Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Cedric O, new junior minister for Digital Affairs walks out after the weekly cabinet meeting at the ELysee Palace in Paris, Monday, April 1, 2019. French President Emmanuel Macron has appointed three new government members, including the minister who will be in charge of handling Brexit-related issues. (AP Photo/Francois Mori)

Cédric O, Minister für digitale Angelegenheiten, hat ein Problem mit dem Datenschutz bei iPhones. Bild: AP/AP

Analyse

Frankreich will, dass Apple zentralen iPhone-Schutz aufhebt – die Schweiz ist besser dran

Die von den Franzosen favorisierte Contact-Tracing-App funktioniere nur, wenn Apple bei seinem mobilen Betriebsystem einen Bluetooth-Sicherheitsmechanismus deaktiviere. Die Schweizer Lösung kennt dieses Problem nicht.



Der französische Staat verlangt von Apple, bei iPhones einen Bluetooth-Schutzmechanismus zu deaktivieren. Nur so funktioniere die geplante Contact-Tracing-App, sagte der zuständige französische Minister in einem Interview.

Laut Bloomberg-Bericht haben französische Regierungsvertreter (Minister) ihre Bedenken mit Apple diskutiert, hätten dabei aber keine Fortschritte erzielt. Die Zeit drängt: Frankreich will die Tracing-App am 11. Mai lancieren, zu jenem Zeitpunkt will die Regierung damit beginnen, die Mitte März verhängten Ausgangsbeschränkungen aufzuheben.

Apples mobiles Betriebssystem iOS hat eine Einschränkung, die verhindert, dass Apps Bluetooth im Hintergrund verwenden, wenn die gesammelten Daten vom Gerät abgegriffen werden sollen. Dies verhindert Tracking und dient dem Schutz der Privatsphäre der Benutzer. Allerdings können gewisse Contact-Tracing-Apps (unter anderem auch die TraceTogether-App in Singapur) wegen dieser Einschränkung nur dann auf Bluetooth zugreifen, wenn bei dem iPhone der Bildschirm entsperrt und die entsprechende App geöffnet ist.

Schweiz im Vorteil

Gut zu wissen aus Schweizer Sicht: Die Schweizer Contact-Tracing-App, die bereits getestet wird und die offizielle Unterstützung durch den Bund hat, betrifft das nicht, weil sie bezüglich Datenverarbeitung einen dezentralen Ansatz verfolgt (Erklärung dazu folgt weiter unten).

«Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte, das Nationale Zentrum für Computer- und Netzsicherheit und die Nationale Ethikkommission sind sich einig, dass ein dezentraler Ansatz den schweizerischen Bedürfnissen nach maximalem Schutz der Privatsphäre am besten entspricht.»

Pascal Strupler, Bundesamt für Gesundheit (BAG), Generaldirektor

Interessantes Detail: Die Schweizer Contact-Tracing-App, die vom DP-3T-Konsortium entwickelt wird, soll ebenfalls bis am 11. Mai fertig gestellt sein, wie die ETH Zürich und die ETH Lausanne (EPFL) am Dienstag mitteilten.

Umstrittener Ansatz

Im Gegensatz zur Schweiz setzt Frankreich bei der derzeit laufenden Entwicklung einer Contact-Tracing-App auf eine zentrale Architektur. Das heisst, dass heikle User-Daten auf einem Server lagern. Anonymisiert zwar, aber verfügbar für Auswertungen.

Am Montag hatten 300 Wissenschaftler vor genau einer solchen zentralen Server-Architektur gewarnt. Damit drohe eine «nie dagewesene Überwachung der Gesellschaft».

Sie befürchten, autoritäre Staaten, Privatfirmen oder Hacker mit Zugriff auf die zentral gespeicherten Daten könnten Bürger in ihrem Alltag ausspionieren. Wie genau dies möglich wäre, haben einige der Wissenschaftler in einer ausführlichen Analyse beschrieben, wie netzpolitik.org schreibt.

Die Wissenschaftler plädieren dafür, eine dezentrale Architektur für die Nachverfolgung von Kontakten zu verwenden. In einem solchen Modell verbleiben die Listen der IDs von Kontaktpersonen auf den jeweiligen Mobilgeräten, so könne niemand das Netz der Sozialkontakte daraus ableiten. Genau diese Funktionsweise hat die Schweizer Tracing-App.

«Um die Entwicklung von Contact Tracing ohne eine zentral gesteuerte Datenbank mit privaten Informationen über Einzelpersonen zu unterstützen, entwickeln Google und Apple eine Infrastruktur. Diese ermöglicht den Ablauf der erforderlichen Bluetooth-Operationen in einer die Privatsphäre schützenden Weise. (...)

