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A costumer sets up an iPhone 5 at an Apple store in San Francisco,  Friday, Sept. 21, 2012. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Das 2012 lancierte iPhone 5 gehört zu den betroffenen Geräten ... Bild: AP

Altes iPhone oder iPad? Dann betrifft dich vielleicht dieses (fiese) GPS-Problem



Um weiterhin eine präzise GPS-Position und die iCloud-Nutzung zu gewährleisten, sollten ältere Apple-Geräte bis zum 3. November auf den neusten Software-Stand gebracht werden. Sprich: Es ist definitiv Zeit, iOS zu aktualisieren.

Welche Apple-Geräte sind betroffen?

Betroffen sind gemäss Bericht bei heise.de neben dem iPhone 5 (2012) und dem iPhone 4S (2011) ältere iPad-Modelle, die neben WLAN mit «Cellular» (SIM-Karten-Einschub für Mobilfunkverbindung) ausgestattet sind. Dazu gehören das iPad der dritten und vierten Generation, das iPad 2 (nur CDMA-Modell, das vor allem in Nordamerika verkauft wurde) und das iPad mini der ersten Generation.

Das Problem betrifft laut Apple keine iPod-Touch-Geräte oder iPad-Modelle, die nur WLAN verwenden.

FILE - In this April 1, 2013, file photo, Los Angeles Angels outfielder Mike Trout talks on a cell phone in the dugout at Great American Ball Park in Cincinnati. Baseball is an atypical workplace but just as prone to the proliferation of smart phones and tablet computers as any social or professional setting. With vast information instantly accessible via a simple tap or swipe, many players have adapted by downloading video clips to an iPad of past games, for example, to study their swings or deliveries. Technology, though, carries the potential to distance people as much as it connects them. (AP Photo/Michael Keating, File)

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man alle Apple-Geräte auf den neusten Software-Stand bringen. Bild: AP

Betroffene Geräte sollten bis 3. November 2019 auf iOS 10.3.4 beziehungsweise 9.3.6 aktualisiert werden.

Was passiert, wenn man kein Update macht?

Sollte die Gerätesoftware nach dem 3. November 2019, 00:00 Uhr, nicht aktualisiert worden sein, könne es auf den erwähnten Geräten zu Problemen mit der präzisen Bestimmung der GPS-Position und einiger Apple-Dienste kommen.

Beim iPhone 5 ist gemäss Apple-Support «ein Update erforderlich, um die präzise GPS-Ortung aufrechtzuerhalten und weiterhin Funktionen zu nutzen, die auf dem korrekten Datum und der korrekten Uhrzeit basieren, einschliesslich App Store, iCloud, E-Mail und Surfen im Internet.»

Wer das Update bis am 3. November, 00.00 Uhr, nicht macht, muss mit Extraaufwand rechnen. Kabellose Softwareupdates und das iCloud-Backup sollen nach dem Stichtag mit dem iPhone 5 nicht mehr funktionieren. Das heisst, man muss mit Hilfe eines Computers ein Backup erstellen und anschliessend «wiederherstellen», um das Update durchzuführen.

Wo ist das Problem?

Das US-amerikanische GPS («Global Positioning System») funktioniert wie andere Satelliten-Navigations-Systeme dank höchst präziser Zeitmessung. Dabei wird die Uhrzeit von präzisen Atomuhren vorgegeben.

Seit Anfang der 1980er-Jahre wird mit dem GPS-Signal per Satellit kein absolutes Datum übermittelt, sondern nur ein durchlaufender Wochenzähler. Nach Ablauf von jeweils 1024 GPS-Wochen erfolgt ein Rücksprung, das heisst, der Wochenzähler wird automatisch auf null zurückgestellt und beginnt von neuem mit dem (binären) Zählen bis 1024.

Dieser Rücksprung ist als «GPS End-of-Week Rollover» bekannt und kann bei älteren GPS-Empfangsgeräten Probleme verursachen. Betroffen von der Problematik sind nicht nur GPS-Geräte, sondern alle Informationssysteme, die die Zeit des GPS nutzen, wie beispielsweise Zeitserver.

Wie informiert Apple?

Apple hat zum Rollover-Problem am 25. Oktober 2019 ein Support-Dokument veröffentlicht. Dieses trägt den Titel: «Aktualisieren Sie die Software auf Ihrem iPhone oder iPad, um Probleme bei Standorten zu vermeiden.»

(dsc)

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