Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

bild: the verge

Einfach 10 kleine Smartphones, falls du gerade eines suchst

Kleine Smartphones sind eine aussterbende Spezies. Wir haben gesucht und zehn Modelle gefunden, die in jede Hand passen.



Smartphones werden immer grösser. Der subjektive Eindruck täuscht nicht. Gingen bis vor wenigen Jahren Geräte mit 5-Zoll-Display als gerade noch handlich durch, findet man heute kaum mehr ein Modell in dieser Grösse. Aktuelle Smartphones haben meist Display-Diagonalen zwischen 5,5 und 7 Zoll.

Bild

bild: prizminstitute

Ein erster Grund dafür ist offensichtlich: Moderne Smartphones mit Fullfront-Displays haben quasi keine Ränder mehr, was bei gleicher Gerätegrösse ein grösseres Display erlaubt.

iPhone 8 Plus vs. iPhone XS

Bild

Das neue iPhone (rechts) ist deutlich kompakter, hat aber ungefähr das gleich grosse Display. screenshot: mobiledevicesize

Zweitens: Auf grösseren Screens kommen Fotos, Videos und Spiele weit besser zur Geltung. Klar ist: Mit dem Boom von Videostreaming-Diensten und Mobile-Games hält der Trend zu grösseren Displays unverändert an.

Drittens: Mit Marketing-Geschwurbel wie «Plus», «Pro» oder «Max» für immer grössere Smartphones suggerieren die Hersteller eine überlegene Qualität. Was angeblich Preise weit jenseits der 1000-Franken-Grenze rechtfertigen soll, bewahrt letztlich vor allem die Gewinne von Apple, Samsung oder Huawei im seit Jahren schrumpfenden Smartphone-Markt.

Die Konsequenz daraus: Wer ein kleines, handliches Handy sucht, bekundet zusehends Mühe, ein aktuelles Modell zu finden. Fast alle der im Folgenden vorgestellten Smartphones haben daher schon ein bis drei Jahre auf dem Buckel.

Sony Xperia XZ2 Compact (5.0")

Bild

Das Xperia XZ2 Compact (64 GB) kostet 500 bis 600 Franken. bild: sony

Sony ist einer der ganz wenigen Hersteller, der auch in seinen handlichen «Compact»-Modellen die neuste Hardware verbaut. Zumindest galt dies viele Jahre lang, denn neuerdings schwenken auch die Japaner auf grosse Smartphones um. Ein Beispiel für ein schnelles, kompaktes Handy ist das Xperia XZ2 Compact von 2018, das Sony-typisch unspektakulär aussieht, aber mit relativ langer Akkulaufzeit auftrumpft.

Die Japaner sind bekannt dafür, zumindest ihre wichtigsten Modelle relativ rasch mit Android-Updates zu versorgen. Ebenfalls Sony-typisch kann die Kamera nicht ganz mit den Top-Modellen von Huawei, Samsung oder Oppo mithalten.

Technische Spezifikationen: Xperia XZ2 Compact

Apple iPhone 8 (4.70")

epa06200822 A handout photo made available by Apple Inc., shows the Apple iPhone 8 on a wireless charger as introduced at the new Steve Jobs Theater during the Apple Special Event at the new Apple Headquarters in Cupertino, California, USA, 12 September 2017. The new phones features include a new glass and aluminum design, a Retina HD display, A11 Bionic Chip, new single and dual cameras with support for protrait lighting and wireless charging.  The new iPhone 8 and 8 Plus will be available to order in many countries on 15 September 2017 with availability on 22 September 2017. A second group of countries will have availability starting on 29 September 2017.  EPA/APPLE INC. / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Das iPhone 8 (64 GB) kostet bei Apple 700 Franken, im Online-Handel ist es ab ca. 570 Franken verfügbar (Stand August 2019). Bild: EPA/APPLE INC.

Das iPhone 8 von Ende 2017 wird kaum als das innovativste iPhone in die Geschichte eingehen. Von Apple wird es denn auch auffallend stiefmütterlich behandelt, der US-Konzern will augenscheinlich lieber seine teureren X- und XS-Modelle verkaufen.

