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Yonnihof

Meinungsfreiheit ≠ Freiheit von Meinung

Ou lueg, ein Bild von Greta Thunberg, schnell anklicken und Kommentare lesen. Bild: shutterstock



Aus der Tiefe der neuen Mutterschaft möchte ich hier mal schnell zwei Dinge ansprechen, die mich schon lange beschäftigen.

Meine Meinung ist ja so ein bisschen mein Business, nöd wahr. So ist das bei KolumnistInnen. Sie bringen ihre Meinung zum Ausdruck und wenn sie das in einer irgendwie aussergewöhnlichen, unterhaltsamen oder halt derart nervigen Weise machen, dass Andere sie gerne lesen (sei es, um unterhalten oder informiert zu werden oder um sich fürchterlich darüber aufzuregen, das tun wir heute nämlich ach so gern), dann bekommen sie dafür in der einen oder anderen Weise einen Batzen.

So.

Ich habe vorhin gerade einen Artikel über die Geschichte mit Dieter Nuhr gelesen. Ich bin ehrlich gesagt nicht vollumfänglich im Bilde darüber, was da genau abgegangen ist, weil ich einerseits Dieter Nuhr für ziemlich unlustig und narzisstisch halte (narzisstische Tendenzen haben übrigens sehr viele Menschen im Comedy-/Satire-Business, ich eingeschlossen) und andererseits, weil ich Geschichten über weisse Männer (TRIGGER), die auf Greta Thunberg (TRIGGER) rumhacken, sei das aus Überzeugung oder eben genau, um solche Schlagzeilen zu generieren, langsam nur noch langweilig finde.

Die Debatte, die daraus hervorgeht, ist – ich weiss – auch eine alte. Was darf Satire? Was darf man sagen? Wo hört Meinung auf?

Man kann sich über diese Fragen vom Hundertsten ins Tausendste diskutieren und ist am Ende genauso schlau wie vorher, nur dass man halt nochmal zwei Stunden mit irgendeinem Fremden mit dem Pseudonym peter.enis1976 im Internet gestritten hat, anstatt an die frische Luft zu gehen oder das verdammte Altpapier endlich mal zu bündeln. Ich möchte heute aber über zwei Dinge «laut» nachdenken, bzw. sie niederschreiben, die mich im Zusammenhang mit diesen Fragen beschäftigen.

1.) Meinungsfreiheit ist nicht gleichbedeutend mit der Freiheit von Meinung

Beispiel: Ich schreibe etwas, das meine Meinung enthält. Jemand kommentiert und widerspricht mir. Ich nehme die Argumentation auf und bringe meinerseits wieder Gegenargumente. Was dann oft passiert, ist dass mir folgendes gesagt wird: «Kannst du keine anderen Meinungen akzeptieren?» Und da liegt die Krux: Meinungsfreiheit bedeutet, dass man frei seine Meinung äussern darf. Sie bedeutet explizit NICHT, dass einem dann niemand widersprechen darf. Ich habe immer öfter das Gefühl, dass diese beiden Dinge verwechselt werden. So finde ich also, dass Dieter Nuhr selbstverständlich blöde Sprüche über Greta Thunberg klopfen darf. Ich fände es falsch, ihm diese Freiheit zu nehmen, auch wenn ich nicht mit ihm einig bin (siehe: «I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.») Ich finde aber, dass man ihm widersprechen darf.

2.) Wem muss der Köder schmecken?

Diskussionen wie diejenige über den Klimawandel oder diejenige über Greta Thunberg als Modell (ich fühle mich immer wieder an Frischs «Andorra» erinnert), sind wahre Geldmaschinen, sie sind Katalysatoren, sie sind Wunder der «Kundenbindung». Ob Nuhr die Meinung, die er auf der Bühne erzählt, tatsächlich auch aufrichtig vertritt, weiss ich nicht. Ich denke da aber zum Beispiel an einen Roger Köppel. Ich kann mir ganz ehrlich nicht vorstellen, dass ein Mann mit Köppels Intellekt die Dinge, die er von sich gibt, auch tatsächlich glaubt. Viel eher weiss er ganz genau, dass er damit «Kundenbindung» betreibt. Weil er dann eben der ist, «der endlich mal sagt, was läuft». Er speist wunderbar die Weltbilder seiner Wähler (ich glaube übrigens, dass dieses Schema auf der anderen Seite des politischen Spektrums genauso funktioniert) und ich komme nicht umhin, an folgendes Zitat zu denken:

«Der Köder muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch.»

Das Gleiche gilt für die Medien. Ich bin mir der Brisanz des Begriffs «die Medien» bewusst. Aber dort funktioniert's mit solchen Schlagzeilen genau gleich. Thunberg = Emotionen. Emotionen = Diskussionen. Diskussionen = Klicks. Klicks = $$$. Letzten Endes mache ich hier wohl nichts anderes, wobei mir diese beiden Themen tatsächlich schon länger unter den Nägeln brennen. Sage ich jetzt. Ob Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, mir das glauben, ist Ihnen überlassen. Vielleicht bin ich ja auch eine manipulierende Anglerin und sehe in Ihnen lediglich einen Koi-Teich voller glänzender Bätzeli.

Ka-Ching, Bitches.

Worauf ich mit Teil zwei hinaus will, ist dann auch genau das: «Die Medien» machen Business, unter anderem mit unserem Drang, unsere Meinung kund zu tun, mit unserem Voyeurismus und mit unserem Genuss, gehässige Diskussionen zu lesen oder gar zu führen. Kann man ihnen das übel nehmen? Teilweise ja. Teilweise nein, denn sie sind letzten Endes halt einfach das: Organisationen, die Geld machen wollen.

Was mir bei diesem Teil der Debatte aber öfter fehlt, ist die Selbstverantwortung der Lesenden. Ich kann schon sagen «Scheiss-Clickbait» (wörtlich ist «Bait» ja auch tatsächlich «der Köder»), «Scheiss-Medien». Ich kann mich dann aber auch entscheiden – und das sage ich im Rahmen einer Selbstkritik und sofern ich mich als Manipulierte selbst erkenne – dass ich eben Artikel, die sinngemässe Titel wie «Alter weisser Mann föppelt 16-jähriges Heldenmädchen» tragen, einfach nicht mehr anklicke, die Diskussionen darunter nicht (genüsslich) lese und mich nicht daran beteilige.

Ob ich das immer schaffe, weiss ich nicht. Ziemlich sicher nicht. Aber ich kann's ja mal versuchen.

Und jetzt geh’ ich mein Altpapier bündeln.

MfG, Ihr Wolfsbarsch

P.S. Haha, «WolfsbARSCH».

