Saudi-Arabien
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Führt das UNO-Gelddesaster zur Katastrophe? Schwere Hungersnot im Jemen befürchtet

Vom Krieg verheert, wirtschaftlich am Boden, Heuschreckenplagen, Überschwemmungen – und dann kam Corona. Die UNO warnt vor einer gigantischen Hungersnot im Jemen. Und ausgerechnet jetzt geht ihr das Geld aus.



«Der Jemen steht vor der schlimmsten Hungersnot, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt hat.»

António Guterres, UNO-Generalsekretär

«Hunderttausenden Kindern unter fünf Jahren droht der Tod.»

Jens Laerke, Amt für Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der UNO (OCHA)

«Covid-19 hat eine tiefe Krise verschärft. Nun reden wir von einer nahenden Katastrophe.»

Henrietta Fore, Exekutivdirektorin UNICEF

«Wir riskieren, eine ganze Generation von Kindern zu verlieren.»

Lise Grande, UNO-Koordinatorin für humanitäre Hilfe

Es sind dramatische Appelle und sie kommen von den höchsten Stellen in den UNO-Institutionen. In einer Welt aber, in der die Wortführer unter den Industriestaaten mit einer lange nicht gekannten Gesundheitskrise ringen, verhallen sie fast ungehört: Im Jemen droht eine Katastrophe.

Das klingt nur allzu bekannt, spricht die UNO doch seit Jahren von der «schlimmsten humanitären Krise der Welt». Nun aber werden die Mahner lauter, ihre Worte dringlicher. Sie wollen nicht als moderne Kassandra enden, die Lage im Land an der Südspitze der arabischen Halbinsel aber spitzt sich mehr und mehr zu. Sie gewinnt laufend an Bedrohlichkeit.

Dass das Land territorial faktisch zweigeteilt ist und dass die Experten der Vereinten Nationen zu den Millionen Menschen in den von den aufständischen Huthi-Milizen im Westen des Landes kontrollierten Gebieten keine Angaben machen können – hierin liegt ein weiterer Teilaspekt dieser Tragödie. Tatsächlich beziehen sich die Untersuchungen vor allem auf die Situation im Süden des Landes, wo ungefähr 1,4 Millionen Kinder leben. Das Gebiet wird von Regierungstruppen gehalten. Tomson Phiri, Sprecher des World Food Programme (WFP), sagt:

An Saudi-Arabien und den Oman grenzend: Der Jemen.

«Wahrscheinlich unterschätzen wir die Krise. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Situation noch schlimmer ist. Die Preise für Lebensmittel sind im Vergleich zum Beginn des Konflikts um 140 Prozent gestiegen. Für die, die am meisten verwundbar sind, ist selbst ein geringer Anstieg absolut verheerend.»

Tomson Phiri, Sprecher World Food Programme.

Zu den verwundbarsten gehören die Inlandsvertriebenen, es gibt ungefähr drei Millionen von ihnen. Es gebe Familien, sagt Phiri, die bereits drei oder vier Mal flüchten mussten. Sie mussten nicht nur vielfach alles zurücklassen, sie sind den Kriegsparteien, die auch Zivilisten ruchlos und systematisch ins Visier nehmen (siehe Infobox), besonders schutzlos ausgeliefert.

Eindringliche Worte

Das WFP geht davon aus, dass bis Ende 2020 40 Prozent – oder rund 3,2 Millionen Menschen – in den untersuchten Gebieten von Hunger bedroht sind. UNO-Generalsekretär António Guterres warnt vor Millionen von Toten.

«Ich fordere alle, die Einfluss haben, auf, dringend darauf zu reagieren, um eine Katastrophe abzuwenden und ich fordere alle auf, keine Massnahmen zu ergreifen, die die ohnehin schon schlimme Situation noch verschlimmern könnten.»

António Guterres, UNO-Generalsekretär.

