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Yonnihof

Du, allein zuhaus: Die Seele in Zeiten der Krise

Bild: shutterstock

Vom Alleinsein, der Ein- und Gemeinsamkeit.



Wissen Sie, woher der Ausdruck «mutterseelenallein» kommt? Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass er aus dem Französischen kommt. Moi tout(e) seul(e). Das verstand der deutsche Soldat als «Mutterseel». Voilà: mutterseelenallein.

Ich bin und war immer wahnsinnig gern allein.

Es war eins der Highlights meines Lebens, meine erste eigene Wohnung zu haben. Eine Einzimmerwohnung in einem stieren, anonymen Riesenblock aus den 60ern in der Agglo von Fribourg. Nicht mehr die hippe WG, in der man auch unter der Woche morgens (und «morgens» bedeutet in diesem Zusammenhang 11 Uhr) über die Alkoholleichen neuseeländischer Austauschstudenten stolperte (hani ghört). Nicht mehr die Grossküche, in der man sich mit seinen 27 MitbewohnerInnen nachts um halb drei auf eine halbdreckige Tasse mit Ramen traf. Nicht mehr das gigantische gemeinsame Wohnzimmer mit den fünf verschiedenen Sofas aus unterschiedlichen Jahrzehnten.

Ein. Kleines. Zimmer. Eher düster. Zwei Einbauschränke mit aufgeklebter, dunkelbrauner Holzfront. Nicht einmal ein Sofa passte rein. Aber für mich war es der Himmel auf Erden, denn für mich es war vor allem eins: Meins.

Meins allein.

Ab jenem Zeitpunkt hatte ich diese innige Liebe zum Gefühl, abends nach Hause zu kommen, die Tür hinter mir zu schliessen und den Schlüssel zu drehen und zu wissen: Sofern ich es nicht wollte, würde sie verschlossen bleiben.

Es mag nicht so wirken, aber ja: Ich liebe es, allein zu sein. Was ich nicht gerne bin, ist einsam. Alleinsein und Einsamkeit sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. So lernte ich im Laufe meiner 38 Lenze, dass man durchaus allein, aber nicht einsam, jedoch auch zusammen und gleichzeitig einsam sein kann.

Und nun ist da dieses Virus. Geht man durch die Strassen der Stadt, wie ich es gestern beim Weg zum Einkaufen tat, beschleicht einen dieses Gefühl. Im Englischen gibt’s den perfekten Ausdruck dafür: «Eerie». Der Dix übersetzt es mit «furchterregend, unheimlich, schaurig». Für mich persönlich hat der englische Ausdruck aber noch eine weitere Qualität: Denjenigen der Leere. Ein Alleinsein, das man nicht will.

Die Sonne schien mir gestern ins Gesicht, die Kälte brannte leicht auf meiner Haut, ein wunderbarer Tag, aber es lag eine Art unsichtbare Bedrohung in der Luft. So viel Platz in dieser sonst so überlaufenen Frühlingsstadt, aber niemand da, der ihn einnehmen will. Unendliche Weite für eine Gesellschaft, die sich plötzlich nach Nähe sehnt.

Die Pandemie stellt uns vor unterschiedlichste Herausforderungen. Die existentiellen, die strukturellen, die logistischen. Sie stehen im Zentrum der allgemeinen Bemühungen, was richtig ist. Möglichst wenig Kranke in möglichst hochqualitativer Pflege, die Gesunden sollen gesund und mit dem Nötigsten versorgt bleiben. Die Herausforderungen auf den unterschiedlichen Ebenen wachsen genauso schnell wie die Anzahl Falten auf der Stirn von Daniel Koch.

Und dann sind da noch wir. Wir sind nicht nur konfrontiert mit der Erkenntnis, was einem alles fehlen kann – sonst Selbstverständliches wird zum Objekt brennender Sehnsucht –, nein, wir sehen uns auch einem Menschen gegenüber, der sonst im vollgestopften, überbevölkerten, dichtegestressten Alltag kaum Platz findet: Mit uns.

Wenn das Alleinsein nicht gewählt ist, kann es ganz schön weh tun.

