Ständerat
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Konzerne sollen für ihr Handeln im Ausland zur Verantwortung gezogen werden können, etwa bei Kinderarbeit. Der Nationalrat besteht auf seinem Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative. (Themenbild)

Kinderarbeit dürfte im Abstimmungskampf eine zentrale Rolle spielen. Bild: LAIF

Ständerat bleibt hart: Jetzt kommt die Konzerninitiative vors Volk

Der Gegenvorschlag des Nationalrats zur Konzernverantwortungs-Initiative fand im Ständerat auch im dritten Anlauf keine Gegenliebe. Nun dürfte das Volksbegehren zur Abstimmung kommen – mit offenem Ausgang.



Sollen Schweizer Unternehmen vor einem hiesigen Gericht für im Ausland begangene Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden haften? Für Stefan Engler ist der Fall klar: «Freiheit und Verantwortung sind Geschwister. Wer die Wirtschaftsfreiheit beansprucht, hat auch die Verantwortung für die verursachten Schäden zu tragen», meinte der Bündner CVP-Ständerat am Dienstag.

Es war sein letzter Versuch, den Gegenvorschlag des Nationalrats zur Konzernverantwortungs-Initiative in der kleinen Kammer durchzubringen. Die Initiative selbst wird von beiden Räten abgelehnt, doch beim Gegenvorschlag gehen die Meinungen weit auseinander. Die «griffige» Version des Nationalrats würde den Initianten den Rückzug ermöglichen.

Stefan Engler, CVP-GR, verlangt vom Bundesrat eine Medienfoerderung am ersten Tag der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete zur Corona-Krise, am Montag, 4. Mai 2020 im Staenderat in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet die ausserordentlichen Session in der Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

CVP-Ständerat Stefan Engler setzte sich vergebens für den Gegenvorschlag des Nationalrats ein. Bild: KEYSTONE

Dieser «Verlockung» widerstand der Ständerat bis zuletzt. Er hielt zum Auftakt der Sommersession mit 28:17 Stimmen auch im dritten Anlauf an seiner abgeschwächten Variante fest. Sie will keine Haftungsregel, die Klagen gegen Unternehmen vor einem Schweizer Gericht ermöglichen würden. Der Rat folgte damit einem Vorschlag von Justizministerin Karin Keller-Sutter (FDP).

Abstimmung im November?

Weil beide Räte an ihren Vorschlägen festhalten, ist die Einigungskonferenz am Zug. In dieser setzt sich in der Regel das «weichere» Konzept durch, im konkreten Fall also vermutlich der ständerätliche Gegenvorschlag. Der auch von bürgerlichen Politikern wie Stefan Engler angestrebte Rückzug der Konzerninitiative wäre vom Tisch.

Die Abstimmung dürfte am 29. November stattfinden. Theoretisch kommt auch der 7. März 2021 in Frage. Ein harter Kampf zeichnet sich ab. Beide Seiten bringen sich schon jetzt in Stellung. Im Vorfeld der ständerätlichen Debatte haben die Initianten und ihre Gegner aus den Reihen der Wirtschaft noch einmal alle Register gezogen.

Sie veröffentlichen je ein Gutachten mit völlig unterschiedlichen Einschätzungen zu den Folgen der Initiative im internationalen Vergleich. Für die Initianten läge die Schweiz «im europäischen Mittelfeld», während der Dachverband Economiesuisse die mit dem Volksbegehren angestrebte Regulierung als «weltweit beispiellos» bezeichnet.

Alt-Staenderat Dick Marty und weitere Personen einer breiten Koalition aus rund 80 Organisationen reichen die Konzernverantwortungsinitiative ein, am Montag 10. Oktober 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Der frühere Tessiner FDP-Ständerat Dick Marty engagiert sich für die Initiative. Bild: KEYSTONE

Passend dazu erschienen zwei Umfragen mit widersprüchlichen Befunden. Die vom Institut Link für das Initiativkomitee erstellte Erhebung ergab eine Zustimmung von 78 Prozent zur Konzernverantwortungs-Initiative. In einer vom Industrieverband Swissmem in Auftrag gegeben Umfrage aber sind nur 46 Prozent sicher oder eher für die Initiative.

Seitenwechsel in der Wirtschaft

Sie wurde paradoxerweise auch von Link durchgeführt, was aufzeigt, wie stark sich die Fragestellung auf das Ergebnis auswirkt. Die Umfrage der Initianten ist so formuliert, dass man fast nicht Nein sagen kann. Umgekehrt ist auch bei Swissmem eine relative Mehrheit für ein Ja. 24 Prozent sind gegen die Initiative, 30 Prozent haben noch keine Meinung.

Bewegung gab es auch in der Wirtschaft. So hatte die Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (Fial) Anfang Mai die Seiten gewechselt. Sie hatte zuvor mit anderen grossen Wirtschaftsverbänden für die ständerätliche Lösung lobbyiert. Nun unterstützte sie laut den Tamedia-Zeitungen den Gegenvorschlag des Nationalrats.

Ende April stellte EU-Justizkommissar Didier Reynders zudem in einem Webinar mit EU-Parlamentariern eine geplante Verschärfung der Sorgfaltsregeln für Unternehmen vor. Sie entspricht weitgehend dem Gegenvorschlag des Nationalrats. Dabei orientiert sich die EU laut der Gewerkschaftszeitung Work an der Regulierung in Frankreich.

Warten auf die EU

Diese Entwicklung ist pikant, denn Bundesrätin Keller-Sutter berief sich mit ihrem Gegenvorschlag auf die bestehenden Vorschriften in der EU. Den Walliser CVP-Ständerat Beat Rieder aber liess dies kalt: «Sollte die EU in zwei bis drei Jahren wirklich so weit sein, dann hat die Schweiz genügend Zeit, ihre Gesetze entsprechend anzupassen.»

Nächste Woche werden National- und Ständerat über den Vorschlag der Einigungskonferenz abstimmen. Eine offene Frage ist die Haltung der SVP. «Wird sie in einer unheiligen Allianz mit der Linken den Gegenvorschlag ganz zu Fall bringen?», fragt sich eine Person aus der Verwaltung. Das könnte den Initianten nützen.

