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Sektenblog

Ist die Idee, dass der Glaube glücklich macht, eine Selbsttäuschung?

SRF-Moderatorin Mona Vetsch ging der Frage nach, ob Glaube glücklich macht. Mein Fazit: eher nicht.



«Macht Glaube glücklich?» Diese Kardinalsfrage stellte Mona Vetsch ins Zentrum ihrer 75minütigen Fernseh-Reportage auf SRF1 vergangene Woche. Für ihr ambitionierten Projekt suchte die Moderatorin mehrere Schauplätze auf.

Eine aufschlussreiche Station war die Grotte Maria Lourdes in Zürich-Seebach. Richtig: Im reformierten Zürich gibt es eine Pilgerstätte. Erste Erkenntnis: Es ist erstaunlich, wer sich dort alles religiöse Erbauung oder Erweckung erhofft.

Hier kannst du die Doku sehen:

abspielen

Video: YouTube/SRF DOK

In der Grotte berichtet eine Schweizerin von ihrem Erweckungserlebnis. Es sei «eine Wäsche aus Licht und Liebe» gewesen. Sie habe eine «Sehnsucht nach Liebe zum himmlischen Vater» gehabt. Es sei «eine Autobahn zu Jesus Christus, eine Autobahn zum himmlischen Vater. Es geht einfach viel schneller.» Man denkt als Zuschauer an Autosuggestion, Selbstindoktrination. Und an eine mögliche Wäsche des Gehirns.

Es gibt in der Grotte ausserdem die Euphorischen und Überschwänglichen. Unter ihnen auch Muslime, Hindus und Buddhisten, die Trost, Halt und Erlösung suchen. Vielleicht müsste die Seelsorgerin der Grotte auch Therapeutin sein.

Täglich Botschaften von Maria

In der Reportage tritt auch der Walliser Adelbert Imboden auf, der Pilgerreisen zum Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina durchführt. Dort erscheint seit vielen Jahren täglich Maria einer Seherin und übermittelt der braven Frau angeblich authentische Botschaften aus dem Himmel, die den Pilgern übersetzt werden.

«Wenn ich alles hinterfrage, komme ich nie zu einem tiefen Glauben.»

Adelbert Imboden

Das erinnert in fataler Weise an das unsägliche Channeling von esoterischen Meistern, die behaupten, auf medialem Weg Botschaften von den göttlichen Instanzen zuempfangen.

Adelbert Imboden wirkt mit seiner dünnen Stimme und dem verschüchterten Gesichtsausdruck nicht wie jemand, der im Glauben glücklich geworden ist und deshalb viel Freude und Lebenskraft gewonnen hat. Es scheint vielmehr, dass er in den Glauben geflüchtet ist.

Imboden erzählt Vetsch offenherzig von seiner Erweckung: «Ohne Glaube könnte ich nicht mehr sein. (…) Glaube macht glücklich, nicht aber das Wissen. Dies ist das Problem der heutigen Zeit, weil man meint, alles diskutieren und zerreden zu müssen. Wenn ich alles hinterfrage, komme ich nie zu einem tiefen Glauben.»

Glauben als Therapieersatz

Dann ist da noch ein munterer junger Katholik, der mit psychischen Belastungen kämpft und die innere Ruhe nicht findet. Die Kamera begleitet ihn auf seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Er hofft, bei diesem religiösen Ritual zu sich zu finden. Auch hier: Die Suche nach dem Glauben als Therapieersatz.

Und was sagt der Glücksforscher Mathias Binswanger? Er bestätigt, dass laut Untersuchungen und Umfragen der Glaube glücklich machen kann. Gleichzeitig relativiert er: «Glaube ist nicht gleich Glaube. Glaube kann sich positiv, aber auch schlimm auswirken für Menschen. Es kann zu einem Herrschaftsinstrument werden.»

Zum Schluss setzt Mona Vetsch einen Kontrapunkt. Sie interviewt Ella de Groot, die reformierte Pfarrerin von Gümligen. «Ich habe einen starken Glauben, aber nicht an einen personalen Gott im Himmel. Wir müssen aufhören zu glauben, dass es Wahrheiten gibt. Ich bin nicht eine Autoritätsperson, die sagt, so ist es. Ich glaube ans Leben, und das macht glücklich. Ich glaube, dass das Leben einen Sinn hat.»

Keine gottfreie Zone

Fazit: Umfragen mögen ergeben, dass Glauben glücklich macht. Dass also gläubige Menschen glücklicher sind als ungläubige. Doch die Gläubigen, die im Film mit Mona Vetsch Zeugnis von ihrem Glauben ablegten, wirkten fast durchwegs melancholisch bis depressiv. Oder sie zelebrierten ihr Glück derart euphorisch, dass man als Zuschauer den Eindruck erhielt, sie müssten ihre Zweifel übertönen.

Ich misstraue den Umfragen zu Glück und Glauben aber auch grundsätzlich. Denn wer einen tiefen Glauben pflegt, fühlt sich von Gott und Jesus geführt, getragen und beschützt. Er glaubt an ein Leben nach dem Tod, ein Leben in totalem Glück im Himmel. Also ist er ein Kind Gottes und muss per se der glücklichste Mensch auf Erden sein. Das muss er auch nach aussen demonstrieren. Ob er wirklich restlos glücklich ist oder einfach nur Ängste und Zweifel verdrängt, ist eine andere Frage.

Ich behaupte sogar, dass das Glück, das sich auf einen tiefen Glauben stützt, bei vielen Gläubigen eine Illusion ist. Ein strenger Glaube grenzt nämlich die geistige Freiheit und die Selbstbestimmung erheblich ein. Er beinhaltet, dass Gott und Jesus die Gläubigen dauernd überwachen. Sie kontrollieren unsere Taten und sogar unsere Gedanken. Es gibt keine gottfreie Zone.

Die göttlichen Anforderungen an ein möglichst sündenfreies Leben sind übermenschlich. Gläubige fühlen sich oft schuldig und unwürdig. Sie haben auch Angst, einer Versuchung zu erliegen und von Gott fallengelassen zu werden. Denn für Strenggläubige sind der Satan und sein Höllenrevier keine Metapher, sondern schiere Realität.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 12.08.2020 04:28
    Highlight Highlight Glaube heisst doch, dass man an eine Welt glaubt, die für uns nicht sichtbar ist.

    Egal ob wir an so etwas glauben oder nicht. Objektiv gesehen hängt das nicht von unserem Glauben oder Nichtglauben ab, ob es etwas ausserhalb unserer Sinne gibt oder nicht.
  • je-maison 11.08.2020 19:45
    Highlight Highlight Immer wieder lustig wenn einem ein ungläubiger den Glauben erklären will.
  • Michael Bamberger 11.08.2020 15:59
    Highlight Highlight Macht Glaube glücklich?

    Wenn man die Beiträge und die Kommentare auf der ultrakonservativen Webseite kath.net betrachtet, lautet die Antwort klar nein.

    Denn dort wird lediglich gejammert und geheult, und zwar über den Papst, die Bischöfe, die Jesuiten, die Homosexuellen und Lesben, die Ehe für alle, den Schwangerschaftsabbruch, die Säkularisierung, die Evolutionswissenschaft, die Aufklärung, die Selbstbestimmung der Frau, die "Lüge" des klerikalen Kindsmissbrauchs und so weiter und so fort, die Liste ist ohne Ende...

    ...aber Leiden soll ja anscheinend eine Tugend sein?!?
  • Pasionaria 10.08.2020 18:33
    Highlight Highlight Maracuja
    09.08.2020 21:28h
    "Für mich ist das eher ein Zeichen von Widerstandskraft/Resilienz, Gelassenheit....." > sowie von Anpassungsfähigkeit an die jeweilige Situation >> dem stimme ich durchaus zu..
    Können wir als Fazit nicht das leicht abgeänderte Sprichwort, wie schon erwähnt, stehen lassen: jeder sei seines eigenen, zufällig eingefundenen Glückes Schmied?
    • Maracuja 11.08.2020 08:37
      Highlight Highlight @Pasionaria: : jeder sei seines eigenen, zufällig eingefundenen Glückes Schmied?

      Da ich Glück hauptsächlich in Gemeinschaft mit anderen Menschen erlebe, schmiede ich lieber gemeinsam mit anderen an einer solidarischen Welt.
    • Pasionaria 11.08.2020 12:40
      Highlight Highlight Maracuja
      Ehrenhaft!
  • Pasionaria 10.08.2020 18:18
    Highlight Highlight Maracuja
    "Glück ein Abstraktum > Ev. einer der Gründe u/ Missverständnis" >> offensichtlich
    Klar unterscheidet sich das 'Glück' v. Wohlhabenden, Priviligierten (wir, wie FAST alle in der CH) krass v. 'Glück' der Armen.
    Glück = unkäuflich, trotzdem erleichtert Wohlstand das Alltagsleben.
    Arm sein, bedeutet v.a. Anspannung, Unsicherheit, Angst (um Job - Familie ernähren zu können..) Sie empfinden Glück bestimmt anders, müssen sich ja eine eigene Strategie zurechtlegen: eine gut funktionierende Familien, Freundschaften, gute Mitmenschen, oft auch der Glaube (!), erzeugen bei ihnen Glücksgefühl.
    • Spooky 10.08.2020 20:23
      Highlight Highlight @Pasionaria: 🙈
    • Maracuja 10.08.2020 22:02
      Highlight Highlight @Pasionaria: Sie empfinden Glück bestimmt anders

      Wirklich? Ich vermute, dass es doch Situationen gibt, die unabhängig von Kultur/sozialem Milieu Glück hervorrufen, z.B. nach der Geburt ein gesundes Baby in den Armen zu halten. Dieses Beispiel zeigt aber auch, dass sich Glück nicht einfach schmieden lässt, Schwangerschaft und Geburt sind doch mit einigem Risiko verbunden.
    • Pasionaria 10.08.2020 22:46
      Highlight Highlight Maracuja
      "Ich vermute, dass es doch Situationen gibt, die unabhängig von Kultur/sozialem Milieu Glück hervorrufen, z.B. nach der Geburt ein gesundes Baby in den Armen zu halten."
      Hm, auch das bei weitem nicht bei allen....
      Manchmal können sie mit noch (!) einem Baby gar nichts anfangen, da es eine grosse praktische und finanzielle Last mit sich bringt. Leider schon verschiedentlich miterlebt.
      Da könnte man einen weiteren Blog lancieren, unter dem Motto:
      Ist die Meinung, dass in der Unterprivilegierten Schicht ein Kind glücklich macht, eine Selbsttäuschung, durch deren Religion gefördert?


    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 10.08.2020 12:44
    Highlight Highlight Den Satz dazu, den ich unterschreiben kann ist:
    "Ich glaube ans Leben, und das macht glücklich. Ich glaube, dass das Leben einen Sinn hat."

    Alles andere scheint mir sehr heikel.
    • Spooky 10.08.2020 20:26
      Highlight Highlight @ pamayer

      So ist es! 👌👏🌅
  • bbelser 10.08.2020 00:34
    Highlight Highlight
    Die Basis ist das Fundament aller Grundlagen.
  • Pasionaria 09.08.2020 17:49
    Highlight Highlight Alienus
    Versäumen ja nicht das kleine Blog-Glück, indem Du auf das Grosse ev. vergebens wartest.
    • Alienus 09.08.2020 18:51
      Highlight Highlight Pasionaria

      Pssst.