Yonni Moreno Meyer

Yonni Moreno Meyer (37) schreibt als Pony M. über ihre Alltagsbeobachtungen – direkt und scharfzüngig. Tausende Fans lesen mittlerweile jeden ihrer Beiträge. Bei watson schreibt die Reiterin ohne Pony – aber nicht weniger unverblümt.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 17.12.2019 06:21
    Highlight Highlight @Yonni

    Guter Text! 👏
  • Paul De Meo 17.12.2019 05:23
    Highlight Highlight Definition der Vierten Gewalt gemäss Yonni Moreno:

    „denn sie [die Medien] sind letzten Endes halt einfach das: Organisationen, die Geld machen wollen.“

    Ka-Ching Bitch
  • Sir Konterbier 16.12.2019 19:43
    Highlight Highlight Dinge die man vielleicht auch in der Schule mehr ansprechen sollte.

    Was ich auch sehr bedenklich finde und was hier noch nicht erwähnt wurde, sind die Störaktionen von Linksautonomen, die Vorlesungen von Rednern stören die ihnen nicht passen. An Unis!! gerade da wo der freie Geist und Austausch von Meinungen kultiviert und gepflegt werden sollte. Und manche Unis knicken sogar noch ein.😩
    • Fritz N 17.12.2019 11:50
      Highlight Highlight Ich würde die eher Linksautoritäre nennen, mit Autonomie hat das nämlich wenig zu tun, die wollen einfach anderen Dinge vorschreiben. ;)
      Liebe Grüsse
      Ein Linksliberaler, der cancel-culture auch doof findet
  • sidi77 16.12.2019 19:38
    Highlight Highlight „Ich bin ehrlich gesagt nicht vollumfänglich im Bilde darüber, was da genau abgegangen ist ...“, aber weiter im Text wird auf die causa Nuhr trotzdem eingegangen. Viel Neues oder sonstwie Bewegendes kann ich in dieser Kolumne, auch aus diesem Grund, nicht erkennen.
  • Don Alejandro 16.12.2019 19:30
    Highlight Highlight Bolzonaro betitelt Greta als "Göre", Trump "way beyond the pale", AfD fühlt sich genötigt, sie als "geistesgestört" zu benennen. Nuhr hingegen nimmt sie auf die Schippe, legt jedoch Argumente dahinter. Erschwerend kam hinzu, dass die Kieler Nachrichten ihm Worte in den Mund schob, welche er so nicht gesagt hat. Differenziertheit in der heftigen Replik auf Nuhr hätte gut getan. Denn hier hat man effektiv den "Falschen" erwischt, denn er hat im Gegensatz zu den erwähnten Politikern nicht grundsätzlich gegen Greta als Person, sondern viel mehr die Sache kritisiert.
    • FrancoL 16.12.2019 22:52
      Highlight Highlight Nun ob es eine Kritik an der Sache ist von "abstellen" der Heizung zu sprechen oder Handys mit Hamsterrädern laden zu wollen?
      Genau diesen läppischen Anfang gewählt zu haben, einen Anfang der übrigens schon vor Monaten in den untersten Schubladen der Soizalmedien eingebracht wurde; so im Sinne man solle ihr die Heizung abstellen oder das Handy und den Comp nicht laden. Als wäre dies die Problemzonen.
      Ich bin kein Greta-Fan, weil ich finde man auch ohne so hochgezüchtete Figuren sich schon seit vielen Jahren zum Thema ernsthafte Gedanken machen sollte und leider viel Zeit verloren hat.
  • Zeit_Genosse 16.12.2019 19:04
    Highlight Highlight Nuhr hat sich beruflich an Greta abgearbeitet und auf den Knopf vieler gedrückt wo draufstand „Greta nervt“. Bei allen anderen ging der Knopf „Solidarität mit Greta“ runter und einige gingen steil, was wiederum Knöpfe betätigt „Solidarität mit Nuhr“. Derweilen steigen die Medien ein um einen auf „Meinungsfreiheit und was darf Satire“ zu machen. Daraufhin geht ein Kommentieren über Kommentare los, die sich nicht an den originalen Äusserungen halten. So gehen massenweise Fakekommentare los bis der/die Hinterletzten sich auch noch einschalten. Jetzt sind wir hier und Greta sitzt am Boden im ICE.
  • Supersturzi 16.12.2019 18:32
    Highlight Highlight Herrlich, einfach herrlich! Es gibt sie noch!
    Hab wirklich selten einen Text gelesen, der mit so wenigen Worten die Mechanismen unseres Alltags erklärt.
    Danke & alles Gute Pony
  • Bert der Geologe 16.12.2019 18:07
    Highlight Highlight Wenn die gemeinsame Richtschnur fehlt, kann man mit gewissen Leuten nicht diskutieren. Wenn Meinungsfreiheit bedeutet, dass man eine geäusserte Meinung nicht kritisieren darf, dann gute Nacht.
  • fools garden 16.12.2019 17:24
    Highlight Highlight Danke Frau Meyer und herzliche Grautulation.
  • MGPC 16.12.2019 17:16
    Highlight Highlight Wow! Danke Frau Moreno Meyer. Du teilst nicht nur aus, sondern nimmst allen Beteiligten den Wind aus den Segeln und schaust selbst in den Spiegel. Können nicht viele Narzissten😊.
    Und genau hier liegt das grosse Problem unserer Gesellschaft: „Selbstreflexion„
    Auf andere zeigen ist einfach, sich seiner Fehler nicht bewusst sein ist eine wahre Kunst der Verdrängung.
    Leider denkt jeder er sei was Besonderes und stellt sich über alles. ( ich auch, aber nur beim Autofahren).
    Send lieb metenand
  • Jürg Balzli 16.12.2019 16:34
    Highlight Highlight Hei Yonni, Du hast mir de Rest von diesem Montag gerettet, Danke,!
  • 044 508 39 39 het sie gseit 16.12.2019 16:25
    Highlight Highlight Yoni

    Natürlich darf einem Kabarettisten widersprochen werde.
    Das ist ja auch nicht die Frage.

    Es geht, wenn ich es richtig verstanden habe, um die art und weise, wie dies im Fall von Nuhr geschehen ist.
  • Triumvir 16.12.2019 16:25
    Highlight Highlight CHAPEAU einer der besten Artikel seit langem! MERCI👍😎💪
  • somota 16.12.2019 15:49
    Highlight Highlight Peter Enis. I see what you did there. hehe
  • Daniel Caduff 16.12.2019 15:36
    Highlight Highlight Die selben Leute, die Meinungsfreiheit nicht verstehen, verstehen ja oft auch "Zensur" nicht.