Ganz ehrlich: Ich bin im Moment froh, dass ich nicht mehr alleine lebe. Auch wenn der Alltag mit Kind und ohne Unterstützung der Grosseltern anspruchsvoll ist – einmal mehr bin ich voller Respekt und Demut allen Elternteilen gegenüber, die diese Aufgaben weitgehend allein stemmen. Auch wenn der Mann (eine Woche Home-Office/eine Woche Büro) entweder bitterlich fehlt oder da und dort durch 24/7-Zusammensein an den Nerven zerrt (genauso wie ich bei ihm auch).

Ich gebe zu: Auch ich habe mich über die noch immer einkaufenden oder im Rahmen der «Wandervögel Bachenbülach» auftretenden RentnerInnen geärgert, die sich partout nicht an die Anweisungen des BAG halten wollten. Und darunter waren sicher ein paar, bei denen das sehr unnötig war.

Schaut man aber hinter die Kulissen, dann zeigt sich eine tiefgreifende Ebene dieser Krise: Die Einsamkeit. Die Isolation, nicht nur der Physis, sondern auch der Psyche. Auch diejenige junger bzw. jüngerer Menschen, die sich nun mit ihren Gedanken in Endlosschlaufe konfrontiert sehen und die eventuell psychisch nicht ganz so stabil aufgestellt sind.

Es ist wichtig, neue Wege zu finden, gerade falls die Ausnahmesituation und die Vorgaben des BAG länger andauern. Nicht nur für die Versorgung der körperlichen Gesundheit. Nicht nur für Selbständige und deren schwindendes/inexistentes Einkommen. Sollte diese Isolation anhalten, gibt es auch immer mehr Leute, die in die psychische Risikogruppe gehören, die zunehmend krank werden und damit allein sind. Bzw. deren Alleinsein sie potentiell krank macht.

Zu Beginn dieser Krise ergoss sich eine gigantische Welle der Solidarität über das Land. Nachbarschaftshilfe und Nächstenliebe in einer Fülle, dass einem das Herz aufging. Will man dieser Pandemie irgend etwas zugutehalten, dann dass sie den Zusammenhalt in den Häusern, den Quartieren und den Ortschaften stärkte. Man kaufte füreinander ein, ging füreinander zur Post, deponierte Apothekenkäufe in designierten Milchchäschtli.

Genau das sollte man nun nicht mehr nur mit dem leiblichen, sondern auch mit dem seelischen Wohl tun. Bringen wir unseren Eltern und Grosseltern bei, wie man Videotelefonie nutzt (via Festnetz, Email, Fax, PTT). Führen wir Gespräche mit unseren allein lebenden NachbarInnen – durch die Tür, durchs Fenster, via Telefon. Melden wir uns einmal mehr bei unseren Single-Freunden, die nun allein zuhause sind.

Füllen wir das psychische Milchchäschtli. Gehen wir die extra Meile, dass wir zwar allein, aber nicht gemeinsam – jede/r für sich – einsam sind.

Yonni Moreno Meyer

Yonni Moreno Meyer (38) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn (*2019) in Zürich.
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Green Eyes 29.03.2020 08:47
    Highlight Highlight Danke für deinen Text. Er bringt mich zum Nachdenken.
    Ich bin gerne alleine. Die letzten Tage jedoch, merke ich, dass es in Richtung einsam geht. Man sieht und hört von allen Seiten, dass man sich unterstützt, sich um jemanden sorgt, miteinander zusammen steht. Da kommt von alleine die Frage, wer sorgt sich um mich, wer unterstützt mich? Die Antwort fällt leider eindeutig aus. Es stimmt mich einerseits traurig zu merken, dass ich nicht nur alleine sondern auch einsam bin. Andererseits kann ich nach dieser Kriese sagen, wer meine wahre Freunde sind und dass ich es alleine geschafft habe...
  • NateBear 28.03.2020 12:37
    Highlight Highlight Sehr schön beschrieben.
    Lebe seit einem Jahr alleine im Ausland und beschäftige mich oft mit dem Thema einsam sein und allein sein. Vor allem in diesen Zeiten.
    Danke
  • lilie 28.03.2020 12:13
    Highlight Highlight Danke, @Yonni, für die wieder sehr inspirierende Lektüre. 🙂

    Früher einmal, da suchte man die Einsamkeit, um zur Ruhe zu kommen, mit sich selbst ins Reine zu kommen, um Kraft zu schöpfen.