Gegenüber den allerneusten Smartphones mit Fullfront-Displays, Pop-up-Kameras und 5G-Support wirkt das iPhone 8 etwas altbacken, aber wer lediglich ein schnelles und zugleich handliches Smartphone sucht, macht wenig falsch. Nervig ist allenfalls die Apple-typisch lange Ladezeit des Akkus. Die Kamera hingegen überzeugt auch aus heutiger Sicht (sofern genug Licht vorhanden ist).

Technische Spezifikationen: iPhone 8

Google Pixel 2 (5.0")

Bild

Das Pixel 2 (64 GB) bekommt man im Online-Handel ab etwa 430 Franken. bild: gsmarena

Googles Pixel-Phones mögen optisch nicht die attraktivsten Handys sein, dafür glänzen sie in anderen Bereichen: Stets die neusten Android-Updates, sehr gute Kamera und gute Akkulaufzeit. Das Pixel 2 von Ende 2017 ist das letzte kleine Google-Phone, die neueren Pixel sind allesamt weit grösser.

Ein guter Kauf ist das Pixel 2 aber auch heute noch, zumal der Top-Prozessor von 2017 auch zwei Jahre später mehr als genug schnell ist und Google das Pixel 2 noch für längere Zeit mit Updates versorgen wird.

Technische Spezifikationen: Google Pixel 2

Samsung Galaxy A3 (4.7") vs. Nokia 3.1 (5.2")

Bild

Das Galaxy A3 (2017) bekommt man für rund 100 Franken. Das neuere Nokia 3.1 für 150 Franken.

Mit diesen beiden kompakten Handys können Sparfüchse eigentlich kaum etwas falsch machen: Das Galaxy A3 hat ein gutes AMOLED-Display, einen USB-C-Anschluss und der mickrige Speicher (16 GB) lässt sich per Speicherkarte erweitern. Natürlich ist es keine Rakete und die Kamera bekommt Probleme, sobald sich Objekte schnell bewegen oder zu wenig Licht vorhanden ist. Was viele vom Kauf abhalten könnte: Auf die neuste Android-Version 9 muss man verzichten.

Eine interessante Alternative zum Galaxy A3 stellt das Budget-Handy Nokia 3.1 von 2018 dar, das mit Android 9 läuft und noch mindestens zwei weitere Jahre Updates erhalten wird. Auch beim Nokia-Handy lässt sich der kleine 16-GB-Speicher erweitern, Apps starten mit spürbarer Verzögerung und die Kamera taugt nur für Schnappschüsse.

Technische Spezifikationen: Galaxy A3 (2017)

Technische Spezifikationen: Nokia 3.1

Apple iPhone SE (4.0")

Das neue iPhone SE: Wiegt nur 113 Gramm und liegt mir seinem 4-Zoll-Display sehr gut in der Hand. iPhone-5-Nutzer kennen das.

Das iPhone SE (32 GB) kostet rund 400 Franken. bild: spiegel online

Mit dem iPhone SE stemmte sich Apple 2016 gegen den branchenweiten Trend der immer grösseren Smartphones. Technisch entspricht das SE ungefähr dem iPhone 6S von 2015. In unserem Test überzeugten insbesondere das Display und der ausdauernde Akku. Die Kamera hingegen fällt gegenüber aktuellen Top-Smartphones deutlich ab.

Wie alle Hersteller hat auch Apple die Displaygrösse in den letzten Jahren hochgeschraubt. Einen Nachfolger des iPhone SE gibt es zum Leidwesen vieler bisheriger SE-Nutzer bis heute nicht und wir wären überrascht, wenn Apple im September nebst den neuen iPhones nochmals ein Mini-iPhone ankündigen würde.

Eine treue Fangemeinde hat das SE allerdings nach wie vor und die Hoffnung stirbt zuletzt, dass sich Apple erbarmt und doch noch einen Nachfolger hervorzaubert. Höchste Zeit wäre es, da iOS 13 vermutlich das letzte grosse Betriebssystem-Update für das iPhone SE sein wird.

