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So sieht die neue Datenschutz-Funktion in der Facebook-App aus. bild: watson

Wenn du Facebook hast und dir Datenschutz wichtig ist, solltest du diese Funktion kennen

Facebook lanciert die neue Datenschutz-Funktion «Aktivitäten ausserhalb von Facebook». Mit dem Tool können Nutzer kontrollieren, welche Informationen andere Apps und Websites an Facebook liefern.



Facebook ermöglicht seinen Nutzern ab sofort die Kontrolle über Daten, die andere Apps und Websites mit dem Online-Netzwerk teilen. «Ab heute ist das Tool ‹Aktivitäten ausserhalb von Facebook› weltweit verfügbar», schreibt das soziale Netzwerk. Damit können Nutzer kontrollieren, welche Informationen Apps und Webseiten von Fremdanbietern an Facebook übermitteln. Dies kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstag an.

Mit dem Kontrollwerkzeug können die Nutzer nun erreichen, dass die erhaltenen Informationen nicht mehr mit ihrem Facebook-Profil verknüpft werden. Auch frühere gesammelte Daten werden vom Profil entkoppelt, aber nicht gelöscht.

So sieht das neue Feature aus:

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Die Übersicht enthält sowohl die Anzahl der Übertragungen als auch das letzte Datum, an dem eine App Informationen an Facebook übermittelt hat. screenshot: watson

Neben der Anzeige und Kontrolle der Fremddienste (Apps wie watson etc.) gibt es die Option, den Zugang komplett zu löschen. Tut man dies, gilt es zu beachten, dass man in der entsprechenden App bzw. Webseite auch nicht mehr per Facebook-Login angemeldet ist.

Zu finden ist die neue Funktion «Aktivitäten ausserhalb von Facebook» in der Facebook-App unter «Einstellungen und Privatsphäre» > «Einstellungen» > «Deine Facebook-Informationen».

Zuckerberg schreibt weiter, dass Nutzer beim Öffnen der Facebook-App in den nächsten Wochen ermutigt werden, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen.

Diese Daten erhält Facebook, wenn du nichts tust

Zu den Datenpunkten, die an Facebook weitergeschickt werden, gehörten zum Beispiel das Öffnen einer App, der Aufruf einer Website, das Ansehen von Inhalten, und etwa bei Online-Shops auch die Suche nach Artikeln sowie das Hinzufügen zum Warenkorb und der Kauf. Facebook ordnet die Informationen dann einem Nutzerprofil zu. Solche Nutzer-Informationen können das Online-Netzwerk auch über Werbeagenturen oder Daten-Dienstleister erreichen.

Mit dem neuen Kontrollwerkzeug haben es die Nutzer nun selbst in der Hand, dies zu verhindern. Einschränkend erklärt Facebook, dass die angezeigten Angaben nicht vollständig seien: «Aus technischen Gründen und aus Gründen der Zuverlässigkeit zeigen wir nicht alle Aktivitäten, über die wir informiert wurden.» Den anderen Anbietern sei es auch untersagt, vertrauliche Informationen mit Facebook zu teilen.

Facebook hatte die Möglichkeit, sich ein Bild von den weitergegebenen Informationen über die Aktivitäten ausserhalb der Plattform zu machen, im vergangenen August zunächst nur für einige wenige Länder wie Irland, Spanien und Südkorea eingeführt, nun ist die Funktion weltweit vorhanden.

Zuckerberg hatte bereits im Frühjahr 2018 ein Kontrollwerkzeug mit dem Namen «Clear History» angekündigt, mit dem man ausserhalb des Online-Netzwerks gesammelte Daten «bereinigen» oder auch «wegspülen» können sollte. Inzwischen spricht das Online-Netzwerk stattdessen von einem Tool zur Verwaltung von Aktivitäten ausserhalb von Facebook. (oli/sda/awp/dpa)

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