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Boeing
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epa04141283 Malaysian Defense Minister and acting Transport Minister Hishammuddin Hussein (L) shows pictures of possible debris during a media conference in Kuala Lumpur, Malaysia, 26 March 2014. Malaysia establishes international working group to review satellite information and determine the final location of the Malaysian airliner believed to have crashed at sea, the transport minister said. The working group will be composed by representatives from the Inmarsat Company, Rolls Royce, Boeing and aviation investigators from Britain, China, Australia and the US. China officials urged Malaysia to provide detailed and accurate information about missing flight MH370, which data analysis indicated crashed into the southern Indian Ocean on 08 March.  EPA/AZHAR RAHIM

Die Suche geht weiter: Gefundene Teile gehören nicht zum verschwundenen Flugzeug. Bild: EPA/EPA

Flugzeugunglück

Geborgene Teile gehören nicht zur verschollenen Boeing – Blackbox-Detektor soll Suche beschleunigen



Mehr als drei Wochen ist die Boeing 777-200 der Malaysia Airlines schon verschwunden und kein einziges Wrackteil ist gefunden worden. Nun soll ein Spezialgerät aus den USA die Suche beschleunigen und die Blackbox aufspüren helfen.

Das Rettungsschiff «Ocean Shield» der australischen Marine mit einem Blackbox-Detektor und einer Unterwasser-Drohne soll am Montag aus Perth auslaufen, wie die australische Seesicherheitsbehörde (AMSA) am Sonntag mitteilte. Der Auslauf war ursprünglich für Sonntag geplant.

Neun Flugzeuge suchten am Sonntag ein Gebiet von über 250'000 Quadratkilometern im Indischen Ozean ab. Die Suche blieb erfolglos. Die Crews hätten zwar Treibgut gesichtet, das zu Flug MH370 gehören könnte, berichtete die AMSA. Mit Bestimmtheit könne das Material aber erst identifiziert werden, wenn Schiffsteams die Teile finden, bergen und untersuchen.

Das gelang am Sonntag von keinem der acht beteiligten Schiffe aus. Material, das am Samstag geborgen war, stellte sich als gewöhnlicher Müll heraus. Das genaue Suchgebiet lag etwa 1900 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste. Die «Ocean Shield» dürfte einige Tage brauchen, um das Gebiet zu erreichen.

Aufgabe wird immer schwieriger

Das Schiff zieht den Detektor – kaum 20 Zentimeter gross – hinter sich her. Er kann nach Angaben der US-Marine Blackboxen bis in 6000 Meter Tiefe orten und fängt Signale im Radius von eineinhalb Kilometern auf. Das Schiff muss also in der Nähe der Absturzstelle sein.

Das ist das Problem: Wenn Wrackteile gefunden worden wären, könnten Experten anhand von Strömungsmodellen ausmachen, wo in etwa die Absturzstelle lag. Allerdings wird das auch immer schwieriger, weil es verschiedene Strömungen und Wirbel im Wasser gibt und die Wrackteile inzwischen in alle möglichen Richtungen gedriftet sein könnten.

Australiens Regierungschef Tony Abbott versprach, die Suche werde nicht aufgegeben, bis das Wrack gefunden sei. In der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur machten wieder Familien der Passagiere ihrer Trauer und ihrem Entsetzen Luft, dass sie auch nach drei Wochen nicht wissen, was mit ihren Angehörigen geschehen ist.

Hoffnungen ruhen auf Blackbox

Blackboxen zeichnen in Flugzeugen technische Daten des Fluges sowie Gespräche im Cockpit auf. Sie sind die einzige Hoffnung der Ermittler, herauszufinden, was mit Flug MH370 passiert ist.

Diese wissen bislang nur, dass die Maschine mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Kurs abwich, dass die Kommunikationssysteme an Bord nicht mehr funktionierten und das Flugzeug noch mehrere Stunden weiter in Richtung Süden flog. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Sabotage und Entführung, schliesst aber ein technisches Versagen an Bord auch nicht aus. 

Blackboxen sind mit einem Sender ausgestattet, der 30 Tage funken soll. «Das ist auf 30 Tage angelegt, aber das ist ein Minimum», zitierte das Online-Nachrichtenportal «Perth Now» den US-Marinespezialisten Mark Matthews. «Meiner Erfahrung nach funken sie länger. Ich denke, 45 Tage ist eine realistische Erwartung.»

Das gäbe den Experten Zeit bis etwa zum 20. April, um das Wrack zu finden. Die Unterwasser-Drohne – ein unbemanntes, ferngesteuertes U-Boot – wird erst eingesetzt, wenn der Blackbox-Detektor Signale aufgefangen hat. (kad/sda/dpa) 

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