Wir begrüssen diese Initiative und warnen davor, private Informationen über Benutzer zu sammeln. Einige, die versuchen, zentralisierte Systeme aufzubauen, setzen Google und Apple unter Druck, ihre Systeme zu öffnen, damit sie mehr Daten erfassen können.»

Stellungnahme vom 19. April 2020

Halten wir fest: Auch beim dezentralen Ansatz gibt es einen Server, der jedoch bezüglich Datenschutz unproblematisch ist. Es werden nur zufällige Zeichen­ketten gespeichert, die keinerlei Rückschlüsse zulassen auf die infizierten Personen. Wer sich für die technischen Details interessiert, wird in diesem lesenswerten Erklärstück bei republik.ch fündig.

So funktioniert die «Schweizer Lösung»:

Der zentrale Ansatz wird hingegen im Rahmen des paneuropäischen Software-Projekts PEPP-PT verfolgt. Neben Frankreich will Deutschland eine entsprechende App lancieren. Das PEPP-PT-Konsortium soll eigentlich einen länderübergreifenden Datenaustausch der Tracing-Apps ermöglichen.

Wegen schwerer Bedenken sind die Schweizer Hochschulen (EPFL und ETH) bei PEPP-PT ausgeschieden, auch andere renommierte Forschungsinstitutionen aus mehreren EU-Staaten haben ihren Rückzug erklärt und arbeiten weiter beim Konsortium DP-3T zusammen.

Apples Haltung ist klar

Ein Apple-Sprecher lehnte es laut Bloomberg ab, die Forderung der Franzosen zu kommentieren, und verwies auf die früher angekündigte Partnerschaft mit Google.

Die beiden US-Techkonzerne, die die beiden dominierenden Smartphone-Plattformen betreiben, favorisieren den dezentralen Ansatz, wie ihn auch das Projekt DP-3T verfolgt, das unter Federführung der EPFL in Lausanne läuft.

Apple und Google entwickeln ihre eigene Contact-Tracing-Plattform, um datensparsame Anwendungen zu unterstützen. Die Plattform soll laut Ankündigung im Mai für Regierungen und Gesundheitsbehörden überall verfügbar sein. Die von DP-3T entwickelte Lösung wird damit kompatibel sein.

Das sagt der Epidemiologe zur Schweizer Tracing-App:

EU-Kommissar Thierry Breton sagte am Montag in einer französischen Senats-Anhörung, dass er vorhabe, Apples Kooperation mit Google mit Apple-CEO Tim Cook zu diskutieren. Und er bekräftigte, dass Apps zur Kontaktverfolgung in Europa nur auf freiwilliger Basis implementiert würden.

Das französische Parlament wird die Tracing-App, die von Inria, der für die technische Forschung zuständigen Regierungsstelle, entwickelt wird, am 28. April diskutieren. Die Software basiert auf einem Protokoll namens «ROBERT».

«Mission Creep»: Befürchtungen bestätigt

In den vergangenen Wochen waren wiederholt Befürchtungen geäussert worden, einmal installierte Corona-Warn-Apps könnten nachträglich per «Mission Creep», also dem Ausbau von Funktionen, zur Durchsetzung etwa von Quarantäne-Bestimmungen eingesetzt werden. Seitens der deutschen Regierung war das zunächst dementiert worden.

Doch am Freitag sagte die deutsche Medizinethikerin Christiane Woopen während einer Pressekonferenz von PEPP-PT, man könne sich das vorstellen, berichtete welt.de. Chris Boos, das Gesicht des Projektes, habe sich daraufhin beeilt, die Entwicklung einer solchen Funktion zu leugnen.

Brisant: Woopen ist die Co-Vorsitzende der deutschen Daten-Ethikkommission. Sie hatte während der Pressekonferenz auch gefordert, dass Regierungen jetzt ein Gesundheitssystem um die App herum entwickeln sollten. «So müsste sichergestellt werden, dass Nutzer, die über die App gewarnt würden, schnell Kontakt zu einem geschulten Experten erhalten. Quarantäne allein, so Woopen, sei keine Lösung. Tests dürften nicht erst erfolgen, wenn Symptome auftreten.»

Update: Die deutsche Regierung hat sich noch nicht festgelegt, sondern diskutiert, bzw. prüft, angeblich drei Modelle für Corona-Apps. Neben DP-3T und PEPP-PT zählt dazu die in Österreich eingesetzte Lösung der Accenture GmbH. Dies geht aus einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums vom 20. April 2020 hervor, das golem.de vorliege.

