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Neue iPhones, neue Apple Watch, aber was soll das kleine runde Teil? screenshot: twitter

Analyse

Apple schlägt zurück – 8 Gründe, warum sich die Keynote lohnt

Am Dienstagabend hält der iPhone-Hersteller seine wichtigste Produkteshow ab. Selten war die Ausgangslage spannender.



Am Dienstag, 19.00 Uhr, beginnt im Steve Jobs Theater in Cupertino die Keynote des Jahres. Apple-Chef Tim Cook und weitere überbezahlte Darsteller führen ein Stück auf, das an Dramatik kaum zu überbieten ist.

Für die erfolgsverwöhnten Kalifornier steht viel auf dem Spiel: Es gilt, die globale Smartphone-Krone zu verteidigen und das angekratzte Image aufzupolieren als innovativer Hersteller von sicheren Produkten.

Nachfolgend erfährst du, warum erstmals eine Apple-Show live bei watson übertragen wird. Und warum sich die (voraussichtlich) rund zweistündige Darbietung nicht nur für hartgesottene Fans und Hater lohnt.

«By Innovation Only»

Vollmundiges Versprechen von Apple –
steht so auf der Einladung.

Wer besteigt den Eisernen Thron?

Am Dienstagabend fällt die Vorentscheidung, wer sich 2019 die Smartphone-Krone sichert. Dann erfahren wir, mit welchen neuen iPhones Apple die Konkurrenz auf Abstand halten will. Oder sogar den Vorsprung ausbauen kann.

Im Segment der Premium-Mobilgeräte, die 600 Dollar oder mehr kosten, dominieren drei Unternehmen:

Die Grossen im Premium-Segment geben der Branche die Hardware-Trends vor. Sie bestücken ihre Flaggschiff-Produkte mit der neusten und besten Technik, seien dies Kameras, Prozessor, Touch-Screen, Akku oder Biometrie-Sensoren.

«Das europäische Geschäft von Apple ist grösser als das Geschäft in China.»

Gene Munster, Zheng Li

Wie bei «Game of Thrones» gilt auch in der realen Wirtschaftswelt: Wenn ein Königreich attackiert wird, bzw. ein Techkonzern schwächelt, versuchen andere zu profitieren.

FILE - In this July 11, 2008 file photo, models hold the new iPhones during the first day of the release in Hong Kong. Apple Inc. partner China Unicom Ltd. has sold 5,000 iPhones since the smart phone's formal weekend debut in China, a lackluster start after analysts warned the company might be setting prices too high. (AP Photo/Kin Cheung, file)

Das iPhone legte 2008 in China (inklusive Hongkong) einen Fehlstart hin. Schon damals kritisierten Analysten den Verkaufspreis als zu hoch, was sich nicht bestätigte. Bild: AP

Samsung hat im März und im August vorgelegt, Huawei wird das Mate 30 und Mate 30 Pro am 19. September präsentieren. Allerdings ohne Google Play Store und andere populäre Apps, was die Verkaufsaussichten in Europa massiv trübt.

Marktforscher gehen davon aus, dass Apple und Samsung von Huaweis Schwächung wegen des US-Boykotts profitieren. Wobei die Situation in China umgekehrt ist. Dort verkaufen sich nicht-chinesische Handys zunehmen schwer, wenn der Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten anhält.

Laut den Marktforschern von Loup Ventures lag Apple im jüngsten Geschäftsquartal noch mit 42 Prozent Marktanteil weltweit vorn. Huawei und Samsung machten rund 40 Prozent aus, beide mit Googles Android-Betriebssystem. Die restlichen 18 Prozent des Marktes wurden von Google (Pixel) und einer Vielzahl chinesischer Hersteller gehalten, darunter OnePlus, Oppo, Xiaomi und wie sie alle heissen.

Aussen vor lassen wir die neue Kategorie der Falt-Handys von Samsung und Huawei, die einen klassischen Fehlstart hingelegt haben. Mit ihren astronomischen Preisen werden sie wohl nur wenige User hinter dem Ofen hervorlocken.

Apple streamt beim grössten Widersacher

Am besten verfolgst du die Apple-Keynote als Live-Stream bei deinem Lieblings-Newsportal. Kurz vor 19 Uhr geht's bei uns los.

Apple überträgt die Keynote nicht nur auf seiner Website (und via App), sondern auch über seinen offiziellen YouTube-Kanal. Das heisst, dass wir den Video-Stream bei uns zeigen können – und trotz Ansturm keine Ruckler zu befürchten sind.

