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Holland verschärft Lockdown +++ Erneut 400 Tote in Frankreich +++ Waadt im Lockdown



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Team watson
0:55
Spanien will kriselnde Air Europa mit 475 Millionen Euro retten
Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Europa wird erneut Hilfsgelder vom spanischen Staat erhalten. (Archivbild)
Der spanische Staat will der von der Coronavirus-Krise stark getroffenen Fluglinie Air Europa mit 475 Millionen Euro helfen. Rund 240 Millionen würden als Beteiligungsdarlehen und der Rest als normales Darlehen mit sechsjähriger Laufzeit zur Verfügung gestellt.

Dies teilte die spanische Regierung in Madrid am Dienstagabend mit. Bei der Rettung der zweitgrössten Fluglinie des Landes komme erstmals der in der Coronavirus-Krise gebildete staatliche Fonds zur Unterstützung der Zahlungsfähigkeit strategischer Unternehmen zum Einsatz, sagte Finanzministerin María Jesús Montero. Brüssel müsse den Krediten aber noch zustimmen, schrieb die Zeitung «La Vanguardia».

Während der ersten Coronavirus-Welle im Frühjahr hatte Air Europa bereits einen staatlichen Notkredit von 140 Millionen Euro erhalten, wie die Zeitung «El País» schrieb.
22:37
«Charlie-Hebdo»-Prozess wegen Corona-Infektionen unterbrochen
epa08781395 Copies of the new edition of the French satirical magazine Charlie Hebdo with a caricature of Turkish President Erdogan on its front page are on display at a newspaper kiosk in Paris, France, 28 October 2020. Ankara prosecutor's office launched an official investigation into the publication of the Erdogan cartoon by Alice on the cover of the Charlie Hebdo satirical weekly.  EPA/Mohammed Badra
Wegen mehrerer Corona-Infektionen wird der Prozess um den islamistischen Terroranschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» frühestens Ende kommender Woche fortgesetzt. Drei Angeklagte seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit. Der Gerichtspräsident hat demnach erklärt, dass die negativ getesteten Angeklagten, die vor dem Gericht erschienen waren, erneut am Donnerstag getestet werden.

Wegen mehrerer Corona-Infektionen wird der Prozess um den islamistischen Terroranschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» frühestens Ende kommender Woche fortgesetzt. Drei Angeklagte seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit. Der Gerichtspräsident hat demnach erklärt, dass die negativ getesteten Angeklagten, die vor dem Gericht erschienen waren, erneut am Donnerstag getestet werden.

Den 14 Angeklagten wird vorgeworfen, bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen zu haben. Drei von ihnen sind flüchtig. Im Gericht galt wie überall in Paris Maskenpflicht. Der Prozess gilt als historisch, eigentlich sollte er bis Ende kommender Woche dauern. Dieser Zeitplan dürfte nun nicht mehr zu halten zu sein. (sda/dpa)
20:39
Wieder mehr als 400 Corona-Todesfälle in Krankenhäusern in Frankreich
A nurse takes a break, as medical crew prepare to receive a COVID-19 patient into the intensive care unit at the Joseph Imbert Hospital Center in Arles, southern France, Wednesday, Oct. 28, 2020. Many French doctors are urging a new nationwide lockdown, noting that 58% of the country's intensive care units are now occupied by COVID patients and medical staff are under increasing strain. (AP Photo/Daniel Cole)
In Frankreich steigt die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Todesfälle weiter an. Innerhalb von 24 Stunden wurden erneut mehr als 400 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 in den Krankenhäusern gemeldet, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Hinzu kommen noch einmal mehr als 400 Todesfälle in Altenheimen und anderen Pflegeeinrichtungen. Diese Zahl wird allerdings nicht täglich aktualisiert. Frankreich zählt mehr als 38 000 Tote seit Beginn der Epidemie.

Das Land mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern zählte ausserdem mehr als 36 300 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Am Tag zuvor war ein Höchstwert von mehr als 52 500 registrierten Fällen erreicht worden. Fast 3900 Menschen werden im ganzen Land auf Intensivstationen behandelt. Sorge herrscht besonders in der Hauptstadt Paris über die Auslastung der Intensivbetten.

Seit vergangenem Freitag herrschen im ganzen Land wieder Ausgangsbeschränkungen, die deutlich strenger sind als in Deutschland. Die Menschen dürfen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür und müssen diesen mit einem Formular nachweisen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte haben geschlossen. (sda/dpa)
20:10
Niederlande: Teil-Lockdown wird noch strenger
epa08746949 An empty beer can is seen near the terrace of Cafe Luden on the Plein in The Hague, The Netherlands, 15 October 2020. There was an exuberant party on the terrace just before the time when the catering industry has to close for four weeks due to the new corona measures.  EPA/BART MAAT
Die Niederlande haben die Massnahmen im Teil-Lockdown weiter drastisch verschärft. «Bleiben Sie so viel wie möglich zu Hause», mahnte der niederländische Premier Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag. Bewegungen im Land müssten möglichst reduziert werden. «Gehen Sie nicht zum Spass shoppen», sagte Rutte. Alle öffentlichen Gebäude werden geschlossen. Ausserdem sollen Bürger bis Mitte Januar nicht ins Ausland reisen. Deutschland wurde zum Risikogebiet erklärt und von nicht dringend notwendigen Reisen abgeraten. Reisende aus Deutschland müssen nach ihrer Heimkehr für zehn Tage in Heim-Quarantäne.

Seit drei Wochen gilt bereits der Teil-Lockdown. Nun werden nach den Gaststätten auch Museen, Theater, Schwimmbäder, Vergnügungsparks und Zoos geschlossen. Auch der persönliche Kontakt wird stark reduziert. In der Öffentlichkeit sind nur noch Treffen von maximal zwei Personen erlaubt, bisher waren das noch vier. Auch privat sollen nur noch zwei Gäste am Tag empfangen werden. Die Verschärfungen sollen vorerst zwei Wochen gelten.
20:07
Isländischer Präsident muss wegen Corona-Fall in Quarantäne
epa06263431 President of Iceland Gudni Thorlacius Johannesson speaks at the 5th Arctic Circle conference in Reykjavik, Iceland, 13 October 2017. The Arctic Circle is the largest network of international dialogue and cooperation on the future of the Arctic. It is an open democratic platform with participation from governments, organizations, corporations, universities, think tanks, environmental associations, indigenous communities, concerned citizens, and others interested in the development of the Arctic and its consequences for the future of the globe. It is a nonprofit and nonpartisan organization.  EPA/BIRGIR THOR HARDARSON
Islands Präsident Gudni Jóhannesson begibt sich bis zum kommenden Montag in häusliche Quarantäne. Grund dafür ist, dass bei einem Mitarbeiter des präsidialen Amtssitzes Bessastadir das Coronavirus festgestellt wurde. Seine Familie muss dagegen nicht in Quarantäne, wie das Präsidentenbüro am Dienstagabend mitteilte.