      Bin bei den Trappisten in einer virtuellen Aus-Zeit MIT unbestimmte Dauer.

      PS 1: Da gibt es tatsächlich einen toll-erstaunlichen sprachhistorischen Zusammenhang von Glaube, Glück und Lockdown!

      PS 2: Es langweilt etwas?
    • Pasionaria 09.08.2020 22:13
      Highlight Highlight Hmm - mit andern Worten: Ali ist weg, bis er wieder kommt....

      Also die Trappisten langweilen 100% mehr als es Themen wie "ob Glaube glücklich macht...." tun.

      Zu PS1: "Da gibt es tatsächlich einen toll-erstaunlichen sprachhistorischen Zusammenhang." Und der wäre? Den sehe ich eher in Glaube, Glück und Shut_up, sorry shut-down.
      PS2: it is at it is - in Quarantäne noch teilweise unterhaltend!
    • Pasionaria 11.08.2020 23:41
      Highlight Highlight Alienus
      keine Ode
      ist nicht mehr in Mode

      Du bei den Trappisten, also mundtot,
      da scheint die Welt nicht mehr im Lot.

      Göttin V...wird's Dir nie verzeihn,
      Trost findet sie nur noch im Wein

      Nenn es einfach Auszeit ohne Trappisten
      das will nicht passen - auf, zu andern Pisten.

      Im Blog fehlt schon Chili und auch Pfeffer,
      landest Du doch oft schmerzliche Treffer.

      Doch Gott sei mit Dir, wenn er dann wäre
      das glaubt nicht mal 'ne alte, dt. Mähre.

      Sag höchstens goodbye und nicht adieu
      vom Blog'schen Überraschungs-Milieu!

  • Ein Biss~~chen vom Tiger 09.08.2020 17:30
    Highlight Highlight Wunder-Heilstätten sind aus Ost u. West, sowie Nord u. Süd, überall zu finden, u. zwar in vielen Variationen, von verschiedenen Orten u. ihren erfolgreichen Betreibern, sonst würde diese Art von Heilung nicht verkauft werden.

    Quell-Wasser zu verkaufen, u. Bücher über Wunder-Erlebnisse zu verkaufen, u. Selbstkosten zahlen, um an Heilungsritual Im Quell-Becken teilzunehmen,

    Dass ist schon einen grossen finanziellen aufwand um gesund zu werden, so Gott will, wenn reinen Herzens zur Jesus u. der Muttergottes kommt um gesund zu werden, ansonsten es noch nicht so weit ist, u. bis zum nächsten mal sich vorzubereiten hat.

    Deshalb wird vorher die Beichtseelsorge abgenommen.
    • Elvenpath 09.08.2020 19:43
      Highlight Highlight "Erfolgreiche Betreiber" ... ja, finanziell.
      Geheilt wird niemand.
  • tobler-max 09.08.2020 17:28
    Highlight Highlight Wenn unter anderen zum Beispiel Simone Halep nach drei Stunden einen Tennismatch gewinnt, schaut sie glücklich nach oben, vollführt mit der Hand ein grosses Kreuzzeichen und dankt so Gott für den Beistand zu ihrem Sieg.
    Dieser Gott war in den drei Stunden derart auf den Match fokussiert, dass er vergass den 1100 Kindern zu helfen, die in dieser Zeit an Hunger starben.
    • Pasionaria 09.08.2020 18:21
      Highlight Highlight "Dieser Gott war in den drei Stunden derart auf den Match fokussiert, dass er vergass den 1100 Kindern zu helfen, die in dieser Zeit an Hunger starben.
      .....wie wa(h)r/ist/wird es auch in Zukunft sein.

      Der arme Wolkenmann hat es mit all den Abergläubigen schon enorm streng, dem kam der Lockout sicher entgegen. So muss er sich nicht um die Armen, Leidenden und Benachteiligten kümmern.
    • Back in Time 10.08.2020 22:01
      Highlight Highlight @tobler-max: Und die Gegnerin von ihr, die den selben Gott um Beistand gebeten hat? Was macht die? Die ist wohl bitter enttäuscht, dass ihr Gott den Beistand verwehrt hat und sie darum nicht gewonnen hat. IMHO ist das ein sehr gutes Beispiel dafür, warum dieses ganze Gottglaube kompletter Blödsinn ist.
  • Beteigeuze 09.08.2020 16:00
    Highlight Highlight Ich glaub ich muss mal wieder schlafende Hunde wecken. Das ist ja gähnend langweilig hier.

    Wenn man das Video sieht dann hat man schon das Gefühl, dass diese Leute ziemlich weggetreten sind. Das Ganze wirkt irgenwie surreal unnormal. Man hat schon den Eindruck, dass es bei denen irgendwann mal "Klick" gemacht hat und alles war dann verschroben (Autobahn zu Christus).

    Aber es gibt sie doch, die von irgendetwas beseelt worden sind. Diese Leute verströmen eine solch positive Lebenseinstellung, dass man richtig neidisch werden kann. Die wirft nichts um. Die fühlen sich immer in guten Händen.
    • bbelser 10.08.2020 01:30
      Highlight Highlight Wie sagt es doch der Dichter so treffend:

      Hunde, die schlafen, schweissen nicht.

      Oder präziser:

      Wer anderen einen Wald gräbt, schallt selbst hinein.
  • Elvenpath 09.08.2020 14:20
    Highlight Highlight Ignorance is bliss, ok.
    Aber ich will lieber die ungeschminkte Realität und mir nichts vormachen.
  • gelesen 09.08.2020 14:15
    Highlight Highlight "Macht glaube glücklich?"
    Nur denjenigen/diejenige die /der glaubt, allen anderen geht er/sie ziemlich auf den Kecks (das eine milde Form, was Glauben mit anderen machen kann). 🤐😪😤
    • bbelser 10.08.2020 01:42
      Highlight Highlight Heisst das nicht "Käcks"?
    • Michael Bamberger 10.08.2020 15:24
      Highlight Highlight Nein, Keks heisst das.
    • bbelser 10.08.2020 16:16
      Highlight Highlight Danke.
      Ich/Wir Dummerle dachte/n schon, er/sie meinte der/die Käcks.
  • Spooky 09.08.2020 09:43
    Highlight Highlight Wie kann man nur eine seichte Unterhaltungssendung von Mona Vetsch als Bezugsquelle nehmen und dann noch ernsthaft fragen, ob der Glaube glücklich macht?

    Ist es das nächste Mal 'Glanz & Gloria',
    worauf Herr Stamm Bezug nehmen wird? 🤔

    Ist das die neue Normalität? 🙈
    • Elvenpath 09.08.2020 13:56
      Highlight Highlight Alles keine wahren Schotten, gelle?
  • Michael Bamberger 09.08.2020 09:09
    Highlight Highlight Über die Relativität des Glücks:

    Ein kleines Mädchen darf zum ersten Mal bei einer Trauung dabei sein. In der Kirche fragt sie ihre Mutter: "Warum trägt die Braut ein weisses Kleid?" Darauf die Mutter: "Weil weiss die Farbe des Glücks ist und heute ist der glücklichste Tag ihres Lebens."

    Nach einer Weile fragt das kleine Mädchen: "Aber wieso trägt dann der Bräutigam schwarz?"

  • Booker 09.08.2020 08:27
    Highlight Highlight Der Glaube gibt den Gläubigen die Möglichkeit ganz viel Verantwortung abzugeben. „Es war sein wille“, „So wahr Gott will“, „Sein Wille geschehe“ sind so gängige Ausdrücke, die extrem befreiend sein können in manchen Situationen. Selbst Verantwortung zu übernehmen für sein Leben und sein Tun ist nicht jedermanns Sache. Aber man kann es lernen, zumindest zu einem Teil.
    Alle Andern bleiben halt beim Glauben oder wenden sich gar einem Führer irgendwelcher Art zu.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 09.08.2020 11:35
      Highlight Highlight Ob es ein persönlicher Wille ist, der von sich aus will, oder der Wille eines Übermächtigen, nach dessen was er will, um jeden Preis einzuhalten ist, denn das muss man, dass keine Strafe gibt, u.

      weil jemand ungehorsam gewesen ist, dann gleich in die Hölle kommt, wo Heulen und Zähneknirschen sein wird, und Feuer unter dem Arsch brennen wird.

      Von wem solchen Angstglauben aufgetischt wird, das ist alles andere als frei, denn man muss etwas einhalten was glücklich machen soll, und wenn es nicht glücklich macht, dann ist man ungehorsam, weil ein schlechtes Gewissen ihn plagt, der glücklich sein wollte.

    • Ein Biss~~chen vom Tiger 09.08.2020 12:45
      Highlight Highlight Es wird angehalten ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen, welchen in Lourdes geheilt werden will, doch ansonsten nicht reinen Gedanken hat, um ein geheiligtes Leben zu haben, ohne dass keine Heilung vonstatten-gehen kann, und deshalb Beicht-Seelsorge abgenommen wird, dass es sich schneller heilen lässt, was in andern Konfession auch Gang und Gebe ist, u. auch in unabhängigen Orten, in einer Versammlung vonstatten-geht.

      Da lässt sich mancher narren, wenn seine Unbill beseitigt werden soll, u. aus seinen Bankkonti seinen Geldbeutel abzocken, um ja geheilt werden muss, u. wenn an Wunder nicht geglaubt wird, als schlechten Christ gebrandmarkt ist.
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 09.08.2020 01:53
    Highlight Highlight Das erste was beim Missionieren kommt, dass Gott sehr allmächtig sein soll, u. grosse Wunder vollbringen würde, u. von manchen Sorgen u. Krankheiten erlösen wird, u. vor unter die Armutsgrenze zu fallen, u. den Arbeitslosen vor Hunger bewahrt, der wegen Massenentlassungen, ohne Lohn, kein Geld zum kaufen, keine Nahrung, nicht mehr leben kann,

    Selbst für heilen braucht es Geld, dass man weiter hoffen darf, dass wenn genug u. richtig weiter geglaubt wird, ganz bestimmt ein Wunder geschehen wird. Wenn aber heilen nicht eintrifft, u. dann anfragt, weshalb es nie ein Wunder geschehen ist, so lautet die Antwort; "dein Jesus weiss wenn es so weit ist, denn des Herrn Wege sind unergründlich."
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 08.08.2020 22:55
    Highlight Highlight Dieser Wunderglaube durch Händeauflegen, u. in einer Grotte Quellwasser zu holen, oder in dessen Heilquellenbad sich zu erholen erhofft, dass es besser wird, und dabei gesund wird, und die von Bonnke geilende Kraft, durch das Händeauflegen, seine Wundervollbringt, von denen viele Schausteller sich ein gutes Taschengeld erhalten, die als Lahmen dafür, plötzlich gehen können, indem sie vom Rollstuhl plötzlich aufstehen können.

