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Die Betreiber der einstmals populärsten illegalen deutschsprachigen Streaming-Plattform sitzen seit Ende 2019 in Untersuchungshaft. bild: shutterstock

Programmierer von Movie2k.to übergibt Polizei 25 Millionen in Bitcoin



Bei den Ermittlungen gegen die mutmasslichen Betreiber von Movie2k.to seien Bitcoins im gegenwärtigen Wert von über 25 Millionen Euro beschlagnahmt worden. Dies berichtete das deutsche IT-Newsportal Golem am Dienstagabend.

Der Programmierer der illegalen Streaming-Plattform habe die Kryptowährungen (Bitcoin und Bitcoin Cash) während der Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft freiwillig herausgegeben, heisst es in einer Medienmitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Dresden vom Montag.

Gemäss Golem-Bericht sitzen der beschuldigte Programmierer sowie ein Immobilienunternehmer aus Berlin, dem gewerbsmässige Geldwäscherei vorgeworfen werde, seit November 2019 in Untersuchungshaft.

FBI half beim Aufspüren

Den zwei mutmasslichen Hauptbetreibern von Movie2k.to werde vorgeworfen, zusammen mit weiteren Beteiligten von Herbst 2008 bis Mai 2013 über 880'000 illegale Filmkopien über das Portal verbreitet und auf rumänischen Servern einen illegalen Streamingservice betrieben zu haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft schreibt:

«Die aus Werbeentgelten und Abofalleneinnahmen erzielten Gewinne wurden seit Mitte 2012 von den zwei Hauptbetreibern dazu genutzt, in grossem Umfang Bitcoins anzukaufen. Hiervon erhielt der Programmierer über 22'000 Bitcoins. Im Zeitraum Herbst 2013 bis Mitte 2016 nutzte er die Bitcoins überwiegend dazu, über den Immobilienunternehmer verschiedene Immobilien zu erwerben.»

Die Identifizierung der Bitcoins sei aufgrund von umfangreichen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI durch einen forensischen Sachverständigen erfolgt.

Bei Movie2k.to soll es sich gemäss Mitteilung um das bis Mai 2013 führende deutsche «Raubkopienportal» gehandelt haben. Aus Schweizer Perspektive ist festzuhalten, dass die Nutzung von Filmen und Serien (Download) nicht verboten ist.

Quellen:

(dsc)

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gopfidam 06.08.2020 13:36
    Highlight Highlight wie übergibt man bitcoins?

    "Psst. Hier mein Code." Ich checks nicht ^^
    • illoOminated 06.08.2020 14:51
      Highlight Highlight Bitcoins werden wie normale Münzen in einem Wallet (Portemonnaie) aufbewahrt - allerdings handelt es sich dabei um eine verschlüsselte Datei. Dementsprechend lässt sich theoretisch eine fast beliebige Geldmenge z.B. auf einem USB-Stick transportieren.
    • rickenbb 06.08.2020 16:30
      Highlight Highlight Absolute nonsense...
      Auf dem Stick ist im Prinzip einfach ein kryptographischer Schlüssel.
      Bitcoins existieren nicht als 'Datei' die man irgendwo speichert.
      Folglich kannst Du mit fast jedem USB Stick beliebig viel Geld (in Kryptowährung) verwalten.
    • Gopfidam 06.08.2020 16:50
      Highlight Highlight danke :-)
  • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 06.08.2020 11:00
    Highlight Highlight "Die Identifizierung der Bitcoins sei aufgrund von umfangreichen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI durch einen forensischen Sachverständigen erfolgt."

    Ich dachte Bitcoin sei so super sicher und nicht Rückverfolgbar. Wie konnten sie dann identifiziert werden?

    Oder verstehe ich etwas falsch?

    Bitte die Experten hier um Erklärung...
    • Trollerix 06.08.2020 11:07
      Highlight Highlight Ich hänge mich der Frage an - man möge uns erhellen!
    • El Vals del Obrero 06.08.2020 11:19
      Highlight Highlight Du verwechselst vielleicht Bitcoins mit TOR?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin#Anonymit%C3%A4t_versus_Pseudonymit%C3%A4t
    • NoTaubsi 06.08.2020 11:24
      Highlight Highlight Nun, Bitcoin ist sicher da nur du Zugriff auf deine Wallet hast. Deshalb musste auch der Betreiber selbst die Bitcoins schicken / übergeben.

      Allerdings ist jede Transaktion auf der Bitcoin-Chain öffentlich.

      Also kannst du bei jeder Wallet ("Brieftasche") einsehen, von welcher die Bitcoins kamen, und zu welcher welche geschickt wurden. Es ist soweit anonym, dass die Wallet keinen Zusammenhang zu dem Besitzer hat.

      Wenn du aber diese Bitcoins an eine Seite wie "Coinbase" schickst, wo Identifizierung nötig ist, um die BTC für Geld zu verkaufen, hat man jetzt eine klare Identität zu der Wallet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • djohhny 06.08.2020 10:26
    Highlight Highlight Jetzt heissts einfach movie4k XD
  • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 06.08.2020 10:22
    Highlight Highlight Spannend ist, wie es die Filmindustrie geschafft hat, das FBI und andere staatliche Behörden für ihre Zwecke einzuspannen, sei es z.B. Megaupload ink. Auslieferungsverfahren oder andere Portale.
    • Dani B. 07.08.2020 02:18
      Highlight Highlight Wer sollte sonst eingreifen, wenn nicht die Bundespolizei?
  • Bündn0r 06.08.2020 09:15
    Highlight Highlight Danke für deinen Dienst!
  • aaddii 06.08.2020 08:59
    Highlight Highlight Im StGB Art. 140 heisst es:

    "Raub

    1. Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder nachdem er den Betroffenen zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen Diebstahl begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. [...]"

    Ich sehe hier nicht, wo der Straftatbestand von Raub bei der sogenannten "Raubkopie" erfüllt sein soll.
    • @schurt3r 06.08.2020 09:14
      Highlight Highlight Ja, die Bezeichnung «Raubkopierer» ist irreführend und diente ursprünglich dazu, die Leute einzuschüchtern und um die Nutzung von kopierten digitalen Inhalten in Verruf zu bringen.

      Habe «Raubkopienportal» in Anführungszeichnen genommen, ist ja ein zitierter Begriff.
    • Share 06.08.2020 09:29
      Highlight Highlight @ aaddii
      Originale und Kopien, bei denen ich nicht beweisen kann, wer sie gemacht hat und wo sie gemacht wurden, sind nicht Diebes-, sondern Raubgut.
    • Peter Vogel 06.08.2020 10:13
      Highlight Highlight Am Ende kriegen sie ihn wegen der Geldwäscherei dran.
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