Nachdem das Infektionsgeschehen auf Island im Sommer fast zum Erliegen gekommen war, hat sich die Corona-Lage auf der Nordatlantik-Insel zuletzt wieder verschärft. In den vergangenen beiden Wochen lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner gerechnet minimal höher als in Deutschland. (sda/dpa)
19:13
Italien vor ersten Teil-Lockdowns
epa08773388 A view of empty streets of the Orta di Atella comune that was declared 'red zone' after an increase of coronavirus Covid-19 cases, in Campania region, Naples, Italy, 25 October 2020. Authorities in worst-infected regions, including Lombardy, Campania and Lazio, have imposed tougher local measures to stem the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/CESARE ABBATE
Italien steht im Anti-Corona-Kampf vor Teil-Lockdowns in mehreren Regionen. Nach gleichlautenden Medienberichten vom Dienstag könnten unter anderem die Lombardei und das Piemont im Norden zu sogenannten roten Zonen mit besonders hohem Risiko erklärt werden. Die autonome Provinz Südtirol nahm erhebliche Verschärfungen bereits vorweg und macht viele Läden ab Mittwoch dicht.

Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte am Montag in Rom ein Dekret angekündigt, wonach der Corona-Schutz in bestimmten Stark-Risiko-Zonen hochgefahren werden soll. Ausserdem plant Rom landesweite nächtliche Ausgangssperren. Die letzten Verhandlungen mit den 20 Regionen und mit Experten zu dem Dekret liefen am Dienstag noch. Der Erlass wurde für den Abend oder für Mittwoch erwartet.

In der Provinz Südtirol gilt bereits ab Mittwoch eine Ausgangssperre von 20.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Die Vorschrift gelte zunächst bis zum 22. November, teilten die Verantwortlichen in Bozen am Montag mit. Hotels dürfen keine neuen Touristen mehr aufnehmen, sondern nur Gäste auf Arbeitsreisen. Einzelhandelsgeschäfte - mit Ausnahme für Lebensmittel und den täglichen Bedarf - werden geschlossen.
18:25
Algeriens Präsident Tebboune mit Coronavirus infiziert
epa08770336 (FILE) - Algerian President-elect Abdelmadjid Tebboune speaks during a press conference in Algiers, Algeria, 13 December 2019 (reissued 24 October 2020). According to a presidency press release, Algerian President Abdelmadjid Tebboune will start a five-day voluntary quarantine as per medical staff of the presidency advice after senior officials showed symptoms of Coronavirus infection.  EPA/MOHAMED MESSARA *** Local Caption *** 55707557
Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das algerische Präsidialamt am Dienstag mit. Tebboune war vor einer Woche zur medizinischen Behandlung nach Deutschland gereist. Der Präsident werde nach seiner Infektion weiterhin in einem deutschen Spezialkrankenhaus behandelt, hiess es. Die Behandlung verlaufe erfolgreich und sein Zustand verbessere sich «allmählich».

Den Verdacht auf eine Infektion bei Tebboune, der diesen Monat seinen 75. Geburtstag feiert, gab es schon vor anderthalb Wochen. Da hatte Tebboune sich wegen vermuteter Infektionen bei mehreren seiner Berater freiwillig in Quarantäne begeben. Auch nach seiner Einlieferung in ein Militärkrankenhaus war von einer reinen Vorsichtsmassnahme auf Empfehlung der Ärzte die Rede. Vergangenen Mittwoch wurde das Staatsoberhaupt dann für eine «ausführliche medizinische Untersuchung» nach Deutschland verlegt. Details zu seinem genauen Aufenthaltsort wurden nicht bekannt.
17:40
Waadt ruft Notstand aus
Nach den Kantonen Genf, Neuenburg, Jura und Freiburg zieht auch der Kanton Waadt die Schraube in Sachen Coronaschutzmassnahmen massiv an. Restaurants, Bars, Kinos und Museen werden geschlossen. Schulen und Krippen bleiben offen.

Die Regelung gilt ab Mittwoch 17 Uhr, wie der Waadtländer Staatsrat am Dienstag vor den Medien bekannt gab. Die Massnahmen seien unerlässlich, um das Fortschreiten der Pandemie einzudämmen, betonte Staatsratspräsidentin Nuria Gorrite (SP). Das soziale und kulturelle Leben müsse heruntergefahren werden. Die Situation sei sehr ernst.

Ausgenommen von den Massnahmen sind nur die Schulen und Krippen. Auch die Kantone Jura, Genf, Neuenburg und Freiburg haben öffentliche Einrichtungen und andere Infrastrukturen geschlossen. Vor zwei Wochen machte das Wallis den Anfang mit Einschränkungen der Restaurant-Öffnungszeiten und der Schliessung von Kulturstätten. (sda)
15:57
Spitalkapazitäten werden verstärkt: Wallis lässt Patienten verlegen
Im Wallis hat am Dienstag die Verlegung von Patienten des Spital Wallis begonnen, die nicht an Covid-19 erkrankt sind. Das Spital erhöht damit seine Kapazitäten zur Aufnahme von Covid-19-Patienten.

Das Spital Wallis werde mit einem starken Anstieg der Anzahl der Covid-19-Patienten konfrontiert, teilte das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur am Dienstag mit.
Im franz
Die Zahl der Spitaleinweisungen habe die Schwelle erreicht, die für die Anforderung von externer Verstärkung vorgesehen worden sei, hiess es in der Mitteilung. Dies sei mit mehr als 240 Patienten im Centre Hospitalier du Valais Romand der Fall.

Letzteres habe nicht dringliche und aufschiebbare Tätigkeiten vollständig einstellen müssen. Patienten aus dem Centre Hospitalier seien in das Spitalzentrum Oberwallis verlegt worden. Dieses Spital wiederum werde die nicht dringlichen und aufschiebbaren Tätigkeiten um 70 Prozent reduzieren, um mehr Patienten aufnehmen zu können.

Die nicht-Covid-19-Patienten, die im Rahmen der Rehabilitation im Spital Wallis hospitalisiert waren, werden in die Berner, Genfer und Luzerner Klinik in Montana sowie in die Leukerbad Clinic und die Clinique romande de réadaptation der Suva verlegt.

Die Clinique de Valère werde demnächst Patienten vom Spital Wallis bei postoperativen Aufenthalten aufnehmen. Die Kliniken CIC in Saxon und MV Santé in Sitten werden einen Teil ihres Personals zur Verfügung stellen. Auch Physiotherapeuten werden als Verstärkung hinzugezogen. (sda)
14:54
Luzerner Kantonsspital schränkt Operationensbetrieb ein
Das Luzerner Kantonsspital (Luks) reduziert am Standort Luzern die Kapazität für nicht dringlichen Eingriffe und schafft mehr Beatmungsplätze auf der Intensivstation. Damit rüstet sich das Spital für einen drohenden Anstieg der Zahl der Hospitalisierungen wegen Covid-19.
Kantonsspital Luzern
Der Pandemiestab des Luks habe beschlossen, dass der Standort Luzern ab Freitag den Regelbetrieb verstärkt einschränke, teilte das Spital am Dienstag mit. Die Folge sind eine Reduktion von Operationssälen sowie eine sukzessive Erhöhung der Beatmungsplätze auf der Intensivstation.

Der Regelbetrieb laufe in reduzierter Form weiter, dies im Gegensatz zum Frühling, als der Bundesrat ein Verbot von medizinisch nicht dringlichen Eingriffen erliess. An den Luks-Standorten Sursee und Wolhusen werde der Regelbetrieb nur mässig eingeschränkt. Dort seien Operationen zum grossen Teil weiterhin durchführbar bei gleichzeitiger Betreuung von hospitalisierten Coronapatienten. (sda)
14:50
«Gibt es schon Anfragen ans Ausland, Spitalplätze für die Schweiz freizuhalten?»
Hauri: «Anfragen nicht, aber wir haben schon Angebote erhalten, Plätze für uns freizuhalten, beispielsweise von Frankreich.»