    Wenn einer in das Wasser-Becken mit dem Rollstuhl hinein rutscht, dann aber wieder samt dem Rollstuhl wieder geborgen wird, wer hat dann, etwa der Rollstuhl für seine neuen Pneus !?
  • Saerd neute 08.08.2020 21:32
    Highlight Highlight Eine Kernaussage machte dieser Mann in der Lourdes Kapelle mit dem Satz;
    Glauben gibt Vertrauen.
    Tiefes Vertrauen gibt Ruhe und Zufriedenheit, egal was das Leben noch bringen mag. Ist das nicht Glück?


    "Die göttlichen Anforderungen an ein möglichst sündenfreies Leben sind übermenschlich"

    Totaler Unfug und total falsch verstandener Glaube. Gott ist nicht der sttenge Gott mit dem Notitzbüchlein der alle unsere Sünden aufschreibt. Gott will dass wir glücklich sind. Die biblischen Gebote schützen uns vor uns selber und sollen uns helfen miteinander und mit uns selber im Reinen zu bleiben.

  • Maracuja 08.08.2020 20:40
    Highlight Highlight <Also ist er ein Kind Gottes und muss per se der glücklichste Mensch auf Erden sein>

    Auf was stützt sich diese Annahme? Gehört es zu den Verheissungen der Bibel? Wieviel hat die Vorstellungen eines Gottes, der seine Anhänger zu den glücklichsten Menschen auf Erden macht, mit den in der Bibel vermittelten Gottesbildern zu tun? Mit dem Gott Hagars hat das nichts zu tun, mit dem Gott Hiobs genauso wenig. Mit den Seligsprechungen der Bergpredigt ebenfalls nicht.
    • bbelser 09.08.2020 09:09
      Highlight Highlight Es hat auch nichts mit dem Gottesbild Jesu zu tun.
      Und sicher nichts mit seinem Menschenbild.
      In der Bergpredigt konfrontiert er die Selbstgefälligkeit derer, die meinen alles richtig zu machen und deshalb vor Gott ihr Anrecht auf Glück erworben zu haben, mit den provozierenden "Umkehrungen" der Glücklich-Preisungen.
      Da spricht er den als unwürdig Verachteten das umfassende "Heil" zu.
      (Gott will die)
      glücklich, die arm sind...
      glücklich, die hungern...
      glücklich, die weinen...

      Bezeichnend auch bei Jesus das grosse Bild für Glück(seligkeit):
      die Gemeinschaft, das Teilen eines Festes.
    • Share 09.08.2020 11:31
      Highlight Highlight Viele dieser Worte sind aktualisiert worden. Ihr Ursprung bleibt dennoch derselbe. Die Meorologie, heute mit Leistungsgesellschaft gleich gesetzt, wurzelt in der Totenklage und ist der ägyptischen Kultur zugehörig. Je prunkvoller das Begräbnis, desto eher ist ein Leben im Jenseits möglich. Je grösser die Totenklage umso grössere der Verlust. Jesuanisch ausgedeutet, findet das Leben hier und jetzt statt. Work-Life-Balance ist der aktualisierte Ausdruck hierfür. All das findet sich in der tradierten Formel: „Fürchte dich nicht“, oder „Gräme dich nicht“.
    • Elvenpath 09.08.2020 14:09
      Highlight Highlight @bbelser:

      Was du da anführst soll der simple Mensch glauben. In Wirklichkeit ist der Sinn dieser Sätze von Jesus, dass sich die Armen gefälligst unterordnen sollen. Sich nicht gegen die Reichen und Mächtigen auflehnen sollen.
      Die Bergpredigt ist für den einfältigen Geist ein Leuchtfeuer des Guten. Wer etwas intelligenter ist, sieht ein Unterdrückungsinstrument.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 08.08.2020 20:11
    Highlight Highlight









    Zu diesem Bericht muss man nicht viel sagen. Es zeigt einmal mehr die Intoleranz und Überheblichkeit von Stamm. Einmal mehr schlecht recherchiert und herablassend formuliert.
    Nur zwei von mehreren Beispielen.


    Ein strenger Glaube grenzt nämlich die geistige Freiheit und die Selbstbestimmung erheblich ein.


    "Adelbert Imboden wirkt mit seiner dünnen Stimme und dem verschüchterten Gesichtsausdruck nicht wie jemand, der im Glauben glücklich geworden ist und deshalb viel Freude und Lebenskraft gewonnen hat. Es scheint vielmehr, dass er in den Glauben geflüchtet ist."
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 09.08.2020 01:08
      Highlight Highlight Gefühle geben nicht immer die Wahrheit heraus, es sammelt nur die Eindrücke, die gelesen werden, u. die der getäuschte Wahrnehmung ist nicht real, wie die Wünsche auf das unwahrscheinliche zu hoffen, irgend mal Gesund zu werden, dass nennen Wundergläubige als ihr Wunder.
  • HundBasil 08.08.2020 17:31
    Highlight Highlight „SRF-Moderatorin Mona Vetsch ging der Frage nach, ob Glaube glücklich macht. Mein Fazit: eher nicht“
    Stamms Fazit ist ja jetzt nicht wirklich eine Überraschung. Und überhaupt, warum soll er über das Glücksempfinden anderer entscheiden? Wie intolerant ist denn das?
    • Pasionaria 08.08.2020 17:42
      Highlight Highlight Wie kann man auch stets so böswillig kleffen und dabei Fakten verdrehen - Sie tun keinem Hund Ehre an.....
      Wo und mit welchen Worten (bitte um Wortlaut) 'entscheidet' der Blogautor über das Glücksempfinden anderer??
      Können Sie eigentlich lesen?
      Wie bösartig ist denn das?
    • HundBasil 08.08.2020 18:03
      Highlight Highlight @pasionaria: ich glaube, jeder, der lesen kann, weiss was ich meine. Stamm interpretiert Aussagen und Stimmlagen der Glaubenden, ich interpretiere seine Aussagen.
    • Share 08.08.2020 18:57
      Highlight Highlight @ HundBasil
      Es ist eine suggestive Frage, die dem populistischen Zeitgeist entspringt. In etwas so, wenn einer fragt: „Macht Bier satt?“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasionaria 08.08.2020 17:21
    Highlight Highlight Es gilt sicherlich zwischen Glücksgefühl und Glückseligkeit zu unterscheiden.
    Ersteres ist fühlbar menschlich, zweites (an Götter) delegierter Wunschglaube.
    Glücksgefühle werden vom Menschen selbst und von unzähligen Zufällen ausgelöst.
    Glückseligkeit ist nur Glaubenssache und kaum von Dauer, ausser man ist dem relig. Glauben unverbesserlich verblendet ausgeliefert.
    Fazit: jeder ist seines eigenen Glückes resp. -seligkeit Schmied.
    • bbelser 08.08.2020 17:46
      Highlight Highlight Jeder ist seines Glückes Schmied...

      Naja, aber wir schmieden alle, bewusst oder unbewusst, gewollt oder nicht, gewaltig mit an den Glücken oder Unglücken anderer.
      Insofern ist niemand einfach nur alleine für sein Glück verantwortlich.

      Deine Konsumgewohnheiten, dein Hierleben, dein Ressourcenverbrauch (der übrigens einfach, weil du hier lebst, eine unverrückbare Grundgrösse aufweist, unter die du nicht kommst): all das hat permanent Auswirkungen auf das Glück von Menschen in Bangladesch, Brasilien, Kongo oder auch nebenan.
      Sogar in der Zukunft.

      Ist son Spruch wie "carpe diem".
      Ohne Gehalt.
    • Pasionaria 08.08.2020 18:52
      Highlight Highlight bbelser
      Liegt es an der Hitze, (> auch Hund), nicht richtig zu lesen, dafür daneben zu kommentieren?
      "...ist niemand nur alleine für s. Glück verantwortlich." > ich schrieb ja: Glücksgefühle werden vom Menschen selbst UND von unzähligen Zufällen ausgelöst!!
      Ihr 2. Abschnitt völlig unzutreffend!! Weder lebe ich meist hier, deshalb existiert KEINE > null "unverrückbare Grundgrösse" und das hat durchaus Einfluss auf immerhin einige (ich kann nicht die ganze Welt retten!) dort anwesende Unterpriviligierte!!
      Da haben Sie nun widerlegbar missargumentiert. Noch selten so daneben gegriffen. Pech!
    • bbelser 08.08.2020 21:36
      Highlight Highlight Ich habe auf dein abschliessendes Resümee und Fazit reagiert.
      "Jeder ist seines Glückes Schmied".

      Den halte ich für gequirlten Quatsch.

      Ich krieg bei dem Spruch halt immer das Kribbeln, die Fussnägel rollen sich auf und es schüttelt mich. 😉

      Ist für mich eine dieser Allerwelts-Weisheiten aus der selbstgefälligen westlichen Mittelschicht-Wohlstands-Blase.

      Goldene Regel american style.

      Wie dieser billige selbstgerechte Spruch, dass jeder eine Wahl habe. Oder dass es jeder schaffen kann, wenn er sich nur anstrengt.

      Quintessenzen neoliberaler Herablassung.

      Die mag ich einfach nicht.
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  • Major Tupperware 08.08.2020 17:00
    Highlight Highlight Glück ist in der Natur nicht vorgesehen und daher ein rein zivilisatorisches Hirngespinst. Daher kann meiner Meinung nach die Suche danach nie von dauerhaftem Erfolg sein und die meisten Menschen schliessen daraus, dass sie entweder nicht genug hart daran arbeiten oder ihnen jemand böswilligerweise vor dem Licht steht.

    Beide Schlussfolgerungen werden von der Politik und den Religionen beackert und für eigene Zwecke benutzt.
    • bbelser 08.08.2020 17:53
      Highlight Highlight In meiner Religion ging es bisher so gut wie nie um Glück.

      Sondern um Solidarität, tragende Gemeinschaft, Füreinander-Dasein, Orientierung, Sinnsuche, offenes Fragen, Suchen, Zweifeln, Subjektwerdung, Gemeintsein, Geliebtsein.
      Dass dabei Menschen hin und wieder auch glücklich sind, soll vorkommen.
    • rodolofo 09.08.2020 06:29
      Highlight Highlight Du hast offenbar noch nie eine zufrieden wiederkauende Kuh in saftigen Wiese gesehen...
    • bbelser 09.08.2020 10:25
      Highlight Highlight @rodolofo:
      ... oder die ausgelassen herumspringenden Kälber auf der Weide...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 08.08.2020 16:50
    Highlight Highlight <Umfragen mögen ergeben, dass Glauben glücklich macht. Dass also gläubige Menschen glücklicher sind ...>

    Glücklich sein ist weder ein Dauerzustand (ausser man steht permanent unter Drogen oder befindet sich in Elysion) noch lässt sich messen, wer glücklicher ist. Wo permanentes Glücklichsein demonstriert wird, darf man davon ausgehen, dass es sich um eine Fassade handelt. In Gemeinschaften, die das praktizieren, werden diejenigen, welche diese Fassade nicht aufrechterhalten können i.d.R. weggemobbt.
    • rodolofo 09.08.2020 06:27
      Highlight Highlight Kommt eben darauf an, was man mit "Glücklich sein" definiert!
      Für mich hat "Glück" sehr viel mit ehrlichem Ausdruck, mit offenen Worten und mit natürlich gezeigten Gefühlen zu tun!
      Ich lerne diesbezüglich sehr viel von meinem bald 2-jährigen Enkel und frische dabei meine Grundkenntnisse auf, die mir mein Sohn beigebracht hat, als er noch ganz klein war.
      Das aufgesetzte "Cheese!" der amerikanisierten Selfie-Szene hingegen ist doch nicht zum aushalten! Da mache ich absichtlich ein mürrisches Gesicht, wenn die mich mit fotografieren!
      Würden die mich nicht rausmobben, würde ich SIE rausmobben. ;)
  • Zeit_Genosse 08.08.2020 16:06
    Highlight Highlight ◾️Wer an „etwas“ tief und überzeugt glaubt, hat „etwas“ gefunden, das für ihn/sie Sinn macht, Orientierung gibt und in einer gewissen Weise auch zufrieden macht. Damit lassen sich Frieden und glückliche Momente erleben. Dem ist grundsätzlich nicht zu widersprechen, auch wenn dieser Glaube selbstinduziert, also wie ein Placebo (Religion) wirkt.

