DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Banken

Former French trader Jerome Kerviel (C) is being put under arrest by French plainclothes policemen shortly after his border crossing from Italy in Menton, southeastern France, late on May 18, 2014. Kerviel, who has spent two months walking from Rome to protest his treatment by the courts, resumed his march toward France where he was arrested shortly before the midnight deadline at which he had to check into a French police station. AFP PHOTO / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Katz-und-Maus-Spiel ist zu Ende: Banker Kerviel festgenommen. Bild: AFP

Verurteilter Skandalbanker Kerviel in Frankreich festgenommen



Nach anfänglicher Weigerung, seine Haftstrafe in Frankreich anzutreten, ist der französische Skandalbanker Jérôme Kerviel in das Land zurückgekehrt und umgehend festgenommen worden. Auf ihn wartet eine Haftstrafe von fünf Jahren, zwei davon auf Bewährung.

Kerviel überquerte in der Nacht zum Sonntag um Mitternacht die Landesgrenze zwischen den Ortschaften Ventimiglia in Italien und Menton in Frankreich, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Auf französischen Boden wurde er von zwei Polizisten in Zivil erwartet und umgehend in einem Auto fortgebracht.

Stunden zuvor hatte sich Kerviel noch geweigert, seine Haftstrafe anzutreten, und gefordert, von Frankreichs Staatschef François Hollande zu seinem Fall gehört zu werden. Die Staatsanwaltschaft drohte Kerviel daraufhin mit einem europäischen Haftbefehl, sollte er sich nicht bis Mitternacht stellen.

Kerviel, der sich seit zwei Monaten auf einer Art Pilgerwanderung von Rom nach Paris befand, fühlt sich von der französischen Justiz ungerecht behandelt. Er glaubt, als Sündenbock herhalten zu müssen, obwohl seine Vorgesetzten nach seiner Ansicht für die Milliardenverluste mindestens ebenso verantwortlich sind. Hollande lehnte ein Treffen mit Kerviel zuletzt ab. (kad/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Daniel Kalt, UBS-Chefökonom

«Die Schweiz droht, ihr Image als stabiler, berechenbarer Wirtschaftsstandort zu verlieren»

Der Frankenschock werde unsere Wirtschaft an den Rand einer Rezession bringen. So lautet die Prognose der UBS. Chefökonom Daniel Kalt sagt, warum wir trotzdem auf hohem Niveau jammern, und weshalb dies politisch zu einer skurrilen Situation führen könnte.

Sie rechnen wegen der Aufgabe des Mindestkurses mit 1,3 Prozent weniger Wachstum im laufenden Jahr. Ein happiger Einbruch.Daniel Kalt: Wir gehen immerhin noch davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft weiter wachsen wird. Andere sind da pessimistischer. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH beispielsweise geht von einer Rezession aus. 

Trotzdem: Grosse Sprünge wird die Schweizer Wirtschaft nicht machen, wenn Sie Recht haben sollten.Wir werden uns am Rand einer Rezession bewegen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel