Fussball
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Le CEO de la Swiss Football League, SFL, Claudius Schaefer porte un masque de protection facial lors de la remise des medailles au joueur du FC Lausanne-Sport le gardien Thomas Castella, deuxieme depuis la droite, a la fin de la rencontre de football du Championnat Suisse de Challenge League entre le FC Lausanne-Sport, LS, et FC Wil 1900 ce dimanche 2 aout 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. Le FC Lausanne-Sport est champion de Challenge League pour la saison 2019-20 et promu en Super League pour la saison 2020-21. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

SFL-CEO Claudius Schäfer steht nicht mehr im Regen – zumindest nicht gänzlich. Bild: keystone

So reagieren die Vertreter des Schweizer Fussballs auf den Entscheid des Bundesrates



Der Bundesrat hat am Mittwoch mitgeteilt, dass Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ab Oktober wieder erlaubt sind. Allerdings muss jeder Kanton selbst abwägen, welche Veranstaltungen er erlaubt und welche nicht.

Das sagen die Vertreter des Schweizer Fussballs zum Entscheid:

Swiss Football League

«Der Entscheid des Bundesrats, unter Einhaltung strenger Schutzkonzepte wieder mehr Zuschauer in die Stadien lassen zu können, ist für unsere Klubs von existenzieller Bedeutung. Die SFL hat dem Bund aufgezeigt, dass sie mit detaillierten Konzepten ihre grosse Verantwortung für einen reduzierten, aber kontrollierten Betrieb wahrnehmen kann.

Parallel dazu müssen nun Spieler, Funktionäre und Fans auf diese geplanten Schutzmassnahmen vorbereitet werden. Alle Beteiligten müssen die Massnahmen verstehen und mittragen, denn der gesundheitliche Aspekt darf zu keinem Zeitpunkt auf der Strecke bleiben.»

Claudius Schäfer, CEO

Claudius Schaefer, CEO der Swiss Football League SFL, vor dem Interview am Donnerstag, 6. August 2020, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Claudius Schäfer. Bild: keystone

Young Boys

YB-CEO Wanja Greuel sagt gegenüber dem «Runden Leder»: «Wir sind erleichtert. Es geht in die Richtung, die für uns wichtig ist.» Greuel gehe davon aus, dass YB das Wankdorf künftig wieder zu 50 Prozent füllen dürfe. Das wären rund 15’000 Fans. Man werde das Schutzkonzept auf das Wankdorf-Stadion adaptieren. Das bedeute etwa, dass man die Sektoren viel kleiner fasse und trennen könne. Zudem brauche es klare Konzepte für Catering und sanitäre Anlagen.

Weiter heisst es, dass die Abstände zwischen den Sitzen gewährleistet werden müssen, dafür müssten Abonnenten umplatziert werden. Zentral sei auch, die Personenflüsse inner- und ausserhalb des Stadions zu managen und die Kontaktdaten aller Anwesenden aufzunehmen. Greuel sagt zudem, dass es Sanktionsmassnahmen brauche: «Jeder Zuschauer muss sich an die Vorschriften halten. Wir wollen keine Zuschauer im Stadion ohne Maske.»

Wanja Greuel, CEO von YB, spricht zu Medienleuten waehrend der praesentation der gelben Stuehle auf der Gegentribuene, die den Schriftzug ÒWankdorfÓ praesentieren, am Montag, 29. Juni 2020 im Stade de Suisse in Bern. Das 2005 eroeffnete Heimstadion des BSC Young Boys, welches am gleichen Ort wie das erste, ab 1925, und das zweite Wankdorffstadion, ab 1954, gebaut wurde, wird ab dem 1. Juli 2020 wieder Wankdorf heissen. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Wanja Greuel. Bild: keystone

FC Basel

«Der FC Basel 1893 nimmt den Entscheid des Bundesrates, dass die 1000er-Grenze per 1. Oktober 2020 grundsätzlich fallen wird, gerne zu Kenntnis. Natürlich wären wir noch glücklicher gewesen, wenn dies bereits ab Anfang September der Fall gewesen wäre. Wir freuen uns aber sehr darüber, dass wir nun mit dem 1. Oktober ein Datum vor Augen haben, auf das wir gezielt hinarbeiten können.

Fussball mit Fans im Stadion macht deutlich mehr Freude, für die Fans selbst, aber auch für die Mannschaften und die Clubs. Und darum stehen wir in der Pflicht, Schutzkonzepte zu realisieren, die tauglich sind.