A woman holds her malnourished boy at a feeding center at Al-Sabeen hospital in Sanaa, Yemen, Saturday, June 27, 2020. (AP Photo/Hani Mohammed)

Ein Junge, gezeichnet von Mangelernährung. Das Bild wurde Ende Juni in der Hauptstadt Sanaa geschossen. Bild: keystone

Nicht nur die akute Gefahr, die von einer Hungersnot ausgeht, bedroht die Menschen. Philippe Duamelle, Jemen-Gesandter für das Kinderhilfswerk UNICEF, warnt vor Langzeitschäden: «Akute Mangelernährung bei Kleinkindern verursacht irreversible Schäden im Gehirn und Schäden, was die kognitiven Fähigkeiten anbelangt. Es ist absolut schrecklich. Nicht nur ist das Leben der Kinder akut in Gefahr, der Hunger hat auch gewaltige Konsequenzen für ihre Zukunft.»

Die Zahl der akut mangelernährten Kinder hat 2020 noch einmal zugenommen – um rund 10 Prozent, auf knapp 600'000. Im Süden des Landes wurden zuletzt die höchsten Raten an mangelernährten Kindern unter fünf Jahren verzeichnet, die man je festgestellt hat.

Kriegsverbrechen

Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch (HRW) und auch die UNO werfen beiden Konfliktparteien schwerste Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vor. HRW schreibt: «Es ist bekannt, dass die Saudi-Koalition und die Huthi-Rebellen wahllos Menschen angreifen und verschwinden lassen und der Zivilbevölkerung den Zugang zu Nahrung und Medikamenten verwehren.» Anwälte, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten seien angegriffen und schikaniert worden und teilweise spurlos verschwunden. Luftangriffe der Koalition hätten tausende zivile Opfer gefordert, zivile Ziele wie Spitäler seien gezielt attackiert worden. Die Huthi-Rebellen ihrerseits hätten verbotene Minen eingesetzt und wahllos Zivilisten in Städten mit Artillerie attackiert. Ihnen macht HRW auch das Abfeuern ballistischer Raketen auf Ziele in Saudi-Arabien zum Vorwurf.

Das Land befindet sich in einer beispiellosen Abwärtsspirale. Seit 2015 eine vom Nachbarland Saudi-Arabien geführte Militärkoalition mit der «Operation Decisive Storm» (später: «Operation Restoring Hope») die offene Intervention für die exilierte Hadi-Regierung und gegen die Huthi-Rebellen forcierte, die zuvor praktisch handstreichartig einen Grossteil des Westjemens erobert hatten, folgt Hiobsbotschaft auf Hiobsbotschaft.

Die Wirtschaft ist am Boden, die Stadt Hudaida an der Westküste, mit dem wichtigsten Hafen des Landes eine Art Lebensader, ist nicht nur umkämpft, sondern wird von den beiden Kriegsparteien auch nach Möglichkeit blockiert. Dazu kommen eine Heuschreckenplage mit Beginn 2018 und Überschwemmungen im August dieses Jahres. Und, fünf Jahre nach Beginn der Intervention, bei der weder fundamentale militärische Fortschritte erreicht wurden geschweige denn ein Ende der Kampfhandlungen in Sicht sind, seit dem Frühjahr die Corona-Pandemie.

Hunger schafft Risikopatienten

Sie ist für das kriegsgebeutelte Land doppelt verheerend. Zwar kommt dem Jemen mit seiner jungen Bevölkerung die Tatsache entgegen, dass SARS CoV-2 einerseits vornehmlich für ältere Menschen ein Risiko darstellt, die um sich greifende Mangelernährung macht diesen Vorteil aber wieder zunichte. Denn tatsächlich lässt sie das Risiko, dass Betroffene an einer Krankheit sterben, explosionsartig wachsen. Um das Zehnfache. Das gilt für im Jemen seit längerem kursierende Krankheiten wie Cholera, Durchfall oder Malaria. Aber auch für Atemwegsinfektionen. Hunger macht Kinder zu Risikopatienten.

