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Chinas Exporte übertreffen die Prognosen markant



Chinas Exporte haben im Januar und Februar erheblich zugelegt. Die Ausfuhren der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt zogen gegenüber dem Vorjahr um 60,6 Prozent an, wie aus Zolldaten vom Sonntag hervorgeht.

Experten hatten mit einem Anstieg der Exporte um lediglich 38,9 Prozent gerechnet – nach einem Exportplus von 18,1 Prozent im Dezember. Den chinesischen Exporteuren kommt zugute, dass sie viele Güter herstellen, die in der Coronavirus-Pandemie weltweit gefragt sind – etwa Medizinausrüstung wie Masken oder Laptops und Bildschirme für das Arbeiten zu Hause.

In this Aug. 6, 2019, photo, a container ship is docked a port in Qingdao in eastern China's Shandong province. U.S. President Donald Trump angrily escalated his trade fight with China on Friday, Aug. 23, 2019, raising retaliatory tariffs and ordering American companies to consider alternatives to doing business there. (Chinatopix via AP)

Der Hafen von Qingdao. Bild: AP

Die Importe stiegen im Januar und Februar im Jahresvergleich um 22,2 Prozent. Dies war ebenfalls schneller als vorhergesagt – Analysten hatten mit plus 15 Prozent gerechnet.

Wirtschaftswachstum im Fokus

Der Handelsbilanzüberschuss belief sich in den beiden Monaten auf 103,25 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Rückgang auf 60 Milliarden Dollar von 78,17 Milliarden Dollar im Dezember erwartet. Der chinesische Zoll hat seit 2020 damit begonnen, die Exportdaten für Januar und Februar zusammenzulegen, um Verzerrungen durch die Feiertage des Lunar New Year auszugleichen.

Im Coronavirus-Jahr 2020 war das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Volksrepublik immerhin um 2,3 Prozent gestiegen. China war damit die einzige grosse Volkswirtschaft, die überhaupt Wachstum erzielt hatte. Trotz rosiger Konjunkturperspektiven steuert Chinas Führung dieses Jahr ein eher bescheidenes Wachstumsziel von über sechs Prozent an. (aeg/sda/reu)

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