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A view of a chariot, with its iron elements, bronze decorations and mineralized wooden remains, that was found in Civita Giuliana, north of Pompeii. Officials at the Pompeii archaeological site near Naples on Saturday, Feb. 27, 2021,  announced the first-ever discovery of an intact ceremonial chariot, one of several important discoveries made in the same area outside the park following an investigation into an illegal dig.   (Parco Archeologico di Pompei via AP)

Die Front des Triumphwagens. Bild: keystone

Triumphwagen mit erotischen Abbildungen in Pompeji ausgegraben



In der versunkenen Stadt Pompeji in Süditalien haben Archäologen einen einzigartigen Triumphwagen aus der Antike ausgegraben. Das vierrädrige Gefährt aus Eisen sei quasi intakt, teilte der Archäologiepark am Samstag mit.

Den Fund hätten die Experten in der Villa Civita Giuliana im Norden der antiken Stadt gemacht. An der Seite ist er mit Dekorationen aus Zinn und Bronze verziert, die etwa Männer und Frauen in erotischen Szenen zeigen.

epa09039676 An undated handout photo made available by the Press Office of the Archaeological Park of Pompeii shows a detail of what scientists presume to be a Pilentum, a four-wheeled ceremonial chariot, excavated at the villa of Civita Giuliana in Pompeii, Italy (issued 27 February 2021). In Pompeii, the excavations of the villa of Civita Giuliana return an extraordinary parade float perhaps destined for the cult of Ceres and Venus or more probably for an aristocrat wedding ceremony. A press release by the Archaeological Park says tha the chariot was found inside a double-level portico and can probably be identified as a pilentum, a transport vehicle used in the Roman world by the elites in ceremonial contexts.  EPA/Press Office of the Archaeological Park of Pompeii HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Ansicht von oben. Bild: keystone

Den Forschern zufolge ist dieser Fund einzigartig in Italien. Der Wagen wurde nach ersten Erkenntnissen von der römischen Elite für feierliche Anlässe verwendet. Auf ihm hatten demnach ein bis zwei Menschen Platz. Der Fundort auf dem Areal der Villa hatte bereits 2018 für Aufsehen gesorgt, weil dort die Überreste dreier Pferde entdeckt wurden.

Offenbar war nicht nur Archäologen der Wert dieses Ortes bekannt, denn Räuber gruben sich in Tunneln bis in die Ausgrabungsstätte vor, um dort zu plündern, hiess es weiter. Dadurch seien auch Schäden entstanden. Die Staatsanwaltschaft führe Ermittlungen in diesem Fall.

Italiens Kulturminister zeigte sich erfreut über den jüngsten Fund. «Pompeji verblüfft uns weiter mit seinen Funden und so wird es noch viele Jahre sein mit 20 Hektar, die noch auszugraben sind», sagte Dario Franceschini am Samstag. Zuletzt sorgte er mit der Ernennung des mittlerweile Deutsch-Italieners Gabriel Zuchtriegel zum Direktor des Archäologieparks für eine Überraschung. «Ein junger Direktor wie Zuchtriegel wird das Engagement dort aufwerten», erklärte er.

Die antike Stadt Pompeji liegt am Fusse des Vulkans Vesuv. Bei Ausbrüchen im Jahr 79 nach Christus hatten Asche, Schlamm und Lava die Siedlungen unter sich begraben und die Stadt teils konserviert. Im 18. Jahrhundert wurde Pompeji wiederentdeckt. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien und birgt immer wieder sensationelle Funde. (sda/dpa)

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Der Ausbruch des Vesuvs, 79 n. Chr.

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