Hiermit ist die Pressekonferenz beendet.
14:49
«Erwarten Sie vom Bundesrat weitergehende Massnahmen?»
Masserey: «So weit ich weiss, ist nichts in diese Richtung geplant. Aber ich kann nicht mehr dazu sagen.»
14:46
«Was sind die Kriterien für eine Triage?»
Masserey: «Die Kriterien für eine Triage hängen von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise der Prognose für die Genesung des Patienten ab. Das Alter an sich ist kein Kriterium.»

Hauri: «Das Alter ist nie ein Kriterium an sich, wird aber in der Gesamtbeurteilung angeschaut. Es geht darum, die vorhandenen Mittel so einzusetzen, damit möglichst viele Personen profitieren und genesen können.»
14:46
«Was passiert, wenn die Kapazitätsgrenzen erreicht werden?»
Masserey: «Dann müssen Patienten verlegt werden. Da arbeitet der koordinierte Sanitätsdienst mit. Die Zentrale kann weiterhelfen und schauen, wo es noch Kapazitäten gibt. Die Zentralstelle der Rega kümmert sich um die Kontaktaufnahme und die Abstimmung. Auch die Kantone sind hier einbezogen.»

Hauri: «Zuerst sollen die zertifizierten Intensivbetten ausgelastet werden. Dann kommen die Reservebetten. Erst dann kommen die Triageprinzipien zum Zug.»
14:42
«Werden die Ergebnisse der Schnelltests in die Fallzahlen eingerechnet werden?»
Masserey: «Ja, die Ergebnisse werden uns gemeldet. Wir schauen die Anzahl Fälle an – eine positive Person wird dabei aber nur einmal eingerechnet, auch wenn sie zwei Tests gemacht hat. Es gibt keine Doppelspurigkeit.»
14:34
«Müssen wir in ein paar Tagen mit Triagen rechnen oder gibt es noch andere Möglichkeiten?»
Masserey: «Wir müssen Neueintritte verhindern, die nicht unbedingt nötig sind. Nicht unbedingt nötige Eingriffe verschieben wäre eine Möglichkeit, um die Überlastung der Spitäler zu verhindern. Es gibt Richtlinien für Triagen, wenn die Kapazitäten nicht ausreichend sind.»

Daniel Albrecht, Leiter Sektion Heilmittelrecht, BAG: «Die Situation in den Laboratorien ist angespannt. Die Antigen-Schnelltests sind grundsätzlich verfügbar. Diese sollen möglichst bald und möglichst breit eingesetzt werden.»
14:33
«Haben wir noch Testkapazitäten?»
Masserey: «Wir können nicht ganz sicher sein, dass wir alle Infizierten Personen finden. Aber alle symptomatischen Personen können sich testen lassen. Es gibt eventuell einen gewissen Verzug bei den Tests, weil man in einzelnen Fällen an die Grenzen kommt.»
14:30
«Der Anstieg der Ansteckungen verlangsamt sich. Wie sieht die Prognose der nächsten fünf Tage aus?»
Masserey: «Wenn der Anstieg der Neuinfektionen sich verlangsamt, braucht es auch einige Tage, bis sich der Anstieg der Hospitalisationszahlen verlangsamt. Die 5-Tage-Prognose beruft sich auf die koordinierten Sanitätsdienste. In fünf Tagen könnten die Intensivstationen voll sein, auch mit den zusätzlichen Reserven. Das ist aber nur eine Prognose. Mit Abweisungen von Wahleingriffen kann diese auch beeinflusst werden.»
14:26
Kanton Freiburg verhängt Lockdown
Der Kanton Freiburg zieht in Sachen Coronaschutzmassnahmen die Schraube an. Restaurants, Bars, Theater, Kinos, Museen, Freizeit- und Fitnesszentren sowie Schwimmbäder werden bis Ende November geschlossen.

Die Regelung gilt ab Mittwoch 23 Uhr, wie der Staatsrat am Dienstag vor den Medien mitteilte. Die Massnahmen seien unerlässlich, um das Fortschreiten der Pandemie einzudämmen, betonte der Staatsrat vor den Medien am Sitz der Kantonspolizei in Granges-Paccot.

Auch die Kantone Jura, Genf und Neuenburg haben öffentliche Einrichtungen und andere Infrastrukturen geschlossen. Vor zwei Wochen machte das Wallis den Anfang mit Einschränkungen der Restaurant-Öffnungszeiten und der Schliessung von Kulturstätten.

Freiburg gilt als einer der Corona-Hotspots der Schweiz.
14:26
«Sekundarschüler fordern Fernunterricht aus Angst vor Ansteckung. Sind diese Ängste berechtigt?»
Hauri: «Es ist immer ein Abwegen. Die Massnahmen nützen aber, wenn man sie einhaltet. Auch in Situationen wie im Sport oder in der Garderobe.»
14:23
«Kann man die Quarantäne umgehen, wenn man bereits infiziert war?»
Masserey: «Ja. Wenn jemand bereits einen positiven PCR-Test erhalten hat, ist es wahrscheinlich, dass diese Person drei Monate immun ist. Wir haben aber nicht genug Informationen darüber. Dennoch ist das möglich, dass die Kantone das so kommunizieren. Das ist in Absprache mit dem BAG.»
14:20
Jetzt wurde die Fragerunde eröffnet.
«Haben wir genug Beatmungsgeräte?»

Masserey: «Wir verfügen über Reserve-Beatmungsgeräte bei der Armee. Die Kantone können diese anfragen, wenn nötig.»

Hauri: «Die Beatmungsgeräte werden, denke ich, nicht mehr das Problem sein. Wenn, dann gibt es Probleme wegen des Personalmangel.»
14:15
Infektionszahlen in Pflege- und Altersheimen steigen
In den Spitälern nehmen die Fälle auf den Intensivstationen und die Beatmungen laut Hauri zu. Er sprach vor den Medien von einem Anstieg in einer frühen Phase. «Hier wird noch etwas auf uns zukommen», sagte er. Besuche in Heimen zu verhindern, sei das Letzte, das man sich wünsche. Mit der steigenden Anzahl Ausbrüche in den Heimen sei dies aber nicht immer zu vermeiden.

«Wir müssen uns alle am Riemen reissen», sagte Hauri. Der Anschein eines Rückgangs reiche nicht - «der Rückgang muss nachhaltig sein». Das Einhalten der Abstands- und Hygienemassnahmen, das konsequente Tragen der Masken und das Einschränken des gesellschaftlichen Zusammenseins sei das Gebot der Stunde.
14:12
Contact-Tracing funktioniert nicht mehr einwandfrei
Über die Situationen in den Kantonen berichtet Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte und Kantonsarzt Zug.

«Das Contact-Tracing funktioniert nicht so, wie es funktionieren sollte», sagt Hauri. Er verspricht aber Besserung. «Aber die Situation ist nicht aussichtslos.»

Die Quarantäne bei nicht infektiösen Personen sei nach wie vor wichtig. Es werden Ausnahmeregelungen verlangt. Diese seien vor allem für betriebstragende Personen im Gesundheits- und Sozialwesen wichtig. Diese Personen befinden sich nach wie vor unter Quarantäne, dürfen aber unter gewissen Umständen arbeiten gehen.