Coronakrise hilft den Gegnern

Sie dürften eine emotionale Kampagne mit Themen wie Kinderarbeit und Umweltzerstörung aufziehen. In normalen Zeiten hätten sie damit eine Chance. Nun aber kommt ihnen die Corona-Rezession in die Quere. Statt aus der Defensive zu agieren, können die Gegner um Economiesuisse voll auf das Argument «Jobs, Jobs, Jobs» setzen.

«Die Krise ist nicht die Zeit für Experimente», gibt die FDP in einer Mitteilung die Richtung vor. Die Konzernverantwortungs-Initiative wird es vor dem Stimmvolk schwer haben, da mögen die Umfragewerte noch so verlockend aussehen.

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136Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • CamilleCH 04.06.2020 18:12
    Highlight Highlight Die Schweizer Wirtschaft, die enorm viel Gutes tut in der 2. und 3. Welt, hat es verdient, faire Bedingungen zu erhalten. Die Umkehr der Beweislast öffnet Schauprozessen und Erpressungen Tür und Tor. Das ist in einem Rechtstaat untragbar. Die Ausschaltung der Justiz in den betreffenden Ländern ist falsch und entspricht einem kolonialistischen Geist, den ich als längst überwunden hielt. Die Haftung auch für alle Zulieferunternehmen ist in der Praxis nicht umsetzbar. Unsere Firma hat rund 11'000 Zulieferer. Das alles würde den Standort Schweiz enorm schwächen. Ein Eigentor!
  • Get Rekt 04.06.2020 17:48
    Highlight Highlight Man wird uns drohen, dass die Firmen im Ausland Steuern hinterziehen werden und uns dann CHF 3.60 durch die Lappen gehn.
  • nine 04.06.2020 07:19
    Highlight Highlight Wir können die Abstimmungsfrage salop auch anders stellen.

    Sollen Firmen, welche gegen Menschenrechte verstossen, angeklagt werden können, egal wo auf der Welt sie diese Tat begehen?

    Diese Frage kann man eigentlich nur mit ja beantworten.
  • Satan Claws 04.06.2020 01:43
    Highlight Highlight Ausbeutung an Mensch und Tier, sowie Umweltverschmutzung dürfen nicht einfach ausgelagert werden. Unser Wohlstand endet am eigenen Horizont, das Leid welches wir verursachen leider nicht. Unrecht ist nicht weniger schlimm wenn es anderswo geschieht.

    Die ganze Moral zerfällt langsam und wird durch Profitgier ersetzt. Wenn beim " höher, schneller, weiter" die halbe Menschheit auf der Strecke bleibt, läuft doch etwas grundlegend falsch.

    Wir sollten zeigen was es heisst Mensch zu sein. Die perfekteste Form der Natur ist der Kreis und nicht eine Pyramide von der aus man auf andere runter schaut.
  • eddie_c 03.06.2020 21:47
    Highlight Highlight Es liegt in der Verantwortung der Regierungen der Drittweltländer, die eigene Bevölkerung zu schützen und einen Rechtsstaat aufzzbauen. Ghanas Präsident Akufo-Addo hat völlig recht, es braucht mehr Selbstverantwortung und weniger Hilfe.
    • Satan Claws 04.06.2020 16:12
      Highlight Highlight @eddie_c

      "eddie_c
      03.06.2020 21:47
      Es liegt in der Verantwortung der Regierungen der Drittweltländer, die eigene Bevölkerung zu schützen und einen Rechtsstaat aufzzbauen. Ghanas Präsident Akufo-Addo hat völlig recht, es braucht mehr Selbstverantwortung und weniger Hilfe."

      Sie meinen also der Ausgebeutete ist selbst schuld? Jeder soll für sein Handeln Verantwortung übernehmen.

      Ausbeutung zu bestrafen ist doch nicht zu vergleichen mit Entwicklungshilfe.
  • Meyer Andrej 03.06.2020 20:08
    Highlight Highlight Nestle und Co kaufen den Leiten in Afrika ihre Quellen ab und verkaufen ihnen das Wasser dann teuer. Von Glencore gar nicht zu sprechen! Diese Verbrecherfiemen müssen zur Verantwortung gezogen werden! Mein Ja ist sicher!
    • Ludwig van 03.06.2020 21:36
      Highlight Highlight Auch nach der Initiative kann Nestlé in Afrika unbegrenzt Wasserquellen kaufen. Diese Initiative ändert daran nicht mal ein kleines bisschen was.
  • insert_brain_here 03.06.2020 18:53
    Highlight Highlight Lustig, als Europa vor 200 Jahren die Sklaverei - mehr oder weniger - abgeschafft hat hätten sich die Gegner genau der gleichen Argumente bedienen können. Der Standortvorteil! Die Arbeitsplätze!! Die Sklavenhalter gehen dann einfach ins Ausland!!!
    • Dominik Treier 04.06.2020 16:25
      Highlight Highlight Haben sie auch...
  • Antichrist 03.06.2020 17:45
    Highlight Highlight Sobald die Arbeit in den Entwicklungsländern zu teuer wird, dann wird sie automatisiert.
    • Satan Claws 04.06.2020 16:14
      Highlight Highlight @Antichrist

      Uns geht es ja krass schlecht, weil hier so vieles automatisiert wurde. So ein unsinniger Gedanke.
    • Dominik Treier 04.06.2020 16:26
      Highlight Highlight Was grundsätzlich nicht wirklich schlecht ist denn eine Arbeit die ein Roboter ohne probleme Machen kann ist für Menschen selten geeignet. Nur die Früchte müssen mal allen zugutekommen...
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.06.2020 16:11
    Highlight Highlight Darf man fragen, warum ein absolut sachlicher Kommentar mit Dialog einfach gelöscht wird?
  • Toerpe Zwerg 03.06.2020 15:38
    Highlight Highlight Kinderarbeit macht sich als Aufmacher natürlich gut, deren Bekämpfung geht aber an der Ökonomischen Realität der betroffenen Familien vorbei.
    • Linus Luchs 03.06.2020 16:30
      Highlight Highlight @ T. Zwerg: Mit dieser Argumentation lässt sich die Beibehaltung jeder Art von Sklaverei rechtfertigen. "Sie können doch froh sein, haben sie Arbeit."