    In deren Wahrnehmung bedeutet "Zensur" oft "Medium XY will meine Meinung nicht verbreiten" (z.B. in der Form eines nicht freigeschalteten Online-Kommentars).

    Zur Erinnerung: Zensur ist per Definition eine staatliche Massnahme, bei der unter Strafandrohung Personen daran gehindert werden, bestimmte Ansichten zu verbreiten.

    Ein privates Unternehmen, ist jedoch nicht verpflichtet, eine teure IT-Infrastruktur zu unterhalten und diese jeder Person zur Verbreitung der Meinung zur Verfügung zu stellen.
    • just sayin' 16.12.2019 16:45
      Highlight Highlight @Daniel Caduff

      "Zur Erinnerung: Zensur ist per Definition eine staatliche Massnahme, bei der unter Strafandrohung Personen daran gehindert werden, bestimmte Ansichten zu verbreiten."

      das stimmt so nicht ganz.
      mit "zensur" ist *in der regel* staatliche zensur gemeint.

      "Ein privates Unternehmen, ist jedoch nicht verpflichtet, eine teure IT-Infrastruktur zu unterhalten und diese jeder Person zur Verbreitung der Meinung zur Verfügung zu stellen."

      das stimmt wiederum.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 17.12.2019 00:44
      Highlight Highlight Caduff
      (Ich probiere es zum zweiten Mal)

      Hier werden leider massenhaft Kommentare unterschlagen oder sehr verzögert aufgeschaltet. Und dies obwohl sie den Regeln entsprechen. Sie passen einfach nicht dem zuständigen Redaktor (pardon Redaktorin).
      Es sind auch meistens dieselben, die nicht aufschalten.
      Im Gegenzug dürfen ca 2 Dutzend linksextreme hier täglich pöbeln. Über rechte Politiker oder Kommentarschreiber. An die Regeln zu halten brauchen die sich nicht.
      Und ob dies alles legal ist, bin ich mir nicht so sicher.
    • Daniel Caduff 17.12.2019 09:19
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, welche Kommentare Watson freischaltet. Auf mich tönt Dein Gejammer aber eher erbärmlich als souverän. Watson darf sich seine Zielgruppe halt selber suchen. Genauso wie sich z.B. 20 Min für die rechten Wutbürger als Zielgruppe entschieden hat.

      Ich zweifle allerdings an Deinen Aussagen. Leute wie z.B. RoterRiese oder Cédric Wehrmutstropfen gehören zu den regelmässigen Kommentatoren hier. Ihre Kommentare werden veröffentlicht, obwohl sie z.B. beide Sympathien für die Identitäre Bewegung bekundeten.

      Wenn Du strafbare Kommentare entdeckst, kannst Du dich an die Polizei wenden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik Treier 16.12.2019 14:34
    Highlight Highlight Das ist es ja was ich immer sage und warum ich Diskussionen um die Meinungsfreiheit in unserer westlichen Gesellschaft völlig blödsinniges Opfergetue finde.

    Ich kann den grössten Habakuk von mir geben, so lange ich dafür nicht verfolgt, gefoltert oder eingesperrt werde kann keine Rede von fehlender Meinungsfreiheit sein und wer etwas anderes behauptet der ist oft nur angefressen darüber, dass seine stumpfsinnige oder oft sogar menschenverachtende Meinung kein Gehör findet und sucht sich so einfach eine billige Ausrede um den Mist noch lauter und verstärkt mit mehr Emotion herauszuschreien.
  • Dr no 16.12.2019 14:31
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn man sich mal näher mit dem Terminus "Shitsstorm" beschäftigen würde ? Wer definiert denn was ein shitstorm ist ? Ist es relevant, wenn irgendein Idiot, der offenbar keine Hobbies und keinen vernünftigen Beruf und deshalb den ganzen Tag Zeit hat seine Kommentare zu irgendwas abzugeben und irgendwelche Aussagen von anderen Leute auf die Goldwaage legt und dann dazu twittert ? Ist es dann ein shitstorm ? Ist es ein Shitstorm, wenn mehrere ander auf den gleichen zug aufspringen ? Aber die Medien stilisieren sofort alles zu einem Shitstorm hoch...
  • just sayin' 16.12.2019 14:22
    Highlight Highlight merci yonni!!
    super-treffend geschrieben!

