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Eine Person wird

Warnhinweis zu einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus. archivBild: sda

SwissCovid wird schneller: Labors, Infoline und Apotheken stellen neu Covid-Codes aus

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erklärt auf Anfrage von watson, was es mit der geplanten «maschinellen Generierung» der Codes auf sich hat.



Der Bundesrat erleichtert die Weitergabe der sogenannten Covidcodes an positiv getestete Personen. Neu können auch Laboratorien, Mitarbeiter der Infoline, Testzentren und Apotheker diese Codes ausstellen. Damit sollen die Abläufe beschleunigt werden.

Bisher waren nur die kantonsärztlichen Dienste und die behandelnden Ärzte in der Lage, einer positiv getesteten Person den Code auszuhändigen. Sobald dieser in der SwissCovid App eingeben wird, werden andere Nutzer der App über eine mögliche Ansteckung gewarnt, sollten sie sich während mehr als 15 Minuten in der Nähe der infizierten Personen aufgehalten haben.

Verordnung angepasst – was bringt das?

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch die entsprechende Verordnung über das Proximity-Tracing-System angepasst, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt. Mit der Ausweitung des Kreises von Personen, die Zugriff auf das System haben, könnten die Codes schneller zu den positiv getesteten Personen gelangen. Gleichzeitig würden die Kantonsärzte und -ärztinnen entlastet.

Vor allem die Laboratorien könnten damit in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung des Prozesses und der Steigerung der Wirksamkeit der SwissCovid App leisten, hiess es weiter. In Testzentren und Apotheken, die Schnelltests durchführen, könnten die Mitarbeiterinnen den infizierten Personen den Code auch direkt mitgeben.

Mit der Anpassung der Verordnung werde ausserdem die Voraussetzung für einen vollautomatisierten Prozess rund um den Covid-Code geschaffen. Dabei werden Covidcodes automatisch generiert und an die positiv getesteten Nutzerinnen und Nutzer der App herausgegeben. Diese Lösung stehe allen Gesundheitseinrichtungen offen, die Zugriff auf das Codeverwaltungssystem haben. Der Datenschutz bleibe dabei gewährleistet.

Was ist mit der «maschinellen Code-Generierung» konkret gemeint?

Dazu erklärt Marco Stücheli vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und zuständig für die SwissCovid-Kommunikation:

«Wir stellen eine sichere REST-API zum Code-Generierungs-System zur Verfügung. Diese Schnittstelle können die Kantone / Spitäler in ihre Benachrichtigungs-IT-Systeme einbinden und so z.B. zusammen mit einem positiven Testresultat direkt noch den Covidcode per SMS an die Patienten versenden.»

Wie läuft das ab?

Dazu der BAG-Sprecher:

«Ein System eines Kantons / Spitals schickt eine Abfrage mit dem Onset-Datum (Symptombeginn / Testdatum falls keine Symptome) des Patienten an die sichere REST-API des Covidcode Systems. Das System erzeugt den Code und schickt ihn über die sichere Verbindung wieder zurück ans System des Kantons / Spitals. Dort wird die Information in die Kommunikation des Testresultats eingebunden und z.B. per SMS an den Patienten verschickt.

Damit das funktioniert, ist natürlich eine explizite Anbindung und Berechtigung der jeweiligen Fremdsysteme erforderlich. Es kann also nicht jedes beliebige System auf die REST-API zugreifen.»

Und wie weit ist man damit?

SwissCovid-Sprecher Marco Stücheli:

«Die REST-API steht kurz vor der Fertigstellung. In den nächsten Wochen werden einige Test-Integrationen vorgenommen, um Erfahrungen mit verschiedenen Systemen zu sammeln. Im Anschluss soll die Möglichkeit der Anbindung breit zur Verfügung gestellt werden – dies erfolgt immer in Zusammenarbeit mit den Vertretern des Drittsystems.»

Quellen:

(dsc/sda)

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