China
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Argentina's President Cristina Fernandez de Kirchner waves as she stands with Chinese President Xi Jinping during a welcoming ceremony in the Great Hall of the People in Beijing February 4, 2015. An Argentine prosecutor found dead in mysterious circumstances last month had drafted a request that President Cristina Fernandez be arrested for conspiring to derail his probe into the deadly bombing of a Jewish centre, the investigator into his death said on Tuesday. 
REUTERS/Kim Kyung-Hoon (CHINA - Tags: POLITICS)

Cristina Fernández de Kirchner, argentinische Präsidentin, mit ihrem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping in Peking (04.02.2015). Bild: KIM KYUNG-HOON/REUTERS

«R» und «L»

Argentinische Präsidentin beleidigt ganz China mit einem sehr dummen Tweet



Viele Asiaten können in der Aussprache nicht zwischen «R» und «L» unterscheiden. Auf diesem Umstand basierende Witze sind allerdings seit den 1970er Jahren ausser Mode und werden heute zurecht als rassistisch eingestuft. Cristina Fernández de Kirchner (61) hat das vielleicht nicht mitbekommen. Unabhängig davon sollte die Präsidentin Argentiniens solche Sprüche lassen – vor allem, wenn sie in China auf Staatsbesuch ist. Diesen Tweet setzte sie gestern ab:

Über 1000 Teilnehmer an der Veranstaltung ... Sind sie alle von «La Cámpola» und nur für den Leis und das Petloleum gekommen? ...

In drei Wörtern, «Cámpora» (eine politische Jugendorganisation in Argentinien), «Arroz» (spanisch Reis) und «Pétroleo» (Erdöl), ersetzte sie ein R mit einem L. Wenig später setzte sie einen weiteren Tweet ab, in dem sie erklärte, es handle sich um einen Witz:

Sorry, weisst du was? Etwas so Lächerliches und Absurdes kann man nur als Humor auffassen, sonst wäre es sehr, sehr toxisch.

Etwas Dummes Sagen und später nachreichen, es sei doch nur ein Witz gewesen, wirkt immer unglücklich. In China, wo Twitter offiziell gesperrt ist, zeigten sich viele unbeeindruckt vom Humor des hohen Gasts. «Während ihres Besuchs hat die argentinische Präsidentin einen sehr schlechten Witz auf unsere Kosten gemacht. Ist sie lebensmüde?», fragte ein User des chinesischen Twitter-Pendants Weibo.

Zur Verteidigung Kirchners: Auf ihrem Account erscheinen praktisch im Minutentakt neue Tweets, was die Frage aufwirft, ob sie den geschmacklosen Witz überhaupt selbst abgesetzt hat.

Peinliche Witze über Chinesen sind auch in Europa noch nicht ganz ausgemerzt worden. Erinnern wir uns an diese Episode aus «Holland's Got Talent»:

abspielen

video: youtube/Gordon Racist

Immerhin: Auch in diesem Fall machte sich der Witzbold derart lächerlich, dass man fast nicht hinschauen mag. (kri)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Joe Biden sagt «extremen Wettbewerb» der USA mit China voraus

US-Präsident Joe Biden sieht in China nicht unbedingt einen Gegner, aber in jedem Fall einen harten Konkurrenten. Biden sagte in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender CBS mit Blick auf das Verhältnis zu China: «Wir müssen keinen Konflikt haben. Aber es wird extremen Wettbewerb geben.» Zu seinem Umgang mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping sagte Biden, er werde dies nicht so angehen wie sein Amtsvorgänger Donald Trump. Seine Regierung werde sich auf internationale …

Artikel lesen
Link zum Artikel