Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
WWDC

Apple-Chef Tim Cook muss heute fit sein.  bild: keystone/watson

6 ½ Gründe, warum sich die Apple-Keynote heute Abend lohnt

Zum Start der Entwicklerkonferenz WWDC präsentiert Apple ab 19 Uhr neue Software und mehr. watson berichtet live.

daniel schurter, san francisco



Heute Abend um 19 Uhr eröffnet Tim Cook in San Francisco die Apple-Show. Können die Kalifornier das Publikum überraschen?

WWDC

Der Spotify-Killer kommt

Apple hat das Musik-Streaming definitiv nicht erfunden. Im Gegenteil: Der US-Konzern steigt spät ins Rennen und wird versuchen, mit seiner Marktmacht das Feld von hinten aufzurollen. Dafür haben die Kalifornier letztes Jahr für drei Milliarden Dollar Beats Musik gekauft.

Dass die Kalifornier dermassen spät ins Geschäft mit der Online-Musik einsteigen, liegt am bisherigen Geschäftsmodell. Digitale Musikverkäufe über iTunes haben dem Unternehmen seit der Lancierung vor 12 Jahren wahnsinnig viel Geld beschert. Apple ist Weltmarktführer, musste in den letzten Jahren aber feststellen, dass es immer mehr (junge) Smartphone-Nutzer bevorzugen, ihre Musik nicht mehr zu kaufen oder gratis aus dem Internet herunterzuladen. Stattdessen werden die Songs gestreamt, also praktisch in Echtzeit aus dem Internet übertragen.

Gerüchten zufolge wird der neue Musik-Abo-Dienst Apple Music heissen, kostenpflichtig sein und um die 10 Dollar pro Monat kosten. Fraglich ist, ob Apple eine (abgespeckte) kostenlose Version anbietet. 

Marktführer bei den Musik-Streaming-Diensten ist der schwedische Anbieter Spotify mit 15 Millionen bezahlenden Kunden und 45 Millionen weiteren Kunden, die gratis Musik hören und dafür Werbe-Einblendungen hinnehmen.

Der heimliche Star

Während die Bühnenauftritte von Apple-Chef Tim Cook hölzern perfekt einstudiert wirken mögen, ist Software-Chef Craig Federighi ein geborener Showman. Der 45-Jährige versteht es, das Publikum mit seiner natürlichen Art und vielen lockeren Sprüchen zu gewinnen.

Letztes Jahr sorgte er unter anderem mit der angeblichen Namensgebung für die neue Mac-Software («OS X Weed») für Lacher.

One More Thing?

Traditionsgemäss bietet Apple auf seiner Entwicklerkonferenz einen Ausblick auf die kommenden Versionen der hauseigenen Betriebssysteme iOS und OSX.

Dieses Jahr soll es mehr um Verbesserungen gehen und nicht so sehr um neue Funktionen. iPhones und iPads (auch ältere) sollen sicherer werden und stabiler laufen. Aber ist das alles?

Auch wenn die meisten Neuigkeiten im Vorfeld «geleakt» sind, wird Apple versuchen, das Publikum mit etwas Unerwartetem zu überraschen. Tim Cook ist bekanntermassen ein Freund von «One More Thing». Hoffentlich ist es an der WWDC 2015 mehr als nur ein musikalischer Überraschungsgast à la U2.

Spoiler: Ein neues Apple TV wird es vermutlich nicht sein. Angeblich ist Apples neue Set-Top-Box für den Fernseher noch nicht marktreif. 

Siri wird schlauer

Angeblich arbeiten die Apple-Ingenieure an einem mächtigen Assistenz- und Suchdienst namens Proactive. Ähnlich wie Google Now soll Proactive auf Kontakte, Termine, Passbook, Apps von Drittanbietern und auch auf Daten von Siri zugreifen können, um schnell die gewünschten Informationen zu liefern. Der Dienst soll auch automatisch die Gewohnheiten des Nutzers analysieren, um passende Funktionen anzubieten. Trotzdem soll der Datenschutz gewährleistet sein.

Apple Maps wird besser

Eigentlich wurde schon 2014 mit neuen Funktionen für Apple Maps gerechnet. Nun sollte es definitiv so weit sein. Denn hinter den Kulissen hat ein stark vergrössertes Team fieberhaft an Verbesserungen des eigenen Kartendienstes gearbeitet. Heute erfahren wir, wie Apple Google Maps Paroli bieten will. Ausserdem gilt es, das Trauma von 2012 zu verarbeiten. Damals an der WWDC wurde Apple Maps lanciert, das später floppte und wegen seiner fehlerhaften Darstellung gar zu Kunstaktionen animierte.

SAN FRANCISCO, CA - JUNE 11:  Apple Senior VP of iPhone Software Scott Forstall demonstrates the new map application featured on iOS 6  during the keynote address during the 2012 Apple WWDC keynote address at the Moscone Center on June 11, 2012 in San Francisco, California.  The Apple WWDC starts today and runs through  June 15.  (Photo by Justin Sullivan/Getty Images)

Dem früheren iOS-Chef Scott Forstall wurde Apple Maps zum Verhängnis. Bild: Getty Images North America

Good News zur Apple Watch

Noch bevor die Apple-Uhr am 26. Juni in die Schweiz kommt, wird Apple heute Abend das erste grosse Software-Update vorstellen.

Zu den grössten Kritikpunkten gehörte bislang, dass Apps von Drittanbietern nur langsam starten. Grund: Diese Apps laufen nicht auf der Uhr, sondern auf dem iPhone. Die Daten werden via Bluetooth übertragen.

Ausserdem dürfen die Dritt-Apps nicht auf Sensoren der Uhr wie etwa den Pulsmesser zugreifen. Auch dies könnte sich ändern.

Neue «Home»-App

An der WWDC 2014 hatte Apple Homekit vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Technologie, die es ermöglichen soll, vernetzte Geräte im Haushalt per iPhone oder iPad zu bedienen. Laut Gerüchteküche wird Apple dazu eine neue App namens «Home» vorstellen.

Ausgezeichnete Schweizer iPhone-Apps – und ihre Entwicklerfirmen

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

EU will WhatsApp und Co. trotz Verschlüsselung überwachen – diese 5 Dinge musst du wissen

Die EU-Kommission nimmt den Terroranschlag von Wien zum Anlass, um die Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen bei Messaging-Apps wie WhatsApp, Telegram oder iMessages zu umgehen. Software-Entwickler sollen gezwungen werden, Behörden ungehinderte Einblicke in Chats zu geben.

Der EU-Ministerrat hat nach dem Terroranschlag in Wien im Eilverfahren eine Resolution beschlussfertig gemacht. Diese soll Entwickler von Messaging-Apps dazu verpflichten, Strafverfolgungs- und Geheimdiensten Einblick in die …

Artikel lesen
Link zum Artikel