Dunkle Wolken ziehen aber auch von anderer Seite auf: Der UNO geht das Geld aus. Zwar ist die UNO-Hilfsmission für den Jemen seit Jahren chronisch unterfinanziert, die Geldprobleme haben sich in der Corona-Krise allerdings noch einmal stark akzentuiert.

Bei einer Geberkonferenz im Frühsommer baten die Vereinten Nationen – zusammen mit Saudi-Arabien, das die Konferenz mitausrichtete – um 3,2 Milliarden Franken. Im Oktober waren erst 42 Prozent davon gedeckt. Das ist so wenig wie noch nie in den Jahren zuvor. In Pandemie-Zeiten versucht jede Regierung primär ihre eigene Haut zu retten, mehr denn je.

Lowcock attackiert arabische Länder

Die Zahlungsmoral erodiert in einem Masse, dass der Leiter des UNO-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) Mark Lowcock im September erstmals einige arabische Länder attackierte, die sich finanziell gar nicht an der Geberkonferenz beteiligen wollten oder aber sich als säumige Schuldner entpuppten. Darunter war, neben Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, auch Saudi-Arabien.

Das Regime in Riad gab sich ebenso reumütig wie die Kuwaiter, nicht aber die Emirate. Es sind, zusammen mit Bahrain, jene Länder, die sich auch im Umgang mit Flüchtlingen aus dem syrischen Bürgerkrieg nicht eben sonderlich mit Barmherzigkeit hervortaten. Die aber, gerade Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, für ihr mehr oder weniger verdecktes militärisches Mitmischen etwa in Syrien, aber beispielsweise auch in Libyen, immer wieder kritisiert werden.

Grösster Geldgeber der UNO ist traditionell die USA. Präsident Trump hat einiges dafür getan, diesen Geldfluss zu verringern. Schon früh in seiner Amtszeit gleiste er die Kürzung von Hilfsgeldern auf. Die Zuwendungen an das World Food Programme wurden unter seiner Ägide um hunderte Millionen reduziert. Der britische Regierungschef Boris Johnson gratulierte dem WFP 2019 zum Gewinn des Friedensnobelpreis. Was er dabei verschwieg: Für 2020 halbierte Grossbritannien seine Beiträge, von 700 Millionen Dollar auf 335 Millionen Dollar.

FILE - In this June 27, 2020 file photo, a medic checks a malnourished newborn baby inside an incubator at Al-Sabeen hospital in Sanaa, Yemen. Human Rights Watch warned Monday, Sept. 14, 2020 that warring parties in Yemen's yearslong conflict are â??severely restrictingâ? the delivery of desperately needed aid as the country slides toward famine amid the coronavirus pandemic. (AP Photo/Hani Mohammed, File)

Eine weitere Impression: Auch dieses Bild stammt aus Sanaa. Bild: keystone

All das hat drastische Folgen. Die UNO musste in den letzten Monaten ihre humanitäre Hilfe teilweise massiv kürzen, konkret ist etwa von medizinischer Hilfe für neun Millionen Menschen die Rede oder von Nahrungsmittellieferungen, die für acht Millionen Menschen reduziert wurden. Der UNO-Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Ramesh Rajasingham, teilte dem Sicherheitsrat schon im August mit:

«Wir werden in Kürze Wasser- und Sanitär-Programme in rund der Hälfte von 15 Städten kürzen und insgesamt neun Millionen Menschen von medizinischer Behandlung abschneiden müssen.»

Ramesh Rajasingham, UNO-Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten.

Viele Angriffe auf Schulen und Spitäler

Nur etwa die Hälfte der medizinischen Einrichtungen im Land ist noch in Betrieb. Ihnen fehlt es selbst an basalster Ausrüstung: Gesichtsmasken und Handschuhe sind ebenso Mangelware wie Sauerstoff-Flaschen – in Pandemiezeiten fatal. Viele Ärzte und Pflegende haben seit Monaten keinen Lohn mehr erhalten. Das Gesundheitssystem steht seit Jahren am Rande eines Kollapses.