    Heute sucht man die Einsamkeit vergebens. Verdichtetes Bauen, Dichtestress, erhöhte Mobilität hat uns zu kleinen, wuselnden Ameisen gemacht.

    Geniessen wir diese, wenn auch erzwungene, Ruhe, sie kann schnell wieder vorbei sein.

    Ach ja: Von mir aus könnte man die 2 m-Regel im öffentlichen Raum beibehalten. 1 m wäre auch schon schön...
  • fräulein_dienstag 27.03.2020 21:55
    Highlight Highlight Yonni, einfach nur vielen herzlichen Dank für deine Worte, sie machen mich nachdenklich auf der einen Seite aber genau das, denke ich, sollte in dieser Zeit so viel mehr passieren: Dass man mal wieder ganz genau nachdenkt über sich, seine Werte und sein Verhalten und überlegt, ob wohl wirklich alles so ist wie es sein sollte. Auf der anderen Seite hast du eben völlig recht: Jetzt ist die Zeit, um mutig Türen aufzustossen!
    Natürlich ich metaphorischen Sinne, machen wir das doch von Zuhause aus im Moment.

    Viel Liebe und Geduld wünsche ich dir und deiner Familie
  • fools garden 27.03.2020 21:51
    Highlight Highlight Nachdem ich mit 15 von Zuhaus ausgezogen bin, hab ich immer die Abgeschiedenheit gesucht, anfangs in der Schweiz, später auf der halben Welt.
    In der Stadt halte ich es schon lange nicht mehr aus, in die Schweizer zurückgekehrt bin ich allerdings auch nicht.

    Schöner Bericht bravo!

    Watson ist mein Portal zur Aussenwelt,
    Tele hab ich auch nicht.
    • lilie 28.03.2020 18:09
      Highlight Highlight @fools garden: Ach, du lebst da! Was für eine schöne Geschichte. 🙂

      Man muss den Ort auf der Welt finden, wo man sich wohl fühlt. Sonst ist man irgendwie immer neben sich... 🙂
    • fools garden 28.03.2020 20:10
      Highlight Highlight Ja Lilie, das ist so, am Rande der Pyrenäen.
      Nachdem ich in Neuseeland Schafe gehütet, in Canada Fahrräder geflickt, in der Schweiz Gusti gesömmert habe, hab ich hier vor 20Jahren ein stück Land gekauft und 7000 Reben gepflanzt🌞
  • ananasqueen 27.03.2020 16:30
    Highlight Highlight Liebe Yonni
    Das Alleineleben ist etwas, das ich im Normalfall immer sehr geniesse, da selber gewählt.
    Aber in dieser Zeit in der Alleinesein keine freie Wahl ist, fällt es sehr schwer.
    Mir ist bewusst, jammern ist nicht angesagt wenn ich, soweit ich weiss, gesund bin. Aber als "Löitschifüdle" das viel draussen unternimmt und viel Zeit mit Freunden verbringt, ist die liebsten Freunde und Familie selten bis nie sehen und nicht umarmen zu dürfen einfach huere scheisse und schmerzt sehr.
    Deshalb danke für diese schönen Worte und die Achtsamkeit darauf, dass es auch noch "die Anderen" gibt. :-)
  • zula 27.03.2020 15:45
    Highlight Highlight Danke für diesen Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht!
    mMn wird unsere Gesellschaft - wenn wir alle wochen- oder monatelang zu Hause sein müssen, ohne echte persönliche Kontakte pflegen zu dürfen, noch ganz viel schlimmere Probleme als "nur" das Corona-Virus haben…

    Aber immerhin gibt es momentan tolle neue online/ tel. Angebote z.B. von Selbsthilfegruppen, Peers und Pro Mente Sana für Personen in seelischen Krisen.
  • Barthummel 27.03.2020 15:22
    Highlight Highlight Ich bin gespannt auf die Leere und Scham in manchen Menschen, wenn am Ende klar wird, dass wir alle eine Horde dummer, gefährlicher Tiere waren, deren soziales Gefüge durch eine sich verselbstständigte Dynamik im Begriff war sich aufzulösen und lange erkämpfte Rechte ohne mit der Wimper zu zucken aus einer irrationaler Angst heraus über Board geworfen wurden.

