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epa06316581 A close-up image showing the Threema Messenger app on an iPhone in Kaarst, Germany, 08 November 2017.  EPA/SASCHA STEINBACH ILLUSTRATION

Threema ist eine Alternative zu WhatsApp und im Gegensatz zu Signal nicht an eine Telefonnummer gebunden. Bild: EPA/EPA

Schweizer Messenger-App Threema wird Open Source – und kündigt heiss ersehntes Feature an



Die Schweizer Messenger-App Threema, die sich der Vormacht von WhatsApp, Telegram oder dem Facebook Messenger entgegen stellt, hat einen Investor für eine Expansion des Geschäfts gefunden. Gleichzeitig kündigten die Threema-Entwickler an, dass der vor allem in der Schweiz und in Deutschland populäre Messenger als Open Source offengelegt wird. Zudem soll man Threema künftig auf mehreren Geräten, auch am PC, parallel nutzen können.

Threema will mit Investor weiter wachsen

Nach einer intensiven Aufbauphase lege Threema mit dem Einstieg der deutsch-schweizerischen Investmentgesellschaft Afinum Management AG aus Zürich den Grundstein für Kontinuität, weiteres Wachstum und eine Beschleunigung der Produktentwicklung, hiess es. Afinum teile vollumfänglich Threemas Werte bezüglich Sicherheit und Schutz der Privatsphäre. Die durch diese Partnerschaft gewonnenen zusätzlichen Ressourcen ermöglichten es Threema, über den deutschsprachigen Teil Europas hinauszuwachsen.

Die drei Gründer und Software-Entwickler - Manuel Kasper, Silvan Engeler und Martin Blatter - blieben mit einem wesentlichen Anteil an der Gesellschaft beteiligt und würden Threema weiter führen.

Threema wird Open Source

In den nächsten Monaten werde Threema den App-Quellcode vollständig offenlegen und reproduzierbare App-Versionen («Builds») ermöglichen, betonten die Entwickler. «Diese umfassende Transparenz erlaubt es jedermann, die Sicherheit und Funktionsweise von Threema selbstständig zu überprüfen und zu verifizieren, dass der veröffentlichte Quellcode mit der installierten App übereinstimmt.»

Threema greift damit eine Kritik auf, die Datenschutz-Aktivisten in der Vergangenheit immer wieder vorgetragen hatten. Die Behauptungen von Threema zur Wahrung der Privatsphäre könne man nur überprüfen, wenn der Code der App Open Source sei, hiess es.

Threema wird auf mehreren Geräten parallel nutzbar

Gleichzeitig kündigten die Threema-Macher eine neue Funktion an: Threema werde künftig auf mehreren Geräten parallel nutzbar sein, auch am PC und unabhängig vom Smartphone. Im Gegensatz zu anderen Lösungen würden auf einem Server keine Spur von persönlichen Daten zurückbleiben. Dank dieser Technologie könne Threema künftig auf einem PC auch ohne Smartphone genutzt werden.

(oli/sda/awp/dpa)

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
trichie
03.09.2020 21:28registriert May 2017
Das Problem mit solchen Messengern... das ist ein ganz brutaler winner-takes-all-markt. Jeder ist auf WhatsApp weil alle Kontakte auf WhatsApp sind... ich hab seit 2 Jahren Threema aber der liegt brach weil in meinem Freundeskreis den praktisch niemand nutzt. So gesehen würd ich es threema gönnen wenn sie endlich den boost bekommen den sie brauchen.
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Frank K. Eilinger
03.09.2020 21:17registriert August 2015
Wenn man den Threema-Artikel auch noch an Threema Freunde verschicken könnte, dann wäre der Beitrag perfekt.
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Marco Rohr
03.09.2020 20:11registriert February 2014
Watson, gibt es Zahlen, wie der Marktanteil von Threema in der Schweiz effektiv aussieht? Nur um dieses Thema ein bisschen einordnen zu können.
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