilien, Grossbritannien, Irland und die Schengen-Länder profitieren – also auch die Schweiz. Ein Zeitpunkt wird nicht genannt.

Volle Fracht, halb leere Kabine

Diese Meldung lässt die Swiss aufhorchen. «Nordamerika ist für uns das wichtigste Verkehrsgebiet, insofern würde sich eine Aufhebung der bestehenden Einreisebeschränkungen für die USA sehr positiv auf unser Geschäft auswirken», sagt eine Sprecherin. Die Airline erwartet in so einem Fall mehr Buchungen. «Die genaue Entwicklung würde allerdings auch davon abhängen, ob auch auf der europäischen Seite Lockerungen umgesetzt würden.»

Nachdem während der ersten Welle zeitweise nur noch New York angeflogen wurde, konnte die Swiss ihr USA-Netz in den letzten Monaten wieder etwas erweitern, allerdings in erster Linie dank des Frachtgeschäfts. So fliegt sie inzwischen auch nach Boston, Chicago und San Francisco – mit vollem Cargo-Raum und praktisch leerer Passagierkabine. Aber: «Sollte die Nachfrage deutlich zunehmen, wären zusätzliche Flüge und der Einsatz grösserer Flugzeuge denkbar», sagt die Sprecherin.

Bild

In manchen Boeing-777-Maschinen hat die Swiss die Sitzreihen rausmontiert, um für die Fracht Platz zu machen. bild: vzg

Doch wie schnell könnte die Swiss auf eine Öffnung in den USA reagieren? Schliesslich sind derzeit nur 19 von 31 Langstreckenflugzeugen im Einsatz. Laut der Sprecherin könnten mehrere Maschinen des Typs Airbus A330-300 bei Bedarf «mit wenigen Tagen Vorlauf» reaktiviert werden. Und auf der derzeit aktiven Flotte seien ebenfalls noch Kapazitäten vorhanden. Sprich: Die Flugzeuge könnten öfter pro Woche abheben und in der Kabine hat es noch mehr als genügend verfügbare Sitzplätze.

Weihnachtsbuchungen nach Dubai und Sao Paulo

Man versuche schon heute rasch auf steigende Nachfragen zu reagieren, sagt die Sprecherin. Dies sei zum Beispiel in den Wochen vor und direkt nach Weihnachten der Fall für Ziele wie Dubai, Johannesburg und Sao Paulo. Für diese Destinationen habe man zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt.

Diese Woche gab zudem die US-Airline Delta bekannt, dass sie erste «quarantäne- und Covid-freie» Reisen von den USA nach Europa starte. Die Fluggesellschaft hat sich zusammen mit den Flughäfen Rom und Atlanta im US-Staat Georgia an einem neuen Testprogramm beteiligt in Übereinstimmung mit einem Dekret der italienischen Regierung. Interessant: In der Medienmitteilung ist von der nationalen US-Gesundheitsbehörde keine Rede. Stattdessen wurde direkt mit dem Gesundheitsministerium von Georgia zusammengearbeitet.

Neue Corona-Testangebote am Flughafen Zürich

Das neue Angebot startet am 19. Dezember. Die Passagiere müssen dabei einen so genannten PCR-Test vorweisen, der bis zu 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wird. Hinzu kommt ein Schnelltest in Atlanta vor dem Einsteigen beziehungsweise in Rom, und ein Schnelltest bei der Ankunft. Zudem müssen die Passagiere in den USA ihre Kontaktangaben hinterlegen.

Bei der Swiss heisst es dazu auf Anfrage, dass man derartige Optionen immer wieder prüfe und mit den entsprechenden Behörden im Austausch stehe. Konkrete Pläne gebe es aktuell aber keine. Derweil hat der Flughafen Zürich angekündigt, dass Corona-Schnelltests neu in einer Apotheke beim Check-in 2 möglich seien, nach einer telefonischen Voranmeldung. Diese erfolgen per Abstrich in der Nase, welcher vor Ort innert 15 Minuten ausgewertet wird, um mögliche Antigene zu finden. Der Preis: 57.50 Franken. Bei einem PCR-Test, der von einem Labor analysiert wird, wird das eigentliche Coronavirus nachgewiesen. Solche Tests sind im medizinischen Zentrum des Flughafens ebenfalls möglich, da sie für gewisse Reiseziele nötig sind.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

NotifyMe: Die neue App der SwissCovid-Macher gegen Corona

So wird dein Weihnachtsessen mit dem Chef dieses Jahr aussehen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel