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«Die Nutzer haben es in der Hand», behauptet Facebook. Wir zeigen, wie du deine Privatsphäre auf Facebook zurück erhältst. bild: facebook

So machst du dein Facebook-Profil in fünf Minuten sicher 

Facebook ändert die Nutzungsbedingungen und greift ab Freitag noch mehr persönliche Daten ab. Das sind die wichtigsten Änderungen auf einen Blick – und so schützt du deine Privatsphäre auf Facebook.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Facebook aktualisiert zum 30. Januar 2015 seine Nutzungsbedingungen. Mitglieder des sozialen Netzwerks erhalten seit Ende 2014 die Aufforderung, die «aktualisierten Bedingungen» sowie die «Datenrichtlinie» und die «Cookies-Richtlinie» anzusehen. In diesem Artikel erklären wir dir im ersten Teil, was sich konkret ändert. Im zweiten Teil erfährst du, wie du deine Privatsphäre trotzdem einigermassen schützen kannst.

Nutzer sollten sich die Mühe machen, dieses umfangreiche Dokument zu lesen, rät Sabine Petri von der deutschen Konsumentenschutzzentrale: «Facebook lässt sich erlauben, alle Nutzungsinformationen zu erheben und zu nutzen.» Auch wenn man einzelnen Punkten nicht widersprechen könne, sei es wichtig, sich darüber bewusst zu sein, was mit den eigenen Daten passiere. 

Denn wer Facebook ab dem 30. Januar aufruft, stimmt den neuen Richtlinien automatisch zu. Auch solche Widerspruchsbilder, wie sie derzeit im Internet verbreitet werden, helfen da nicht. 

facebook

Stimmt nicht! Das Teilen des Widerspruchsbildes bringt nichts. bild: watson

«Die geplanten Änderungen der Datenrichtlinie bei Facebook sind mit Licht und Schatten verbunden», sagt Ulrich Kelber, Staatssekretär beim deutschen Bundesminister für Konsumentenschutz. Er begrüsse das Bemühen um mehr Transparenz und eine verständliche Sprache, die Datenschutzbedingungen seien aber auch in der Neufassung viel zu lang. 

«Es ändert sich nichts daran, dass Facebook geräteübergreifend auf nahezu alle Daten zugreift und sie verknüpft und auswertet.»

1. Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Keine Chance, einzelnen Änderungen zu widersprechen 

Der Nutzer habe keine Chance, den Änderungen zu widersprechen, sagt Petri. Das bedeutet: Wer mit den neuen Nutzungsbedingungen (AGB) nicht einverstanden ist, darf sich ab dem 30. Januar nicht mehr im Netzwerk einloggen. 

2. So kannst du deine Privatsphäre schützen

Grundsätzlich empfiehlt Datenschützer Petri, die Sichtbarkeit von Beiträgen stark zu kontrollieren und in den Privatsphäre-Einstellungen auf minimale Auswertung der persönlichen Daten zu Werbezwecken zu setzen. Ausserdem sollten Nutzer wachsam sein: «Man sollte regelmässig nachsehen, ob die Einstellungen noch so sind, wie man sie eingestellt hatte.» 

Konkret helfen die folgenden Tipps, welche die Facebook-Hilfeseite Mimikama zusammengestellt hat: Damit du mit den hier angegebenen Links direkt auf die jeweilige Einstellung kommst, musst du bei Facebook angemeldet bzw. eingeloggt sein.

Browserplugin gegen Tracking (Überwachung) im Netz

Häkchen setzen bei:

Apps den Zugriff auf Facebook-Daten einschränken

Beiträge, Freundschaftsanfragen und Nachrichten

Häkchen entfernen bei:

Sichtbarkeit von Beiträgen, Fotos etc. einschränken

3. Facebook-Profil deaktivieren

Mit diesem Link kannst du dein Facebook-Profil deaktivieren.

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(mbö/dpa/oli)

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