    ◾️Wer glaubt oder überzeugt ist, dass er/sie nichts glaubt, glaubt. Damit besteht kaum Unterschied zur Wirkung von oben.

    ◾️Wer nichts glaubt und suchend ist, der/die hat es anstrengend, da sich die oben erwähnte Zufriedenheit (noch) nicht einstellt.
    • Elvenpath 09.08.2020 14:14
      Highlight Highlight Wir wollen doch mal klarstellen, dass wenn jemand sage "ich glaube nicht", damit meint, dass er an nichts Übernatürliches glaubt.
      Denn der Glaube an übernatürliche Dinge ist absoluter Humbug.
    • Zeit_Genosse 09.08.2020 15:48
      Highlight Highlight Wie ich lese glauben sie an den Klargestellten Absolutismus über die Existenzlosigkeit von Übernatürlichem.
    • bbelser 09.08.2020 20:18
      Highlight Highlight Gut, haben wir mit Elvenpath nun einen Experten, der das ein für alle Mal geklärt hat.
      Mit bestechenden Argumenten.
  • Kruk 08.08.2020 16:05
    Highlight Highlight Viele macht der Glaube vielleicht nicht glücklicher aber etwas gelassener und ausgeglichener.

    Wobei ich doch denke aufrichtig gläubige unterscheidet man von den glauben vortäuschenden frömmlern an ihrer Glückseligkeit.
    • Elvenpath 09.08.2020 14:15
      Highlight Highlight Gelassener und ausgeglichener?
      Nach meiner Erfahrung eher ignoranter und arroganter.
    • Kruk 09.08.2020 20:46
      Highlight Highlight Solche gibt es natürlich auch.

      Menschen welche das Gefühl haben die Wahrheit gefunden zu haben und dadurch du diesen Eigenschaften neigen.
  • Burdleferin 08.08.2020 16:02
    Highlight Highlight Lasst sie doch glücklich sein, wenn sie es sind bzw sein wollen.
    Man kann über jeden Glücklichen sagen, dass er das Negative verdrängt.

    Ich finde dieses krampfhafte den Gläubigen ihren Glauben Miesmachen mühsam.
    Da hat mir Vetschs unvoreingenommene Herangehensweise besser gefallen.
    • Les Paul 08.08.2020 22:21
      Highlight Highlight Danke 😘
  • Gustav.s 08.08.2020 15:24
    Highlight Highlight Jeder darf für selbst in seinem Glauben glücklich sein. Das ist ja auch nicht das Problem.
    Man will dann leider diesen Glauben auch seinen Kindern aufzwingen, bis hin zur Verstümmlung. Frauen bis sie im extremsten selbst glauben man müsse die Welt nur noch durch ein Fliegengitter sehen.
    Und danach muss man Kriege führen, Ungläubige töten usw
    Sonst glaubt man nicht richtig. Mormonen zwingen deswegen sogar die Toten zu glauben.
    • Saerd neute 08.08.2020 21:45
      Highlight Highlight Gustav, ich glaube du hast dich im Glauben verirrt.
      Das Thema sind die Katholiken ( wie so oft bei Stamm).
  • rodolofo 08.08.2020 15:02
    Highlight Highlight Dieses Thema wurde letzthin in einer Dreier-Runde besprochen:
    Eine Atheistin, eine Muslimin und der Guru von "Panayoti's Kompost-Theologie" den Wert des Glaubens und fanden den kleinsten gemeinsamen Nenner beim Aspekt "Urvertrauen ins Leben", der auch zentraler Bestandteil von Spiritualität ist.
    Auch die drei unterschiedlichen Menschen die Gründe für das, was IST (oder fantasiert wird), nur ansatzweise kennen, dürfen sie davon ausgehen, dass das Resultat als "Realität" folgerichtig sein muss und darum Sinn macht.
    Hinter allem steckt "Das grosse Fragezeichen" (ohne Anfang und ohne Ende)...
    • Share 08.08.2020 17:40
      Highlight Highlight @ rodolofo
      Es ist und bleibt Schaumschlägerei. Urvertrauen ist, was wir bei Kleinstkindern beobachten, das auf Instinken aufgebaut ist. Der gemeinsame Nenner ist die Hilflosigkeit, das Ausgeliefert sein. Es ist kein Sinn zu erkennen. Es ist ein grosses Glück, wenn es gut ist. Deshalb ist die Frage nach einem glücklich machenden Glauben infantil und gründet auf einem Glauben des Gottvaters, wenn es gut gemeint ist einer Gottesmutter. Ziemlich Retro.
    • Share 08.08.2020 17:47
      Highlight Highlight @ rodolofo
      Wenn da nicht der ‚Gschpüürsch mi“ Gedanke zu Grunde läge, ist das Lachen auf den hinteren Stockzähnen zu vernachlässigen. Die darauf bauenden Möglichkeiten, die ein sogenanntes Channelling ermöglichen sind despektierlich.
  • Musikuss 08.08.2020 14:59
    Highlight Highlight @arpa: Glauben ist die innere Überzeugung und Hoffnung auf etwas Zukünftiges, also z.B. auf eine reale Begegnung mit Gott. Dazu braucht es als erstes einen Entschluss: will ich das überhaupt?? Dieser Willensakt ist notwendig, denn Gott respektiert unseren freien Willen immer. Wenn wir also Gott begegnen *wollen*, wird er uns sofort entgegenkommen. Bei Ablehnung wird er auch diese Wahl respektieren. Dann sollstet Du Dich aber an der eigenen Nase nehmen und nicht neidisch auf die Glücklichen blicken, ok? Zweifel sind möglich auf dem Weg zu Gott, aber der Versuch lohnt sich!
    • Regas 08.08.2020 15:33
      Highlight Highlight Mussikuss:
      Ich war auch schon so ein Glücklicher und als ich den Schwindel mit dem Glück gewahr wurde bin ich, nach deiner Definition, zu einem Unglücklichen geworden. Ich hatte grosses Glück den es war einer der glücklichste Momente in meinem Leben als ich mich von der last des Glücks befreien konnte. So bin ich also Gottlos glücklich geworden!
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 08.08.2020 18:39
      Highlight Highlight Jeder Glaube hat einen Weg aus der Ausweglosigkeit, aber er gibt den EXIT in die Selbstzerstörung, wo Demütig-Gehorsam sein, im Sinne Gottes, wirklich die völlige Selbstaufgabe ist, wo persönliches was glücklich macht, über Bort geworfen werden muss, selbst sein Aussehen, die Haare, die extrem nach strengen Regeln, mit Seitenscheitel versehen sein muss. Selbst Kleidung muss gewechselt werden, u. auf Speisen muss verzichtet werden, die man gerne hat, u. auf andere Speise sich umstellen. Literatur müssen weggeschafft werden, u. neue Bücher müssen gelesen werden.

      Das kommt mir vor wie im alten Nazi-Deutschland, wo nichts mehr toleriert wird.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 08.08.2020 19:08
      Highlight Highlight Musikuss, wenn jemand sich für eine andere christliche Gemeinschaft entscheidet, die entweder eine charismatische Gemeinde ist, und anderswo eine Evangelikale u. Fundamentalisten, u. Ultra-Extremisten, wo ist da der einzige schmale Weg der richtige, u. wo muss man die richtige Richtlinie einhalten, um das richtige zu essen, u. in richtige Kleidung sich zu kleiden, u. richtige Haarschnitt, um in den Himmel zu kommen,

      im Gegensatz die eines Charismatikers, die sich salopp kleiden, u. salopp heilen lassen, u. salopp sich bescheissen lassen.

      und die Verschwörungstheoretiker in allem das schlimmste sehen, mit ihrer stetigen Haarspalterei.

      Welche von denen sind nun die Glücklichen!'
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 08.08.2020 14:48
    Highlight Highlight Menschen, die lieber glauben als hinterfragen und diskutieren, sind die grösste Gefahr für Demokratie und Menschenrechte. Weil sie glauben wollen, statt zu denken, brauchen sie andere, die ihnen sagen, was sie glauben sollen. Und wenn die sagen: Frauen gehören an den Herd, Schwule sind krank, Schwarze sind faul, den Juden kann man nicht trauen, und so weiter und so fort, dann glauben sie es. Und wählen Bolsonaro oder Trump. Oder stellen brennende Kreuze auf.

    Der Glaube, dass es etwas gibt, das naturwissenschaftlich nicht erfasst werden kann, ist okay. Aber das Hirn ausschalten, ist ein No-Go!
    • bbelser 08.08.2020 18:00
      Highlight Highlight Deshalb bin ich froh, dass in den Gemeinden unserer Landeskirchen so viele rational redliche Gläubige herumlaufen, die ihre Verantwortung wahrnehmen und selbstkritisch mit eingeschaltetem Gehirn ihren Glauben leben und reflektieren.
      Auch diese sind eine Brandmauer gegen evangelikale Hirnabschalter.
  • Labadusa 08.08.2020 14:45
    Highlight Highlight Jeder glaubt an etwas. Gott, Geld, Macht, Wissenschaft, etc. Es gibt viele Dinge, die ich nicht einfach so beweisen kann, trotzdem eine Tatsache sind. Wenigstens daran, dass man nach dem Schlafen wieder aufwacht. Wer gar nichts glaubt ist definitiv unglücklich. Denke, dass viele Suizide den Ursprung in einem Unglauben (an das Gute, persönlicher Erfolg, etc.) haben. Auch eine erlebte Enttäuschung ist schlussendlich nur einen Glaubensverlust.
    Für mich persönlich ist Hugo Stamm einer der fanatischeren Gläubigen. Er missioniert hier immer wieder sehr stark für seinen "Glauben".
  • bbelser 08.08.2020 14:16
    Highlight Highlight Lieber Hugo Stamm,
    jetzt bin ich doch etwas überrascht.
    Du ziehst nach dem Anschauen einer naiven, aber netten anekdotischen Unterhaltungssendung ein Fazit zur Frage, ob Glaube glücklich macht.

    Die "Mona-Vetsch-Uni für schlaue Fragen an einfache Bürger" hat das Thema erschöpfend und abschliessend behandelt,
    und somit kannst du dir ein umfassendes und fundiertes Urteil bilden.

    Gut, dass uns SRF immer wieder so tiefgründig aufklärt und erleuchtet.