    (ich habe mich glaubs grad chli verliebt (so wenig brauchts schon bei mir (gopfertami)))
    • just sayin' 16.12.2019 16:47
      Highlight Highlight auch die blitzlis hier können meine liebe nicht aufhalten!!! <dramatische musik>
  • Nik G. 16.12.2019 14:20
    Highlight Highlight Sehr starker Text. Besonders die Meinungsfreiheit. Ich denke Nuhr schreit nun einfach weil niemand seinen Witz lustig fand. Er war einfach so schlecht. Satire darf alles, aber sie gut zu machen ist Kunst und dass kann Nuhr nicht.
    • IKEA Kundendienst 16.12.2019 15:56
      Highlight Highlight Das ist Deine Meinung..... und die steht Dir zu...
  • fandustic 16.12.2019 14:06
    Highlight Highlight Die problematische Rolle "der Medien" im Fall Nuhr zeigte sich, als der eigentliche Online-Shitstorm aufgrund eines falschen Artikel in den Kieler Nachrichten begann. Dort wurden Nuhr, fälschlicherweise, Worte in den Mund gelegt die er nie gesagt hat (Vergleich Greta mit Hitler und Stalin). Dieser Artikel wurde anschliessend von diversen Medien (auch hier in der Schweiz) unreflektiert übernommen. Die Kieler Nachrichten haben sich später entschuldigt, aber da war die Sache schon ins Rollen gekommen....so von wegen Selbstverantwortung;)
  • insert_brain_here 16.12.2019 13:58
    Highlight Highlight Darf Dieter Nuhr sagen, dass er Greta Thunberg doof findet? Klar! Darf ich doof finden, dass der Dieter die Greta doof findet? Jopp. Darf ich vermuten, dass der Dieter die Aktion ganz bewusst macht um sich damit in die Schlagzeilen zu bringen und seine Fanbase zu erweitern und darf ich sagen, dass ich dieses Vorgehen ziemlich armselig finde? Ich denke schon.
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 14:55
      Highlight Highlight Sehr schön auf den Punkt formuliert.
  • Denverclan 16.12.2019 13:38
    Highlight Highlight 1. Alles ist nichtig und ein Haschen im Wind
    2. Offenbar generiert Trump nicht mehr viele Klicks, darum heute trumplose Berichterstattung, nicht mal Löpfe...mein Gott...ups, sorry Herr Stamm
    3. Wir nehmen uns zu wichtig
    4. Wir hecheln nach Anerkennung
    5. Und noch das Wichtigste, kein Mensch deckt alles ab, wir haben alle unsere Stärken und Schwächen, darum ist auch keiner besser als der andere...nur eventuell gefährlicher
    6. Wir sollten uns mehr als unperfekte Menschen akzeptieren
    7. Warum muss man auch immer auf schon am Boden liegende herumtrampen, die haben es so schon schwer genug
  • Füdlifingerfritz 16.12.2019 12:52
    Highlight Highlight Interessant... wenn man sonst das bei Linken so verhasste Wort "Selbstverantwortung" nutzt, ist man hier in der Kommentarspalte meist der "libertäre Schnurri" oder ähnliches. Es stimmt eben nicht nur das Sprichwort mitdem Fisch und dem Köder sondern auch jenes, das besagt, dass es manchmal mehr darauf ankommt WER etwas sagt und weniger WAS man sagt.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.12.2019 18:37
      Highlight Highlight Die rechten missbrauchen das Wort Selbstverantwortung hauptsächlich um an allen möglichen Ecken und Enden zu sparen.
      Kommt man hingegen mit der Legalisierung von Cannabis, werden sie sofort zu den größten Verfechtern des Nanny-Staats.
    • Füdlifingerfritz 16.12.2019 22:10
      Highlight Highlight @ Bambus
      Absolut korrekt, bestreite ich nicht. Daher bin ich eben z.B richtig liberal, nicht links- oder rechtsliberal.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.12.2019 09:48
      Highlight Highlight Guter Mann.
      Geht mir in etwa ähnlich.
      Gut, ich weiß jetzt nicht auswendig wie du zur Regulierung von Banken und Geldflüssen stehst, dass man beispielsweise "Steueroptimierung" den Riegel vorschieben kann, oder dümmlichen Symbolpolitik, in dem man trotz Vermummungsverbot unbedingt noch ein Burkaverbot durchdrücken muss, oder Schutz gegen Terrorismus, in dem man grosse Magazine verbietet und einen bürokratischen Moloch schafft.🤦‍♂️
      Alles interessante Themen, aber die möchte ich ein anderes Mal mit dir diskutieren. Wenn's Artikel dazu gibt. Wärst du dabei?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sam1984 16.12.2019 12:52
    Highlight Highlight Liebe Yonni,

    der NZZ Artikel

    https://www.nzz.ch/schweiz/die-neuen-meinungswaechter-ld.1522389

    erklärt gut, dass es nicht um das Problem geht, dass man seine Meinung äussern kann ohne dass diese mit Gegenargumenten kommentiert wird.

    Es geht hier wirklich um "deplatforming", dass man seine Meinung gar nicht mehr äussern kann, wenn linksautonome Kreise dies nicht möchten.
    • Seuli 16.12.2019 17:31
      Highlight Highlight Ums mal mit dem 1st Amendement der Amerikaner auszudruecken:
      https://xkcd.com/1357/
    • Scenario 16.12.2019 22:13
      Highlight Highlight @Seuli: You made my day! :D
    • Sam1984 17.12.2019 09:50
      Highlight Highlight @Seuli:

      Um es mit der Bundesverfassung (Artikel 16, Absatz 2) auszudrücken:

      "Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten."

      Wenn auf einer Veranstaltung ein Redner angegriffen wird, dann ist sein Recht seine Meinung "ungehindert zu äussern" nicht gegeben.

      Aber Ihr Kommentar zeigt, welchen Geistes Kind Sie sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 16.12.2019 12:33
    Highlight Highlight Bei Nuhr bin ich mit Yonni nicht einig: das ritzt durchaus die Meinungsfreiheit, wenn sich über Nuhr nach seiner Greta-Geschichte ein Shitstorm ergiesst. Vor allem deshalb, weil die Kritik überwiegend persönlich (narzisstisch, alter weisser Mann, etc.) und nicht inhaltlich war.

    Hat auch nichts mit links/rechts zu tun - wenn sich zB. Funiciello nach jeder Äusserung einen Shitstorm gefallen lassen muss (der auch primär gegen Geschlecht und Aussehen abzieht), dann überlegt sie sich ev. auch tärker, ob sie sicher wieder äussern soll.
    • bokl 16.12.2019 12:43
      Highlight Highlight Wer wie Nuhr schlechte Witze aus dem Internet abkupfrrt um im TV bewusst einen Shitstorm zu provozieren um sich danach als Opfer zu inszenieren ist einfach nur peinlich.
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 13:15
      Highlight Highlight Und wieder einer, der Meinungsfreiheit nicht begriffen hat.

      Zum 10000. mal, Meinungsfreiheit heisst nicht, dass man alles sagen und verbreiten darf, es gibt Gesetze und Einschränkungen zum Glück, und vorallem heisst es auch nicht, dass man auf seine Meinung keine Reaktionen kriegen darf!

      Gerade laut deiner Logik hat eine Frau Funiciello ja absolut keine Meinungsfreiheit, weil die Rechtsstrammen bei jedem Pieps von ihr losbrüllen.

      Frag mal in z.B. China nach, wenn du wissen willst, was es heisst, wenn Meinungsfreiheit tatsächlich "geritzt" wird.
    • INVKR 16.12.2019 13:24
      Highlight Highlight Nuhrs "Kritik" an Greta war aber eben auch persönlich und nicht inhaltlich. Wie man in den Wald ruft...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sam1984 16.12.2019 12:32
    Highlight Highlight Liebe Yonni,

    Die Meinungsfreiheit ist aktuell in Gefahr. Dies lässt sich nicht am Beispiel von Dieter Nuhr aufzeigen (er konnte sein Program ja zeigen), aber es gibt genug Fälle, bei denen Reden oder Vorlesungen verhindert wurden. Ein Beispiel aus Zürich:

    https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/trump-hat-er-begeistert-zuercher-studenten-verhindern-ihn/story/24391282

    Da ist dann die Meinugsfreiheit nicht mehr gegeben (Veranstaltung wurde nach Protestaufruf abgesagt). Dieses "deplatforming" ist Gift für eine freie Gesellschaft. Schade, dass dieser Aspekt im Artikel nicht angeschaut wird.
  • THEOne 16.12.2019 12:24
    Highlight Highlight also 1. das thema greta war schon von anfang langweilig, nicht erst jetz.
    2. online medien müssen ja irgendwie profitabel sein, das ist halt der zwiespalt und das man da mal ab und an versucht mit baits zu ködern is auch klar. einfach nicht übertreiben.

