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Brisantes Datenleak soll Bankenversagen im Kampf gegen Geldwäsche zeigen



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bild: keystone/watson/screenshot buzzfeed/icij

Geldwäscherei betreiben einige Grossbanken weiterhin – trotz Vorgaben zu deren Bekämpfung. Das belegen Recherchen des weltweiten Journalisten-Netzwerks ICIJ, die am Sonntagabend in Medien verbreitet wurden.

Das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), in dem weltweit mehrere Hundert Journalistinnen und Journalisten aus rund 90 Ländern arbeiten, nennt mehrere global tätige Grossbanken, die trotz Bussen wegen Geldwäscherei weiterhin Milliardenbeträge undurchsichtiger Herkunft verschoben: Deutsche Bank, JPMorgan, HSBC, Standard Chartered und Bank of New York Mellon.

Das ICIJ stützt seine Informationen auf ein Datenleck über mehrere Hundert Verdachtsmeldungen zu Geldwäscherei an das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums. Daher auch die Benennung «FinCEN Files». Der totale Wert der verdächtigten Gelder beträgt etwa zwei Billionen Dollar, schreibt etwa Buzzfeed News, die als erste an die Leaks gekommen sind.

Grossbanken hätten mutmassliche Kriminelle, Mafiosi, Millionenbetrüger und sanktionierte Oligarchen als Kunden akzeptiert und für diese Überweisungen ausgeführt. Gemeldet haben sie diese Vorgänge teilweise nur zögerlich und zum Teil mit jahrelanger Verspätung, wie auf der ICIJ-Homepage zu lesen ist. Die Gesamtsumme der Transaktionen liegt demnach bei etwa zwei Billionen US-Dollar. (jaw/sda)

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