Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Facebook schluckt Tech-Firma, die Gedanken-Steuerung entwickelt

Für das Start-up Ctrl-Labs hat Mark Zuckerbergs Konzern angeblich bis zu 1 Milliarde Dollar bezahlt.



Facebook hat ein Start-up gekauft, das Geräte mit Gedanken steuern lassen will. Die New Yorker Firma Ctrl-Labs verwendet dafür ein Armband, das die neuronalen Signale auf dem Weg zu den Muskeln erkennen und in Befehle für den Computer umwandeln kann.

Auf diese Weise werde man dann zum Beispiel ein Foto mit einem Freund nur durch den Gedanken daran teilen können, erklärte Facebook-Manager Andrew Bosworth in der Nacht zum Dienstag bei der Bekanntgabe der Übernahme.

Bild

Armband von CTRL-Labs.

Facebook nannte keinen Kaufpreis. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unter Berufung auf informierte Personen, das Unternehmen von Mark Zuckerberg zahle zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar.

«Building a world where computers are natural extensions of thought and movement.»

Firmen-Motto von Ctrl-Labs

Direkt aus dem Gehirn heraus ...

Das Interesse von Facebook an solcher Technologie ist schon länger bekannt. Bereits im Frühjahr 2017 berichtete die damalige Chefin des Facebook-Forschungslabors, Regina Dugan, von Überlegungen, Menschen direkt aus dem Gehirn heraus Worte in den Computer schreiben zu lassen. Damit wäre es zum Beispiel möglich, einem Freund eine Textnachricht zu schicken, ohne dafür das Smartphone herausholen zu müssen, hiess es damals.

Die Idee war, dafür Sensoren auf dem Kopf zu nutzen, weil Implantate nicht praktikabel seien. Inzwischen arbeitet unter anderem auch eine Firma des Tech-Milliardärs und Tesla-Chefs Elon Musk daran, einen Stoff zu entwickeln, den man mit neuronalem Gewebe verbinden kann.

Die Ankündigung erfolgt kurz vor dem Start der Oculus-Entwicklerkonferenz, die am Mittwoch und Donnerstag im kalifornischen San Jose über die Bühne geht. Facebook hatte die Firma Oculus VR, die auf Virtual Reality spezialisiert ist und eine Videobrille entwickelt hat, 2014 übernommen.

(dsc/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

19-jähriger Informatiker entwickelt einen Roboter, der mit Oculus Rift gesteuert wird

Zuviel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Tesla schaut neidisch zu diesem Schweizer Elektro-Pionier (wegen des Akku-Recyclings)

Die Schweizer E-Mobilitätsfirma Kyburz und der Umwelt-Ingenieur Olivier Groux haben eine innovative Batterie-Recyling-Anlage vorgestellt.

Jeder kennt sie, die lautlosen, abgasfreien Dreirad-Roller der Schweizer Post. Der Hersteller Kyburz ist nun der erste seiner Art, der Akkus im eigenem Betrieb recycelt und zwar nach einem neuen, umweltschonenden und nachhaltigen Verfahren. Die Empa stand bei der Anlage Pate.

Elektromobile sind ein Segen für die Umwelt. Allerdings haben sie oft einen Tolggen im Reinheft ihrer Ökobilanz, nämlich die ressourcenintensiven Lithium-Ionen-Batterien, die mangelhaft recycelt werden.

Manche Hersteller …

Artikel lesen
Link zum Artikel