    Wie wäre es für deinen nächsten Blog mit dem Thema:
    "Philosophische Grenzüberschreitungen im Donnschtig-Jass"?
    Oder "Ist SRF Meteo ein Orakel"?
    • Autokorrektur 08.08.2020 14:59
      Highlight Highlight 🤣 "Das Orakel von Leutschenbach"
    • bbelser 08.08.2020 19:00
      Highlight Highlight Und nicht nur "das Orakel von Leutschenbach"!
      Nein!

      Auch die Schweizer Werbung hätte immer wieder tiefschürfende philosophische Erkenntnisse und theologische Weisheiten zu bieten!

      Wenn ich sehe, was SUVs, Grillfleisch oder Hyaluronsäure uns für einen tiefen Lebenssinn zu geben vermögen...

      Feenohmänahl!
  • Autokorrektur 08.08.2020 14:15
    Highlight Highlight "Die göttlichen Anforderungen (...) sind übermenschlich."
    Danke für den interessanten Kommentar. Ich bin, obwohl selbst nicht gläubig, anderer Meinung. Ich habe viele Menschen getroffen, denen der Glaube wirklich geholfen hat, glücklich zu sein. Ich befürchte aber, Herr Stamm, Sie begehen den Fehler, "glücklich" mit "sorgenfrei" gleichzusetzen. Man kann nicht durchgehend sorgenfrei sein, aber man kann auch mit Sorgen glücklich sein. Und was die Anforderungen angeht, so denke ich, sind diese in der christlichen Lehre noch vergleichsweise einfach umzusetzen. Grundsatz: Achte/Ehre das Leben.
    • Musikuss 08.08.2020 15:18
      Highlight Highlight @Autokorrektur:
      <<Man kann nicht durchgehend sorgenfrei sein, aber man kann auch mit Sorgen glücklich sein.>>
      Das kann ich voll bestätigen: Meine Frau ist seit 35 Jahren bettlägerig und ist trotz ständigen Schmerzen ein glücklicher und fröhlicher Mensch! Diese physisch schreckliche Situation auszuhalten, ohne depressiv zu werden, das geht allerdings wirklich nur mit Gott!
    • bbelser 08.08.2020 19:15
      Highlight Highlight @Musikuss:
      liebe Grüsse an deine Frau.
      Als Nicht-Beeinträchtigter kann man es kaum nachvollziehen, was diese Situation für einen Menschen bedeutet, welche Kraft es braucht, dieses Schicksal zu tragen.

      Ich kenne eine junge Frau mit Cerebralparese, die auch so eine wahnsinnig positive Lebensfreude und Zufriedenheit ausstrahlt, trotz Rollstuhl und vielfältiger Einschränkungen im Alltag. Bei ihr ist auch ihr Glaube ein tragendes Element, neben den lieben Menschen in der Familie und im Freundeskreis.
      Es sind für mich bewundernswerte und inspirierende Menschen...
    • Saerd neute 08.08.2020 22:12
      Highlight Highlight Autokorrektur
      Gut gesagt.
  • Robi14 08.08.2020 14:01
    Highlight Highlight Die Forschung zu dieser Frage ist m.E. eindeutig. Glaube ist aus wissenschaftlicher sicht ein protektiver Faktor für psychische Erkrankungen, was aus psychologischer Sicht auch Sinn macht: Die Hinwendung zu etwas ausserhalb einer selbst (ob das nun Glaube, Kunst oder anderes ist), führt weg vom neurotischen Kreisen um sich selbst, was Grundlage fast aller psychischen Erkrankungen ist.
    • bbelser 08.08.2020 14:52
      Highlight Highlight Welche Wissenschaft genau meinst du? Hirnforschung, Neurologie, Biologie, Soziologie, Theologie?
      Welche davon ist berufen, etwas Substantielles über die Fähigkeit des Menschen zum "Glauben" zu erforschen und auszusagen?
      Hinwendung zu etwas ausserhalb von einem selbst nennen wir doch "Kultur", oder?
      Kulturelle Tätigkeiten sind aber weit mehr als das Eindämmen von neurotischem Handeln.
      Alle Kultur (auch der Glaube) ist ein schöpferisches Tätigsein, das den Einzelnen und oft auch die erfahrbare Realität transzendiert.
      OK, als Nebenprodukt mag Kultur auch psychische Gesundheit fördern.
    • Autokorrektur 08.08.2020 15:04
      Highlight Highlight "Grundlage fast aller psychischen Krankheiten" - das kann man heute und so nicht sagen, denn es gibt viele, heutzutage als "psychische" deklarierte Krankheiten, die einen durchaus körperlichen Ursprung haben. Die wenigsten "psychischen" Krankheiten sind effektiv und rein psychisch, wir haben nur zu wenig Wissen um die Funktion unseres Wesens, um diese als "körperlich" zu definieren. Schizophrenie zum Beispiel; einige Aspekte an dieser Krankheit sind psychisch, andere körperlich, und welche Seite was bedingt ist noch lange nicht klar.
    • Robi14 08.08.2020 15:38
      Highlight Highlight @bbelser ich meine die "psychologische" Forschung mit den abhängigen Variablen "Glück, psych. Gesindheit, Zufriedenheit etc." Ich sehe nicht, wie ihr Post meinem widerspricht und finde den Hinweis auf die Kultur sehr passend. Das Wort, was ich gesucht habe.
      @Autokorrektur na ja, war klar, dass sie die Schizophrenie als Gegenargument bringen, deswegen sagte ich, "die meisten" und nicht alle.
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  • Musikuss 08.08.2020 13:56
    Highlight Highlight Ob Glaube glücklich macht, hängt von der Vorstellung ab, was man unter Glück versteht: ist es eine Herzensgesinnung, wie Liebe und Frieden? Die wird man zuverlässig nur bei Gott finden. Ich sage ganz bewusst <bei Gott> und selten bei den Religionen. Religionen sind Menschenwerk und daher unvollkommen. Wenn man das weiss, ist es ok. Religionen werden jedoch dann problematisch, wenn sie fanatisch werden, in Traditionen und unsinnigen Regeln erstarren. Fanatismus ist ein zuverlässiges Zeichen von Gottesferne, denn Gott ist die Liebe, die lebt, fliesst und sich ständig neu erfindet!
    • Autokorrektur 08.08.2020 15:05
      Highlight Highlight "Liebe und Frieden", davon habe ich beim Dalai Lama ganz viel gespürt. Eine Verbindung zu Gott hat er eher nicht, wie mir scheint. 😉
    • Regas 08.08.2020 15:41
      Highlight Highlight Musikuss:
      Was, wenn Gott ein von Menschen gemachtes Konstrukt ist?
      Übrigens gibt es "den Gott" gar nicht, es gibt verschiedene je nach Religion!
    • bbelser 08.08.2020 17:09
      Highlight Highlight @Regas:
      Konstrukte sind die diversen Gottesbilder der verschiedenen Zeiten und Religionen. Diese kommen und gehen.
      Der Gott dahinter ist derselbe, zu dem die Religionen verschiedene Zugangswege sind, die ihn aber nie erreichen.
      Jede Gottesvorstellung ist Stückwerk, vorläufig und ebenso falsch wie richtig.
      Und trotzdem werden sich Menschen immer wieder ein Gottesbild zu machen versuchen, die offene Frage nach dem Woher und Wohin, dem Warum und Wozu des Seins ist zu mächtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ergo Sum 08.08.2020 13:48
    Highlight Highlight Nach vier Jahren Bibelgruppe musste ich leider für mich feststellen: Gott ist eine Lebenslüge.
    • bbelser 08.08.2020 14:59
      Highlight Highlight War nicht eher das von dir bis dahin bevorzugte Gottesbild untauglich, eine Lebenslüge?
      Ich werde immer ganz vorsichtig, wenn jemand so genau weiss, wie Gott ist.
      Das begegnet mir meistens bei Sekten-Gurus, jedoch sehr selten bei reflektierten und selbstkritischen Gläubigen.
      Gut verstehen (da selbst erlebt) kann ich, wenn jemand ein für ihn untaugliches Gottesbild ablegt. Über Gott ist damit aber nichts gesagt.
    • Musikuss 08.08.2020 15:37
      Highlight Highlight Z:
      Manche Bibelgruppen machen leider den gleichen Fehler, wie es die Pharisäer vor 2000 Jahren machten: sie drückten ihre Nasen in den Heiligen Büchern platt und bildeten sich deshalb ein, Gott zu kennen. Wie dann Gott in der Gestalt von Jesus vor ihnen stand, haben sie ihn nicht wiedererkannt...
      Besserer Ansatz: „Höre auf, Gott zu suchen, geh in Dein Herz und begrüsse ihn“!
    • Regas 08.08.2020 15:45
      Highlight Highlight bbelser:
      "Ich werde immer ganz vorsichtig, wenn jemand so genau weiss, wie Gott ist. "
      Ja genau, niemand weiss was und wer Gott überhaupt ist! Wie kann man an so etwas Glauben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cat‘sName 08.08.2020 13:24
    Highlight Highlight Man muss zu der Sendung sagen, dass klar mitgeteilt wurde, dass sich die wenigsten vor der Kamera äussern wollten,da solche Orte persönliche Rückzugsorte sind, was ich absolut nachvollziehen kann. Einig gehe ich mit H.Stamm was die Wallfahrer, Erweckungserlebnisse und Hr.Imboden betrifft. Die Aussagen der Pfarrerin sowie M.Binswanger werden verständlich, wenn man das gesamte Gespräch hört,der junge Mann ist nicht munter, er ist depressiv,verdient es nicht,fast lächerlich dargestellt zu werden,sein Ziel wird gar nicht von H.Stamm angesprochen. Schade,die Themen wäre viele Gedanken wert gewesen.
  • homo sapiens melior 08.08.2020 13:23
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass es der Glaube ist, der glücklich macht. Ich glaube, es ist innere Zustand, der durch Glaube beeinflusst werden kann, der etwas bewegt.
    Hier schreiben sich nur mal wieder Religionen, Sekten und andere Ausnützer einen Effekt auf ihre Fahnen, der überhaupt nichts mit ihnen zu tun hat.
    Um den inneren Zustand zu beeinflussen braucht man keinen Glauben. Dazu gibts viele verschiedene andere Methoden.
  • Musikuss 08.08.2020 13:18
    Highlight Highlight „Glaube ist die innere Überzeugung, von einer Situation, die noch nicht eingetreten ist“. Mit dieser Aussage hat ein neunjähriges Mädchen ihren Kaplan erstaunt...🙄
    Und tatsächlich: der Wissenschaftler glaubt an seine Hypothese, ein Kapitän glaubt, dass sein Schiff nicht sinken wird, ein Kranker glaubt, dass der Arzt ihn heilen wird, der Arzt glaubt, dass er vom Patienten das Honorar erhalten wird 🤓 usw, alles Überzeugungen, die sich erst in der Zukunft bestätigen werden - oder eben nicht. Ungläubige Menschen gibt es also gar nicht, im Gegenteil, glauben motiviert!
    • bbelser 08.08.2020 13:46
      Highlight Highlight Wenn man für alle möglichen Tätigkeiten das Wort "glauben" einsetzt, wie du das hier so schön durchexerzierst, ja, dann gibts tatsächlich keine Ungläubigen mehr. 😉

      Bitte bitte
      "meinen", "annehmen", "für-wahr-halten", "vermuten", "für-richtig-ansehen"
      endlich einmal sauber unterscheiden von "glauben" im religiösen Sprachgebrauch.