Technische Spezifikationen: iPhone SE

Palm (3.30")

Bild

Der neue Palm (32 GB) kostet rund 450 Franken. bild: the verge

Palm ist zurück und das Comeback fällt, nun ja, in mehrerer Hinsicht bescheiden aus: Einerseits ist der Palm mit seinem 3,30-Zoll-Display aus heutiger Sicht ein Winzling. Andererseits ist das Mini-Smartphone technisch nur unteres Mittelmass. Das kleine Smartphone sieht zwar herzig aus, ist aber technisch schwach auf der Brust und der kleine Akku fordert ebenfalls seinen Tribut.

Schlecht für Nostalgiker: Der neue Palm hat mit den alten Geräten ausser dem Namen nichts am Hut, zumal webOS durch Android ersetzt wurde.

Wer ein sehr kleines Smartphone sucht und das Gerät nur gelegentlich nutzt, kann einen Blick riskieren, sollte sich aber bewusst sein, dass der Preis von aktuell 450 bis 500 Franken für das Gebotene massiv zu hoch ist. Andere Handys mit dieser Ausstattung kosten um die 200 oder 250 Franken.

Technische Spezifikationen: Palm

Fairphone 2 (5")

Bild

Das Fairphone 2 kostet rund 500 Franken.

Auch das Fairphone 2 von 2016 ist ein kompaktes Smartphone. Technisch ist es hoffnungslos veraltet, aber das dürfte die Zielgruppe nur beschränkt stören, da der lange Verkaufszyklus natürlich gewollt war. Offiziell ist die zweite Generation des Fairphone ausverkauft, aber bei Online-Händlern findet man problemlos Restbestände.

Das Handy lässt sich schnell und einfach reparieren und der niederländische Hersteller verspricht, dass es möglichst fair produziert wird – etwa aus Rohstoffen, die beispielsweise ohne Kinderarbeit gewonnen werden.

Wer sich für das Fairphone 2 entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass es mit der stark veralteten Android-Version 7.1 läuft und kein (grösseres) Update mehr sehen wird. Laut Hersteller-Webseite könnte bald das Fairphone 3 erscheinen.

Technische Spezifikationen: Fairphone 2

Nokia 8110 4G (2.40")

Bild

Das Nokia 8110 4G kostet rund 70 Franken. bild: Tom Warren / The Verge

Das «Banana-Phone» kann ein Smartphone nicht ersetzen, als Zweithandy für Fans des legendären «Matrix»-Handys ist es aber eine Überlegung wert. Die Neuauflage des Nokia 8110 ist vor allem zum Telefonieren oder für SMS gedacht. Neuerdings kann man auch WhatsApp nutzen. Das Slider-Handy ist zudem mit 4G ausgerüstet und bietet ein 2,4 Zoll grosses Curved-Display. Auch WLAN, ein Kopfhöreranschluss und eine 2-MP-Kamera sind an Bord, gute Fotos lassen sich mit ihr aber definitiv nicht schiessen.

Das von Nokia genutzte Open-Source-Betriebssystem KaiOS basiert auf Firefox-OS. Apps wie E-Mail oder Kalender sind vorinstalliert, auf Android-Apps muss man aber verzichten.

Technische Spezifikationen: Nokia 8110 4G

Nokia 3310 3G (2.40")

Ein Mann spielt am 24.05.2017 in London (Großbritannien) auf einem Nokia 3310 den Handyspiel-Klassiker «Snake». Der finnische Anbieter HMD Global, der jetzt Geräte unter der Marke Nokia entwickelt und produziert, kündigte im Februar die Wiedergeburt des Modells an. Das neue Nokia 3310 hat ein ähnliches Design wie der Klassiker aus dem Jahr 2000 - und neben dem Spiel «Snake» auch den typischen Klingelton. Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Das Nokia 3310 3G kostet etwa 60 Franken. Bild: PA Wire