Die Quarantäne sei ein gutes Mittel, «man darf sie nicht einfach aufweichen.» In Bezug auf den Profisport bemerkte Rudolf Hauri, es sei nicht klar, wie gut die an sich guten Schutzmassnahmen von den Mannschaften tatsächlich eingehalten werden.
14:06
Übersterblichkeit bei älteren Personen
Die Inzidenz sei bei den Personen über 80 Jahren immer noch am höchsten. Derzeit liegen über 300 Personen mit Covid auf den Intensivstationen. Auf den Stationen gebe es zurzeit 27 Prozent Reserve. «Wenn der Anstieg so weitergeht, werden wir die Grenzen in 5 Tagen erreichen», sagt Masserey.

Bei den über 65 Jährigen gebe es eine Übersterblichkeit. Schon ab 50 Jahren gebe es mehr Personen, die wegen Corona hospitalisiert werden.
14:03
Hospitalisationen haben sich in einer Woche verdoppelt
Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim BAG übernimmt das Wort. Sie präsentiert die aktuelle Zahlen. «Die Pandemie ist immer noch beunruhigend», sagt sie. Es sei noch zu früh, sagen zu können, ob die Massnahmen bereits gegriffen haben.

Die Zahlen seien viel höher als in der ersten Welle weil man mehr testet. Die Hospitalisationszahlen seien vergleichbar mit denen in der ersten Welle. Der Anstieg der Neuinfektionen hätten sich leicht verlangsamt, doch die Neueintritte haben sich innerhalb von einer Woche verdoppelt. Das liege an dem Verzug zwischen den Fall- und den Hospitalisationszahlen.
13:55
Pressekonferenz des Bundes um 14.00 Uhr
Um 14.00 Uhr informieren Expertinnen und Experten des Bundes über die aktuelle Situation.

Folgende Fachleute nehmen heute teil:

- Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, BAG
- Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, Kantonsarzt Zug
- Daniel Albrecht, Leiter Sektion Heilmittelrecht, BAG
- Amedeo Cianci, Leiter Sektion Rechtsbereich 2, BAG

Wir tickern live.
13:20
Armee fragt Freiwillige für Hilfe in Spitälern an
In Schweizer Spitälern könnten wegen der Coronavirus-Pandemie schon bald wieder Armeeangehörige im Einsatz sein. Die Armee hat vergangene Woche rund 5000 Armeeangehörige angefragt, ob sie freiwillig solche Einsätze leisten wollten.

In diesem ersten Schritt seien alle Angehörigen der Spital- und Pflegedienst- und Sanitätsbataillone angefragt worden, sagte Armeesprecher Daniel Reist am Dienstag im Schweizer Radio SRF. Die Aktion sei noch im Gang. Die ersten gut 200 Armeeangehörigen würden am Mittwoch einrücken.

Reist sprach von einem «Einsatz nach Mass». Die Wirtschaft solle möglichst geschont werden. «Wir gehen dort hin wo es uns braucht.»

Bereits mehrere Westschweizer Kantone hatten um Unterstützung der Armee angefragt, darunter das stark betroffene Wallis. Für den Einsatz braucht es einen Bundesratsbeschluss; dieser könnte ebenfalls diesen Mittwoch erfolgen.

Bereits im Frühjahr und bis in den Frühsommer waren 5000 Armeeangehörige im Kampf gegen Covid-19 für den Assistenzdienst aufgeboten worden. Rund 750 von ihnen waren im Grenzwachkorps tätig, 3800 im Sanitätsdienst und der Rest in Stabsdiensten des Bundes. Nur ein Teil dieser Truppe war aber tatsächlich im Einsatz. (sda)
12:56
Bankpersonalverband fordert Corona-Prämie
Bankangestellte sollen für ihren Einsatz während der Coronakrise entschädigt werden. Nebst einer Lohnerhöhung von 1,8 Prozent sollen eine Sonderprämie von 900 Franken bezahlt werden, fordert der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) am Dienstag mit Blick auf die laufenden Lohnverhandlungen.

Die Bankangestellten seien in der Schweiz seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie stark beschäftigt, schreibt der Verband weiter. So galt es etwa, den Service der Geldinstitute während der Krise aufrechtzuerhalten, coronabedingte Abwesenheiten von Kollegen aufzufangen oder tausende Anträge für die vom Bund garantierten Covid-19-Kredite abzuarbeiten.

Gleichzeitig hätten die meisten Banken vor allem im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren wie dem Detailhandel oder dem Gastrogewerbe im laufenden Jahr erfreuliche Ergebnisse erzielt. Dies soll den Angestellten zugutekommen, fordert der SBPV. Von einer spürbaren Lohnerhöhung für Bankmitarbeitende werde, so hofft der Verband, auch das lokale Gewerbe indirekt unterstützt.

Der SBPV weist auch darauf hin, dass die Banken in der Vergangenheit durch den Abbau von Arbeitsplätzen die Personalkosten deutlich gesenkt haben. Seit 2010 sei die Zahl der Vollzeitstellen bis Ende 2019 um gut 18'000 auf noch 89'531 reduziert worden. Gründe dafür seien die Digitalisierung, die in der Branche Einzug hält sowie die höheren Anforderungen an die Produktivität der Angestellten. (awp/sda)
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12:32
Maskentragen an den Sekundarschulen auch in Graubünden
Der Kanton Graubünden passt sich bei der Maskentragpflicht an den Schulen der Mehrheit der übrigen Kantone an. Ab dem nächsten Montag müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen der Sekundarschulstufe 1 Masken aufsetzen.

Die Sekundarschulstufe 1 umfasst die Sekundar- und Realschule von der siebten bis zur neunten Klasse. Den Beschluss für das Masken-Obligatorium an öffentlichen wie privaten Schulen gab Regierungsrat Jon Domenic Parolini am Dienstag in Chur am monatlichen Gespräch der Regierung mit Medienvertretern bekannt. Das Obligatorium dauert vorerst bis 22. Dezember.

Parolini sagte, mit dieser Massnahme könne vermieden werden, dass ganze Klassen wegen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in Quarantäne geschickt werden müssten. Laut dem Regierungsrat ist das in letzter Zeit an einigen Schulen im Kanton vorgekommen. (sda)
12:00
6126 neue Corona-Fälle in der Schweiz
Das BAG meldet 6126 neue Fälle in den letzten 24 Stunden. Die Positivitätsrate lag mit 22'157 Tests bei 27,6 Prozent. 316 Personen mussten ins Spital, 72 Menschen starben.



Am vergangenen Dienstag waren dem Bundesamt 5949 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Damit ist die Zahl im Wochenvergleich nur leicht gestiegen. Am Montag hatte das Bundesamt für die 72 Stunden über das Wochenende 21'926 neue Ansteckungen gemeldet.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 2'044'406 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Über die vergangenen zwei Wochen gesehen fiel das Resultat bei 25,2 Prozent der Tests positiv aus. Pro 100'000 Einwohner wurden im gleichen Zeitraum 4482,9 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 182'303 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt 7792 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zusammenhang stieg auf 2202.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich am Dienstag nach Angaben des BAG 39'951 Personen in Isolation, und 31'906 Kontakte standen unter Quarantäne. Zudem sassen 10'651 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.
11:54
Twint hat durch Corona einen Wachstumsschub erhalten
Die Twint-App wird immer beliebter. Das gestiegene Bedürfnis nach kontaktlosen Zahlungen an der Ladenkasse und der coronabedingte Online-Boom verhalfen dem Schweizer Bezahldienst nochmals zu einem Wachstumsschub. Das auch bei den über 60-Jährigen, sagte CEO Markus Kilb im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.
Bereits 3 Millionen Schweizer benutzen Twint. (Archiv)
Hier geht es zur ganzen Meldung.
11:37
Homeoffice: Gewerkschaften gegen Arbeitgebervorschlag
Mit der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie ist die Arbeit von zuhause aus, das Homeoffice, wieder Alltag für viele Menschen. Auf einen Mustervertrag von Arbeitgeberseite haben die Gewerkschaften kürzlich ablehnend reagiert, er verstosse gegen Arbeitsrecht. Die Positionen bleiben vorerst unversöhnlich.

Mit dem vom Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) Mitte Oktober vorgestellten Mustervertrag sollte den Unternehmen ein Hilfsmittel zur Umsetzung des Homeoffice in die Hand gegeben werden, und zwar auf freiwilliger Basis, wie Marco Taddei, SAV-Verantwortlicher in der Westschweiz, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagt.

Dies sei nicht der Moment, das Homeoffice zum Albtraum für Arbeitnehmer zu machen, sagt SGB-Zentralsekretär Luca Cirigliano. Mit diesem Modell entledigten sich die Arbeitgeber ihrer Verantwortung gegenüber ihren Angestellten, so wie sie vom Arbeitsrecht eigentlich vorgeschrieben sei. Aus seiner Sicht sei es auch gar nicht nötig, nach einem Kompromiss zu suchen. Das von Arbeitgeberseite vorgeschlagene Modell schade den Arbeitnehmern und sei deshalb im Konfliktfall von jedem Gericht als null und nichtig zu erklären.

Der Vorschlag der Arbeitgeber sei von Juristen ausgearbeitet worden und mit dem Arbeitsrecht konform, betont hingegen Arbeitgeber-Vertreter Taddei. Und die Teilnahme sei freiwillig.
Eine Frau macht Homeoffice, fotografiert am 7. Maerz 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Freiwillig oder nicht?
Genau dies sei der springende Punkt, meint Isabelle Wildhaber von der Universität St. Gallen. Solange das Homeoffice auf freiwilliger Basis stattfinde, sei daran nichts Illegales. Erst wenn der Arbeitgeber Homeoffice anordne, sei er dem Arbeitsvertrag verpflichtet, betont die Dozentin für Privat- und Wirtschaftsrecht mit Fokus auf Arbeitsrecht gegenüber Keystone-SDA.

Der Gewerkschaftsbund fordert wegen des stark gestiegenen Stellenwerts der Arbeit im Homeoffice eine Gesetzesanpassung. Der Schutz der Arbeitnehmer in dieser Situation müsse dringend gesetzlich verankert werden, hatte er am 23. Oktober gefordert. Um die Lücke zu schliessen, könnte aus Sicht des SGB das Heimarbeitsgesetz angepasst werden.

Aber auch die Arbeitgeberseite fordert Änderungen. Die gesetzlichen Grundlagen stammten aus den 1960er Jahren und seien auf die Bedürfnisse der Industrie ausgelegt, kritisiert Taddei. (sda)
10:52
Uri beschränkt Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen auf 30
Der Urner Regierungsrat hat am Dienstag in Ergänzung zur Bundesgesetzgebung, ein Reglement zur Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus verabschiedet.

Aufgrund der aktuellen Lagebeurteilung und in Absprache mit den übrigen Zentralschweizer Kantonen hat der Urner Regierungsrat zwei verschärfte Massnahmen beschlossen. Ab kommendem Freitag, 6. November, 0.00 Uhr, wird die maximale Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen von 50 auf 30 Personen gesenkt. Zudem wird eine Registrierungspflicht mittels eines geeigneten Systems für Gäste von Gastronomiebetrieben und Veranstaltungen eingeführt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kontaktdaten unverzüglich in elektronischer Form zwecks Identifizierung und Benachrichtigung ansteckungsverdächtiger Personen ans Contact Tracing weitergeleitet werden können.

Weiter haben Gastronomiebetreiber nebst den Personalien und Kontaktangaben der Gäste auch deren Zeitpunkt des Ein- und Austritts zu erfassen. Weil dadurch die engen Kontaktpersonen einer infizierten Person gezielter ermittelt werden können, werden Sicherheit und Vertrauen beim Besuch eines Gastronomiebetriebs erhöht. Das Contact Tracing soll im Kanton Uri längerfristig gewährleistet bleiben, um die Verbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. Sämtliche Massnahmen des Regierungsrats sind bis zum 30. November befristet. (pw/chmedia)
10:34
Corona führt zu Fiasko für Spaniens Tourismusbranche
Die Tourismusbranche in Spanien muss im Zuge der Corona-Krise weiter dramatische Geschäftseinbrüche verkraften. Die Zahl der ausländischen Besucher sank im September im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent.

Die Touristen gaben zugleich 90 Prozent weniger aus als im Vorjahresmonat, meldete das Statistikamt INE am Dienstag. Das Corona-Jahr 2020 ist bislang für die Reisebranche zwischen Barcelona und Fuerteventura ein Fiasko. Von Januar bis September kamen nur 16,8 Millionen Reisende ins Land. Das sind rund 75 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Spanien ist von der Covid-Pandemie stark betroffen und derzeit im Alarmzustand. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre mit Ausnahme der Kanarischen Inseln. Das Auswärtige Amt in Berlin warnt vor nicht notwendigen touristischen Reisen in das Land. Ausnahme sind die Kanaren. Dort besteht eine Testpflicht bei der Einreise. (awp/sda/reu)
10:23
Nachtbusse und Nachtzüge fahren wegen Corona bis auf Weiteres nicht
Bis 2025 wollen die SBB ausschliesslich mit erneuerbarer Energie unterwegs sein. (Archivbild)
Ab dem kommenden Wochenende fahren nachts bis auf Weiteres keine Züge und Busse mehr. Die Transportunternehmen stellen die Nachtnetze wegen der Corona-bedingten Sperrstunde ab 23 Uhr ein.

Dies teilten die SBB, das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die Post am Dienstag mit. Dieser Schritt erfolge in Abstimmung mit dem BAV und den Kantonen. Die Nachtverbindungen gibt es in zahlreichen Städten und Agglomerationen jeweils von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag. Sie werden nun ab dem Wochenende vom 6./7. November eingestellt. Weiterhin in Betrieb sind hingegen die regulären Spätverbindungen.

Die Transportunternehmen begründen die Einstellung mit der Sperrstunde ab 23 Uhr, die zur Eindämmung des Coronavirus schweizweit gilt. «Dadurch bleibt die Nachfrage nach einem Nachtangebot aus», heisst es in der Mitteilung. Einige Nachtnetze wie etwa Moonliner und Nachtstern hätten den Betrieb bereits eingestellt. Andere – etwa das ZVV-Nachtnetz – seien nach der ersten Corona-Welle gar nicht mehr in Betrieb genommen worden.

Wann die Züge und Busse wieder fahren dürfen, hängt laut den Unternehmen von den bundesrätlichen Vorgaben zu Sperrstunde und Nachtleben ab. (sda)
10:01
Mediziner warnt: Coronasituation im Kanton Freiburg sehr ernst
Das Freiburger Spital HFR bekommt die zweite Coronawelle mit voller Wucht zu spüren. Der Kanton Freiburg stehe «am Rande einer gesundheitlichen Katastrophe» warnte Nicolas Blondel, leitender Arzt für Allgemeine Innere Medizin am HFR, in den Sozialen Medien.

