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AC Milan's Zlatan Ibrahimovic, center left, and Inter Milan's Romelu Lukaku, center right, argue during an Italian Cup round of 8 soccer match between Inter Milan and AC Milan at the San Siro stadium, in Milan, Italy, Tuesday, Jan. 26, 2021. (AP Photo/Antonio Calanni)

Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku geigten sich gehörig die Meinung. Bild: keystone

Der Riesenzoff zwischen Ibrahimovic und Lukaku – und was dahintersteckt



Im Derby zwischen der AC Milan und Inter in der Coppa Italia war gestern ganz schön viel Feuer drin. Kurz vor der Pause kochten die Emotionen so richtig hoch: Plötzlich geigten sich die beiden Superstars Romelu Lukaku und Zlatan Ibrahimovic Stirn an Stirn die Meinung. Es folgten eine Rudelbildung und ein minutenlanges Wortgefecht.

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Ibrahimovic provoziert Lukaku bis aufs Blut. Video: streamable

«Geh und mach deinen Voodoo-Scheiss, du kleiner Esel!», rief Ibrahimovic seinem Stürmer-Gegenüber immer wieder nach. Lukaku hatte einst bei Everton seinen Vertrag nicht verlängert, weil ihm seine Mutter nach einer Voodoo-Zeremonie davon abgeraten hatte. Offenbar fielen dann auch Worte über die Mutter des Belgiers. Denn der Inter-Stürmer war plötzlich komplett in Rage: «Willst du wirklich über meine Mutter reden? Warum? F… dich und deine Frau!»

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Das dreiminütige Tohuwabohu vor der Pause. Video: streamable

Schliesslich zeigte Schiedsrichter Paolo Valeri beiden die Gelbe Karte und pfiff zur Pause, doch der Zoff ging unentwegt weiter. «Komm, lass uns das drinnen regeln», sagte Ibrahimovic immer wieder zu Lukaku. Der Schwede machte sich zudem über die fussballerischen Fähigkeiten des Inter-Angreifers lustig: «Ich gebe dir 500 Euro für jeden ersten Ballkontakt, den du hinkriegst.» Lukaku schäumte und musste von seinen Kollegen zurückgehalten werden.

Aber was war vor dem Zoff überhaupt passiert? Lukaku war beim Stand von 0:1 mit Gegenspieler Alessio Romagnoli zusammengeprallt. Trotz zugesprochenem Freistoss begann der belgische Stürmer, sich lautstark über das Foul zu beschweren, worauf sich Ibrahimovic in die Situation einschaltete.

Inter-Trainer Conte zum Zoff:

«Um ehrlich zu sein, ich war selber Spieler und weiss, wie die Gefühle in einem Spiel hochkochen können und dann Spannungen entstehen, in denen man so wütend wird.»

Eine lange Vorgeschichte

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Alphatiere aneinandergerieten. Ibrahimovic hatte schon im Oktober nach dem 2:1-Sieg im Derby gegen Inter gegen Lukaku gestichelt: «Mailand hatte nie einen König, sie haben einen GOTT», schrieb der Schwede auf Twitter. Er bezog sich damit auf einen Tweet des Belgiers, der nach dem 4:2-Erfolg im «Derby della Madonnina» im vergangenen Februar ein Jubelbild mit den Worten «Es ist ein neuer König in der Stadt» gepostet hatte.

Gegenüber der «Gazzetta dello Sport» erklärte Ibrahimovic 2019 in einem Interview zudem: «Erwartet keine gute Technik von Lukaku. Seine grösste Stärke ist pure Kraft.» Ausserdem erzählte der Schwede, dass er Lukaku schon während den gemeinsamen Zeiten bei Manchester United deswegen provoziert hatte: «Damals habe ich ihm eine Wette vorgeschlagen. Ich sagte: ‹Jedes Mal, wenn du den Ball vernünftig annimmst, gebe ich dir 50 Pfund.›»

FC Basel - Manchester United ManU Schweiz, Basel, 22.11.2017, Fussball, Champions League, Saison 2017/2018, Gruppenphase, 5. Spieltag, FC Basel - Manchester United (1:0): v.l. Romelu Lukaku, Zlatan Ibrahimovic (beide Manchester United). *** FC Basel Manchester United Switzerland Basel 22 11 2017 Football Champions League Season 2017 2018 Group stage 5 Gameday FC Basel Manchester United 1 0 v 1 Romelu Lukaku Zlatan Ibrahimovic both Manchester United

Schon zu gemeinsamen United-Zeiten hatten Lukaku und Ibra das Heu nicht auf der gleichen Bühne. Bild: imago sportfotodienst

Aber zurück zur Gegenwart: In der Pause beruhigten sich die Gemüter wieder. Ibrahimovic, der Milan in der 31. Minute in Führung gebracht hatte, fiel in den zweiten 45 Minuten nur noch einmal auf. Nach knapp einer Stunde sah der Milan-Stürmer wegen eines überharten Einsteigens gegen Aleksandar Kolarov im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte.

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Die kompletten Highlights der Partie. Video: YouTube/EdprKing - Football Highlights

Lukaku dagegen münzte seine Wut in positive Energie um. In der 71. Minute sorgte er per Elfmeter für den 1:1-Ausgleich, sein Teamkollege Christian Eriksen sorgte mit einem Freistosstreffer in der 97. Minute dafür, dass Inter die Wende schaffte und in den Cup-Halbfinal einzog. Dort treffen Lukaku und seine Nerazzurri entweder auf Juventus Turin oder SPAL Ferrara. (pre)

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