      Ein Wissenschaftler glaubt nicht religiös an seine Hypothese, er hält sie schlicht so lange für richtig oder wahr, wie sie nicht falsifiziert ist.
      Und nach dem Widerlegen seiner Hypothese verfällt er nicht in eine Glaubenskrise, sondern stellt eine erweiterte auf.
    • Musikuss 08.08.2020 14:56
      Highlight Highlight @bbelser: <<Und nach dem Widerlegen seiner Hypothese verfällt er in eine Glaubenskrise, sondern stellt eine erweiterte auf.>>
      Ich sehe da keinen Widerspruch: Der echte Gottsucher kann auch einsehen, wenn er einen untauglichen Weg gegangen ist, um Gott zu begegnen! Er wird dann umkehren und ebenfalls einen neuen Versuch starten. Der Unterschied zum Wissenschaftler besteht nur in der Wahl des Zieles.
    • bbelser 08.08.2020 15:20
      Highlight Highlight Glaube und Naturwissenschaft sind zwei sauber zu unterscheidende Weisen, sich unserer Realität zu nähern.
      Naturwissenschaft nähert sich dem "Wie" und beschreibt und quantifiziert Mechanismen und Gesetze unserer Realität,
      Glaube nähert dem "Warum" und "Wozu", versucht Sinn und Bedeutung zu formulieren.
      Glaube arbeitet dabei wie Poesie, Musik, Theater, Kunst, die auf ihre je eigene Weise, mit ihren je besonderen Mitteln eine Wahrheit über unsere Realität aussagen.
      Mit Betonung auf "eine" Wahrheit, nicht "die" Wahrheit.
      Die Gesamtheit der Näherungsweisen vermittelt etwas vom Reichtum der Welt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GianniR 08.08.2020 12:54
    Highlight Highlight Glaube kann nur eine Selbsttäuschung sein, bzw. Einbildung, weil es Gott ja nicht gibt. Und für etwas, das es nicht gibt, haben sich die Menschen während Jahrhunderten (und noch heute!) massenhaft die Köpfe eingeschlagen. Einfach nur verrückt!
    • bbelser 08.08.2020 13:46
      Highlight Highlight Du glaubst fest daran, dass es Gott nicht gibt?
    • _kokolorix 08.08.2020 16:17
      Highlight Highlight Ich glaube an die Erfahrung des Lebens. Ich kann 1000x einen Stein werfen und er wird überall und immer wieder auf die Erde fallen. Ich kann 1000x Gott bitten, die schlechten Menschen gutzumachen und die guten Menschen nicht mit Unglücken zu überhäufen, aber es wird kaum je eintreffen. Wenn ich weiter an Gott glauben will, dann muss ich annehmen, dass er ein übler Sadist ist, oder ich glaube an das was ich erlebe. Es gibt keinen Gott, sondern nur Menschen die denkfaul sind und darum eine übersinnliche, unverständliche Instanz ersinnen, welche alles erklärt, egal wie abstrus es erscheint
    • bbelser 08.08.2020 16:51
      Highlight Highlight @koko:
      Wer ist verantwortlich für das "Naturgesetz" der Gravitation?
      Wer ist verantwortlich, dass überhaupt etwas ist und nicht nichts?

      Ist einfach so: das ist ja auch nicht gerade der burner von einer Erklärung...
      Wer sich damit zufrieden gibt, ist nicht nur denkfaul, sondern auch noch fantasielos. 😉

      Aber an den von dir skizzierten "Gott, der auf Knopfdruck meine 1000 Wünsche zu erfüllen hat, sonst gibt es ihn nicht", an den glaube ich auch nicht.
      Und an den "Gott, der ein Sadist sein muss, wenn ich ihn nicht begreife", glaube ich auch nicht.

      " Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht."
    Weitere Antworten anzeigen
  • invisible 08.08.2020 12:38
    Highlight Highlight so gestellt find ich die Frage schon blöd... Antwort: Jein.
  • Chalbsbratwurst 08.08.2020 12:16
    Highlight Highlight Ich glaube an Karma. Das reicht völlig aus um als guter Mensch durchs Leben zu gehen da man ja nicht will das Schlechtes auf einem zurück fällt. Und es schützt auch vor Rachegedanken wenn einem etwas angetan wird, denn das Karma wird es schon richten. Dafür brauche ich weder eine Kirche noch eine Religion noch sonst was... und ich bin ein sehr glücklicher Mensch verglichen mit anderen (natürlich habe ich auch schlechte Tage wie jeder andere auch aber die sind eher selten). Was aber auch sehr wichtig ist um glücklich zu sein ist sich selbst zu akzeptieren wie man ist!
    • Levi Vodica 08.08.2020 13:59
      Highlight Highlight Naja aber bei Karma ist es ähnlich wie mit dee Religion: es ist auch eine Selbsttäuschung, um beruhigter durchs Leben zu gehen.
    • _kokolorix 08.08.2020 16:33
      Highlight Highlight Karma ist genau so ein religiöser Wahn wie Gottglaube auch.
      Es ist nämlich viel einfacher. Als Mensch fühlt man sich besser, wenn es den Menschen in seinem Umfeld auch gut geht. Also wird man sich als empathisch empfindendes Wesen dafür einsetzen, dass dem auch so wird, indem man anderen hilft sich gut zu fühlen. Es gibt aber Leute, die zu 'dumm' sind zu dieser schlichten Erkenntnis zu gelangen, weil sie derart mit sich selber beschäftigt sind, dass sie ständig das Gefühl haben zu kurz zu kommen. Fatalerweise belohnt unsere Wirtschaft diese Irrläufer und gaukelt ihnen Glück durch Besitz vor
  • Ein Biss~~chen vom Tiger 08.08.2020 12:06
    Highlight Highlight Der Begriff "Zonenfreier Glaube;" hat etwas bedenkliches an sich, etwa dass man alles glauben darf was man will, egal was rauskommt.

    Glaube an sich selbst, durch das Selbstbewusstsein bewirkt das Wunder, dass man zu mehr persönlichen Erfolg kommt, u. eine persönliche Zuversicht hat, der den Mut gibt, etwas Sinnvolles zu machen, dass zum Gelingen führt.

    Selbstwertgefühl aus dem Gelingen heraus, entsteht die Hoffnung, u. steigert zu einem wunderbaren Erfahrung, dass man im Leben Erfolg hat.

    Natürlich kann aus den Glauben in einer Grotte jemand sich selbst heilen, weil Glauben und Hoffnung, das Genesen beschleunigt, denn ein Mensch der sich fallenlässt, der geht zu Grunde.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 08.08.2020 13:00
      Highlight Highlight Lourdes ist ein sehr besinnlicher Ort, und da kommen Menschen hin, die geheilt werden wollen, u. diese Pilger bringen auch ein bisschen Hoffnung mit, die sich gesammelt an einem Ort, wie Lourdes eine gewisse Kraft ausströmt, die sich in manchen neue Kraft auftanken kann, und so von psychosomatischen Störungen erholen kann, und für die eine schwere Krankheit hinter sich haben, u. deren Therapeuten nicht helfen konnten, erhoffen sich in Lourdes, eine erfolgreiche Kur zu erleben.
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 08.08.2020 13:59
      Highlight Highlight Das Wasser in Lourdes ist eine Heilquelle, wie es auch in der Schweiz gibt, wie das aus Bad Lostorf in Gösgen, im Solothurn, das leider bis heute von gewissen Eigentümer und Wohngemeinschaften besetzt blieben, und eine Restaurierung zum weiterführen des Kurbad verhindern.

      Also verwundert es mich nicht dass wegen eines besetzten Kurhotel das am vergammeln ist, und nicht mehr benutz werden kann, sich an andere Heilsquellen sich umsehen.

      Die Heilquelle Bad-Lostorf, war bekannt in den 50. und 60. Jahren des letzten Jahrhundert, und genoss an grosser Beliebtheit in der ganzen Schweiz,
    • Ein Biss~~chen vom Tiger 08.08.2020 14:33
      Highlight Highlight Solche mystische Orte, von Heilquellen werden natürlich von jeglichen Konfession u. Glaubensgemeinschaft, für sich glori'fiziert, da wunder besonders in christlichen Glauben, direkt vertieft ist, und durch Glaubens-Seminaren, das Ferne aus einer fremden Sphäre, sich näher zu holen.

      Heilsquellen die im Besitz religiösen Herrschaften sind, werden streng gehütet, u. nur nach ihren Verständnissen gehandhabt, u. geführt, was entsprechend ihrer Kundschaft ein und ausgehen.

      Heilsquellen sind keine mystische Quellen, sondern enthalten heilende Mineralien, von denen viele eher an Wunder glauben.
  • Lucida Sans 08.08.2020 11:54
    Highlight Highlight Empfehle allen die Doku „Bibeltreue Supermacht - Evangelikale in den USA“. Da sieht man gaaaanz viele glückliche gläubige Christen. Mir kommt schlicht das kalte Kotzen. Und so ein Grötteli in Zürich erscheint Plötzlich als lächerlich kleines Nebengeräusch.

    Ich kann nur hoffen, dass die radikal-evangelikale Welle nicht nach Europa überschwappt. Mögen meine Nachfahren davon verschont bleiben!
    • _kokolorix 08.08.2020 16:43
      Highlight Highlight Europa hat diese radikalen Fanatiker einst nach Amerika vertrieben. Dort haben sie sich kräftig vermehrt, ihre Kinder vergewaltigt und psychisch verkrüppelt, die unglücklichen Eingeborenen mit beispielloser Grausamkeit und Heimtücke ausgerottet und versklavt, weitere Untermenschen zu Millionen von Afrika importiert und letztlich ein weltweites gewalttätiges, wirtschaftliches Regime aufgebaut.
      Die gedankenlose Entsorgung von üblen Sekten in der Fremde hat uns diese unerfreuliche Entwicklung beschert. Ich hoffe wir lernen daraus...
  • Asha 08.08.2020 11:30
    Highlight Highlight Jeder Mensch hat das Recht, den eigenen (Nicht)Glauben frei zu wählen. Womit ich Mühe habe ist, wenn eine Seite der anderen ihre Wahrheit aufzuzwingen versucht. Ich will nicht missioniert werden, doch genau so finde ich es nicht okay, Menschen ihren Glauben ausreden zu wollen oder sie ein Stück weit der Lächerlichkeit preiszugeben, so wie es in diesem Beitrag geschieht. Jemanden von etwas überzeugen zu wollen in Verbindung mit gleichzeitiger Abwertung ist meiner Erfahrung nach immer der falsche Weg.
    • Levi Vodica 08.08.2020 14:01
      Highlight Highlight Jemanden überzeugen zu wollen, gehört zum Leben dazu. So funktioniert doch Diskussion und Interaktion. Man hat eine Meinung, der andere aber auch, dann wird ein bisschen geschwafelt und dabei hofft man, dass der andere am Ende vielleicht überzeugt ist. Klar, aufzwingen ist natürloch nicht okay, den Versuch aber, jemanden von seiner Idee zu überzeugen, finde ich jetzt nicht so schlimm.
    • _kokolorix 08.08.2020 16:56
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Butschina 08.08.2020 11:27
    Highlight Highlight Mir hilft mein Glaube an Gott. Dennoch gibt es in meiner Kirche auch Dinge, die ich anders sehe. Ich bin oft glücklich, immer jedoch nicht. Das wäre eine Illusion. Aber ich darf behaupten trotz der schwierigen Umstände in meinem ist meine Grundhaltung positiv und daraus resultiert oft ein Glücksgefühl.
    • Heidi Weston 08.08.2020 12:03
      Highlight Highlight Auch meine Grundhaltung ist positiv und auch bei mir resultiert daraus oft ein Glücksgefühl. Nur bei mir ist es mein Umfeld, meine Arbeit, mein Partner meine Familie.