«Die Situation ist äusserst ernst», betonte Blondel in einer am Montag verbreiteten Videobotschaft, wie die Zeitung «La Liberté» berichtete. Das HFR habe bereits mehr als 185 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung aufgenommen.
Sicht auf die Gebaeude des Freiburger Spitals (HFR), am Donnerstag, 22. Oktober 2020 in Freiburg. Die Leitung des Spitals informierte am Donnerstag ueber die Situation rund um die sich schnell verschaerfenden Krise um die Pandemie des Coronavirus, Covid-19. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
«Vorhin, vor der Notaufnahme, sind die Krankenwagen im Viertelstundentakt angekommen. Und wenn es so weitergeht, werden wir wahrscheinlich am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag keinen Platz mehr haben», warnte der Arzt. Laut Blondel ist sich die Bevölkerung des Ernsts der Lage nicht bewusst.

«Bei den Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, handelt es sich hauptsächlich um Freiburger, die in diesen Tagen die traditionelle Kilbi gefeiert haben», sagt Nicolas Blondel. Das Durchschnittsalter der Patienten liege zwar bei etwa 70 Jahren, aber es gebe auch viele jüngere Patienten.

Freiburg gehört schweizweit zu den am stärksten von der Coronapandemie heimgesuchten Kantonen. Der Staatsrat hat den Ausnahmezustand ausgerufen und will bis am Mittwoch neue Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ankündigen.

Die Kilbi oder auf französisch Bénichon ist ein Freiburger Fest, das viele Familien zusammenbringt. Zum geselligen Anlass wird ein spezielles Menu aufgetischt. (sda)
5:33
Lockdown in griechischer Stadt Thessaloniki
epa08783057 A medical staff takes a nasa swab sample for a free COVID-19 rapid test, provided throughout the day by the Hellenic National Public Health Organization to citizens, in Thessaloniki, Greece, 29 October 2020. In a further steep record rise of infections, Greece confirmed 1,547 new coronavirus cases on 28 October, from 1,259 the previous day. Northern Greece currently leads in the spread of coronavirus infections, Deputy Minister for Civil Protection & Crisis Management, Nikos Hardalias stated.  EPA/NIKOS ARVANITIDIS
In Griechenland wird im Grossraum der Hafenstadt Thessaloniki wegen zahlreicher Corona-Fälle ab Dienstag ein Lockdown verhängt. Bürger, die tagsüber ausgehen möchten, müssen eine Nachricht per Kurznachrichtendienst (sms) an die Behörden schicken. Zwischen 21.00 Uhr abends und 05.00 Uhr morgens gilt ein Ausgangsverbot. Zudem wird der Flughafen von Thessaloniki geschlossen. Zuvor waren im Grossraum der zweitgrössten griechischen Stadt mit rund einer Million Einwohner mehr als 1300 Corona-Infektionen diagnostiziert worden.

In Griechenland etwa wird im Grossraum der Hafenstadt Thessaloniki wegen zahlreicher Corona-Fälle ab Dienstag ein Lockdown verhängt. Bürger, die tagsüber ausgehen möchten, müssen eine Nachricht per Kurznachrichtendienst (sms) an die Behörden schicken. Zwischen 21.00 Uhr abends und 05.00 Uhr morgens gilt ein Ausgangsverbot. Zudem wird der Flughafen von Thessaloniki geschlossen. Zuvor waren im Grossraum der zweitgrössten griechischen Stadt mit rund einer Million Einwohner mehr als 1300 Corona-Infektionen diagnostiziert worden.
5:16
SGV-Präsident fordert Bund und Kantone zu einheitlichem Handeln auf
Fabio Regazzi, nouveau president de l'Union suisse des arts et metiers (USAM) reagit lors du Congres de l'Union suisse des arts et metiers, USAM (Schweizerischer Gewerbeverband, SGV) le mercredi 28 octobre 2020 au Forum Fribourg sur la commune de Granges-Paccot. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Der Tessiner CVP-Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV), Fabio Regazzi, hat das Land angesichts der Coronavirus-Krise zur Einheit aufgerufen. «Kantone und der Bund müssten in die gleiche Richtung gehen», sagte er in Interviews mit mehreren Zeitungen am Dienstag.

Zudem sollten die Kantone und der Bund nicht kleinlich sein. «Für einige Sektoren wird die Staatshilfe von entscheidender Bedeutung sein», sagte er unter anderem bei «La Liberté», «Le Nouvelliste», «Le Courrier» und ArcInfo. So sei es besonders wichtig, etwa das Geld für Kurzarbeit zu verlängern, um Entlassungswellen zu vermeiden, die sonst hohe Kosten verursachen würden, betonte er.

«Je nach Branche können weitere Kredite erforderlich sein», warnte der Tessiner und wies daraufhin, dass rund 100'000 Arbeitsplätze in der Gastronomie gefährdet seien. «Es ist alarmierend», sagte er.

Regazzi erklärte zudem, dass die Auswirkungen der Coronavirus-Krise in der Schweiz nicht homogen seien und sich je nach Sektor und Region unterschiedlich auswirken würden. Die Bereiche Hotel, Catering, die Exportindustrie, der Automobilsektor, die Luftfahrt und Veranstaltungen seien am stärksten betroffen, hiess es. «Wir können jedoch nicht allen Unternehmen helfen. Wir müssen diejenigen retten, die es verdienen. Wir müssen selektiv sein», betonte er. (sda)
1:58
Online-Shopping-Boom beflügelt Paypal
Der Online-Bezahldienst Paypal profitiert in der Coronavirus-Krise weiter vom Trend zum Einkaufen im Internet. Im dritten Quartal stieg der Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 121 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar.

Dies teilte das Unternehmen am Montag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit. Die Erlöse nahmen um ein Viertel auf 5,5 Milliarden Dollar zu. Das gesamte abgewickelte Zahlungsvolumen erhöhte sich um 36 Prozent auf knapp 247 Milliarden Dollar.

Wie bereits im Vorquartal kam Paypal der Online-Shopping-Boom in der Coronavirus-Pandemie zugute. Das Unternehmen hob zudem seine Jahresprognosen an und stellt für das Geschäftsjahr 2020 nunmehr ein Umsatzwachstum zwischen 20 und 21 Prozent sowie einen Anstieg des Nettogewinns pro Aktie zwischen 37 und 38 Prozent in Aussicht. Obwohl die Quartalszahlen über den Erwartungen der Analysten lagen, fielen die Aktien nachbörslich zunächst. Allerdings hat der Aktienkurs von Paypal im Jahresverlauf bereits um 74 Prozent zugelegt.
23:02
52 518 Corona-Neuinfektionen und mehr als 400 Tote in Frankreich
epa08793403 A woman wearing a face mask passes next to a closed jewelry store during the second national lockdown, dubbed reconfinement, in Paris, France, 02 November 2020. French President Emmanuel Macron announced in a televised statement that France is 'reconfining' and going into a second lockdown for a minimum of four weeks to battle the rise in Covid-19 cases, effectively shutting down cultural places as cinema, theaters, or concert halls and requiring non-essential workers to remain home. France is in the midst of a second wave of the COVID-19 coronavirus pandemic, recording around 50,000 daily new cases.  EPA/MOHAMMED BADRA
In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 52 500 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Montagabend 52 518 neu erfasste Ansteckungen. Der bisherige Höchstwert lag bei 52 010 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden zählten ausserdem mehr als 400 Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages in den Krankenhäusern. Das ist, rechnet man die Todesfälle in Altenheimen nicht dazu, der höchste Wert seit dem Frühjahr.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Seit Freitag gilt bis mindestens Anfang Dezember ein landesweiter Lockdown. Die Menschen dürfen nur noch mit triftigem Grund das Haus verlassen und müssen dabei stets ein entsprechendes Formular bei sich tragen. Mehr als 37 400 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 20,6 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Montag positiv.