      Wenn die "ökonomische Realität" mit Ausbeutung verknüpft ist, dann sind die Rahmenbedingungen zu ändern, welche diese Realität verursachen. Dazu gehört das Verhalten der Konzerne.
  • Akzent 03.06.2020 14:58
    Highlight Highlight Jeder vernunftbetonte Mensch müsste diese Initiative wohl annehmen. Leider ist dann aber Schluss mit Lustig: jede Firma die mit dem Ausland handelt, macht sich dann strafbar. Kleider, Schuhe und vieles Mehr wird unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Kinderarbeit inklusive. Kaum ein Produkt, auch das "fair gehandelte" ist wirklich aus fairem Handel. Die Schweiz würde damit alleine da stehen, denn keine Nation würde nachziehen. Effekt: gleich 0.
    • Toerpe Zwerg 03.06.2020 15:31
      Highlight Highlight Das Gegenteil, ist der Fall. Jeder Vernunftbegabte wird diese Initiative nicht annehmen können.
    • Münzer 04.06.2020 07:31
      Highlight Highlight Völlig falsch. Nicht jede Firma, die mit dem Ausland handelt, macht sich strafbar. Bitte keine Unwahrheiten verbreiten. Die Initiative kommt lediglich bei rund 1‘500 Konzernen zur Anwendung. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU bis 250 Mitarbeiter/innen) sind von der Initiative ausgenommen, ausser sie sind in Hochrisiko-Sektoren tätig. (z.B. Goldhandel.)
  • Linus Luchs 03.06.2020 12:12
    Highlight Highlight «Die Krise ist nicht die Zeit für Experimente», meint die FDP.

    Die langfristig grösste Gefahr geht von Leuten aus, die den Schutz von Menschenrechten und natürlichen Ressourcen als unpassendes Experiment bezeichnen.
    • M.ax 03.06.2020 18:59
      Highlight Highlight Diese Initiative müsste Weltweit gelten für alle. Nicht nur für Schweizer Unternehmer. Die sind sonst im groben Nachteil und könnten/müssten das land evt. verlassen. Weil dann bis zur untersten Lieferkette alles bemängelt werden könnte mit dieser Initiative. Eine gefährliche Sache, wenn nur in der CH umgesetzt.
    • Satan Claws 04.06.2020 16:17
      Highlight Highlight @M.ax

      Hui schlimm, wenn wir nicht mehr zu den reichsten Ländern gehören würden.

      Demut wäre sowieso einmal angebracht.
  • next_chris 03.06.2020 11:54
    Highlight Highlight Ich verstehe dass sich ein Bild mit Kindern beim Erz waschen gut macht, aber das hat nicht viel mit der Realitaet der Schweizer Firmen zu tun. Die grossen Trader sind nur in industrialisierten Minen aktiv. Solche Bilder mag es geben bei der Tantal oder Gold Gewinnung. Diese Minen sind allerdings hunderte von Kilometer im Busch, wo sich mir die Frage nach der Alternative stellt. DIe humanitaere Situation ist da jeweils so bedenklich fuer jede Familie, dass es keine Alternative zur Arbeit gibt, entweder Arbeiten oder Untergehen. Wenn nicht in der Mine, dann im Ackerbau, gearbeitet wird sowieso.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.06.2020 16:20
      Highlight Highlight Die grossen Konzerne lassen auch das letzte Gramm seltener Erden aus dem Boden holen. Diese Arbeitssklaven sind so billig, dass sich selbst das lohnt, selbst wenn die Rohstoffe noch über diverse Zwischenhändler gehen. Das Problem ist also vielmehr, dass die vollkommene Intransparenz eine Nachverfolgung einer Verantwortkung praktisch verunmöglicht. Die kleinen Minen liefern ihre Mengen an den nächst grösseren Zwischenhändler ab und am Ende landen auch diese im Topf der Grosskonzerne - ganz nach dem Motto, auch Kleinvieh macht Mist.

