DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

4 Infografiken zur SwissCovid-App, die die harte Realität zeigen

Eine aktuelle repräsentative Studie zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung bei der Corona-Warn-App gespalten ist: Mehr als die Hälfte will sie nicht nutzen. Aus Unwissenheit, Angst – oder anderen Gründen?
09.07.2020, 08:29

Die Corona-Warn-App des Bundes ist seit dem 25. Juni offiziell verfügbar. Doch die Akzeptanz in der Schweizer Bevölkerung ist tief, wie eine repräsentative Befragung des Online-Vergleichsportals comparis.ch zeigt. Zwar hat die SwissCovid-App mittlerweile über eine Million aktive User. Doch eine Mehrheit der Smartphone-Besitzer will sie nicht installieren.

Jung und Alt zögern

Viele Leute glauben nicht an den Nutzen – oder haben Angst

Digital-Experte Jean-Claude Frick schreibt:

«Trotz der Besorgtheit um den Datenschutz werden Tracking-Features auf dem Handy wie GPS, Bluetooth oder der Schrittzähler nicht konsequent deaktiviert. Zwar sind die Gegner der SwissCovid-App grundsätzlich etwas vorsichtiger als die App-Nutzer. Dennoch haben auch hier 26,6 Prozent keins der oben genannten Tracking-Features meistens deaktiviert (gegenüber 32,3 Prozent der App-Nutzer).»

Fast alle nutzen WhatsApp und andere Apps und geben ihre Daten preis

«Das zeigt, dass sich viele Handynutzer nicht bewusst sind, wo die wirklichen Gefahren liegen», sagt Comparis-Experte Frick. Die SwissCovid-App sei von Anfang an mit Blick auf den Datenschutz entwickelt worden.

«Demgegenüber sehen Facebook, Google und Co. den Schutz der Daten ihrer Nutzer eher als lästiges Übel an und haben ihr Geschäftsmodell auf den Daten von uns allen aufgebaut», warnt er. Wem der Schutz der eigenen Daten wirklich wichtig sei, deinstalliere Facebook, Instagram und die chinesische App Tik Tok besser komplett, statt sich vor der Schweizer Tracing-App zu fürchten.»

Digital Natives und Oldies verhalten sich ähnlich widersprüchlich

Jean-Claude Frick schreibt weiter:

«Messenger-Dienste und Social-Media-Apps wie WhatsApp, Instagram oder Facebook, die nachweislich mit Datenpannen zu kämpfen hatten und die User immer wieder ausspionieren, werden rege genutzt; auch von den Personen, die SwissCovid nicht installieren wollen.»

Am grössten sind die Widersprüche bei den Jüngeren und Jungen, also ausgerechnet bei den Personen, die im Gegensatz zu den Alten in der digitalen Welt aufgewachsen sind: Die datenschutzkonforme SwissCovid-App wird auch in dieser Altersgruppe von über der Hälfte abgelehnt. Gleichzeitig spielt man den grossen US-Datenkraken in die Hände und liefert über WhatsApp und Co. wertvolle Informationen.

«Das Unwissen um die Funktion und die Sicherheit der App ist ein grosses Hindernis. Der Bund muss dringend besser aufklären.»
Jean-Claude Frick, Digital-Experte
Wie wurde untersucht?
Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut MarketAgent Schweiz im Auftrag von comparis.ch Ende Juni durchgeführt. Befragt wurden 1000 Personen in allen Regionen der Schweiz.

(dsc)

Quellen

Alles über die Schweizer Corona-Warn-App

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

1 / 23
Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Zu viel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Abonniere unseren Newsletter

Das war's für Attila Hildmann – Apple und Google schmeissen Verschwörungstheoretiker raus

Er verbreitete Judenhass, postet Bilder mit Hakenkreuzen und ruft zum Umsturz auf: Doch nun wird Attila Hildmann für seine Hassposts kaum noch Leser finden. Google und Apple haben zeitgleich reagiert.

Die Zeiten fast völlig unkontrollierter Inhalte in dem Messenger Telegram sind offenbar vorbei. Seit Dienstag sind sowohl auf Apple-Geräten wie auch auf Android-Geräten in der jeweiligen App manche Kanäle nicht mehr aufrufbar.

Der prominenteste gesperrte Kanal im deutschen Sprachraum dürfte der von Attila Hildmann mit gut 100'000 Abonnenten sein.

Auch ein Zweitkanal und der Kanal einer rechtsterroristischen Gruppierung sind für die entsprechenden Nutzer nicht mehr erreichbar. Einen Überblick …

Artikel lesen
Link zum Artikel