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In this photo taken on Monday, July 24, 2017, people walk along Nevsky prospect, the central avenue in St.Petersburg, Russia. The U.S. has orchestrated the arrest of five alleged Russian cybercriminals across Europe in the past nine months. The operations come at a fraught moment in relations between Russia and the U.S., where politicians are grappling with the allegation that Kremlin hackers intervened in the 2016 election. (AP Photo/Yevgeny Kurskov)

Russlands Einflussversuche via Instagram und Facebook gehen offenbar unvermindert weiter ... Bild: AP

Russlands Trolle und Hacker geben Gas – so versucht Facebook dagegen zu halten



Der Social-Media-Konzern Facebook ergreift gut ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl weitere Massnahmen, um die Verbreitung von Propaganda und Fake News einzudämmen.

Facebook sei in den vergangenen Jahren deutlich besser im Kampf gegen Propaganda und gefälschte Nachrichten geworden, behauptete Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz. Zugleich sei das Online-Netzwerk aber immer ausgeklügelteren Attacken aus Ländern wie Russland, Iran und China ausgesetzt.

Russische Hacker «unter falscher Flagge»

Am Montag veröffentlichten der US-Geheimdienst NSA und der britische Partnerdienst GCHQ Warnungen, dass sich staatliche russische Elite-Hacker als Iraner ausgegeben hätten. Laut «Wired» handelt es sich um eine Gruppierung, die auch schon als ATP28 oder Fancy Bear bezeichnet wurde.

In einer Reihe von Spionagefällen hätten die Russen die Hacking-Infrastruktur eines anderen Landes infiltriert und damit Opfer ausspioniert und Malware verbreitet.

Mit seinen Angriffen unter falscher Flagge verfolge Russland mehrere Ziele, erklärte ein Experte gegenüber «Wired». Es gehe darum, Verwirrung zu stiften und die Beweisbarkeit («Attribution») praktisch zu verunmöglichen.

Russlands Trollfabrik läuft auf Hochtouren

Am Montag gab Facebook zudem bekannt, dass drei Desinformations- und Propaganda-Kampagnen aus dem Iran und eine aus Russland entdeckt und gestoppt wurden, die sich als gewöhnliche Nutzer ausgaben. Ihre Beiträge hätten auf Menschen in den USA, Lateinamerika und Nordafrika gezielt.

Die russische Kampagne soll mit der von Russland finanzierten Trollagentur, der Internet Research Agency (IRA), in Verbindung stehen. Es wurden 50 Instagram-Profile und ein Facebook-Konto mit rund 246'000 Anhängern missbräuchlich verwendet, um fast 75'000 Beiträge zu veröffentlichen und weiterzuverbreiten.

Offenbar sollte insbesondere der aussichtsreichste Gegenkandidat zum amtierenden US-Präsidenten, Joe Biden, mit Postings von links und rechts attackiert werden.

Zu den drei anderen Kampagnen heisst es:

Facebook war unter massive Kritik geraten, weil das Online-Netzwerk im Umfeld der US-Präsidentenwahl 2016 für gross angelegte Kampagnen aus Russland missbraucht wurde. Diese zielten darauf ab, Spannungen in der US-amerikanischen Gesellschaft zu verschärfen. Wie viel Einfluss die Manipulationen auf Donald Trumps Wahlsieg hatten, ist nicht bekannt.

Erst kürzlich hatte sich Zuckerberg in einer live bei Facebook übertragenen Rede als Verteidiger der freien Meinungsäusserung dargestellt. Der Erfinder der weltweit grössten Datenkrake wurde deshalb von US-Medien scharf attackiert.

(dsc/sda/dpa)

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