    man darf jedem widersprechen, hätte jeder die gleiche meinung wäre die welt längst untergegangen. so entstehen aber auch ganz andere ansichten über themen, welche man vielleicht vorher garnicht gesehen oder geschnallt hat und es entstehen auch ab und an hitzige debatten. aber das hält den geist jung.
  • hutti 16.12.2019 12:14
    Highlight Highlight Bin zwar mit dir einer Meinung, dennoch etwas enttäuscht! Bei dem Start hatte ich eigentlich eine "tiefere" Auseinandersetzung mit dem Thema Meinungsfreiheit. Mit tiefere, meinte ich es auf metaphysische Ebene. Besonders hätte ich mich darauf gefreut Argumente gegen die üblichen Ausreden bei Grenzüberschreitungen, zu lesen.
  • Mutbürgerin 16.12.2019 12:14
    Highlight Highlight Ich bin mir auch sicher, dass für Watson nur sehr intelligente Menschen arbeiten, die eigentlich gar nicht meinen, was sie schreiben, sondern nur ihr linkes Publikum bedienen. Echt jetzt? Fakt ist doch, dass die gegnerischen Meinungen gar nicht angehört werden, sondern dass die eigene Meinung als absolut richtig betrachtet wird und mantramässig immer wieder wiederholt werden. Wurde jemals in einer linken Zeitung Argumente der Klimagegner aufgegriffen ohne mit den immer gleichen IPCC Klimakurven und Gletschern alles totzuschlagen? Genauso werden jegliche Ausländer-Problemthemen ausgeblendet.
    • Dominik Treier 16.12.2019 15:53
      Highlight Highlight Wenn du in deinem letzten Satz ausgeblendet durch erfunden oder heraufbeschworen ersetzt, hast du vielleicht sogar recht...

      Es gibt kein einziges sogenanntes "Ausländerproblem"!

      Es gibt nur Gesellschtliche und Sozioökonomische Probleme in die Ausländer wegen ihres durchschnittlich schlechteren Status in beiden Kriterien stärker involviert sind und gegen beide könnte man mit besserer Chancengleichheit, Bildung und gerechterer Verteilung der Güter und Löhne etwas tun, nur wollen das unsere Ausländerproblemschreier wie du?

      Nein die wollen einen einfachen dummen Schuldigen!
    • Ich hol jetzt das Schwein 16.12.2019 16:18
      Highlight Highlight Ja, wurden sie, z.B. in diesem Medium hier. Dass es dir nicht passt, wenn deine Meinung mit unwiderlegbaren Fakten totgeschlagen werden, ist halt nur einfach nicht unser Problem, sondern deines. Dass es keinen menschengemachten Klimawandel gibt, ist die zweitpopulärste These zu diesem Thema. Genauso ist die zweitpopulärste These zur Form der Erde die, dass die Erde eine Scheibe sei... Glauben kannst du in der Kirche (Moschee, Synagoge, Tempel, etc., suchs dir aus!). Wissenschaft funktioniert anders.
    • Daniel Caduff 16.12.2019 16:28
      Highlight Highlight Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass Du ein Recht darauf hast, dass Deine Meinung verbreitet werden muss.

      Meinungsfreiheit (und Medienfreiheit) bedeutet, dass jedes Medium selber darüber entscheiden darf, worüber es berichten möchte.

      Umgekehrt gehört zur Meinungsfreiheit auch das Recht, andere Meinungen zu ignorieren.

      Ich bin zudem der subjektiven Meinung, dass Deine persönliche Wahrnehmung falsch ist.

      Nach meiner Wahrnehmung wird ständig über "Ausländer-Problemthemen" berichtet. Die Medien sind voll davon. Und die Kommentarspalten erst recht.

      PS: "Klimagegner" ist ein geiles Wort!
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 16.12.2019 12:11
    Highlight Highlight Das Problem ist ja nicht, dass man einer Meinung widerspricht, das ist absolut legitim. Die Probleme mit der Meinungsfreiheit und den Einschränkungen dieser, beginnen dann, wenn man Leute, der Meinung man nicht mag, versucht wirtschaftlich und gesellschaftlich zu ruinieren. In dem man auf deren Arbeitgeber und Freunde losgeht. Einige Leute wollten, dass die ARD Nuhr absetzt.
    • Füdlifingerfritz 16.12.2019 12:53
      Highlight Highlight Danke dafür. Wollte ich auch schreiben.
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 13:17
      Highlight Highlight Ja, und die grösste Partei unseres Landes wollte nicht nur einen einzigen dümmlichen Komiker, sondern gleich das gesamte ARD, respektive SRF absetzen!

      Haben Sie da auch so larmoyant geweint, dass das aber ganz heftig gegen die Meinungsfreiheit gehe?
    • Dominik Treier 16.12.2019 14:43
      Highlight Highlight Nun ihn absichtlich zu ruinieren finde ich auch unterste Schublade. Wenn er jedoch von jetzt an weiter einfach in das Horn des billigen Populismus bläst, darf die Frage erlaubt sein, ob das dem Zuschauer einen Mehrwert bringt.

      Unpopuläre und auch eigenützige Meinungen zu vertreten ist erlaubt, aber keiner kann erwarten, dass einen die Menschen für seinen Egoismus lieben und ihn weiter sehen wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 16.12.2019 12:05
    Highlight Highlight Zitat aus dem Artikel: " «I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.» "

    Kann mir mal jemand erklären weshalb ein französischer Philosophe, Voltaire, in einem deutschen Artikel auf englisch zitiert wird?

    https://www.zitate.de/autor/Voltaire?page=3
    • sidi77 16.12.2019 19:40
      Highlight Highlight Das Zitat stammt nicht bewiesenermaßen von Voltaire, die englische Version aber aus Friends of Voltaire von Beatrice Hall, die damit Voltaires Standpunkt zum Thema darlegt.
  • marsen 16.12.2019 12:00
    Highlight Highlight Wiso ist die Hautfarbe der Kritiker relevant? Was soll das?
    • sidi77 16.12.2019 19:43
      Highlight Highlight Das frage ich mich - hierzulande - auch immer wieder. Wird wohl einfach gedankenlos aus dem Englischen übernommen, weil es in den USA nun tatsächlich von Relevanz ist.
  • homo sapiens melior 16.12.2019 11:57
    Highlight Highlight Klappt bei mir immer besser. Drum geh ich jetzt auch mein Altpapier bündeln.
  • Qui-Gon 16.12.2019 11:39
    Highlight Highlight Meinungs(äusserungs)freiheit ist nicht das Recht, jeden Schwachsinn unwidersprochen verbreiten zu können.