Gerade die Saudi-Koalition hat sich das verhasste Assad-Regime in Syrien zum Vorbild genommen und attackiert gezielt Spitäler. 2016 berichteten allein die «Ärzte ohne Grenzen» von vier von der Hilfsorganisation unterstützten Spitälern, die unter Beschuss genommen worden waren. Wie in Syrien waren zuvor allen Konfliktsparteien mehrfach die GPS-Koordinaten medizinischer Einrichtungen übermittelt worden.

Auch Schulen, Marktplätze, Wasserquellen und andere Bereiche öffentlicher Infrastruktur wurden und werden immer wieder bombardiert. Diese Bombardements halten an. Das Yemen Data Project listet in einer Untersuchung 140 Luftangriffe auf Schulen, Wohnhäuser und Spitäler auf. Sie alle erfolgten in einem Zeitraum von drei Monaten im laufenden Jahr.

epa08842422 Yemeni schoolgirls do light exercises before attending classes at a primary school in Sana’a, Yemen, 25 November 2020. According to UN statistics, the prolonged conflict in Yemen has adversely affected girls' access to education, where around half of Yemeni girls attend primary school.  EPA/YAHYA ARHAB

Der anhaltende Krieg erschwert die Bildung. Mädchen vor einer Schule in der Hauptstadt Sanaa. Bild: keystone

Dazu kommt, dass der Konflikt in den letzten Monaten eskaliert ist. 47 aktive Frontlinien seien zuletzt verzeichnet worden, so viele wie noch nie, sagt OCHA-Leiter Lowcock. Das hängt auch damit zusammen, dass Ableger von dschihadistischen Gruppen wie Al-Kaida oder die Terrormiliz «Islamischer Staat» im Laufe des Konflikts erstarkt sind. Sie reklamieren Gebiete für sich.

Noch nie starben so viele Zivilisten wie im September. Sie kamen bei den Kämpfen um die Städte Hudaida, Marib und Al Jawf um. Zehntausende mussten flüchten. Im Huthi-kontrollierten Norden fehlt es an Treibstoff, weil die Regierung und ihre Unterstützer Schiffe an der Einfahrt in den Hafen hindert.

Der Saudi-Dauerkonflikt mit dem Iran

Der jahrzehntealte, gewaltsame Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten flammte 2012 auf, nachdem Präsident Ali Abdullah Salih, der das Land über drei Jahrzehnte lang regierte, zurücktrat. Ihn beerbte Abed Rabbo Mansur Hadi, dessen Personalie von Beginn weg in Kreisen der Armee auf Argwohn stiess. Bald wurden Teile des Militärs abtrünnig, sie schlossen sich den schiitischen Huthi-Rebellen an im Kampf gegen Hadis Truppen. Die Huthis machten rasch grosse Gebietsgewinne, eroberten unter anderem auch die Hauptstadt Sanaa und Hudaida.

Das sunnitische Regime in Saudi-Arabien entschloss sich zur Intervention, fest gewillt, im Dauerkonflikt mit dem Iran kein Machtvaakum südlich der Landesgrenzen entstehen zu lassen. Es trommelte für eine Militäroffensive – neben zahlreichen arabischen Staaten schlossen sich auch die USA, Grossbritannien und Frankreich an.

Kommen die Huthis auf die Terror-Liste?

Es ist keine brandneue Drohung, aber sie könnte laufende Friedensgespräche und dringend benötigte Hilfslieferungen weiter unterminieren – so befürchten es Diplomatenkreise: Die USA denken laut darüber nach, die Huthi-Rebellen als Terrororganisation zu listen. Das berichtet das Magazin Foreign Policy. Die Huthis werden vom Iran unterstützt, die Pläne der US-Regierung, sie als Terrorgruppe einzustufen, werden als Teil der Strategie im Umgang mit dem Mullahregime und gleichzeitig als Sukkurs für Saudi-Arabien gewertet. Sie gelten weniger militärisch denn politisch als richtungsweisend – bereits sind UNO-Sanktionen gegen die Miliz und ein Waffenembargo in Kraft.

