Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Die Instagamerin Alexandra Milam entschuldigte sich für ein Fotoshooting in Südengland. Bild: screenshot instagram

Influencerin kritzelt Namen auf Weltnaturerbe – und kassiert Shitstorm



Für den perfekten Schnappschuss auf Instagram nehmen Influencer bekanntlich viel in Kauf. Je waghalsiger und aussergewöhnlich das Foto, desto besser. Doch manchmal geht der Einsatz um das beste Bild nach hinten los.

Die britische Influencerin Alexandra Milam hat sich nun wegen einer Fotoreihe an der südenglischen Jurassic Coast einen Shitstorm eingehandelt. Denn um sich möglichst wirksam zu inszenieren und einen bleibenden Eindruck vor Ort zu hinterlassen, kritzelte sie den Namen ihres Instagram-Accounts in den berühmten weissen Kalkstein.

Dabei handelte es sich jedoch um ein UNESCO-Weltnaturerbe, 185 Millionen Jahre Erdgeschichte lassen sich an dem Küstenabschnitt betrachten. Viele Follower fanden die Aktion folglich gar nicht cool.

Könnte dich auch interessieren: Grosse Aufregung in der Schweizer Influencer-Welt

Video: srf/SDA SRF

Aufräumarbeiten dauern Stunden

Für ihr Fotoshooting bekam sie mächtig viel Kritik. Nun hat sich die Britin laut der Zeitung «Mirror» entschuldigt: «Ich fühle mich wirklich schrecklich. Ich bereue den Schaden, den das Hinterlassen meines Namens an der Jurassic Coast verursacht hat, zutiefst», erklärte die Influencerin.

Freiwillige Parkranger verbringen einem Bericht des britischen «Mirror» zufolge Stunden damit, Schmierereien und Müll, den Touristen an dem gut 200 Kilometer langen Naturdenkmal hinterlassen, zu beseitigen.

Freiwillige putzen die Schmierereien weg:

«Ich möchte das Bewusstsein an alle weitergeben, die die Schönheit und Bedeutung dieses Ortes nicht verstehen», sagte Milam.

«Ich bin enttäuscht, dass ich es damals nicht verstanden habe und ich möchte nicht, dass jemand den gleichen Fehler macht.» Als Entschädigung habe sie Geld für einen guten Zweck gespendet. Mittlerweile hat Milam ihren Account übrigens auf privat gestellt und offenbar keine Lust mehr auf so viel (negativen) Rummel um ihre Person.

In der Vergangenheit machten Influencer immer wieder wegen ihrer oft riskanten und/oder heiklen Fotos Schlagzeilen. Zuletzt war die deutsche Instagramerin Yvonne Pferrer in die Kritik geraten, weil sie sich in einem natürlichen Pool im Nationalpark Berchtesgaden abbilden liess.

Der Ort ist gefährlich – im vergangenen Jahr starben dort zwei Menschen beim Versuch, zu dem Pool zu gelangen.

(lau)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

19 Instagram-Fails: Weniger Photoshop wäre weniger peinlich

Britin erfüllt die Wünsche ihrer Haters - es kam nicht gut

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

39 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat
16.08.2020 15:16registriert February 2017
Ich würde Ihre Entschuldigung als wesentlich ehrlicher empfinden, wenn Sie sich, statt einer Spende, eine Woche an den Säuberungsarbeiten beteilligt hätte...
6055
Melden
Zum Kommentar
De-Saint-Ex
16.08.2020 15:30registriert January 2020
Ärgerlich... Influencer und ihre Follower (schon nur der Ausdruck sagt alles), eine der negativsten Nebenerscheinungen des Internet... na ja, solange sie ihren krankhaften Narzissmus nicht noch übler ausleben...
4215
Melden
Zum Kommentar
Peter R.
16.08.2020 15:17registriert February 2019
Von diesen Selbstdarstellern ist auch nicht viel mehr als Unsinn zu erwarten.
Schlimmer sind nur noch die Follower, die solche Peinlichkeiten anschauen.
3053
Melden
Zum Kommentar
39

Influencer will gratis essen – Restaurant macht interessanten Gegenvorschlag

Es ist nicht die erste Geschichte dieser Art und wird es wohl auch nicht bleiben: Influencer, die Restaurants um kostenloses Essen bitten. Im Gegenzug versprechen sie, die Gaststätte positiv gegenüber ihrer Anhängerschaft zu erwähnen. Das kann sich für ein Etablissement durchaus lohnen und wird daher auch oft gemacht.

Manchmal aber gibt es auch Restaurants, die keine Lust auf diese moderne Art der Werbung haben. Jüngstes Beispiel dafür ist ein Restaurant aus Griechenland. Auf Twitter berichtet …

Artikel lesen
Link zum Artikel