Der Wissenschaftliche Rat, der in Frankreich die Regierung berät, geht davon aus, dass die zweite Corona-Welle nicht die letzte sein wird. Es gebe Grund zur Befürchtung «mehrerer aufeinanderfolgender Wellen im Winter und Frühjahr 2021», hiess es am Wochenende. Dies sei abhängig etwa vom Klima und vom Erfolg der Teststrategie. «Wir können die Hypothese eines Endes der zweiten Welle am Ende des Jahres oder Anfang 2021 aufstellen», so die Expertinnen und Experten weiter. Sie gehen aber davon aus, dass Ausgangsbeschränkungen bis 1. Dezember wohl nicht ausreichen werden, um das Virus einzudämmen. (sda/dpa)
23:02
Lettlands Regierung erwägt erneuten Corona-Notstand
Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuerlichen Notstand in dem baltischen EU-Land. Angesichts deutlich steigender Infektionszahlen sei es an der Zeit, wieder über die Ausrufung eines Ausnahmezustands nachzudenken, sagte er am Montag nach einem Treffen der Spitzen der regierenden Fünferkoalition in Riga. Damit könnte die Regierung Massnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen, zu der sie ansonsten gesetzlich nicht befugt sei.

«Wenn die bestehenden Sicherheitsmassnahmen nicht ausreichen, um die Anzahl der Fälle zu verringern, müssen wir schneller vorgehen, um nicht in eine Situation zu geraten, in der das Gesundheitswesen nicht fertig wird [mit der Arbeitsbelastung]», sagte Karins einem Bericht des lettischen Rundfunks zufolge. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatte die Regierung bereits Mitte März einmal frühzeitig den Notstand ausgerufen, der zum 10. Juni auslief.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 6268 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 77 Todesfälle. Dabei hatten die täglichen Infektionszahlen zuletzt klar zugenommen - rund 70 Prozent aller Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie wurden im Oktober registriert.

Die Bundesregierung hatte zuletzt erstmals auch Regionen in Lettland auf ihre Risikoliste gesetzt. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in dem Ostseestaat aktuell aber noch besser als in Deutschland. Doch ist das lettische Gesundheitswesen seit Jahren chronisch unterfinanziert. (sda/dpa)
19:10
Nationalkader der Kunstturner in Quarantäne
Die Corona-Pandemie erreicht auch das Schweizer Nationalkader der Kunstturner. Wegen eines positiven Tests befinden sich die Athleten bis auf Weiteres in Quarantäne.

Durch die Zwangspause ist eine seriöse Vorbereitung auf die Schweizer Meisterschaften nicht möglich. Die am übernächsten Samstag in Schaffhausen vorgesehenen nationalen Titelkämpfe sind deshalb abgesagt worden. (sda)
19:09
Italien bekommt drei Corona-Risikozonen - Neue Verschärfungen
Italien setzt im Kampf gegen die zweite Corona-Welle auf eine neue Strategie mit drei Risikozonen und weiteren Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bürger. Wie Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag in Rom angekündigte, müssen zudem alle Museen und Ausstellungen im Land schliessen. Die Mitte-Links-Regierung plant für öffentliche Transportmittel eine Obergrenze, nach der nur die Hälfte der Plätze besetzt werden darf. Vorgesehen seien auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen, kündigte Conte im Parlament an, ohne Uhrzeiten zu nennen.

Mit der neuen Aufteilung in drei Risikozonen wolle die Regierung gezielter und «modularer» auf unterschiedliche Corona-Lagen in verschiedenen Gebieten reagieren, sagte der Premier vor dem Abgeordnetenhaus, der grösseren der zwei Parlamentskammern, und später auch im Senat.

Einkaufszentren sollen künftig landesweit an Wochenenden schliessen - ausgenommen sind Lebensmittelläden. Der Präsenzunterricht in höheren Schulen soll weiter eingeschränkt und auf Online-Lektionen umgestellt werden. In Rom wurde erwartet, dass das entsprechende Dekret bis Dienstag fertig werden dürfte.

Noch strengere Vorschriften würden für Zonen mit hohem Ansteckungsrisiko erlassen, kündigte der parteilose Jurist an. Reisen in und aus Hochrisiko-Zonen sollten - abgesehen von Fahrten aus wichtigen Gründen - beschränkt werden. Der Regierungschef sagte, der Gesundheitsminister werde bei der Festlegung der Zonen eine wichtige Rolle haben. Massstab seien die wissenschaftlichen Kriterien zum Infektionsgeschehen.

Conte hob hervor, dass man viel Wissen über das Virus Sars-CoV-2 gesammelt habe. Deshalb könne Italien jetzt anders reagieren als bei der ersten Welle im Frühjahr. Er erwähnte die bald verdoppelte Zahl der Intensivbetten. Ausserdem strebe man an, bald um die 300 000 Corona-Tests täglich zu machen. Dennoch nannte er die aktuellen Infektionsdaten «sehr beunruhigend». Im Frühjahr hatte das Land einen langen, strengen Lockdown erlassen. Im Sommer waren die Zahlen dann eher niedrig gewesen.

Bis zuletzt hatte es Tauziehen zwischen der Regierung und den Chefs der 20 Regionen gegeben. Im Vorfeld war von möglichen Lockdowns in Corona-Hotspots wie Mailand, Neapel und Genua sowie stark betroffenen Regionen wie der Lombardei die Rede gewesen. Conte nannte jetzt zunächst keine konkreten Orte, für die Spezialregeln gelten könnten.

Die Regierung in Rom hatte ihre Massnahmen zum Corona-Schutz bereits im Laufe des Oktobers mehrfach verschärft. Seit längerem gilt eine Maskenpflicht auch im Freien. Seit einer Woche sind Theater und Kinos geschlossen. Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 18.00 Uhr Gäste bedienen. Am Montag gab es in Rom erneut Demonstrationen gegen die Massnahmen.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land hatte am Sonntag rund 30 000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, am Montag waren es rund 22 250. Ausserdem starben an beiden Tagen jeweils mehr als 200 Menschen mit oder an Covid-19.

In Italien steckten sich im Schnitt Ende Oktober in einer Woche bezogen auf 100 000 Einwohner etwa 167 Menschen mit dem Virus an. In der Lombardei und Umbrien lag dieser Wert bei etwa 300 Menschen pro 100 000, im Aostatal und Ligurien sogar klar darüber, in der Toskana aber zum Beispiel nur bei rund 38 Fällen, in Kalabrien bei gut 20. (sda/dpa)
19:08
Nach Corona-Massentests in der Slowakei mehr als 38 000 in Quarantäne
Die Slowakei hat zwei Drittel ihrer 5,5 Millionen Einwohner in nur zwei Tagen auf das Coronavirus getestet. Regierungschef Igor Matovic wertete es am Montag als Erfolg, dass mehr Menschen als von ihm erwartet zu den Schnelltests gekommen seien. Mehr als 38 000 positiv Getestete, die nun in Quarantäne gehen müssten, hätten sonst unentdeckt die Infektion weiterverbreiten können, erklärte er.