Zugegeben, auch die Neuauflage des Nokia 3310 ist streng genommen kein Smartphone, aber irgendwie gehört es trotzdem in diese Liste. Bei diesem kleinen Retro-Handy gibt's kein Android, fast keine Apps und der interne Speicher fasst nostalgische 16 MByte (nicht GB!) Ein 2,4-Zoll-Farbdisplay muss genügen und die 2-Megapixel-Kamera erlaubt sehr, sehr simple Schnappschüsse, die sich glücklicherweise auf einer MicroSD-Karte speichern lassen. Praktisch ist zudem, dass man zwei SIM-Karten einsetzen kann, was das Nokia 3310 zum idealen Ferien-Handy macht.

Für den Fall, dass man mal ins Internet möchte, gibt's sogar einen Webbrowser. Aber surfen macht damit wirklich keinen Spass, glaubt's mir, ich besitze so ein Teil. Da man das Nokia 3310 in der Regel nur sporadisch zum Telefonieren oder für SMS nutzt, hält der Akku quasi ewig – je nach Nutzungsintensität zwischen fünf Tagen und drei Wochen.

Wichtig: Unbedingt die 3G-Version des Nokia 3310 kaufen, da ab Ende 2020 alte 2G-Handys im Swisscom-Netz nicht mehr verwendet werden können.

Technische Spezifikationen: Nokia 3110 3G

Nicht zwingend klein, aber schmal sollte es sein:

Bild

Kleine Handys unter sich. screenshot: mobiledevicesize

Damit ein Smartphone handlich bleibt, darf es primär nicht zu breit sein. Als Faustregel kann man sich 70 mm merken. Wird es merklich breiter, zum Beispiel 75 mm, ist es zumindest für kleinere Hände nicht mehr bequem.

Bild

Alternativen zu kleinen Smartphones sind Geräte mit etwas grösseren, langgezogenen Displays, die ihre schmale Form behalten. bild: watson

Die Geräte-Hersteller haben die Displays in den letzten Jahren zusehends in die Länge gezogen. Das erlaubt immer grössere Displays, ohne das Smartphone zu verbreitern. Viele moderne Smartphones sind daher vergleichsweise schmal und liegen trotz ihrer Grösse gut in der Hand.

Diese Smartphones haben grosse Displays und liegen trotzdem gut in der Hand:

Bild

iPhone X/XS, Galaxy S10e, Galaxy S10 und Huawei P30 haben alle Displaygrössen um 6 Zoll.

Typische Vertreter von grösseren und zugleich schmalen Smartphones sind:

Bild

Das erste iPhone (3,5 Zoll) von 2007 und das neue Huawei Mate 20 X (5G) mit 7,2 Zoll.

Tipp: Auf der Webseite mobiledevicesize.com kannst du die Grösse fast aller Smartphones anschaulich vergleichen.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die fünf ersten 5G-Smartphones im Überblick

Reno 5G im Speed-Test: So schnell ist das 5G-Netz wirklich

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nach Hilferuf: Corona-Leugner attackieren Spital Schwyz mit negativen Google-Bewertungen

Das Spital Schwyz wandte sich letzte Woche mit einem emotionalen Video-Appell an die Bevölkerung und bat darum, die Hygienemassnahmen einzuhalten. Das passte den Corona-Leugnern nicht und sie fuhren die Krallen aus: in Form von negativen Google-Rezensionen.

Weil die Infektionszahlen des Kantons Schwyz in den letzten Wochen rasant anstiegen, hatte sich das Spital Schwyz mit einem Youtube-Video an die Bevölkerung gewandt.

Der Chefarzt der Inneren Medizin und die Spitaldirektorin rufen die Schweizerinnen und Schweizer dazu auf, die Corona-Massnahmen einzuhalten. Es sei wichtig, dass die Bevölkerung jetzt reagiere. Der Corona-Ausbruch in Schwyz sei einer der schlimmsten in ganz Europa.

Der Zentralschweizer Hilferuf schallte bis über die Landesgrenzen …

Artikel lesen
Link zum Artikel