Bei aller Vorfreude auf den Oktober, wenn hoffentlich wieder deutlich mehr Leben in die Schweizer Sportstadien zurückkehrt, sei dennoch erwähnt: Oberste Priorität hat nach wie vor der Schutz der Gesundheit aller Menschen in den Stadien und im ganzen Land.»

CEO Roland Heri

CEO Roland Heri spricht an einer Medienkonferenz des FC Basel 1893 in Basel, am Dienstag, 18. Juni 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Roland Heri. Bild: KEYSTONE

FC Luzern

Es ist für den FC Luzern, unsere Fans und Partner und alle diejenigen, welche Freude am Fussball haben, ein guter Tag. Auch wenn es weiterhin grosse Herausforderungen zu bewältigen gibt, war es für die Zukunft des FC Luzern enorm wichtig, dass wir so bald als möglich wieder mehr Zuschauer bei unseren Spielen begrüssen dürfen - und wir danken dem Bundesrat für das heute ausgesprochene Vertrauen.

Es liegt nun an uns, gemeinsam mit dem Kanton ein Schutzkonzept zu entwickeln, welches die Gesundheit aller sicherstellen kann und von den Fans im Stadion auch mitgetragen wird. Die Einhaltung der jeweiligen Massnahmen jedes Einzelnen ist dabei unverzichtbar. Die Grundlagen für ein Schutzkonzept sind dank der wertvollen Unterstützung des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern bereits vorhanden. Wir werden in den kommenden Tagen intensiv an diesem Schutzkonzept arbeiten und so bald als möglich über die Rahmenbedingungen an unseren Spielen informieren.

Wir werden uns als Klub dafür einsetzten, den Vor-Corona-Zustand, sobald dies möglich sein sollte, wieder zurückzugewinnen. Es ist für uns keine Option, langfristig auf Stehplätze oder Gästefans in unserem Stadion zu verzichten. Ebenso erachten wir personalisierte Tickets nicht als gangbaren Weg für die Zukunft.»

Präsident Philipp Studhalter

Der Praesident des FC Luzern, Philipp Studhalter beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Thun vom Sonntag, 5. Juli 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: keystone

FC Zürich

«Natürlich begrüssen wir diese neue Regelung ab dem 1. Oktober 2020. Sie wird uns helfen, einen Teil des finanziellen Schadens zu kompensieren. Allerdings wird diese Einnahmequelle nicht ausreichen, die Fortführung nachhaltig sicherzustellen. Auch können die Verluste der vergangenen Monate damit nicht aufgefangen werden. Deshalb benötigen wir dringend Zugang zu den angekündigten Bundeskrediten. Und zwar zu Bedingungen, die realistisch sind und von uns auch eingehalten werden können.

Wir werden nun die Ausarbeitung eines Schutzkonzeptes weiter fortsetzen. Auch wenn die Umsetzung dieses Schutzkonzeptes äusserst aufwendig sein wird, sind wir überzeugt davon, dass wir für die Zuschauer sichere Rahmenbedingungen werden schaffen können.»

Präsident Ancillo Canepa

ARCHIVBILD ZUM POSITIVEN CORONAVIRUS-TEST VON FCZ PRAESIDENT ANCILLO CANEPA, AM SONNTAG, 12. JULI 2020 - FC Zuerich's president Ancillo Canepa leaves the pitch at halftime during the first Super League soccer match after the Coronavirus lockdown, between BSC Young Boys and FC Zuerich, on Friday, June 19, 2020, at the Stade de Suisse in Berne, Switzerland. To prevent a second wave of Covid-19 infections, the match takes place without spectators. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: keystone