      Das Problem ist die Ausbeutung. Daran sind wir alle schuld.
    • vespoid 03.06.2020 17:38
      Highlight Highlight kennst du die Firma Glencore? oder Syngenta? beides Firmen die in der Schweiz ihren Sitz haben, und sehr kriminelles Geschäftsmodell haben. Sie geben dann die Schuld den jeweiligen Ländern, wobei die beiden Firmen dies skrupellos ausnutzen.
    • next_chris 03.06.2020 21:36
      Highlight Highlight Glencore betreibt industrielle Minen keine Spur von Kinderarbeit. @antinatalist die Verfolgbarkeit ist der groesste Witz. Westliche Audit Firmen checken wie Schwarze in Afrika arbeiten sollen .. z Bsp Itri ... mit welchem Recht nehmen sich die Europaer heraus den lokalen Behoerden nicht zu trauen.. uebrigends die Itri kosten sind hoeher als das was der Kleine Mann fuer sein Erz erhaelt... warum?? Und warum Kriegt der lokale westliche Manager das 50 fache des schwarzen Angestellten?
  • Malt-Whisky 03.06.2020 11:52
    Highlight Highlight Dann hoffen wir sehr, dass unsere Schweizerinnen und Schweizer, die noch ein echtes Gewissen haben, die Initiative mit GROSSEM Mehr annehmen.
    Wir haben weltweit einen immer schlimmeren Ruf Arrogant und Geldgeil zu sein und konsequent nicht den Menschen sondern dem Mammon zu dienen. Meine Schwester hat das Elend mehrfach in Afrika und Südamerika vor Ort miterlebt. Was sie erlebt hat kann man mit den Bildern so einfach nicht fassen. zB 5-Jährige Mädchen, fast nackt, arbeiten bis zu 17 Stunden, und das jeden Tag. Ihr Lohn ist allzuoft der Tod mit etwa 10 Jahren.
    • next_chris 03.06.2020 21:41
      Highlight Highlight Dann lauf mal durch einen Vorort von z Bsp Kinshasa ... ça 5 millionen Leute in einfachsten Behausungen ohne Sanitaere installation und ohne Job. Wer gar keine Arbeit hat stirbt sowieso an Hunger oder Krankheiten. Es gibt keine Einfachen Antworten. Mehr Arbeitsplaetze schaffen und Leute Ausbilden ..
  • Cirrum 03.06.2020 07:56
    Highlight Highlight Die Reichen Länder müssen drüber abstimmen, ob andere Menschen für unseren Profit leiden müssen oder nicht.. überhaupt die Tatsache, dass man für das abstimmen muss, finde ich eigentlich schon schrecklich! ..
    • Ludwig van 03.06.2020 21:34
      Highlight Highlight Wieso? Ich finde jedes Land soll über die eigenen Gesetze bestimmen dürfen. Wenn ein Amerikaner in Amerika gegen ein Gesetz verstösst, kann man ihn nicht vor einem Schweizer Gericht verklagen, selbst wenn einige Amerikaner unter dem Verbrechen leiden.
    • i schwörs 04.06.2020 01:12
      Highlight Highlight Ludwig, man kann schon, wenn die Tat auch nach hiesigem Recht ein Verbrechen ist. Beispiel: schwere Sexualverbrechen im Ausland begangen, der Täter kann durchaus auch hier verklagt und verurteilt werden. Wäre ja noch schöner, wenn für Taten, die hierzulande ein Verbrechen sind, straffreiheit gewährt würde, bloss weil die Tat im Ausland stattfand...
  • i schwörs 03.06.2020 07:54
    Highlight Highlight Die Initiative verbietet/ verunmöglicht den Unternehmen ja nicht jegliche Tätigkeit im Ausland. Aber in Punkto Menschenrechte und Umweltverstösse, sollen sie sich halt an hiesige Regeln halten. Warum auch nicht? Weshalb soll ich hier eine Umweltabgabe bezahlen und das Unternehmen XY darf ungehindert im Ausland CO2 rauspusten um mir zB eine Batterie zu verkaufen? Warum darf ich hier meine Kinder nicht für mich arbeiten lassen, aber das Unternehmen XY darf im Ausland Kinder verheizen, um mir eine Digicam zu verkaufen? Ich hab die Nase voll davon, meinen Luxus mit dem Elend anderer zu bezahlen.
    • Ludwig van 03.06.2020 21:32
      Highlight Highlight Die Initiative verbietet gar nichts. Aber sie erlaubt es, ein Unternehmen an einem Schweizer Gericht zu verklagen für alles was im Ausland passiert, nur weil der Konzernsitz in der Schweiz ist. Ein grosser zusätzlicher Aufwand und ein Risiko. Die Lösung ist ganz einfach: Den offiziellen Sitz aus der Schweiz verschieben und ansonsten alles beim Alten lassen.
    • i schwörs 04.06.2020 00:52
      Highlight Highlight Nein, Ludwig, nicht "für alles was im Ausland passiert", sondern nur für Dinge, die hier auch illegal wären. http://K
  • Blitzesammler 03.06.2020 07:32
    Highlight Highlight und wieder hat die MegaLoby gewirkt. Ich kann mir einfach nich vorstellen, wieso hier jemand dagegen sein kann?! Denen müsste man z.B. mal ein Paar Giftfässer im eigenen Garten ausschütten oder ihre Kinder brauchen die dann Abwasserschächte ausputzen. Auch dann wäre es immer noch nicht so schlimm wie in den betroffenen Regionen.
    • Ludwig van 03.06.2020 21:31
      Highlight Highlight Ich bin dagegen dass jemand vor einem Schweizer Gericht verklagt werden kann wenn ein anderer in den USA ein Verbrechen begeht.
  • Kronrod 03.06.2020 07:29
    Highlight Highlight Hat eigentlich schon mal jemand die betroffenen Länder gefragt, was sie von der Initiative halten? Ich kann mir vorstellen, dass die das als ziemlichen Affront empfinden. Im Grunde sagt die Initiative zu allen Ländern Afrikas: “Wir halten euch für zu korrupt und inkompetent, um die eigene Bevölkerung zu schützen, daher übernehmen das nun für euch. Wir Weisse können das nämlich besser.”
    • i schwörs 03.06.2020 18:29
      Highlight Highlight Wenn schon fragen: dann wäre die richtige Frage wohl eher "was haltet Ihr davon, dass wir Eure Umwelt kaputt machen, und Eure Kinder ausbeuten, damit Ihr mit den Hungerlöhnen weiterhin im Elend bleiben dürft und wir dafür so tolle, günstige Produkte kaufen können?" Die Antwort hängt wohl davon ab *wen* man genau fragt, nicht wahr? Und: warum eigentlich nur "alle Länder Afrikas?" Es gibt auch noch andere Orte auf dieser Welt, in denen sich Unternehmen gewisse Vorteile erkaufen können. Deine Sensibilität ggü. Afrika in Ehren, aber hier gehts nicht "nur" um Afrika oder Schwarz und Weiss.
    • Ludwig van 03.06.2020 21:30
      Highlight Highlight @i schwörs: Dank internationalem Handel erlebt Afrika gerade einen nachhaltigen Aufschwung. Zuvor haben sich schon China und andere Asiatische Länder dank Freihandel aus der Armut gekämpft. Westliche Konzerne sind Schuld am Aufschwung Afrikas, nicht an der Armut.
    • next_chris 03.06.2020 21:42
      Highlight Highlight Es ist Kolonialismus ... die Schweiz bestimmt was Gut und was Falsch ist in einem fremden Land
    Weitere Antworten anzeigen
  • 3klang 03.06.2020 07:16
    Highlight Highlight Diese Initiative betrifft nicht nur die bösen Grosskonzerne. Die Nachweise, dass alles ok ist müssten auch die kleinen und/oder vorbildlichen Firmen erbringen. Das ist mit nicht unerheblichem Aufwand verbunden, weshalb sich das für einige nicht mehr lohnt. Die kleinen Firmen leiden darunter, die grossen verlegen den Hauptsitz...
    • Super8 03.06.2020 08:28
      Highlight Highlight Immer die gleiche Leier von euch über Leichen gehenden Raubtierkapitalisten.
    • sheshe 03.06.2020 08:49
      Highlight Highlight Alle Grosskonzerne haben sich Sustainability auf die Fahne geschrieben und werben damit. Denkst du wirklich, diesen Standortvorteil lassen sie sich entgehen? Zudem sollten wir nicht mit tiefen Steuern und Verantwortungslosigkeit punkten, sondern mit Standortattraktivität und (politischer) Sicherheit. Das ist beides weiterhin gegeben, deshalb wandert auch niemand ab. Und wenn Glencore gehen will - bitte, die Tür ist offen, die will hier niemand!
    • Pidemitspinat 03.06.2020 09:00
      Highlight Highlight Na dann. Tschüss.