    Verstehen leider viele Leute nicht.
    • zaphod67 16.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Und wer entscheidet, was Schwachsinn ist? Sie etwa?
    • Dr. Unwichtig 16.12.2019 12:37
      Highlight Highlight Aber es ist ein Unterschied, ob einer konkrete Aussage widersprochen wird, oder implizit und unreflektiert einem ganzen, vermeintlichen Weltbild. Gerade der Fall Nuhr zeigt, dass man bei gewissen Äusserungen sehr schnell in einer Schublade landet, in die man u. U. gar nicht passt. Diese vorschnelle Verurteilung ist im Kern in der Tat eine Bedrohung der freien Meinungsäusserung. In der Regel von denen akzeptiert, die die moralische Hoheit und vermeintliche Überlegenheit der Fakten für sich beanspruchen.
    • neutrino 16.12.2019 12:56
      Highlight Highlight Aber es ist das Recht, nach einer Meinungsäusserung nicht als tragischer narzisstischer weisser Mann betitelt und generell auf persönlicher Ebene beschimpft zu werden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anam.Cara 16.12.2019 11:39
    Highlight Highlight Liebe Yonni Wolfsbarsch

    Ich würde dir gerne widersprechen. Sozusagen im Sinne deines Artikels. Aber wo du recht hast...

    Was ich gerne ergänzen würde: Ich mag Diskussionen, bei denen eigene Emotionen nicht als Killerkeule verwendet werden.
    Sätze wie: "Ich versuche dir das jetzt mal zu erklären..."
    mit einem unausgesprochenen: "...weil du ja so viel dümmer bist als ich".

    Das klingt für mich nach Meinungsimperialismus, der gefühlt immer mehr zum "normalen Umgangston" wird.
    "Ich bin besser, weil ich dich runtermachen kann..."

    Vielleicht bin ich übersensibel, aber das kommt mir unnötig vor...
  • soulcalibur 16.12.2019 11:22
    Highlight Highlight Gähn, also die Medien sind nicht Schuld an der ständigen Hysterie, sondern der Leser? Etwas gar viel Text für eine solche Konklusion. Aber wie geschrieben: "Emotionen = Diskussionen. Diskussionen = Klicks. Klicks = $$$."
    • Yonni Moreno Meyer 16.12.2019 11:39
      Highlight Highlight «Etwas gar viel Text für eine solche Konklusion.» Story of my life.
    • El Vals del Obrero 16.12.2019 11:42
      Highlight Highlight Verkäufer: "Ich finde es ja nicht gut, aber die Nachfrage besteht nun mal! (Sonst profitiert die Konkurrenz)"

      Käufer: "Ich finde es ja nicht gut, aber das Angebot besteht nun mal! (Nur auf mich kommt da nicht an)"
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 11:58
      Highlight Highlight $$$ = ermöglicht es erst, ein Blatt online gratis anzubieten.

      Das ist halt tatsächlich ein Problem, eine Angebotmuss Geld verdienen um zu existieren und um Geld zu erwirtschaften brauchts möglichst viel(e) LeserInnen/Auflage/Clicks und die meisten Leute interessieren sich für reisserische, kurze Artikel. Und nicht Qualitätsjournalismus, obwohl gerade der am aufwändigsten und teuersten ist.
      Am meisten Geld benötigte.
      Imho, sollte qualitativer Journalismus mehr staatlich supportet werden. (bis auf SRF, das ja auch ein Newsportal hat, aber da gehts kaum in die Tiefe)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Borki 16.12.2019 11:21
    Highlight Highlight Ich bin bei Punkt 1) bei dir. Allerdings muss man ja schon auch sehen, dass diese Tendenz zum Shitstorm mindestens das Potenial hat, an der Meinungsfreiheit zu kratzen, nicht?

    Es ist ein Unterschied, ob man einer unbequemen (oder schlicht dämlichen) Meinung widerspricht oder ob man sie orchestriert niederschreit.
    • insert_brain_here 16.12.2019 14:09
      Highlight Highlight Shitstorms sind masslos überbewertet, ich bin schon aus beruflichen Gründen tagtäglich im Internet unterwegs und neun von zehn "Shitstorms" bemerke ich erst dann wenn klassische Medien darüber berichten, wie vermutlich der Grossteil der Bevölkerung der nicht stündlich Twitter nach den neuesten Trends durchforstet auch. Ab dem Zeitpunkt greift die etablierte Empörungsmaschinerie ab: Verlage wittern Schlagzeilen, die B-Z-Prominenz übt sich in Virtue Signaling und User/Leser schreien in Kommentaren/Leserbriefen nach Absetzung bzw. Boykott.
    • Ich hol jetzt das Schwein 16.12.2019 16:04
      Highlight Highlight "Shitstorms" gab es schon vor Social Media. Beim Swissair-Grounding nannte man es einfach "Kündigungswelle bei der UBS". All die Kunden, die damals ihre Konten zur CS übertrugen, kündigten dort dann alle Konten, als diese negativ in den Schlagzeilen war, dann, wieder ein paar Jahre später, mussten sie die Konten auch bei der Raiffeisen auflösen, da deren Boss in den Knast wanderte, etc.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.12.2019 11:18
    Highlight Highlight Einfach mal wieder grandios analysiert und super auf den Punkt gebracht.
  • Heinzbond 16.12.2019 11:16
    Highlight Highlight peter.enis1976, ernsthaft? Zwei Stunden lange?

    Danke für den tollen Artikel, Kommentar, deine Meinungs Äusserung. Hat spass gemacht beim lesen und zum nachdenken angeregt...

  • Pinguin Cl 16.12.2019 11:16
    Highlight Highlight Humorvolles reflektieren!
    Es ist wahrscheinlich besser Altpapier zu bündeln als sich mit einer Derhundbeisst sichselberindenschwanz-Dikussion über Meinungsfreiheit gegen Meinungsfreiheit
    beteiligt...
  • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 11:04
    Highlight Highlight So ist es.
    Eine sehr bekannte Masche der meist (neuen) Rechten, die ständig grenzwertiges und jenseitiges herausproleten um sich dann mit "das wird man wohl noch sagen dürfen" herauszureden.

    Falls auf solche Hetze und Tendenzen dann Gegenmeinungen und -Arugumente angebracht werden, flüchten sie sich immer sofort in die Opferrolle: "Meinungsfreiheit gibt es nicht, es ist ein schmaler Menungskorridor der heute noch erlaubt ist!"

    Merke, die dürfen alles sagen, widersprechen darf man aber nicht. So läuft für die "Meinungsfreiheit". Entlarvend und gefährlich!

