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Spieler kaempfen um den Ball waehrend die Sonne hinter dem Letzigrund untergeht, im Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem Grasshopper Club Zuerich, am Sonntag, 15. Dezember 2013, im Letzigrund Stadion in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Kein Hexenkessel, aber schöne Kulisse: Stadion Letzigrund. Bild: KEYSTONE

Implenia und Stadt Zürich einigen sich im Letzigrund-Streit



Rund 14 Jahre nach der Eröffnung des neuen Letzigrund-Stadions ist der Streit um Baumängel und Baukosten beigelegt: Die Stadt Zürich und das Unternehmen Implenia haben vereinbart, einen Schlussstrich zu ziehen, wie sie am Mittwoch mitteilten.

Die erzielte Einigung umfasse alle offenen Punkte, hält der Baukonzern Implenia fest, der das Stadion als Totalunternehmer in rund 13 Monaten erstellt hatte. Es werde beidseitig auf sämtliche gegenseitig noch offenen Forderungen verzichtet, schreibt die Stadt, die den Neubau im Hinblick auf die Euro 2008 bestellt hatte.

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Alle hängigen Verfahren sind damit beendet worden. Zudem verzichten die beiden Parteien darauf, auch in Zukunft neue Rechtsverfahren einzuleiten.

Stadt kann Garantiesumme behalten

Umstritten war zuletzt insbesondere die vertraglich vereinbarte Garantiesumme von 12 Millionen Franken: Nachdem die Stadt Zürich am Letzigrund-Stadion diverse Baumängel festgestellt hatte, zog sie diese Summe ein. Das Dietliker Unternehmen Implenia forderte sie zurück.

Mit der Einigung bleiben diese 12 Millionen Franken nun bei der Stadt, wie das städtische Hochbaudepartement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Im Gegenzug werde die Stadt darauf verzichten, einzelne Baumängel bei Implenia einzuklagen.

Mit der Garantiesumme sei sowohl das erfolgte Ausbessern von Baumängeln abgedeckt als auch allenfalls entstehende Wertminderungen durch früher notwendig werdende Sanierungsarbeiten abgegolten. Dem Steuerzahler entstehen keine zusätzlichen Kosten, hält das Hochbaudepartement auf Anfrage weiter fest.

Viele, viele Akten

Der Bau des Letzigrund-Stadions hatte die Gerichte aller Instanzen mehrmals beschäftigt. So hatte Implenia unter anderem weitgehend erfolglos gefordert, dass die Stadt Zürich für über 1400 nachträgliche Änderungen am Projekt Mehrkosten von 23 Millionen Franken übernehmen sowie aufgelaufene Zinsen in etwa derselben Höhe tragen müsse.

In diesen Verfahren kamen viele Akten zusammen: Eine Klageantwort der Stadt umfasste einmal drei Bundesordner - sowie Beilagen, die weitere 16 Ordner füllten, wie einem Urteil des Bundesgerichts vom März 2017 zu entnehmen war.

AC/DC im Letzigrund

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Für Aufsehen über die Gerichtssäle hinaus sorgte der Streit auch im Jahr 2010: Die Stadt hatte in der Dachkonstruktion Risse entdeckt und liess 31 Stützpfeiler im Stadion einbauen, welche die Sicht der FCZ- und GC-Fans aufs Spielfeld teilweise einschränkten. Implenia stufte die Pfeiler als überflüssig ein, musste am Ende aber deren Kosten von rund zwei Millionen Franken übernehmen.

Der jahrelange Streit ist mit dem gerichtlichen Vergleich nun beendet. Wie der Baukonzern Implenia schreibt, hatte er den Vergleich bereits in seinem Jahresabschluss 2020 berücksichtigt. Weitere Belastungen würden nicht mehr folgen.

Das neue Letzigrund-Stadion wurde im Sommer 2007 eröffnet. Es war, nachdem das damalige Stadionprojekt auf dem Hardturmareal durch Rekurse blockiert war, in kurzer Zeit projektiert, bewilligt und erstellt worden. Im Juni 2008 konnten damit wie geplant drei Vorrundenspiele der Euro 2008 in Zürich ausgetragen werden. (sda/awp)

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Die 25 Weltrekorde im Zürcher Letzigrund

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