Noch nie zuvor habe Apple die Video-Plattform von Google genutzt, um einen Live-Event zu hosten, hält Apple Insider fest. Warum ändert sich das ausgerechnet dieses Mal?

Zusätzlich zur Live-Übertragung gibt's bei uns – fortlaufend ergänzt – eine Zusammenfassung aller wichtigen Ankündigungen und neuen Produkte sowie erste Reaktionen.

Der (rote) Elefant im Raum

Apple CEO Tim Cook discusses the new products during an event at Apple headquarters on Thursday, Oct. 16, 2014 in Cupertino, Calif. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

archivBild: AP

Fünf Buchstaben. Ein Riesenproblem.

Apple kann nicht ohne China. Und mit China wird es immer schwieriger, wie auch die jüngsten Enthüllungen über arbeitsrechtliche Verstösse bei Foxconn zeigen.

Fakt ist: Im Weissen Haus wütet ein grössenwahnsinniger Egomane und führt einen Wirtschaftskrieg in Fernost mit unabsehbaren Folgen.

China ist nicht nur Wirtschaftsgrossmacht, sondern auch ein Unrechtsregime, dessen langer Arm weit über den «Great Firewall» reicht. Die Regierung in Peking lässt Freund und Feind überwachen und digital ausspionieren.

Dass die Sicherheit von iPhone- und Android-Usern durch massive Hackerattacken massiv beeinträchtigt wird, nehmen die Verantwortlichen als Kollateralschaden in Kauf.

Und was tun die rivalisierenden Techkonzerne? Sie schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu und üben sich in juristischen Wortklaubereien, statt über die Hintergründe und Hintermänner der Attacken zu informieren.

Immerhin hat Apple in einer aktuellen Mitteilung bestätigt, dass sich der jüngste Hackerangriff gegen die Uiguren gerichtet hatte. Wohl wissend, dass es sich damit nicht hat.

Am Dienstag hat Tim Cook die perfekte Bühne, um das Vertrauen verunsicherter User zurückzugewinnen und um Massnahmen anzukündigen im Kampf gegen Hacker. Seien dies gewöhnliche Kriminelle oder Angreifer im Staatsauftrag. Und ganz egal, ob sie aus dem Reich der Mitte stammen oder aus Apples Heimatland – Snowden lässt grüssen!

Wenn der letzte Vorhang fällt ...

FILE - In this Oct. 14, 2008 file photo, Apple CEO Steve Jobs talks about Jonathan Ive, Apple senior vice president of Industrial Design, at a meeting in Cupertino, Calif. On Thursday, June 27, 2019, Apple said that Ive, chief design officer, will be leaving after more than two decades at the company to start his own firm. (AP Photo/Paul Sakuma, File)
Jonathan Ive

Steve Jobs, 2008. Sein bester Freund bei Apple stand nicht gern auf der Bühne. archivBild: AP

Jony Ive geht.

Das ist ein brutaler Verlust für Apple.

Auch wenn gemäss offizieller Darstellung alles halb so schlimm sein soll und er ein bisschen bleibe.

Sicher ist: Der Brite mit US-Pass scheidet auf Ende Jahr aus dem Unternehmen aus und macht sich selbstständig. Am Dienstag könnte seine letzte Keynote sein.

Jony Ive war nie eine Rampensau. Wird Apple seinem wertvollsten Mitarbeiter den (gewünscht) leisen Abschied gewähren, oder den Abgang PR-mässig ausschlachten? Und wer versucht in Jonys gewaltige Fussstapfen zu treten?

Damit kommen wir zur delikaten Frage, ob Jony Ive, der das Apple-Design während mehr als zwei Jahrzehnten prägte, mit einem eher unschönen Design-Fail abgeht ...

Design-Fail oder Genie-Streich?

Wie sieht sie aus, die Dreifach-Kamera auf der Rückseite des neuen iPhones? Ist es tatsächlich ein unansehnlicher Klotz mit abgerundeten Ecken, der aus dem Gehäuse hervorragt, oder hat Jony Ive noch knapp die Kurve gekriegt?

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Zwei mögliche Designs: Man beachte die Positionierung des Apple-Logos. screenshot: twitter

Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht über die 2019er-iPhones spekulieren, bis auf eine Neuerung ...

Hoffentlich hat sich dieser Kommentar zum Kamera-Klotz erledigt ...

Ultra Wide Band

Laut ernstzunehmenden Gerüchten sind die neuen iPhones mit einem Sensor für Ultra Wide Band (UWB) bestückt.

