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This July 10, 2019, photo shows an Associated Press reporter holding a phone showing the Instagram app icon in San Francisco. Instagram is expanding a test to hide how many “likes” people’s posts receive on its photo-sharing app as it tries to combat criticism that such counts hurt mental health and make people feel bad when comparing themselves to others. (AP Photo/Jeff Chiu)

Die Firma HYP3R entwickelte Methoden, die Instagram-Dateien automatisiert einsammelt und speichert. Bild: AP

Marketing-Firma saugte Instagram-Daten auf – auch «Story»-Funktion betroffen



Eine Marketingfirma hat laut einem Medienbericht im grossen Stil öffentlich zugängliche Daten von Instagram-Nutzern gesammelt und dauerhaft gespeichert. Dazu hätten auch Beiträge aus der sogenannten «Stories»-Funktion gehört, die nur einen Tag sichtbar sind.

Die Website «Business Insider» berichtete unter Berufung auf einen Sprecher, die zu Facebook gehörende Plattform habe die Firma HYP3R nach Bekanntwerden der Recherchen von der Plattform geworfen und aufgefordert die Datensammlung einzustellen.

Instagram-Nutzer können entscheiden, ob ihre Beiträge bei der Foto-Plattform für alle oder nur für bestimmte User sichtbar sind. Die öffentlich zugänglichen Bilder, Videos und Informationen können dann auch nicht nur über die App, sondern auch über die Web-Version von Instagram abgerufen werden. Die Firma HYP3R entwickelte Methoden, die Dateien automatisiert einzusammeln und zu speichern.

Speziell interessant waren dabei laut dem Bericht von «Business Insider» Instagram-Beiträge, die den Aufenthaltsort der Nutzer enthielten. Auch die Ortsdaten seien ausgelesen und gespeichert worden. Ein Service von HYP3R für Kunden wie Hotels sei dabei gewesen, gesammelte Instagram-Beiträge von ihren Standorten zu präsentieren. Zugleich hätten sie aber auch mit Werbeanzeigen gezielt Nutzer ansprechen können, die sich bei der Konkurrenz aufhielten. HYP3R baute eine Datenbank mit tausenden Standorten von Hotels, Fitnessclubs oder Einkaufsläden auf.

Auf Umweg auf Ortsdaten zugegriffen

Aus Sicht von Instagram verletzt die automatisierte Datensammlung die Nutzungsbedingungen, HYP3R erklärte «Business Insider» dagegen, man sehe keinen Regelverstoss. Der Fall ist zugleich ein Beispiel dafür, wie auf Basis öffentlich verfügbarer Informationen ausführliche Nutzerprofile aufgebaut und von der Werbeindustrie genutzt werden können. Dem Bericht zufolge nutzt HYP3R auch automatische Bilderkennung bei den eingesammelten Fotos, um auszuwerten, was auf den Bildern zu sehen ist.

Instagram hatte den Zugang zu Ortsdaten über die offizielle Schnittstelle für Entwickler bereits im vergangenen Jahr gekappt. Aber HYP3R habe einen Weg gefunden, trotzdem an die Informationen zu kommen, schrieb «Business Insider». Zunächst unklar blieb, wieso HYP3Rs automatisierte Datensammlung nicht von den Instagram-Systemen entdeckt worden war. (sda/dpa)

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