    Greets, peter.enis1976
    :'D
    • Harri Hirsch 16.12.2019 14:38
      Highlight Highlight Heute wir nur leider allzuoft nicht mit Gegenargumenten und Meinungen reagiert sondern gleich die Mistgabel hervorgeholt und 'teert und federt ihn/sie' geschrien. Und dies ist das Übel welches am Ende die Meinungsfreiheit bedroht.
      In meinen Augen wird dies durch die in den (a)sozialen Medien produzierten Shitstorms heutzutage von allen Seiten so gemacht. Da können sich links, rechts, liberal, konservativ, alternativ, grün, etc. pp nichts vorhalten.
  • Silly_Carpet 16.12.2019 10:59
    Highlight Highlight Du bringst meine genervte Seele zu digitalem Papier. Danke.
  • Weisser Mann 16.12.2019 10:51
    Highlight Highlight Gute Meinung und schöne Erinnerung, dass wir uns öfters mal selbst an der Nase nehmen sollten.
  • P. Silie 16.12.2019 10:41
    Highlight Highlight Vielleicht hätte sich Yonnie etwas mit Herrn Nuhr befassen sollen.. so wäre ihr vielleicht aufgefallen, dass sich Herr Nuhr nicht Greta als Person für sein Programm ausgesucht hat, sondern die unglaubliche Erwartung der Menschheit die angebliche Lösung aller angeblichen Probleme in der Form einer 16-jährigen jungen Dame mit Aspergersyndrom zu finden.

    Heutzutage kommt es immer darauf an, WIE man etwas verstehen will, man fragt auch bewusst nicht nach, sondern urteilt gerne vorschnell.. so bin auch ich überzeugt gibt es einige, die jetzt denken, ich würde über Greta als Person herziehen.
    • xHascox 16.12.2019 11:52
      Highlight Highlight "Die unglaubliche Erwartung der Menschheit die angebliche Lösung aller angeblichen Probleme in der Form einer 16 Jährigen"
      Meine Meinung:
      1. Die Menschheit erwartet nicht von Greta die Lösung, sie hat uns wachgerüttelt und darauf aufmerksam gemacht.
      2. Klimawandel ist kein angebliches Problem, sondern ganz klar ein reales Problem.
      Sie will ja gar nicht im Mittelpunkt stehen, sie sagte ja selbst, dass eigentlich Wissenschaftler an ihrem Platz sein sollten.
    • ETH1995 16.12.2019 12:41
      Highlight Highlight @xHascox: Aber was P. Sillie über Dieter Nuhr sagen wollte, hast du komplett ignoriert, obwohl das sein Hauptthema im Post ist. Stattdessen hast du dir das herausgepickt, was dir aufgefallen ist, und es kommentiert, mit denen ich übrigens zu 100% überein einstimme. Trotzdem sind diese nur die Beilage zu seiner Hauptaussage.
      Dein Post ist ein perfektes Beispiel dafür, was P. Sillie eigentlich gemeint hat... das ist schon fast Kunst :-)
    • bbelser 16.12.2019 12:45
      Highlight Highlight Gemäss deinem Kommentar gehöre ich dann nicht zur Menschheit. Denn ich erwarte konkrete Lösungen von realexistierenden Problemen z.B. von gewählten Volksvertretern, die Beschlüsse, Verträge und Abkommen nicht umsetzen. Dabei begrüsse ich ausserordentlich, dass immer mehr junge Menschen die Notwendigkeit zum ernsthaften Handeln erkennen und ihren Unmut über die Handlungsunfähigkeit der Entscheidungsträger lauthals kundtun. Das ist u.a. die Funktion auch einer Greta Thunberg. Zur Ikone machen sie dabei v.a. die Medien und ihre "Gegner".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 16.12.2019 10:38
    Highlight Highlight Netter Beitrag. Aber der eigentliche Punkt ist ein anderer: Man lese die Kritik an den Äusserungen von Dieter Nuhr. Praktisch nirgends wird der Inhalt bewertet, die üblichen Aussagen lassen sich mit „wie kann ein alter, weisser Mann nur eine 16-jährige beleidigen, die sowieso schon viel mehr erreicht hat, als er selbst.“ Dies führt - zu Ende gedacht - zu einem absoluten Anspruch, dass eine Greta Thunberg von einem Dieter Nuhr nicht kritisiert werden DARF. Die Meinungsfreiheit ist gewährleistet, hat sich aber der MeinungHOHEIT unterzuordnen. Ein kleiner, aber feiner Unterschied...
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 11:35
      Highlight Highlight MIt welchem "Inhalt" setzt man sich nicht auseinander?

      Mit solchem wie "ja aber Gretas Bonzenyacht emittiert auch CO2 und das ist ja alles nur PR. PR Profis die ein armes, missbrauchtes, ausgenutzutes Mädchen missbrauchen. Greta ist mit einem Handy gesehen worden, die Heuchlerin! Greta will anderen nur den Spass verbieten, diese Ökofaschistin! Ha, ich habe einen Fuck You Greta Kleber am Heck des SUV, lasse mir von der Göre doch nichts vorschreiben!"

