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Goldman Sachs beflügelt zum Jahresende – Gewinn von Bank of America bricht ein



epa08945704 (FILE) - A sign of US bank Goldman Sachs on the floor of the New York Stock Exchange at the start of the trading day in New York, New York, USA, 15 July 2014 (reissued 18 January 2021). The Goldman Sachs Group, Inc. is due to announce its 4th quarter 2020 financial results on 19 January 2021.  EPA/JUSTIN LANE *** Local Caption *** 51481936

Bild: keystone

Dank des florierenden Wertpapierhandels in der Corona-Krise und sprudelnder Einnahmen im Investmentbanking hat der US-Finanzkonzern Goldman Sachs den Gewinn im Schlussquartal kräftig gesteigert. Unterm Strich verdiente das Unternehmen in den drei Monaten bis Ende Dezember laut Mitteilung vom Dienstag 4.5 Milliarden Dollar und damit rund 135 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahlen übertrafen die Markterwartungen klar, die Aktie reagierte vorbörslich zunächst mit deutlichen Kursaufschlägen.

Die Einnahmen stiegen laut Goldman Sachs über alle Geschäftsbereiche hinweg - besonders der boomende Aktienhandel spielte dem Geldhaus in die Karten. Starke Zuwächse gab es auch in der Vermögensverwaltung und im klassischen Investmentbanking, zu dem die Betreuung von Firmen bei Börsengängen zählt.

Goldman Sachs kam zudem zugute, anders als die meisten anderen US-Banken kein grosses Privatkundengeschäft mit hohen Kreditrisiken zu haben. Im gesamten Geschäftsjahr 2020 stieg der Nettogewinn um zwölf Prozent auf 9.5 Milliarden Dollar.

Gewinn von Bank of America bricht um ein Drittel ein

Die Corona-Krise hat der Bank of America im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Der Gewinn brach um ein Drittel auf 17,9 Milliarden Dollar ein, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Ins Kontor schlugen steigende Kreditausfälle und die niedrigen Zinsen in den USA. Im Kampf gegen die Krise hat die Notenbank Fed den Leitzins auf fast null gesenkt.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Goldman Sachs oder JP Morgan ist Bank of America von den Zinseinnahmen im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden abhängig. Analysten hatten mit einem noch stärkeren Ergebniseinbruch gerechnet.

Die Erträge der zweitgrössten US-Bank fielen im vergangenen Jahr um gut sechs Prozent auf 85,5 Milliarden Dollar. Besonders deutlich waren die Rückgänge im Privatkundengeschäft. In Teilen des Investmentbankings wie etwa dem Aktienhandel lief es dagegen besser. Besonders im vierten Quartal habe sich eine Erholung gezeigt, sagte Bankchef Brian Moynihan. Die Verbraucher hätten wieder mehr Geld ausgegeben, die Kreditnachfrage von Firmen habe zugelegt und Kunden hätten an den Börsen mehr gehandelt.

Für drohende Kreditausfälle legte das Institut 2020 mehr als elf Milliarden Dollar zur Seite, rund drei Mal so viel wie im Jahr zuvor. Wie andere Finanzhäuser auch, löste Bank of America aber im vierten Quartal einen Teil der bereits gebildeten Risikovorsorge auf, weil sich die wirtschaftlichen Aussicht verbessert haben.

(sda/awp/dpa/reu)

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