      Jeder muss selber erkennen was für ihm das beste ist.

      Ich werde mich jedoch immer dagegen wehren, wenn irgend welche Gruppen vorschreiben wollen, was das beste sein soll. So auch jedwede Kirchen die glauben, der heilige Gral des glücklich seins zu sein.
    • You will not be able to use your remote control. 08.08.2020 14:26
      Highlight Highlight > Nur bei mir ist es mein Umfeld, meine Arbeit, mein Partner meine Familie.

      Nicht alle haben dein Glück.

      > trotz der schwierigen Umstände in meinem ist meine Grundhaltung positiv

      Ich bewundere dich dafür.
    • Butschina 08.08.2020 20:30
      Highlight Highlight @Heidi Weston
      Das stimmt. Jeder muss für sich das richtige finden.

      @You will not be able to use your remote control.
      Danke.
  • Sparkling Rose 08.08.2020 11:26
    Highlight Highlight Wer sich blind dem Glauben hingibt und nichts hinterfragt ist einfach ein "einfacher" Mensch.
    Das Religion und der Glaube einem verbietet zu hinterfragen ist bedenklich.
    Ohne zu hinterfragen und nach mehr Wissen zu streben, würde es vieles heute nicht geben.
  • Lucida Sans 08.08.2020 11:12
    Highlight Highlight Was ist eigentlich so toll an einem „Dauerglück“? Wäredas Leben nicht unglaublich fad?
    • BVB 08.08.2020 12:59
      Highlight Highlight Wenn dir etwas "fad" vorkommt, bist du ja nicht glücklich.
    • Major Tupperware 08.08.2020 17:33
      Highlight Highlight Genau, Lucida Sans. Das Konzept "Dauerglück" ist ein perfides Konstrukt, das von Politik und Religion genutzt wird um uns einen Mangel vorzugaukeln für den diese dann ein Lösung anbieten die entweder unseren Geldbeutel belastet und/oder unsere unbedingte Loyalität einfordert.

      "Dauerglück" ist nicht möglich. Erst die Erfahrung von Hunger, Krankheit, Trauer, Schmerz etc. ermöglicht es uns immerhin temporäres Glück/Zufriedenheit zu empfinden.
  • Garp 08.08.2020 11:09
    Highlight Highlight Die Frage müsste halt eher lauten ob gläubige Menschen zufriedener sind. Zufriedenheit scheint aber nicht mehr viel zu gelten.
  • bbelser 08.08.2020 11:00
    Highlight Highlight "jemandem sein glück glauben
    ist schwerer als jemandem die trauer abnehmen
    wir schwimmen im see die bergkette spiegelt sich
    plötzlich schnellst du dich vorwärts
    ich sehe nur tropfenfäden
    du hast dich in sonne und wasser und bewegung aufgelöst
    vor begeisterung verschlucke ich mich versuche nachzukommen
    über das glück miteinander sprechen
    ist noch schwerer
    weil wir einander kaum trauen können
    es kommt mir vor
    wie die sache mit den heiligenscheinen
    wer weiss wie sie zustande kommen
    wieso leute so etwas gesehen haben müssen
    welche freude dazu geführt haben muss
    jemanden leuchten zu sehen"
    D. Sölle
  • S. L. 08.08.2020 10:50
    Highlight Highlight Semut und Abhängigkeit (der Kern der christlichen Glaubenspraxis) haben noch nie jemanden glücklich gemacht. Vielleicht wird man ein besserer Mensch dadurch, das Wohlbefinden leidet jedoch langfristig garantiert.
    • bbelser 08.08.2020 12:45
      Highlight Highlight Hochmut und die unantastbare Freiheit zum uneingeschränkten Konsum (der Kern der unchristlichen Gesellschaftspraxis), die machen in unserer quietschebunten Wohlstandswelt alle megaglücklich.
      Und zwar langfristig.
      Weil wir es uns wert sind.
    • Levi Vodica 08.08.2020 14:04
      Highlight Highlight Mit Ihren beiden Kommentaren habe sie es auf den Punkt gebracht: der Mittelweg ist der beste! 😁😉
  • Gubbe 08.08.2020 10:40
    Highlight Highlight Ist die Idee, dass der Glaube glücklich macht, eine Selbsttäuschung?
    Ja! Der Glück danach ist wie Schokolade, es hält nur bis zum nächsten Bissen.
  • Nurmalso 08.08.2020 10:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • BVB 08.08.2020 13:04
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Nurmalso 08.08.2020 14:19
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Hoci 08.08.2020 10:14
    Highlight Highlight Haha ob man glücklich ist oder nicht höngt davon ab wie man die Welt sieht und warnimmt. Das ist nicht objektiv wie schon der Spruch mit dem halbvollen Glas andeutet.
    Der Glaube kann glücklich machen, logo. Aber auch das Gegenteil.
    Höngt immer von an was und wie ab.
    Übrigens Meditation und yoga sind weniger gefährlich.
    • Autokorrektur 08.08.2020 15:13
      Highlight Highlight Dass Yoga weniger gefährlich ist, da wird dir mancher Physiotherapeut widersprechen. 😉😂 ämel unser "westliches Starbucksyoga".
  • Reuber Hütter 08.08.2020 10:12
    Highlight Highlight Ist die Idee, dass der Glaube glücklich macht, eine Selbsttäuschung?
    Für mich nicht. Ich glaube an etwas göttliches und es gibt manchmal völlig unerwartet diese kleinen Momente, die mich richtig glücklich machen.
    Was ich gelernt habe ist, dass Glauben nichts mit Disziplin oder Befolgung strenger Regeln zu tun hat. Wer sucht der findet. Man findet es nicht sofort. Glaube ist ein Gefühl das gegen alle rationale Logik sein kann.
    Ich selber weiss nicht, ob mein Glaube morgen erschüttert wird. Doch die Zuversicht, den inneren Frieden den ich heute habe machen mir Mut auch ins Unbekannte zu gehen.

  • bbelser 08.08.2020 10:10
    Highlight Highlight Interessant, worauf sich mediale Aufmerksamkeit stürzt, wenn es ums Thema "Glaube" geht:
    Erscheinungen, Erweckung, Bekehrung, Ekstase, Schwärmerei, Irrationales...

    Mit meinem tastenden, suchenden, fragenden und brüchigen Glauben hat all das nichts zu tun. Er hat aber auch nichts Sensationelles, Überwältigendes, Blendendes an sich.

    Glücklich machen mich gelingende Begegnungen mit lieben Menschen, Ergriffenheit spüre ich im Zauber mancher Musik, Demut und Dankbarkeit erfassen mich vor dem "Geschenk" der Natur und des Universums, Hoffnung habe ich auf Sinn und Gerechtigkeit hinter allem.
  • gulf 08.08.2020 09:42
    Highlight Highlight ach Hugo ....
    copy - paste von Artikel zu Artikel ....
    Du zeichnest jedes man ein Bild der Christen, dass doch nicht die Mehrheit abbildet.
    Nur ein Beispiel:
    die Christen, die ich kenne haben keine Angst davor, von Gott fallengelassen zu werden bei "Verfehlungen", Du scheinst da etwas Grundlegendes zu übersehen ....
    Du hast da noch Bilder in Dir von sich selbst geisselnden Mönchen ....

    Mach doch mal einen Artikel über lebensfrohe, positive und geistig/psychisch fitte Gläubige! Die sind nämlich in der riesengrossen Überzahl.
    Danke
    • Heidi Weston 08.08.2020 10:12
      Highlight Highlight @gulf
      Eine gute Bekannt von mir wollte vor Jahren den ersten Harry Potter im Kino anschauen. Eine Woche vor den Kinobesuch, wurde das Thema Harry Potter in ihrem Bibelkreis durchgenommen.

      Ab diesem Zeitpunkt war für meine Bekannte alles was mit Harry Potter zu tun hat als Teufelswerk verschrien. Sie und später ihre Kinder meiden alles was mit Harry Potter zu tun hat wie der Teufel das Weihwasser.

      Und ich kann ihnen versichern, dass das Verhalten meiner Bekannten kein Einzelfall ist.

      Auch positiv, geistig/psychisch fitte Gläubige ordnen sich der Religion unter.
    • Garp 08.08.2020 11:03
      Highlight Highlight Ach Heidi, eine Bekannte und Du ziehst ein Fazit. Kenne Gläubige die Harry Potter lieben und dadurch nicht erschüttert werden 😂 .
    • bbelser 08.08.2020 11:23
      Highlight Highlight @Heidi:
      Ja, im Titel steht "der Glaube".
      Und was bitte ist das?
      Homogen und genau gleich für jeden Menschen?
      Du scheinst es felsenfest und unerschütterlich zu wissen.
      Warum? Weil du 1 (in Worten: eine) Bekannte hast, die einem seltsamen Glauben frönt? Und die wird dann einfach mal hochskaliert, weil du fest dran glaubst, dass das kein Einzelfall sein kann?
      Sorry, soviel Glaube an Unbewiesenes, so viel Schliessen aus einem seltsamen Einzelfall, das begegnet mir sonst bei Sektierern.
      Die Vielfalt von Glaubensformen und religiösem Ausdruck unterschlägst du zugunsten eines simplen Weltbilds.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 08.08.2020 09:33
    Highlight Highlight Montagsdepression, das sagt eigentlich schon alles. Ein wenig Neurologie und die Mär von der ewigen Glückseligkeit verliert seinen Reiz.
  • GetReal 08.08.2020 08:58
    Highlight Highlight Das Wort "Glaube" wird hier etwas zu sehr auf den religiösen Glauben dimensioniert. Dass man an das Gute glaubt und davon überzeugt ist, dass man Ziele erreichen kann, dass es einem gut gehen wird und dass man Glück haben wird, ist für mich unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens. Hat mit keiner Religion was zu tun - aber es ist ein fester Glaube - und ohne ihn würde ich maximal vor mich hinleben, aber nichts erreichen.
    • Heidi Weston 08.08.2020 10:05
      Highlight Highlight Im Titel steht „der Glaube“! Da wir hier in einem Sektenblog sind, gehe ich in der Annahme, dass „der Glaube“ sich Ausschliesslich um den Gottesglaube handelt. Wenn mann dann noch den Text liest, erkennt man, dass wirklich nur „der Glaube/Gottesglaube“ gemeint ist.