Trotz wiederholter Berichte über Menschenrechtsverletzungen: Erst nach dem Mordanschlag auf den Journalisten Jamal Khashoggi 2018 in Istanbul, durchgeführt von Handlangern des saudischen Regimes, folgten Ansätze einer Debatte über die Beteiligung westlicher Mächte an der Militärkoalition und über Waffenlieferungen. Bemühungen Saudi-Arabiens, die Militäroffensive nachträglich vom UNO-Sicherheitsrat mit einem Mandat absegnen zu lassen, scheiterten.

«Tod den USA! Tod Israel!»

Das Regime in Riad vertritt einen strengen Wahhabismus, eine besonders puritanisch-restriktive Auslegung des sunnitischen Islams. Die Huthi-Rebellen sind Schiiten, ihre Bewaffnung und Steuerung durch den Iran erfolgt im Rahmen der gelebten Staatsdoktrin des Mullah-Regimes, das auch die libanesische Dschihadistenmiliz Hisbollah oder zahllose Schiiten-Milizen im Irak ausbildet und ausrüstet. Darin sind sich viele Beobachter des Konflikts einig, sie betrachten die Huthis als Proxymiliz des Iran. Einer der bekanntesten Slogans ihrer Kämpfer lautet: «Gott ist groß! Tod den USA! Tod Israel! Verdammt seien die Juden! Sieg dem Islam

2019 lobte das US-Aussenministerium eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar für Informationen über den iranischen Brigadegeneral Abdul Reza Shahlai aus. Er soll, im Auftrag der Al-Quds-Brigaden, der Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden für Auslandseinsätze, das Vorgehen der Huthi-Rebellen koordinieren und sich im Land aufhalten.

200'000 Menschen, so lassen Schätzungen es vermuten, sind in diesem Konflikt bereits gestorben: Männer, Frauen, Kinder. Sie starben im Kampf, aber auch an den Folgen des Krieges. «Was kann die Welt jetzt tun?» Das fragt sich OCHA-Sprecher Laerke.

UNICEF-Exekutivdirektorin Fore beklagt die Kombination aus chronischer Armut, Jahrzehnten der Unterentwicklung und Jahren des Krieges. Sie fordert: «Alle Kriegsparteien müssen den ungehinderten Zugang zu Bevölkerung in Not garantieren – so, wie es nach internationalem humanitären Recht ihre Pflicht ist.»

«Wir haben monatelang gewarnt, dass der Jemen am Rande eines Abgrunds steht. Jetzt fallen die ersten Menschen in diesen Abgrund – vor allem Kinder unter fünf Jahren.»

Jens Laerke, Sprecher OCHA.

«Kinder und ihre Familien sind einem tödlichen Mix aus Gewalt und Krankheit ausgeliefert.»

Henrietta Fore, Exekutivdirektorin UNICEF

«Ich glaube nicht, dass humanitäre Hilfe alleine eine Hungersnot abwenden kann. Es braucht eine politische Lösung.»

Mark Lowcock, Leiter OCHA

«Wenn der Krieg jetzt nicht endet, nähern wir uns einer Situation, die nicht mehr umkehrbar ist.»

Lise Grande, UNO-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Jemen

«Wir müssen diesen Krieg stoppen und die Wirtschaft unterstützen. Wir dürfen keine Zeit verschwenden.»

Henrietta Fore, Exekutivdirektorin UNICEF

(tat)

Die eindringliche Warnung vor einer Hungersnot:

Video: srf/Roberto Krone

Weitere Einblicke: Der SRF-DOK.

abspielen

Video: YouTube/SRF DOK

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