«Ultra-Breitband ist eine stromsparende Funktechnologie mit kurzer Reichweite, die eine präzisere Positionierung im Innenbereich ermöglicht als Bluetooth LE und WLAN.»

Apple-Analyst Ming-Chi Kuo

Diese Technologie soll in Zusammenhang mit einem neuen Zubehör aus Cupertino wichtig werden: Angeblich will Apple kleine runde Chips (siehe Bild oben) lancieren, die es ermöglichen, den Standort auf wenige Zentimeter genau zu bestimmen. Glaubt man den unbestätigten Berichten, dann ist eine Art Bluetooth-Tracker à la Tile geplant, nur viel genauer.

Die User können einen münzenartigen Chip an den Schlüsselbund hängen, im Portemonnaie platzieren oder an jedem nur denkbaren persönlichen Gegenstand befestigen.

Wenn man den Gegenstand nicht mehr findet, setzt man den angehängten Tracker in den «Verlorenen Modus». Sobald dann ein anderer iPhone-User auf das verlorene Objekt stösst, lassen sich die Kontaktinformationen einsehen und der Besitzer per Anruf oder Nachricht kontaktieren.

epa04393170 Apple CEO Tim Cook (L) talks with lead singer Bono (R) and members of the Irish group U2 during Apple's launch event at the Flint Center for the Performing Arts in Cupertino, California, USA, 09 September 2014. The Flint Center for the Performing Arts was the site where Steve Jobs launched the first Apple Macintosh computer in 1984.  EPA/MONICA DAVEY

Neue Hardware? Unbedingt! Aber bitte keine peinlichen Showeinlagen, wie 2014 mit U2. Bild: EPA

Dunkle Wolken über der iCloud

Nur kurz: Während der Testphase für die neue iPhone-Software iOS 13 wurden in den vergangenen Wochen beunruhigende Berichte von Software-Entwicklern publik. Und zwar über Synchronisierungs-Probleme bei iCloud.

«Der diesjährige Beta-Release-Zyklus für alle Apple-Betriebssysteme war ein Chaos. Die Monate seit der WWDC im Juni waren eine schreckliche Erfahrung für Kunden und Entwickler gleichermassen, und das eigentliche Zentrum des Chaos war der iCloud-Synchronisierungsdienst.»

So zitierte der Techblog iMore aus einem «Rant» eines bekannten App-Entwicklers quelle: imore.com

Kriegt Apple die Probleme rechtzeitig in den Griff – oder ist gar die Veröffentlichung von iOS 13 gefährdet?

Apple CEO Steve Jobs talks about the music component of iCloud at the Worldwide Developers Conference in San Francisco, Monday, June 6, 2011. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Apple-Gründer Steve Jobs bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritte, im Sommer 2011. Bild: AP

The Next Big Thing?

Es gibt schon länger Hinweise, dass Apple hinter den Kulissen an ein paar wirklich grossen Kisten arbeitet. Oder an einer Riesenkiste, wie etwa einem selbstfahrenden Auto ...

Apples jährliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung (R&D) sind massiv und kontinuierlich angestiegen

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grafik: theatlas.com/quartz

Beim reichsten Unternehmen der Welt wird viel Geld ausgegeben, um «das nächste grosse Ding» zu finden. Wobei sich Apple nicht gerne in die Karten blicken lässt und neue Produkte traditionell erst präsentiert, wenn sie fertig sind*.

* Ausnahmen bestätigen die Regel, wie die nie in den Verkauf gelangte Ladematte Airpower bewiesen hat.

Das Wichtigste in Kürze

A model shows off an Apple iPhone 3G during a presentation by Mexican mobile carrier Telcel, in Mexico City, Wednesday, July 9, 2008. America Movil, Latin America's largest mobile phone service provider, which owns Telcel, plans to sell the iPhone in Mexico for less than half its planned U.S. price. (AP Photo/Dario Lopez-Mills)

Prickelnde Erotik wie in dieser iPhone-Werbung von 2008 können wir nicht garantieren für Dienstag, aber es wird garantiert heiss zu und her gehen ... archivBild: AP

Du willst wirklich schon vor der Keynote am Dienstag wissen, wie die nächste iPhone-Generation bestückt ist und was Apple sonst noch alles in der Pipeline hat? Nach der obligatorischen Spoiler-Warnung gibt's die, äh, halbharten Fakten.

An der Keynote erwarten wir:

Zum Schluss gibt's eine Auswahl zuverlässiger Tech-Journalisten und ihrer Prognosen zur Keynote des Jahres.

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Sieht so das neue «Budget»-iPhone aus? Am Dienstag erfahren wir es. screenshot: twitter

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