      Der Artikel hat nichts mit an sich selber glauben, oder mit Wünschen, Motivation Zufriedenheit oder mit persönlicher Zuversicht zu tun. Denn dass sind Elemente die einen glücklichen Menschen ausmachen. Und diese Element kann jeder erfahren. Egal ob Jude, Muslim, Christ, Atheist oder irgend eine andere Ideologie.

    • amRhein 08.08.2020 10:47
      Highlight Highlight Das was du beschreibst heisst doch «Zuversicht».

      Glaube wird ansonsten meist als religiöser Glaube verstanden: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Glaube

      Und dann gibt es noch den Glauben, dass man etwas für wahrscheinlich hält. Vor allem im umgangssprachlichen Kontext, was auf entsprechenden Erfahrungen beruht.

      So verstehe ich es. Kenner wissen sicher mehr. Vielleicht auch Worte im Wandel der Zeit.
    • GetReal 08.08.2020 11:30
      Highlight Highlight @Heidi Weston: "Der Glaube" wird wohl kaum von irgendwelchen Religionen oder Gottheiten gepachtet sein. Mein Glaube betrifft mich und das, was ich erreichen will und werde. Ich bin verantwortlich für mein Glück, mein Leben. Der Glaube jemand von anderen beinhaltet, dass Gott dafür verantwortlich ist, und man mehr Gutes bekommt, wenn man brav den Kirchenvätern folgt. Im Endeffekt ist es das Gleiche - ein Glaube. Nur der eine macht frei und verantwortlich, der andere schränkt ein und mindert die Eigenverantwortung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baba 08.08.2020 08:52
    Highlight Highlight Glück zu empfinden und glücklich zu sein ist vor allem eine bewusste, persönliche Entscheidung. Hat auch mit Dankbarkeit zu tun.

    Ja, viele 'extrem gläubige' Menschen wirken auch auf mich hierzulande verhärmt und irgendwie freudlos, obwohl sie mit ihrem Glauben doch eigentlich vor Freude strahlen sollten.

    Ganz anders erlebe ich das jeweils bei Gläubigen in Kenia. Was aber da in Gottesdiensten zum Teil gepredigt wird, ist für mich mehr als grenzwertig und ich spreche von der offizielle Anglikanischen Kirche Kenias, nicht irgendwelchen dubiosen Freikirchen!
    • bbelser 08.08.2020 10:23
      Highlight Highlight Dass Gläubige vor Freude strahlen sollten, ist ein Irrtum, der befeuert wird durch dauergrinsende Sektenanhänger oder angestrengt fröhliche Freikirchler.
      Aber sind die wirklich die Norm, der Massstab für das, was wir gläubig nennen?
      Gläubige fühlen genau gleich wie alle anderen Leid, Trauer, Verlust, Schmerz, Entbehrung, Not, Sehnsucht, Freude, Glück...
      Ein rational redlicher und verantworteter Glaube täuscht sich auch nicht darüber hinweg, dass viele Fragen offen bleiben, viele Wunden sehr langsam heilen und so manche Hoffnung enttäuscht wird.
  • arpa 08.08.2020 08:42
    Highlight Highlight Ich beneide jene, welche wirklich dank ihrem Glaube glücklich sind.
    Diese sorgen sich nicht, denn Gott beschützt sie, und alles was passiert ist richtig und von Gott bestimmt..
    So lässt es sich sorgenfrei leben..
    Ich hingegen muss alles hinterfragen und das ist anstrengend.
    Ich kann nicht glauben, ich muss wissen.. so in etwa..
    Würde meiner Psyche durchaus gut tun, wenn ich einfach glauben könnte..

    Aber wie in den Kommentaren zu lesen ist, oftmals ist es nur ein gespieltes Glück..
    • Lilamanta 08.08.2020 09:56
      Highlight Highlight Es geht mir ganz ähnlich. Ich würde manchmal unglaublich gerne glauben können. Alle Fragen, Sorgen etc. externalisieren können. Einfach sagen können: ok Gott, mein Leben ist dein Business.
      Manchmal beneide ich Gläubige, es erscheint mir so einfach, wenn ich nicht selbst für alles verantwortlich bin. Und wenn ich Mist baue, dann könnte ich einfach "Sorry Gott" sagen und die Welt wäre wieder in Ordnung.

      Und Gläubige? Ich denke, dass viele eine Stütze in Gott haben, weil sie viele Gedanken delegieren können und eine neue Sinnhaftigkeit bekommen.

      Ich bin dafür zu rational.
    • amRhein 08.08.2020 10:29
      Highlight Highlight @arpa: «Würde meiner Psyche durchaus gut tun, wenn ich einfach glauben könnte..»

      Ja was denn?
      An die religiösen Vorstellungen der Menschen, mit denen man aufgewachsen ist? Oder an etwas X-beliebiges? Oder an eine Mischung von allem? Oder nur an das «Beste» von alle dem?

      Warum an das eine oder das andere? Und nicht dieses oder jenes?

      Gläubige Menschen beneide ich nicht. Auch jene nicht, die durch ihren Glauben glücklich wurden/sind.
    • bbelser 08.08.2020 10:35
      Highlight Highlight Beneidest du auch die Reichen, die glauben, dass nur Besitz wirklich glücklich macht? Und die deshalb im Hamsterrad des Anhäufens und Konsumierens gefangen sind und dauergrinsend hinter dem nächsten Schnäppchen, der nächsten ultimativen Gelegenheit herhecheln?
      Und die uns das gerne als vollkommenes Glück verkaufen?

      In diesem oft fraglos anerkannten und angestrebten Hamsterrad finde ich sehr viel mehr Sektenmentalität, Wunderglaube, Verblendung, Verbohrtheit und aufgesetzte, angestrengte Dauerfröhlichkeit als bei den engagierten, bescheidenen, suchenden religiösen Menschen, die ich kenne.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dwight D Eisenhower 08.08.2020 08:38
    Highlight Highlight Jetzt lebe ich seit, 14 Jahren in Zürich und nenne mich gerne Super-Katholik.
    Es ist schon lustig, dass ich durch Herr Stamm erfahren muss, dass wir eine Lourdes Grotte haben...
    Leck Bobby
  • Denverclan 08.08.2020 08:36
    Highlight Highlight Sind „Ungläubige“ glücklich oder glücklicher? Was ist Glück überhaupt? Zu jeder Zeit, an jedem Tag, kann sich das Leben ändern. Man kann froh und dankbar sein, wenn man einigermassen ungeschoren durchs Leben kommt. Dankbarkeit und nicht dieses ständige streben nach mehr. In uns ist alles vorhanden und durch uns geben wir etwas weiter an die Umgebung...ob schlecht oder gut, können wir nicht immer beinflussen. Manchmal erreicht man durch Gutes Schlechtes und umgekehrt. Glück ist relativ und kann ein Gefühl sein, dass ganz schnell wieder verschwindet. Ein Haschen im Wind und trügerisch....
    • bbelser 08.08.2020 10:50
      Highlight Highlight Glücklich machen mich Menschen, die mir zugetan sind, die mich schätzen und lieben und die ich lieben darf, für die ich da sein kann.
      Mozarts Requiem macht mich so glücklich, dass ich weinen muss...
      Auch unsere kurligen Katzen machen mich glücklich, und unsere Hühner, die gerade von der Hitze geplättet in ihren schattigen Kuhlen abhängen und leise vor sich hinglucksen... 😉
      Und ich erlaube mir den hoffnungsfrohen Gedanken, dass auch sie alle sich hin und wieder in meiner Nähe glücklich fühlen: Menschen, Katzen, Hühner...
      Naiver, sentimentaler Quatsch, sagt mein Nachbar.
      Glaube ich nicht.
    • Denverclan 08.08.2020 15:33
      Highlight Highlight @bbelser: Naivität und Sentimentalität kann niemals Quatsch sein. Wer nur „kontrolliert“ durchs Leben geht, verpasst viele Höhen und Tiefen die das Leben für einem bereit hält. Ich finde Ihren Kommentar einfach nur schön! Am Schönsten erscheint mir der Schlusssatz, man soll zu sich stehen, sich nicht verbiegen und sich NICHTS einreden lassen. Manchmal muss man sich in den Hintern zwicken um aus dem negativen Denken zu finden. Ich glaube daran, dass eine gewisse naive Positivität unserer Seele gut tut. Ich glaube sogar an die Liebe, mit ihren unzähligen Gesichtern. Wo Licht, da Schatten...
    • bbelser 08.08.2020 22:04
      Highlight Highlight Vorsicht, Denverclan! 😉
      Wenn du an die Liebe glaubst, bist du ganz nah am Gottesglauben.
      Denn: Gott ist Liebe.
      Heisst es irgendwo.

      Die Liebe ist in all ihren Facetten etwas, das wir dankbar erfahren, aber nicht beweisen können.
      Die Liebe als Grundprinzip auch des Universums, als treibende Kraft in allem und hinter allem: mit dem Gedanken kann ich mich sehr gut anfreunden, ganz egal, welchen Namen wir dieser Liebe auch immer geben.
      Es ist eine poetische Erfahrung, die dem etwas bedeutet, der sich darauf einlässt, die dir aber jeder Skeptiker selbstverständlich in der Luft zerreisst. 😉
  • LillyRose 08.08.2020 08:25
    Highlight Highlight Nun, nicht jeder wurde so 'konstruiert', dass er kein Bedürfnis hat, Dinge zu hinterfragen. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte diese Gabe und könnte einfach an etwas höheres Glauben, das mir den Weg zum Glück zeigt. Hab ich aber nicht.
    Es gäbe auch keinen Fortschritt, keine Entwicklung, wenn keiner weiterdenkt und bedingungslos hinnimmt, was seine Obrigkeit ihm sagt.
    Deshalb, jedem das Seine. Jeder ist anders. Jeder soll das glauben, was ihm als richtig erscheint.
  • Heidi Weston 08.08.2020 08:20
    Highlight Highlight Meine beste Freundin aus Schulzeit und später meine Trauzeugin trat vor Jahren einer Freikirche bei, obwohl sie nie wirklich Religiös war. Seit da läuft Sie immer mit einem künstlichen Lächeln durch die Welt und erzählt jedem wie Glücklich sie sei. Dabei hat Sie massive Alkohol Probleme, ihre Ehe ging in die Brüche und auch unsere Freundschaft überlebte es nicht. Bei ihr ist es definitiv ein Selbstbelügen!

    Jeder Mensch strebt auf unterschiedliche Weisse nach Erfüllung und Glück. Karriere, Sport, Sex, Drogen, Geld, Macht, Religion, Familie. Nicht alle finden jedoch ihr Glück auf ihrem Weg.
    • BVB 08.08.2020 09:28
      Highlight Highlight "ihre Ehe ging in die Brüche und auch unsere Freundschaft überlebte es nicht. Bei ihr ist es definitiv ein Selbstbelügen!"
      Naja, man trennt sich meist von Menschen weil sie dem eigenem glücklich-sein im Weg stehen.
    • Heidi Weston 08.08.2020 09:49
      Highlight Highlight @BVB hier war es genau das Gegenteil. Ihre Sucht nach Glück hat das bereits vorhandene Glück zerstört. Ihr Ex lebt jetzt mit den zwei Kindern mit einer neuen Partnerin zusammen und die sind Glücklich!
    • Burdleferin 08.08.2020 16:20
      Highlight Highlight Arme Frau 😔
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