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Nicht nur zum Bombenabwerfen

China will dem Smogproblem mit Drohnen zu Leibe rücken

China versinkt im Smog. Bild: EPA/FEATURECHINA

Weil der Smog in China immer bedrohlichere Ausmasse annimmt, hat die Regierung den Krieg gegen die Luftverschmutzung ausgerufen. Helfen sollen mit Chemikalien bestückte Drohnen.



China wird erfinderisch im Kampf gegen Smog: Anders als die aus Kriegseinsätzen bekannten flugzeugähnlichen Drohnen, sollen im Reich der Mitte unbemannte Gleitschirme zum Einsatz kommen, berichtet die «South China Morning Post». Die in China entwickelten Fluggeräte können Chemikalien von bis zu 700 Kilogramm transportieren, die anschliessend über die Smog geplagten Städte verteilt werden. Die verschmutze Luft soll dadurch gefrieren und anschliessend zur Erde fallen. Ob diese Methode Schäden für die Natur nach sich zieht, ist nicht bekannt. Bereits Ende Monat soll die Testphase beginnen.

Peking dronen luftverschmutzung

Die in China entwickelte Drohne soll das Smog-Problem lösen. Bild: scmp

Das Smogproblem in China, das viele Bewohner zum Tragen von Atemmasken zwingt, wird von oberster Stelle bekämpft. Ministerpräsident Li Keqiang hat der Luftverschmutzung den Krieg erklärt. Neben den Drohneneinsätzen werden 50'000 kleine kohlebefeuerte Ofenanlagen stillgelegt, grössere Kohlekraftwerke saniert und sechs Millionen Autos mit zu hohem Abgasausstoss von den Strassen verschwinden.

Wie dichter Nebel liegt der Smog über der chinesischen Metropole Guangzhou. Bild: Reuters

Die Stadt Qingdao ist im Smog kaum zu erkennen. Bild: Reuters

Ein Paar fotografiert sich vor der Verbotenen Stadt in Peking. Bild: Reuters

epa04107712 Chinese journalists wearing face masks to protect themselves from thick smog await the arrival of delegates prior to the opening session of the second plenum of the 12th National Committee of the Chinese People's Political Consultative Conference (CPPCC) at the Great Hall of the People in Beijing, China, 03 March 2014. The CPPCC is the top advisory body of the Chinese political system and the session precedes the annual plenary meetings of the 12th National People's Congress (NPC) which is due to commence 05 March.  EPA/ADRIAN BRADSHAW

Der Smog zwingt viele Chinesen, Atemschutzmasken zu tragen. Bild: EPA/EPA

Es ist nicht das erste Mal, dass China das Wetter kontrollieren will. Das Wetterbeeinflussungs-Büro hat 2008 während der Olympischen Spiele Silberiodid in den Himmel geschossen, um klare Sicht über der Hauptstadt zu ermöglichen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 23.09.2014 12:19
    Highlight Highlight Vernünftig denkenden Menschen war es schon immer sehr mulmig zumute bei dem Gedanken, dass 1,4 Milliarden Menschen in China demnächst das gleiche grundfalsche Mobilitätsverhalten wie im "Westen" übergestülpt bekommen. Aber wurde das in dieser so pluralistischen Gesellschaft jemals auch nur annähernd diskutiert? Nein, der Rubel muss rollen! Autos ohne Ende, die Börsenblätter jubeln und die Menschen ersticken.
  • CG aus G :-) 08.03.2014 09:02
    Highlight Highlight Über kurz oder lang werden die Chinesen in sauberere, effizientere und der modernen Welt angepasst Infrastruktur investieren müssen, wenn sie auch in Zukunft noch Luft zum atmen wollen.

    Dies wird dazu führen, dass derart grosse Investitionen nötig werden, die die chinesische Wirtschaft finanziell nicht tragen kann und sich deshalb verteuern muss. Die Verteuerung macht sie für Investoren aber uninteressant.

    Das chinesische Wirtschaftsmodell - Ausbeutung aller Ressourcen - wird nicht mehr lange funktionieren, dann werden neue Produktionsländer gesucht, die sich für Geld verschmutzen lassen.
  • Oki 07.03.2014 20:25
    Highlight Highlight Die, nicht die Drohnen, sollen das Problem lösen. Jetzt.

Vom Gamer zum Copter-Piloten: Was diese Jungs in der Luft treiben, ist ziemlich krass

Im 21. Jahrhundert entsteht ein neuer Sport mit Drohnen, oder besser Quadcopters. Bereits gibt es eine Europameisterschaft, und die besten Piloten können vom Fliegen leben. Eine Reportage aus der Schweiz.

Mit einem schrillen Ton hebt die Drohne ab. Wie ein wildgewordenes Insekt saust sie durch die Luft, macht Loopings, fliegt durch ein Tor, dreht ab und steigt senkrecht in die Höhe, um dann steil herunterzustechen. Ein zweites Flugobjekt folgt ihr, schliesst zu ihr auf, bis beide gleichauf sind. Bei der nächsten Linkskurve knallen die Drohnen ineinander. Sie überschlagen sich und schmettern auf den Boden.

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