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • hairypoppins 13.08.2020 14:51
    Highlight Highlight Ob das eine gute Idee ist...
  • Maria Cardinale Lopez 13.08.2020 13:54
    Highlight Highlight Lustig wie immer 26 Kantone 26 verschiedene Konzepte dazu kommen 20 verschiedene "Profiklubs" gibt 20 verschiedene Konzepte.
    Wahrscheinlich schaffen es nicht einmal GC und der FCZ welche im gleichen Stadion spielen das gleiche Konzept auszuarbeiten.
  • fidget 13.08.2020 13:30
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht die Verteilung in einem grossen Fussballstadion. Wenn alle mal sitzen ist das vermutlich recht unproblematisch. Kritisch ist die Situation vor und besonders nach dem Match, wenn alle Zuschauer sich gleichzeitig auf den Heimweg machen. Wie will man dort ein Gedränge vermeiden? Ich bin gespannt auf die ersten Spiele im Oktober.
  • Triumvir 13.08.2020 13:13
    Highlight Highlight Das wird einfach nicht funktionieren. Denn sehr vielen Fussball"fans"sind Regeln total egal. Die werden deshalb ihre Masken niemals korrekt tragen. Eine Corona-Supergau ist so def. vorprogrammiert! Fragt sich nur, welcher Kanton die höchsten Zahlen aufweisen wird.
  • Linus Luchs 13.08.2020 12:38
    Highlight Highlight Herr Heri, wenn Sie zuerst den Entscheid des Bundesrats "zur Kenntnis nehmen", dann lamentieren, dass Ihnen die Aufhebung des 1'000er-Limits per 1. September lieber gewesen wäre, und Sie erst am Schluss "DENNOCH" erwähnen, dass die Gesundheit oberste Priorität habe, dann haben Sie Ihre Unehrlichkeit sehr schlecht versteckt. Damit wäre auch klar, dass der FCB zu den Clubs gehört, die aggressiven Druck ausgeübt haben. Angesichts der Clubleitung ist das leider keine Überraschung.
    • *sharky* 13.08.2020 14:50
      Highlight Highlight Inwieweit diese jeweiligen Aussagen komplett hier zitiert werden, entzieht sich meiner Kenntnis, gehe aber davon aus, dass sie vollständig sind.

      Und auch hier, mit Betonung auf - auch -, gibt die jetzige FCB-Führung ein jämmerliches Bild ab.

      YB... da hat man sich offensichtlich schon was überlegt, man plant...

      FCL... Statement zu Stehplätze, Gästefans und personalisierte Tickets... das freut den 'richtigen' Fan...

      FCB... H&H, DAS waren noch Zeiten... halb Europa beneidete 'uns' damals um ein solches Board.
  • TheKen 13.08.2020 12:07
    Highlight Highlight Die Öffnung kommt zu früh. Es gibt noch keine Impfung.
  • Diabolik 13.08.2020 12:01
    Highlight Highlight Bin gespannt, wenn es dann los geht, wie viele Leute sich ein Spiel Live ansehen möchten!
  • fidget 13.08.2020 10:47
    Highlight Highlight Nur kurz zum Titelbild: Kann Herr Schäfer den Regenschirm nicht selbst halten? Jetzt erst recht, da man Abstand halten sollte. Mir persönlich wäre das dermassen unangenehm, wenn mir jemand den Regenschirm hält.
  • Switch_on 13.08.2020 10:22
    Highlight Highlight Der Kanton Basel-Stadt hat doch beschlossen, dass es keine Events mit mehr als 1000 Zuschauer gibt bis Ende Jahr.
    Bekommt der FCB eine Sondergenehmigung odr wie läuft das?
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 13.08.2020 10:06
    Highlight Highlight Und wird dann auch kontrolliert wo sich die Maske im Gesicht befindet? Unter der Nase, unter dem Kinn, frei hängend am Ohr ?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 13.08.2020 11:20
      Highlight Highlight https://www.watson.ch/!205146806

      ich denke dabei an diese Bilder...und da fällt nicht gerade ein Tor.
  • wasps 13.08.2020 09:58
    Highlight Highlight 15‘000 Fans! Und natürlich hat man vor und nach dem Grossanlass alles im Griff! Das kann ja nicht gut gehen.
    • ostpol76 13.08.2020 14:18
      Highlight Highlight Wie wird es eigentlich am ZH HB gehandhabt wenn Züge einfahren. Hat man da nach der Zugfahrt auch alles im Griff?

Wann ist ein Sitzplatz ein Sitzplatz? So rüsten Klubs ihre Stadien um

Die Schweizer Fussball- und Eishockey-Meisterschaft beginnt mit Spielen vor Zuschauern. Der Bundesrat erlaubt, die Stadien zu zwei Dritteln auszulasten, sofern alle Fans sitzen. Zufrieden sind damit längst nicht alle.

Fussball- und Eishockeystadien haben in der Schweiz üblicherweise Sektoren mit Steh- und solche mit Sitzplätzen. Doch wenn in den nächsten Wochen die neue Saison beginnt, dürfen Fans nicht stehen. Das hält der Bundesrat in Artikel 6b seiner Verordnung fest:

Vorgeschrieben ist also die Sitzpflicht. Und: Es muss – für das Contact Tracing – nachvollziehbar und notiert sein, wer während eines Spiels wo gesessen hat.

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