      Fertig Geiselhaft durch grosse Firmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 03.06.2020 07:11
    Highlight Highlight Neueste Enthüllungen heute im Tages Anzeiger:
    "Hochgiftiger Diesel in der Luft - Firma mit Sitz in der Schweiz am Pranger"
    Skandal in Westafrika Trotz jahrelanger Kritik exportiert Rohstoffhändler Vitol schädliche Treibstoffe nach Nigeria

    An alle:
    Bitte unternehmt was gegen solche Drecks-Unternehmen!
    Stimmt JA zur Konzernverantwortungsinitiative!

    Unsere "seriös-geschäftlichen" Rechtsbürgerlichen von DER Wirtschaft würden dann immer noch genügend Lücken und Hintertüren finden, mit dem sie eine vom Stimmvolk verlangte Koppelungen von Macht und Verantwortung aushebeln und umgehen könnten...
  • Pollo Loco 03.06.2020 06:36
    Highlight Highlight An und für sich ist die Initiative ein guter Grundsatz, jedoch befürchte ich, dass die Unternehmen immer einen Weg finden werden, das zu umgehen.
    • bruuslii 03.06.2020 09:41
      Highlight Highlight pllo_loco: an und für sich sind alle gesetze ein guter grundsatz. leider gibt es immer leute und firmen, die einen weg finden das zu umgehen.

      sollen jetzt alle gesetzte abgeschafft werden??
    • Dominik Treier 03.06.2020 11:01
      Highlight Highlight Defätismus kann doch aber sicher nicht die Lösung sein?

      Das selbe Zeug hören wir schon immer bei den Steuer, von wegen ja dann würde das Unternehmen den Hauptsitz verlegen. Blabla..

      Warum kann es dass denn? Weil wir es zulassen!

      Von mir sollte man ein Unternehmen, dass hier keine Steuern zahlt, sich nicht an unsere Gesetze hält und keinerlei Verantwortung für sein Handeln übernehmen will einfach kein einziges Geschäft mehr in der Schweiz tätigen lassen.
      Ich will sehen wie schnell dann dieser Defätismus verflüge. Diese genutzten Lücken sind von unseren Politikern erzeugt worden.
    • Pollo Loco 03.06.2020 16:35
      Highlight Highlight @Bruuslii Nö aber das war so auch nie meine Aussage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bildung & Aufklärung 03.06.2020 06:17
    Highlight Highlight Zudem wollte ich in einem Anflug von kurzer geistiger Umnachtung sogar die FDP loben, da es anscheinend doch noch solche wie "Dick Marty" (Kompliment an ihn diesbezüglich) gibt, die etwas Ehre, Rückgrat und Herz haben.

    Doch kam ich schnell wieder zu Sinnen, als ich das, ganz in FDP-Manier "Die Krise ist nicht die Zeit für Experimente" las.

    Klar, NIE ist die Zeit für solche Halunken. Nicht 50 Jahre vor der Krise, nicht 50 Jahre nach und jetzt, jetzt ist ja halt gerade Krise, ne.

    Da kann man doch unmöglich auch noch auf sowas wie Menschenrechte achten!
    Wir als mausarmes Land noch dazu...
  • Bildung & Aufklärung 03.06.2020 06:12
    Highlight Highlight "Statt aus der Defensive zu agieren, können die Gegner um Economiesuisse voll auf das Argument «Jobs, Jobs, Jobs» setzen."

    Also agieren solche Lebensverachter (ja, der Begriff passt so exakt) immer aus der Offensive. Schliesslich wird die "Arbeitsplääätzeeeh!!!"-Karte (Argument ist das so keins) ja immer, dauernd, permanent, chronisch und inflationär gespielt.

    Hm, warum genau auch die gegen das BGE sind? Ach so, dann kann man die Menschen ja nicht mehr mit Existenzangst erpressen und gegen Ethik, Moral, Menschenrechte und anderen nicht-profitmaximierenden Hippiemüll ausspielen...



  • Töfflifahrer 03.06.2020 06:04
    Highlight Highlight Ich hoffe die Stimmbürger lassen sich von der Angstmacherei der Wirtschaftslobby nicht mehr ins Boxhorn jagen und stimmen, Ja.
    Es gibt keinen Grund diese Manager und Firmen, die Menschenrechte mit Füssen treten ungestraft davonkommen zu lassen.
  • Bildung & Aufklärung 03.06.2020 05:56
    Highlight Highlight Wer da dagegen ist, kann sich sonst auch gleich als geldgieriger Unmensch vorstellen.

    Wobei, ob jetzt über Kakaodrehscheibe-CH Kindersklavenblut* klebt oder nicht (nur eines von VIEL, VIEL ZU VIELEN Beispielen) hat doch jetzt auch fast niemand auch nur ganz leicht im Auge gekratzt, warum solls also jetzt?

    *"Laut Anti-Slavery International sollen laut Greenpeace in Elfenbeinküste, von wo 40 % der weltweiten Kakaoernte stammen, rund 200.000 teils aus Nachbarländern stammende Kindersklaven als Erntehelfer eingesetzt werden. Es sind Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren" -Wiki

    • Ludwig van 03.06.2020 21:27
      Highlight Highlight Hallo ich bin ein geldgieriger Unmensch.

      Ich bin dagegen, dass jemand in der Schweiz dafür verklagt werden kann dass ein anderer in den USA vielleicht ein Verbrechen begangen hat.
    • Dominik Treier 04.06.2020 16:21
      Highlight Highlight Du bist vor allem ein wenig unpräziese Ludwig van, denn was heisst hier "vielleicht ein Verbrechen"?

      Unsere Gesetze und Richter die sie interpretieren, sagen ganz klar ob in diesem Fall ein Verbrechen begangen wurde oder eben nicht und wenn dir diese Gesetze zu weit gehen und du es gerechtfertigt findest selbst unsere sehr liberalen Gesetze einzuhalten, unabhängig davon wo, lebst du eventuell im falschen Land und solltest mal vor Ort die völlig ausreichende Gesetzgebung ausprobieren?
      Nur ein Vorschlag.
      Amerikanische Unternehmen gehen uns nichts an aber was unsere in den USA tun sehr wohl!
    • Ludwig van 04.06.2020 16:32
      Highlight Highlight @Dominik Treier: Unsere Gerichte haben gar nicht die Kapazität, irgendwelche angeblichen Verbrechen in den USA zu untersuchen. Und es ist ja auch arrogant wenn die Schweiz anderen Ländern vorschreibt, welche Umweltregulatorien zu gelten haben.

