Charlie Hebdo
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Jim Clancy auf Sendung bei CNN. screenshot: cnn

Adieu Jim Clancy

CNN-Legende nach 34 Jahren entlassen – wegen wirren Tweets über #CharlieHebdo 



Wer CNN schaut, der kennt Jim Clancy. Der Anchor ist seit Jahrzehnten für den US-Nachrichtensender tätig. Gestern teilte er in einem knappen Communiqué sein Ausscheiden mit, ohne Angabe eines Grundes.

Was ist da vorgefallen? Im Anschluss an die Terroranschläge in Paris kam es zu einem Wortwechsel auf Twitter, bei dem Clancy keine gute Falle machte. Die Tweets sind nicht mehr im Original verfügbar, weil Clancys Account @clancycnn inzwischen gelöscht wurde, könnern aber auf twitchy.com nachgelesen werden.

Clancy behauptete zunächst, «Charlie Hebdo» habe sich gar nie über den Propheten Mohammed lustig gemacht, sondern darüber, wie «die Feiglinge seine Botschaft verdrehen». 

Darauf antwortete Oren Kessler vom neokonservativen Thinktank «Foundation for Defense of Democracies», das sei «absolut unwahr» und erinnerte an eine frühere Ausgabe, die Mohammed als Gastautor führte, was zu einem Brandanschlag auf die Redaktion führte.

Clancys reagiert auf den Tweet, indem er auf Kesslers jüdische Herkunft anspielt: «Hasbara?» Hasbara ist hebräisch und steht für pro-israelische PR. Dies wiederum lässt Kessler verdutzt zurück.

Nun schalten sich andere, aufgrund ihrer Twitter-Namen vermutlich ebenfalls jüdische User, in den Wortwechsel ein und kritisieren Clancys unprofessionelle Haltung. Darauf erwidert Clancy, diese Twitter-Accounts seien Teil einer israelischen, anti-muslimischen PR-Kampagne.

Zuviel für CNN.

Das steht in der neuen «Charlie Hebdo»-Ausgabe

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Undercover-Journalist infiltriert Netzwerk von Schweizer Corona-Verschwörern

Ein junger Westschweizer Journalist verbrachte zwei Monate «undercover» bei einer Gruppierung, die gegen das Maskentragen und die SwissCovid-App kämpft. Seine Enthüllungen werfen unbequeme Fragen auf.

Dieser Beitrag dreht sich um die Enthüllungen eines jungen Westschweizer Journalisten, der eine Gruppe von Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern in der Romandie «infiltriert» hat. Dies im Auftrag des Westschweizer Online-Mediums Heidi.news, das nun in einer Serie über die Akteure und ihre beunruhigenden Ansichten berichtet.

Die Pandemie war geplant. Das Virus existiert nicht. Alles eine riesige Verschwörung, in Kombination mit 5G und obligatorischen Impfungen, um die Bevölkerung zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel