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Nach Steinschlagalarm: Die Axenstrasse ist wieder offen



Die Axenstrasse zwischen Sisikon und Flüelen war heue Morgen nach einem automatischen Steinschlagalarm am Gumpisch gesperrt. Die Sperrung erfolgte ab 00.30 Uhr auf Urner und Schwyzer Seite, wie die Kantonspolizeien Uri und Schwyz mitteilten. Kurz nach dem Mittag konnte die Strasse wieder freigegeben werden.

Nach einem Felssturz ist die Axenstrasse gesperrt. (Archivbild)

Die Axenstrasse war gesperrt. Bild: sda

Die Sperrung wurde durch einen automatischen Alarm ausgelöst. Die Instrumente zur Überwachung des Geländes zeigten an, dass es zu Aufschlägen von Steinen in den Schutznetzen oberhalb der Axenstrasse gekommen ist. Personen wurden nicht verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen sind weder Strasse noch Brücke beschädigt. Aufgrund des starken Regens können laut der Kantonspolizei Uri weitere Steinschläge und Murgänge nicht ausgeschlossen werden.

Wegen der schlechten Witterung konnten die Geologen erst kurz vor Mittag das Absturzgebiet besichtigen, berichtet die Kapo Uri. Es habe sich gezeigt, dass Sensoren der Steinschlagschutznetze infolge eines kleinen Ereignisses (kleine Steine) aktiviert worden sind. Die Behörden gaben deshalb die Axenstrasse wieder frei.

Nicht der erste Vorfall in diesem Jahr

Bereits Mitte Juni hatte ein Steinschlag am Gumpisch zu einer eintägigen Schliessung der Axenstrasse geführt. Es war damals der zweite Steinschlag innert weniger als 24 Stunden. Die Schliessung erfolgte im Juni aufgrund von Niederschlägen.

HANDOUT - Das Rueckhaltenetz bei der gesperrten Axenstrasse im Gebiet „Gumpisch“, am Mittwoch, 6. Mai 2020. Grund fuer die Sperrung ist ein Murgang mit Blockschlag von mehreren hundert Kubikmetern Material, welches den Ablenkdamm, das Rückhaltenetz sowie die Warnanlage beschädigten. Die Strasseninfrastruktur blieb unversehrt. (HANDOUT Bundesamt fuer Strassen ASTRA )

Der Steinschlag an der Axenstrasse vom Mai 2020. Bild: Bundesamt fuer Strassen ASTRA

Hunderte Kubikmeter Material

Anfang Mai dieses Jahres waren mehrere hundert Kubikmeter Material auf die Axenstrasse niedergegangen. Dabei wurde auch die Warninfrastruktur beschädigt. Im Rahmen des Bauprojekts «Neue Axenstrasse» soll die Sicherheit erhöht werden. Das gesamte Vorhaben ist derzeit aber wegen Einsprachen blockiert.

Die Axenstrasse ist Teil der A4 und verbindet am rechten Ufer des Vierwaldstättersees Brunnen mit Flüelen. Sie führt durch das Steinschlaggebiet Gumpisch zwischen Flüelen und Sisikon. (sda)

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Heli-Aufnahmen vom Felssturz bei der Axenstrasse

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