      Mein kommentar mit dem "Vielleicht" war hochpräzise: In dem Moment wenn jemand verklagt wird, ist ja noch nicht klar ob er schuldig ist. Heute kann ich nicht vor einem Schweizer Gericht verklagt werden für etwas, was jemand vielleicht in den USA getan hat.

      Wenn die UBS in den USA ein amerkanisches Unternehmen besitzt ist das nicht "unser" Unternehmen.
  • Schneider Alex 03.06.2020 05:39
    Highlight Highlight Die Handelsliberalisierung ist nur mit sozialen Schutzmassnahmen und ökologischen Kompensationen realisierbar.Die Konzernchefs und ihre Wasserträger im Parlament verharren in ihrem anachronistischen Glauben,dass sie eine grenzüberschreitende Konzernhaftung auf die Dauer verhindern könnten. Sie verdrängen diese neuen Realitäten der Weltwirtschaft genauso,wie mit dem Bankgeheimnis bei uns jahrzehntelang jedes Unrechtsbewusstsein zur Steuerflucht verdrängt worden ist.Wir sollten die Kraft aufbringen,unser Haus selber in Ordnung zu bringen, und nicht immer verspätet erst auf Druck des Auslandes.
    • rodolofo 03.06.2020 08:54
      Highlight Highlight Das stimmt aber auch.
      Die Halunken wissen genau, dass sie die Nationen gegeneinander ausspielen und dass die sich gegenseitig unterbieten im Wettbewerb um Firmenhauptsitze und Fabrikationshallen, die ja dann laut Ökonomen einen "Boom" auslösen in der "sich entwickelnden Region".
      Mehr Geld wird schon verdient und umgesetzt, so dass das BIP steigt.
      Aber gleichzeitig werden eben auch die Lebensgrundlagen und Selbstversorgungsmöglichkeiten der Leute zerstört!
      In den zu stinkenden Kloaken gewordenen Flüssen schwimmen keine Fische mehr. :(
      Doch das erscheint in keiner ökonomischen Statistik...
  • Dong 02.06.2020 23:38
    Highlight Highlight Mit dieser Initiative versuchen wir, den Bock zum Gärtner zu machen. Das kann nicht gutgehen!

    Wir müssen doch von der Idee wegkommen, dass Konzerne Staaten ersetzen können, das ist doch genau der neoliberale Wahnsinn, der uns irgendwann noch ins Grab bringt!
    • Pidemitspinat 03.06.2020 09:02
      Highlight Highlight Beim zweiten Teil stimme ich dir zu. Kannst du den ersten Teil etwas ausführen?
    • Okguet 03.06.2020 09:06
      Highlight Highlight Hab ich was falsch verstanden? Es geht bei der Initiative doch genau darum, dass Staaten mehr intervenieren können bei Firmen? Oder was ist dein Gedankengang oder wo der Fehler bei meinem?
    • bruuslii 03.06.2020 09:50
      Highlight Highlight dong, da hast du absolut recht: wir müssen von der idee wegkommen, dass konzerne staaten ersetzen.

      und genau deshalb braucht es die konzernverantwortungsinitiative, weil viele konzerne in anderen ländern die staaten durch korruption aushebeln und quasi ersetzen.

      machthaber in diesen 3.weltstaaten sind verantwortungslose firmen im bündnis mit korrupten beamten.

      wird dies unterbunden, sind diese länder gezwungen, sich selbst als gesellschafts- und rechtsbündnis - also als rechtsstaat - zu entwickeln.
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  • banda69 02.06.2020 23:13
    Highlight Highlight ... und wird die Initiative angenommen, wird die menschen- und umweltfeindliche SVP alles daran setzen das Gesetz zu verwässern. Siehe Abzocker-Initiative.
    • Froggr 03.06.2020 08:48
      Highlight Highlight Siehe Verwässerung der Masseneinwanderungsinitiative.
    • bruuslii 03.06.2020 10:03
      Highlight Highlight banda69: die svp bedient dauernd die angst vor flüchtlingen, darunter auch wirtschaftsflüchtlinge.

      würden diese wegfallen, würde auch das wahlprogramm der svp wegfallen. das wollen diese nicht, weil ja sonst das opium für ihre wähler wegfallen würde und man entdecken könnte, dass die svp keine volkspartei, sondern in wahrheit ein plutokratieförderverein ist.

      solche vorstösse werden von ihr also scharf bekämpft, weil
      a) ein interesse besteht, eine lösung für ihre probagierten flüchtlingsprobleme zu verhindern.
      b) ihre führer selbst in solche korrupte geschäfte involviert sind.
  • RicoH 02.06.2020 22:59
    Highlight Highlight Stellt euch vor, Kriminelle könnten in Ermangelung einer Haftungsregel nicht von einem Schweizer Gericht belangt werden.
    So in etwa fühlt sich die abgeschwächte Form an.
    • Ludwig van 03.06.2020 21:25
      Highlight Highlight Die Initiative verlangt dass jemand in der Schweiz verklagt werden kann, weil jemand anderes in den USA gegen ein Gesetz verstossen hat.
    • RicoH 03.06.2020 21:36
      Highlight Highlight @Ludwig van

      Nein, das stimmt jetzt ganz sicher nicht. Die Initiative verlangt, dass ein im Ausland tätiges Schweizer Unternehmen nach Schweizer Recht in der Schweiz angeklagt werden kann.
    • RicoH 03.06.2020 21:58
      Highlight Highlight Noch einen Nachtrag:
      Man will damit erreichen, dass für Schweizer Firmen im Ausland die gleichen Standards gelten sollen, wie in der Schweiz (Umgang mit Mensch und Natur). Ein Ausklammern der Haftungsregel verwässert aber das Ansinnen bis hin zur Zahnlosigkeit.
  • Ludwig van 02.06.2020 22:42
    Highlight Highlight Eine weitere Initiative die mit viel Sympathie startet und dann katastrophal scheitert weil die Leute merken dass die Wirtschaft geschädigt wird und kein Nutzen generiert wird. Gerade in der Zeit nach Corona wird es schwierig sein, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen um die Schulden abzubezahlen. Da kommt diese Initiative genau zum falschen Zeitpunkt :-)
    • Steibocktschingg 03.06.2020 20:38
      Highlight Highlight Die Initiative verlangt die Einhaltung von Schweizer Mindeststandards. Bekanntlich sind die der Grund, dass wir mausarm sind.