    Ja, dann freue ich mich auf einen weiteren Text von dir, der vielleicht noch etwas tiefer geht und einen faden Beigeschmack hinterlässt, der ein nicht ganz so hoffnungsvolles, optimistisches und motivierendes Licht auf die Sache wirft.
    • Yonni Moreno Meyer 28.03.2020 06:08
      Highlight Highlight Diesen Kommentar kann ich rein logisch nicht ganz nachvollziehen. Es ist anhand der Daten aus andern Ländern, die uns in der Erstinfektion voraus sind, völlig deutlich ersichtlich, dass die ergriffenen Massnahmen die Kurve abflachen lassen. Sie wurden sogar zu spät ergriffen. Und «Siehste, es wurde ja gar nicht so schlimm» zählt in einem Monat nicht als Ausrede, weil es eben genau dieser Massnahmen wegen nicht NOCH schlimmer kam als eh schon (234 Tote bisher, das sind meines Erachtens 234 zu viel).
      Oder verstehe ich Ihren Kommentar falsch?
  • Jolimeme 27.03.2020 14:52
    Highlight Highlight Liebe Yonni, danke für die schönen worten. Sie tun gut, da drinnen wos grad eher nicht so gut ist.

    Ich habe angefangen meine allein lebende Oma 3 mal die woche anzurufen, auch wenn ich davor lange überlegen muss, was ich ihr überhaupt erzählen könnte. Im moment ist es das einzige was ich tun kann, damit sie sich etwas weniger allein fühlt.
    Solange wir alle unser bestes geben, das alles auch nur für jemanden etwas erträglicher zu machen, ist das ein guter Anfang
  • türülüü 27.03.2020 14:10
    Highlight Highlight Vielen Dank für deine Worte, als Single kann ich sie eindeutig unterschreiben. Da ich im Gesundheitswesen tätig bin gehöre ich zu denjenigen, die auch weiterhin ihrer Arbeit nachgehen. Auch verstehe ich dadurch vielleicht die Umstände besser, da ich involviert bin. Nun habe ich begonnen jeden Tag mind. 2 Postkarten an meist ältere Personen zu schreiben. Ich denke, wenn man alleine ist, denkt man auch, dass man vergessen wird. Mit diesen Karten will ich dem entgegenwirken. Das Echo ist berührend. Vielleicht inspiere ich hier jemanden, dies gleich zu tun.
  • N. Y. P. 27.03.2020 12:50
    Highlight Highlight Yonny

    danke, dass du endlich den Unterschied zwischen allein und einsam erklärst.

    Viele Paare denken, Single = einsam.

    Die Gleichung heisst jedoch, wie du das richtig schreibst Single = allein.

    Allein heisst mitnichten also einsam.

    Dagegen sieht man Paare, wo vereinzelt Pappschilder an der einen oder anderen Stirn kleben:
    Bin zwar mit ihm/ihr zusammen, also nicht allein, aber trotzdem einsam.

    Yonni, wir freuen uns immer wieder über deine Beiträge.
    • N. Y. P. 27.03.2020 14:25
      Highlight Highlight Yonni, nicht Yonny.

      Ist mir glaubs schon mal
      passiert.. 😊
    • Spooky 28.03.2020 08:13
      Highlight Highlight N. Y. P.

      "danke, dass du endlich den Unterschied zwischen allein und einsam erklärst."

      Den Unterschied kennen alle schon lange.
    • Gibus "der Knopf" 28.03.2020 12:54
      Highlight Highlight Ich als unfreiwilliger Single (weil das Leben halt so ist) habe gelernt allein zu sein. Die Kompensation fand über das Arbeitsumfeld statt. Nur wenn dieses Umfeld weg fällt wird es plötzlich schwierig. Nicht das Singleleben. Du erkundigst dich plötzlich über Notfallknöpfe. Oder liest Berichte von Leuten die nur tot in ihrer Wohnung gefunden wurden, weil die Natur darauf hinweist. Bin dann umgezogen um in einem bekannten Umfeld Anschluss zu finden. Corona ist kurz darauf dazwischen gekommen und verhindert das. Und ja, es ist zurzeit beängstigend.
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