      Irgendwelche Ideen, warum man sich mit solchen "Inhalten" nicht auch noch weiter auseinandersetzt?
    • Dr. Unwichtig 16.12.2019 12:21
      Highlight Highlight „Bildung & Aufklärung“ (echt, jetzt?): Dann nenne mir doch EINE der von dir genannten Aussagen, die Dieter Nuhr tatsächlich getätigt hat.
    • FrancoL 16.12.2019 19:33
      Highlight Highlight Eine Greta darf jederzeit kritisiert werden, aber die Erwähnung das sie ohne Heizung frieren müsste oder Natels nur noch über ein Hamsterrad zu laden wären ist doch reiner Quatsch. Der Versuch aufzuzählen was einem Fehler könnte und leider ist es doch so, dass sowohl die Heizwärme als auch das laden der Natels bestens CO2 neutral erfolgen können und dies schon HEUTE. Und selbst wenn Sie die Grauenergie einrechnen wollen wird dies in 1-2 Jahren abgegolten sein.
  • sweeneytodd 16.12.2019 10:36
    Highlight Highlight Frau regit sich über alte wiesse Männer auf(TRIGGER) - aber zum Thema, es ist doch eine Endlos spirale. Nuhr wird kritisiert, er gibt Kritik zurück, er wird wieder kritisiert usw... Was mich aber nervt ist die Inhaltslose Kritik auf Twitter u.a. Netzwerken, egal ob Herr Nuhr oder Greta. Im Namen der Anonymität und der SJWs wird ein Satz gepostet, z.b. "Er/Sie ist scheisse, er findet XY nicht gut/wie kann sie nur" und zum Schluss noch ein Hashtag. Das ist meiner Meinung nach keine Kritik sonder bashing. Wer etwas kritisiert sollte auch begründen können wieso, leider können das viele nicht mehr.
  • Kunibert der Fiese 16.12.2019 10:27
    Highlight Highlight Amen 🙏
  • Töfflifahrer 16.12.2019 10:20
    Highlight Highlight Hallo Watson,
    Gebt der Kolumnistin bitte den Batzen, sie hat soeben in wenigen verständlichen Worten das Prinzip unserer Parteien und Politiker sowie der Medien erläutert.
    Das gehört in jede Grundschule.
    Hut ab und viel Vergnügen beim Papierbündeln.
  • dommen 16.12.2019 10:18
    Highlight Highlight Vor allem bedeutet Meinungsfreiheit noch lange nicht, dass Diese automatisch die breite Akzeptanz des Geäusserten mit einschliesst. Irgendwie checken das die Wenigsten. Die Leute appellieren dann an die ihrer Ansicht nach verletzte Meinungsfreiheit, sind aber in Wahrheit erbosst darüber, dass ihre Ansichten nicht breitgefächert geteilt und unterstützt werden.
  • bbelser 16.12.2019 10:07
    Highlight Highlight Danke, Yonni, für diesen gewohnt witzig und anregend verfassten Beitrag! Versuche deiner Anregung nachzukommen bezüglich "Clickbait-Artikel-Fasten".
    Kleine Zusatz-Bemerkung: diese Nuhr-Greta-Verwurstung in den Medien (wie viele andere Artikel in diesem Themenbereich) banalisiert die enorme Menschheitsaufgabe "Klimawandel" bis zur Unkenntlichkeit. Diese Art der Vernebelung der Auseinandersetzung werfe ich "den Medien" als unproduktiv vor. Aber eben, sie leben ja davon...
  • Madison Pierce 16.12.2019 10:05
    Highlight Highlight So traurig es ist: wir sind selbst schuld am Untergang der Qualitätsmedien.

    Früher, zu Zeiten der gedruckten Medien, zählte die Qualität. Einmal am Tag eine Zeitung und was darin stand, musste stimmen. Ganz wichtig: es war nicht messbar, welche Artikel wie häufig gelesen wurden.

    Dann kam das Internet und wir sind der Verführung erlegen. Wir schauen uns Schminktipps statt Dokus an auf YouTube. Wir klicken auf die dümmsten Titel. Da die Artikel dahinter sich wesentlich günstiger erstellen lassen (Tweets zusammenstellen) als seriöse Recherchen, gibt es immer mehr davon. Und wir klicken.
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 11:38
      Highlight Highlight Also diejenigen, welche sich lieber Schminktipps als informative Dokus anschauen, die haben auch früher keine Zeitung gelesen...
      Und es gibt auch heute qualitative, gedruckte Zeitungen, da zahle ich gerne immer wieder Geld dafür.
      Und keine Ahnung, was wir dafür können, dass z.B. eine NZZ heute oftmals ein bevorzugtes Sprachrohr von rechtsaussen Polemikern ist...
    • Chili5000 16.12.2019 11:38
      Highlight Highlight Absolut korrekt. Sie müssen Kontent generieren und das 24/7. Das bedeutet dann halt X mal Klima, Greta usw... X mal Trump usw... und dies möglichst so das es Resonanz/Reaktionen gibt. Ich will damit nicht Watson kritisieren, das ist nun mal unser Zeitgeist und die Entwicklung. Es ist halt so das die Menschen diese Flut an Informationen oft nicht richtig verorten können und von gewissen Themen überflügelt werden ohne sich dabei von deren Relevanz für das eigene Leben klar zu sein...
    • Deckardcain 16.12.2019 14:38
      Highlight Highlight <<Dann kam das Internet >> Das Internet ist nicht schuld and der Qualitäts verlust der Medien, dank dem Internet hat man mehr möglichkeiten an Informationen zu kommen und so eig die Qualität zu erhöhen.

      Das Problem ist die Gewinnorientierung der Medien, Schneller und fast nur noch Subjektive Artikel, was keine gute Kombination ist.

      Journalismus sollte nicht Gewinnorientiert hantieren sonder Informieren, das ist das Problem.
  • ATHENA 16.12.2019 10:04
    Highlight Highlight Die Problematik, die ich momentan mit der Berichterstattung rund um Greta Thunberg sehe, ist einfach die, dass ihr Leben 24/7 von den Medien porträtiert wird. Damit habe ich persönlich ein wenig Probleme. Leistet sie einen Beitrag an einem Klimagipfel und äussert dort ihre Meinung, finde ich das relevant. Wird aber darüber berichtet, dass sie keinen Platz im Zug gefunden hat, finde ich das eher fragwürdig. Es verhärten sich irgendwie die Fronten und eine konstruktive Diskussion ist da gar nicht mehr möglich, was extrem schade ist in Anbetracht der Wichtigkeit der Thematik.
    • Bildung & Aufklärung 16.12.2019 11:39
      Highlight Highlight Es ist auch nicht berichtet worden, dass sie einfach halt keinen Sitzplatz hatte...

      Es ging um einen kleinen "Schlagabtausch" zwischen Greta und der DB, in welchem die DB auch Fehler zugab und versprach daran zu arbeiten.
  • Chili5000 16.12.2019 09:59
    Highlight Highlight Ich zweifle sehr daran das Sie die Sendung von Dieter Nuhr dazu geschaut haben. Da wird nicht auf Greta herumgehackt aber was solls. Ich respektiere Ihre Meinung. So macht man das oder? :)
    • Ueli der Knecht 16.12.2019 12:11
      Highlight Highlight Ich und andere bitten jeweils die Bashers nach konkreten Beispielen, und wir ernten auf unsere Nachfragen dann meistens nur absolute Stille:
      Beispiele:
      https://www.watson.ch/!576912737#comment_2287073
      https://www.watson.ch/!576912737#comment_2288218

      Natürlich soll man die Meinung der Basher respektieren. Man sollte auch bemerken, dass auf diesem unsachlichen Niveau ein anständiger und konstruktiver Diskurs ohnehin nicht möglich ist. Das ist bloss vergebliche Liebesmühe. Reinste Energieverschwendung.

Yonnihof

Du, allein zuhaus: Die Seele in Zeiten der Krise

Vom Alleinsein, der Ein- und Gemeinsamkeit.

Wissen Sie, woher der Ausdruck «mutterseelenallein» kommt? Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass er aus dem Französischen kommt. Moi tout(e) seul(e). Das verstand der deutsche Soldat als «Mutterseel». Voilà: mutterseelenallein.

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