      Oh Moment, wir sind ja das reichste Land der Welt? Nein, wie wirtschaftsschädlich die Gesetze bei uns doch sind! Wer ohne die Achtung von grundlegenden Menschenrechts- und Umweltschutzstandards nicht Gewinn machen kann, darf gerne abzischen, wir brauchen keine Menschenhasser.
    • Ludwig van 03.06.2020 21:20
      Highlight Highlight @Steibocktschingg: Falsch. Die Initiative verlangt, dass man ein Unternehmen in der Schweiz verklagen kann wenn sich ein ausländisches Unternehmen im Ausland nicht an Schweizer Regulatorien hält, wenn dieses Unternehmen teil eines Konzerns mit Sitz in der Schweiz ist. Selbst wenn sich das Ausländische Unternehmen im Ausland zu 100% an die Schweizer Regeln hält, gibt es ein Risiko, dass das Schweizer Unternehmen in der Schweiz verklagt wird. Und dann erst der ganze Complianceaufwand. Die Lösung ist ganz einfach: Den Sitz aus der Schweiz rausverlegen und ansonsten alles beim alten lassen.
    • Dominik Treier 03.06.2020 21:24
      Highlight Highlight Zumal die Gesetze bei uns äusserst liberal und wirtschaftsfreundlich sind Steibocktschingg.

      Aber jede noch so kleine Haftung ist wohl teurer als keine wenn man heute einfach ungestraft Wasserquellen vergiften oder zu sklavenänlichen Bedingungen beschäftigen kann...
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  • KnolleBolle 02.06.2020 21:58
    Highlight Highlight Die ganze Sache macht nur Sinn, wenn dann auch die Busse als Entschädigungszahlung an die / das, Opfer / Geschädigten geht.
    • bruuslii 03.06.2020 10:14
      Highlight Highlight ouvrier: ich bin ohnhin dafür, dass reparationsinvestitionen nicht teil der strafe sind, sondern ohnehin bei feststellung solch (neu) illegaler geschäfte geleistet werden müssen.

      die busse soll mmn oben drauf kommen und für entwicklungs-zusammenarbeit eingesetzt werden.

      wenn dich z.b. jemand anfährt, muss der schuldige ja auch deine genesungskosten übernehmen und zusätzlich schmerzensgeld bezahlen und zusätzlich eine busse wegen gesetzesübertretung bezahlen.

      lasse mich geren korrigieren, wenn ich da was falsch verstanden habe.
  • pamayer 02.06.2020 21:55
    Highlight Highlight na, ja, wer sich dermassen verbohrt und gierig zeigt, denen soll unsere haltung einen riegel schieben.
    moderner kolonialismus inklusive sklavenarbeit soll endlich ein ende haben.
  • Pafeld 02.06.2020 21:37
    Highlight Highlight «Die Krise ist nicht die Zeit für Experimente»

    Phu, da wird man bei der FDP ja nochmals aufgeatmet haben, als man Dank Covid-19 endlich so etwas wie ein Argument gefunden hat, warum sich Firmen nicht für dubiose Geschäftspraktiken zu verantworten haben.
    • Oigen 03.06.2020 13:00
      Highlight Highlight den fdp vertreter einfach mal bissl giftige abbaumittel in den garten kippen, mal schauen ob dann die zeit zum "experimentieren" ist
    • Steibocktschingg 03.06.2020 20:40
      Highlight Highlight Ich dachte immer, so Krisen seien super, um neu anzufangen, laut FDP-Wirtschaftsexperten (und Krisenexperten), "kreative Zerstörung" und so... Ich bin gerade etwas verwirrt, kann mir wer helfen rauszufinden, was nun richtig ist?
    • Dominik Treier 03.06.2020 21:24
      Highlight Highlight Richtig ist, dass solche Krisen toll sind um neues zu probieren, aber nicht wenn man gar nicht will...
  • Tomtschi 02.06.2020 21:27
    Highlight Highlight Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland ist in der Schweiz strafbar. Nix mehr mit Sextourismus. Dasselbe sollte auch für Ausbeutung von Kindern oder Umwelt durch rein wirtschaftliche Interessen gelten.
  • yanoi 02.06.2020 21:24
    Highlight Highlight Niemand sollte aufgrund von zerstörerischen und ausbeuterischen Verhältnissen Profite schlagen. Die Lüge "der Konsument hat die Entscheidung" verfliegt spätestens, wenn man sich das Protfolio seiner Pensionskasse anschaut. Und Menschen mit Niedriglohn haben nicht immer die Wahl.
    Was spricht dagegen, Verantwortung übernehmen zu müssen?
    Ist es nicht gar ein Standortvorteil, eine weitere Stärkung der Marke "Swiss Made"?
    Die Corona-Krise zeigt zudem, welche Ressourcen mobilisiert werden, wenn's um den eigenen Arsch geht. Was, wenn Kinderarbeit und verseuchte Natur direkt ansteckend wäre?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.06.2020 22:10
      Highlight Highlight Grundsätzlich ist dein Gedankengang richtig - nur sind die betroffenen Unternehmen mehrheitlich keine echten Schweizer Konzerne. Wir sprechen hier vornehmlich von Glencore, Vitol, Trafigura, Cargill und Mercuria. Die haben keine Schweizer-DNA, sondern nur aus Steuergründen ihren Hauptsitz in die Schweiz gelegt. In ihnen steckt genau 0% Swiss Made.

      Es sind primär diese Konzerne, die es betrifft. Notfalls werden sie ihr HQ ins Ausland zu verlegen, wenn die Intitiative, was sie dringend muss, angenommen wird.

