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Die Hoover-Staumauer (mit Brücke im Vordergrund) sieht nun auch bei Apples 3D-Kartensicht passabel aus.
screenshot: apple maps

8 Tipps und Tricks zu Apple Maps, das Google Maps auf dem iPhone überflügelt hat

Als Apple 2012 seinen eigenen Kartendienst lancierte, hagelte es (zurecht) Spott und Hohn. Drei Jahre später sieht die Situation anders aus. Hier die wichtigsten Fakten und dazu zeigen wir ein paar Funktionen, die den Alltag erleichtern.



Bei einigen Smartphone-Nutzern hält sich hartnäckig die Meinung, dass Apple Maps nicht richtig funktioniere und Google Maps unterlegen sei. DAS IST FALSCH!

Als Apple den Kartendienst 2012 für das iPhone lancierte, hagelte es zurecht Spott und Häme. Ganze Städte fehlten, Strassen waren falsch beschriftet und die 3D-Funktion (von Apple «Flyover» genannt) sorgte mit verzerrten Darstellungen für viele Lacher im Netz.

Als sich Batman verfuhr...

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YouTube/Movieclips Trailers

Die Zeiten ändern sich – und Apple Maps braucht sich vor der Konkurrenz nicht mehr zu verstecken. Dies schlägt sich auch in Zahlen nieder: Mittlerweile verzeichnet Apples Kartendienst dreimal mehr Nutzeranfragen (auf iOS-Geräten) als Google Maps. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und beruft sich auf Apple-Informationen.

Demnach werden pro Woche fünf Milliarden Anfragen bearbeitet. Google Maps lande abgeschlagen auf dem zweiten Platz, mit weniger als zwei Milliarden Anfragen pro Woche. Eine Studie der US-Marktforschungsfirma ComScore kam zu ähnlichen Resultaten.

Standardmässig installiert

Der Hauptgrund ist natürlich, dass Apple Maps auf jedem neuen iOS-Gerät vorinstalliert ist und nicht vom Home-Screen gelöscht werden kann, während man Konkurrenz-Apps extra herunterladen muss.

Siri, Mail und der Kalender greifen standardmässig auf Apple Maps zu, um Orte anzuzeigen und andere, an Geodaten geknüpfte Funktionen zu ermöglichen. Und auch Apps von Drittherstellern können die Programmierschnittstelle namens MapKit verwenden.

Apple hat zudem massiv ins Kartenbusiness investiert. In den letzten Jahren wurden einige Firmen geschluckt, um sich deren Technologie und das Know-how der Mitarbeitenden zu sichern.

Dass Google Maps immer noch mehr als doppelt so viele Nutzeranfragen registriert, hat mit der starken Verbreitung des Android-Systems zu tun: Im Gegensatz dazu ist Apples Kartendienst nur auf iOS-Geräten nutzbar und seit 2013 auf Macs (mit OS X 10.9 Mavericks).

Was beide Kartendienste gemeinsam haben: Sie funktionieren mittlerweile so gut, dass man im Alltag nicht mehr auf ein zusätzliches Navigationsgerät angewiesen ist. Ob zu Fuss oder mit dem Auto.

So navigiert man mit der Apple Watch

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YouTube/Apple

(Auch als Mann) Siri nach dem Weg fragen

Egal, wo man hin will: Wenn das iPhone dabei ist, kann die Sprachassistentin Siri helfen. Sie zeigt den nächstgelegenen Laden an, verrät, wo man am schnellsten einen Hamburger kriegt oder zeigt den Heimweg. Alles, was man tun muss, ist lang den Home-Button zu drücken.

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screenshot: watson

Korrektur: In einer früheren Artikel-Version hiess es fälschlicherweise, man müsse den Home-Button zweimal drücken, um Siri aufzurufen. Der Fehler ist auf einen tiefen Koffein-Gehalt (des Autors) zurückzuführen.

Stecknadeln sind auch für Dritte praktisch

Ob zum Navigieren oder als Orientierungshilfe für Besucher: Wenn man irgend einen Punkt in Apple Maps markieren will, setzt man eine sogenannte Stecknadel («Pin»). Dazu drückt man einfach etwas länger auf den gewünschte Ort, worauf die Stecknadel platziert wird. Nun stehen über das eingeblendete Menü mehrere Funktionen zur Verfügung:

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screenshot: watson

Besitzer eines iPhone 6S oder 6S Plus können durch stärkeres Drücken dieses Kontextmenü aufrufen:

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screenshot: watson

Die Strassen checken

Apple Maps zeigt den Strassenverkehr in Echtzeit an. So kann man sehen, ob er stockt (Orange) oder gar staut (Rot). Die Anzeige wird über den «i»-Button (in der rechten unteren Bildschirmecke) aktiviert bzw. deaktiviert. Und wenn es Betrieb auf der Strasse herrscht, werden automatisch alternative Routen angezeigt, um Zeit zu sparen.

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screenshot: watson

Neue Apps entdecken mit Apple Maps

In der Apple-Maps-App versteckt sich ein cooles Feature: Man kann Apps entdecken, die bei anderen iOS-Nutzern in der näheren Umgebung beliebt sind. Einfach auf den blau-weissen Punkt («Aktueller Ort») tippen.

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screenshot: watson

Den Kompass nutzen

Um den Kompassmodus zu aktivieren, drückt man in der linken unteren Bildschirmecke auf das Ortungssymbol (weiss-blauer Pfeil). Daraufhin wird die Karte so ausgerichtet, dass der angezeigte Kartenausschnitt mit der Blickrichtung bzw. dem iPhone übereinstimmt. 

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screenshot: watson

Die Lautstärke (der Navigationsanweisungen) anpassen

Nur eine kleine Anpassung, aber nichtsdestotrotz praktisch: In den Geräteeinstellungen lässt sich die Lautstärke der gesprochenen Navigationsanweisungen regulieren («Leise, Normal, Laut»), ohne die allgemeine Lautstärke der Tonausgabe des iOS-Geräts zu verändern.

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Pfad: > Einstellungen > Karten

Die Privatsphäre schützen

Wenn die Funktion «Häufige Orte» aktiviert ist, legt das iPhone eine «History» zu den besuchten Orten an. Diese kann man löschen und die Funktion deaktivieren:

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screenshot: watson

Pfad: > Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste > Systemdienste > Häufige Orte (ausschalten)

Kartenausschnitte als PDF exportieren

Dieser Tipp funktioniert allerdings nur mit der Mac-Version von Apple Maps, also auf Apple-Computern mit OS X 10.9 Mavericks oder neuer: Es lassen sich über das Dateimenü Kartenausschnitte als PDF-Dokument exportieren. Dies kann nützlich sein, wenn man eine ausgedruckte Karte braucht oder den Ausschnitt für eine Einladung oder dergleichen weiterverwenden will.

Was muss bei Apple Maps noch besser werden?

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