Nach der von der Regierung in Bratislava präsentierten Bilanz beteiligten sich am Samstag und Sonntag mehr als 3,6 Millionen Menschen an der beispiellosen Aktion. Dazu aufgerufen waren alle über zehn Jahre alten Bewohner, die keinen noch gültigen Test von einer anderen Stelle hatten. Formell war die Teilnahme freiwillig. Wer aber keinen negativen Test vorweisen kann, ist seit Montag von einer strikten Ausgangssperre betroffen und darf auch nicht zur Arbeit gehen.

Unter Experten und Lokalverwaltungen wächst inzwischen der Widerstand gegen eine für das nächste Wochenende geplante zweite Testrunde. Schon vor Beginn der Testaktion hatte die Ärztekammer die vom Verteidigungsministerium geleitete Aktion als Verschwendung ohnehin knapper Ressourcen kritisiert. Gemeinden beschwerten sich, ohne ausreichende Information und Vorbereitungszeit in «die grösste logistische Aktion in der Geschichte der Slowakei» gestossen worden zu sein. Am Montag drohten einige Bürgermeister, eine Wiederholung der Massentests am kommenden Wochenende boykottieren zu wollen.

Matovic hatte die Idee erst vor zwei Wochen nach der Rückkehr von einem EU-Gipfel in Brüssel vorgestellt und durchgesetzt. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel habe die Idee gefallen, auch andere EU-Länder könnten sie nachahmen wollen, sagte der populistisch-konservative Ministerpräsident wiederholt. (sda/dpa)
17:51
Swiss-Flugbegleiterinnen unterstützten Zürcher Contact-Tracing
Das stark geforderte Contact-Tracing-Team des Kantons Zürich hat Unterstützung von unerwarteter Seite erhalten: Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Swiss helfen laut dem Kanton nun aus.

Der Zürcher Gesundheitsdirektion bedankte sich am Montagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für die «unkomplizierte» Unterstützung der Fluggesellschaft.



Die Anzahl der für das Contact-Tracing tätigen Mitarbeiter musste im Kanton Zürich in den vergangenen Wochen aufgrund der stark steigenden Corona-Fallzahlen bereits mehrfach erhöht werden. (sda)
16:40
Neuenburg schliesst Restaurants, Bars, Museen und Unterhaltungslokale
Angesichts der rapide steigenden Zahl von Corona-Ansteckungen hat der Kanton Neuenburg eine Reihe von schärferen Massnahmen beschlossen.

Der Neuenburger Staatsrat hat am Montag entschieden, ab Mittwoch (4. November) 23 Uhr Bars und Restaurants sowie die Unterhaltungslokale (Kinos, Konzertsäle, Theater) und Museen zu schliessen. Dies teilt er via Medienmitteilung mit. Auch religiöse Zeremonien können nicht mehr abgehalten werden. Trauerfeiern können in dem von den Bundesbehörden beschlossenen Rahmen, d.h. für bis zu 50 Personen und nach einem Schutzplan, durchgeführt werden. Die neuen Regeln gelten vorläufig bis am 22. November.

Der Staatsrat arbeite zudem an der Ausarbeitung von wirtschaftlichen Begleitmassnahmen für die so zur Schliessung gezwungenen Sektoren. Beschlüsse sollen im Laufe dieser Woche folgen. Unternehmen, auch solche, die als nicht wesentlich gelten, unterliegen keinen neuen Beschränkungen, müssen aber die geltenden Schutzpläne strikt anwenden, betont der Staatsrat in der Medienmitteilung.
16:46
Genfer Staatsrat Maudet positiv auf Coronavirus getestet
Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Maudet, der vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt hat, ist bereits das dritte positiv getestete Mitglied der Genfer Kantonsregierung.

Der parteilose Maudet bestätigte in seinem neusten Newsletter vom Montag eine Meldung der Zeitungen «Le Temps» und «Tribune de Genève». Er habe das positive Testresultat am Sonntag erhalten. Vor ihm waren bereits die Staatsräte Antonio Hodgers und Nathalie Fontanet positiv getestet worden.

Der parteilose Magistrat hatte vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt. Er will im Amt bleiben, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin den Eid abgelegt hat - und kündigte an, für seine eigene Nachfolge zu kandidieren.

Unmittelbar vor dieser Ankündigung hatte der bereits früher teilweise entmachtete Maudet seinen letzten Verantwortungsbereich verloren. Die Kantonsregierung entzog dem früheren FDP-Politiker das Departement für Wirtschaftsförderung provisorisch. Grund war ein externer Bericht über die Führung des Departements. (sda)
Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet sprach an der Medienkonferenz von wiederholten Angriffen auf seine Person. Man habe immer wieder versucht, ihn beiseite zu stellen. (Archivbild)
16:22
Raschere Warnung in App: Ärzte können neu den Covidcode selbst erzeugen
Mit dem Coronavirus Infizierte können ab sofort direkt von Ärztinnen und Ärzten informiert werden, die selber testen oder testen lassen. Die Mediziner können neu selber Covidcodes generieren und diese per Telefon, SMS oder E-Mail an Patienten weitergeben. Dadurch können andere SwissCovid-App-Nutzer schneller gewarnt werden.

Die Ärztevereinigung FMH hat zusammen mit dem Computersicherheitsdienst HIN AG die entsprechenden technischen Möglichkeiten geschaffen, wie sie in einer Mitteilung von Montag schreibt. Für die Praxisärztinnen und Praxisärzte ist die Erzeugung und Weitergabe der Covidcodes freiwillig.

In Ergänzung zum Contact Tracing der kantonalen Behörden steht der Bevölkerung die SwissCovid App des Bundes zur Verfügung. Wird eine Person, welche die SwissCovid App heruntergeladen hat, positiv auf auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet, kann sie unter Verwendung eines Freischaltcodes (Covidcode) eine Warnung an diejenigen Nutzerinnen und Nutzer der SwissCovid App freigeben, mit denen sie während der möglicherweise ansteckenden Zeit körperlich in Kontakt stand.

Zur Weitergabe der Warnung an weitere App-Benutzer wird ein Freischaltcode, der sogenannte Covidcode, benötigt. Diesen erhalten positiv-getestete Personen in der Regel von den kantonalen Behörden. (sda)
16:11
Corona-Ausbreitung in Tschechien verlangsamt
Im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien zeichnet sich eine allmähliche Entspannung ab.

Wie das Nachrichtenportal Novinky.cz am Montag unter Berufung auf Angaben des Gesundheitsministeriums berichtete, fiel die sogenannte Reproduktionszahl am Sonntag erstmals seit Herbstanfang wieder auf 1. Schon in den vergangenen drei Wochen hatten die tschechischen Gesundheitsbehörden ein kontinuierliches Sinken der Reproduktionszahl beobachtet, die noch am 9. Oktober bei 1,5 gelegen hatte.

Das tschechische Gesundheitsministerium sieht in der Verlangsamung der Corona-Ausbreitung einen Erfolg der strengen Gegenmassnahmen. Erst am Freitag stimmte das Parlament in Prag einer Verlängerung des geltenden Corona-Notstands bis zum 20. November zu. Innenminister Jan Hamacek schloss am Sonntag eine Verlängerung bis Weihnachten nicht aus. Unter anderem gilt in Tschechien eine nächtliche Ausgangssperre. Schulen, Restaurants sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.

Am Montag wurden in Tschechien nach offiziellen Angaben 180'797 Menschen als aktive Infektionsfälle gezählt. Seit Ausbruch der Pandemie bestätigte das Gesundheitsministerium 3429 Corona-Tote. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen am Montag bei 1575,2. (sda/dpa)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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