      Das Volk wird einmal mehr vor der SVP und den drohenden Steuerausfällen kuschen.
    • Bildung & Aufklärung 03.06.2020 05:57
      Highlight Highlight Niemand sollte?

      Ich denke, da sollte ( ;-)) man durchaus sagen: Niemand DARF.
    • rodolofo 03.06.2020 07:15
      Highlight Highlight Wir leben hier in der Schweiz sozusagen "auf der Sonnenseite des Lebens"!
      Schauen wir also, dass auch einige Sonnenstrahlen von diesem Wohlstand bis in die "Sonnenländer des Südens" gelangen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • HARPHYIE 02.06.2020 21:14
    Highlight Highlight Ich hoffe wirklich schwer, dass die Initiative angenommen wird. Ich bin in zwei Sachen optimistisch: Dass sich die Wähler nicht werden in die Pfanne hauen lassen und dass die Verantwortlichen von Swissholdings gerade mit Sturzdurchfall zuhause sitzen, da sie nun wirklich zittern müssen!
    • Unkel Wullewu 03.06.2020 07:12
      Highlight Highlight Wenn Du Dir Hoffnung machst, dass die Initiative durchkommt, dann wurdest Du schon in die Pfanne gehauen.
      Diese Initiative ist chancenlos und die Initianten wussten dies von Anfang an. Es ist einmal mehr ein Missbrauch der Volksrechte durch Parteien zu Profilierungszwecken.
      Die Parlamente wären der Ort für die Parteien, um ihren Ideen Flügel zu verleihen. Initiativen durch Parteien, erst noch nur für die Galerie, ist das Volksrecht verhöhnt; auch wenn es seit rund 20 Jahren sehr en vogue geworden ist. Einmal mehr beweisen unsere Politiker, dass sie keinen Begriff mehr von Verantwortung haben
    • Steibocktschingg 03.06.2020 20:42
      Highlight Highlight Eine Initiative, die den Regeln entspricht, zu lancieren ist also ein Missbrauch des Initiativrechts, nur weil sie dir nicht passt? Mit dieser Argumentation ist das jede Initiative. Überlege dir also noch einmal, ob du diesen unlogischen Nonsens wirklich ernst meinst, Unkel.
  • Cpt. Jeppesen 02.06.2020 21:09
    Highlight Highlight "Sollen Schweizer Unternehmen vor einem hiesigen Gericht für im Ausland begangene Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden haften? "

    JA!

    Privatpersonen werden in der Schweiz für im Ausland begangene Straftaten belangt. Warum soll das für Firmen anders sein? Wird Kinderarbeit oder Ausbeutung dadurch gerechter weil sie von einer AG angeordnet wurden?

    Es ist Zeit Verantwortung zu übernehmen. Wir können nicht weiterhin auf Kosten der Ärmsten und Schwächsten unseren Wohlstand aufbauen.

    Man will keine Flüchtlinge, dann schafft Gerechtigkeit vor Ort.
  • David2000 02.06.2020 21:01
    Highlight Highlight Ich finde die Initiative macht nur Sinn, wenn die Strafzahlungen bei einer Anklage hoch genug sind. Wenn ein Grossunternehmen nur irgendwie ein paar wenige Millionen Schadenersatz zahlen muss bringt das Ganze natürlich nichts. Wenn es sich um Milliardenbeträge wie in den USA handelt, dürfte die Wirkung schon bedeutender sein.
  • holden27 02.06.2020 20:41
    Highlight Highlight Es endet wahrscheinlich wie meistens in der Schweiz...
    Einige Parteien und Politiker behaupten, die Initiative zerstöre unsere Wirtschaft, machen ein bisschen Angst, sagen, dass arbeitsstellen verloren gehen werden und schon wird die Initiative abgelehnt. "Die Wirtschaft,!!1!1!!", das Totschlagargument aller Initiativen
  • D(r)ummer 02.06.2020 20:10
    Highlight Highlight Geld vor Moral, das Volk entscheidet.
    Ich freue mich auf die Abstimmung.

    Unternehmen sollten nicht nur Ware beziehen, sondern den Menschen die bei den Rohstoffen daheim sind ein besseres Leben ermöglichen.
    Ganz einfach das Prinzip.
    Staaten die sich nicht ganz im Griff haben sind für Spitzenmanager aber sehr verlockend.

    Ich hoffe, dass sich einige Manager in Zukunft viel Gedanken über ihr Verhalten machen.
    • Froggr 02.06.2020 20:52
      Highlight Highlight Freu mich auch. Denke 60 % Nein. Die Initiative entspricht ein weiteres Mal dem Wunschdenken der Linken. Leider realitätsfern und unrealistisch. Die Schweiz würde nur verlieren.
    • yanoi 02.06.2020 21:38
      Highlight Highlight realitäsfern und unrealistisch scheint mir vielmehr, wie es momentan läuft... und gewinnen/verlieren sollte nicht anhand einer jahresbilanz abgelesen werden, sondern lässt sich eigentlich erst zwei generationen später einschätzen.
    • Big ol'joe 02.06.2020 21:47
      Highlight Highlight nein. Moralisch, sozial und Gesellschaftlich würde sie sehr viel gewinnen. Ich finde in einer emanzipierten Gesellschaft sollte das im Vordergrund stehen. Nicht der Batzen... das ist Denke von Gestern.
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  • Locutus70 02.06.2020 20:04
    Highlight Highlight Stand heute wäre ich dagegen. Wir verdonnern dann unsere Firmen und importieren von Firmen, die eventl. gleiches oder noch schlimmeres tun und das hat keine Konsequenzen.

    Das ist eine ähnliche Heuchelei wie jene, das wir im eigenen Land CO2-neutral werden wollen (was ich unterstütze) und auf der anderen Seite Waren im Milliardenwert aus China importieren und ob ihres CO2-Ausstoßes auf die Chinesen schimpfen.

    So wird das nix liebe Leute.
    • Dominik Treier 03.06.2020 17:26
      Highlight Highlight Also weil andere "noch" nichts tun, tun wir auch nichts? Es tut mir leid Locutus aber das ist wohl das billigste Argument, dass man bringen kann um seine Verantwortung abzuschieben.
      Warum verlangst du dann nicht die selben Kriterien für Importe?

      Wer nicht spurt macht keine Geschäfte in der Schweiz. Simpel oder?

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