Am Mittwoch will die europäische Datenschutz-Organisation Noyb über die Ergebnisse ihrer technischen und rechtlichen Analyse der vom Österreichischen Roten Kreuz und Accenture lancierten «Stopp Corona»-App informieren.

Quellen

Mehr über Corona-Warn-Apps

Italien startet Tests für Corona-Warn-App in vier Regionen

Link zum Artikel

Italien lanciert Tracing-App «Immuni» – diese Fakten sollten auch Schweizer kennen

Link zum Artikel

Darum ist Frankreichs «StopCovid»-App aus Schweizer Sicht ein Schuss in den Ofen

Link zum Artikel

Die Schweizer Corona-Warn-App im (schonungslosen) Vergleich mit den Nachbarn

Link zum Artikel

Das müssen iPhone- und Android-User über die Corona-Technik (in ihrem Handy) wissen

Link zum Artikel

Die Schweizer Corona-Warn-App kommt – das sind die wichtigsten Fakten

Link zum Artikel

Schweizer fürchten Überwachung durch Contact-Tracing-App – und wollen sie trotzdem nutzen

Link zum Artikel

Grossbritannien setzt auf Big Brother – Geheimdienst «hilft» bei Corona-Warn-App

Link zum Artikel

Deutschland lenkt ein bei Streit um Corona-Warn-App – setzt auf «Schweizer Lösung»

Link zum Artikel

Google und Apple stärken Datenschutz bei Plattform für Contact Tracing (und loben DP-3T)

Link zum Artikel

Frankreich will, dass Apple zentralen iPhone-Schutz aufhebt – die Schweiz ist besser dran

Link zum Artikel

So kannst du die Schweizer Corona-Warn-App schon jetzt ausprobieren

Link zum Artikel

Befinden wir uns auf einem Blindflug, Herr Salathé? «So ist es»

Link zum Artikel

Umstrittene Firma aus Zürich ist in geplante Corona-App involviert

Link zum Artikel

Eklat bei europäischer Corona-App – Deutsche schmeissen «Schweizer Lösung» raus

Link zum Artikel

Die Schweizer Corona-Warn-App kommt – das erwarten die Macher von Apple und Google

Link zum Artikel

Google und Apple bekämpfen Coronavirus gemeinsam mit Contact Tracing in Android und iOS

Link zum Artikel

Europa bietet sich eine einmalige Chance – wir sollten sie nicht verpassen!

Link zum Artikel

Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App «Pepp-PT»

Link zum Artikel

Eine Schweizer App gegen das Virus? «Wir müssen alle am selben Strick ziehen»

Link zum Artikel

Forscher kündigen länderübergreifende Contact-Tracing-App an – Bund will prüfen

Link zum Artikel

Die Schweiz rüstet sich für den digitalen Kampf gegen das Coronavirus

Link zum Artikel

Wie eine App die Schweiz vor Covid-19 retten kann

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

«Contact Tracing» einfach erklärt

Zu viel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

66
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Trittst im Morgenrock daher 22.04.2020 11:02
    Highlight Highlight Spielt im Prinzip keine Rolle welche Software, am Ende gibts eine Handy-Tragepflicht, wer das nicht will kommt präventiv ins Gefängnis denn er/sie ist eine Gefahr für die Allgemeinheit.
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 22.04.2020 03:50
    Highlight Highlight Liebe Franzosen

    Ich hoffe, ihr beisst euch an Apple, genauso wie das FBI dazumal, die Zähne aus. Sicherheitsmechanismen sind so ziemlich genau dafür da um zu verhindern, dass Vater Staat auch Grosser Bruder Staat wird.

    Falls ihr auf die glorreiche Idee kommen solltet Apple wegen mangelnder Kooperation‘ aussperren zu wollen: Zur Not können die sicherlich auch ohne euch.

    Pas de ‚liberté, fraternité et egalité‘ cette fois, hein?
    • Ueli der Knecht 22.04.2020 08:38
      Highlight Highlight "Ich hoffe, ihr beisst euch an Apple, genauso wie das FBI dazumal"

      Glaubst du dieses PR-Märchen?

      Das FBI erhielt damals alle gewünschten Informationen. Nur konstruierten sie rundherum eine Geschichte, um zu verschleiern, dass sie alles von Apple erhielten.

      Das FBI sägt sich nicht den eigenen Ast ab. Sonst hätte es genügend Zwangsmittel, um Widersacher gefügig zu machen.

      Wenn du glaubst, dass Apple nicht mit den amerikanischen Behörden kooperiert, dann bist du naiv. Jede amerikanische Firma ist stolz und arbeitet gerne mit amerikanischen Behörden wie NSA, CIA, FBI usw.
    • Graf Zacharias von Zitzewitz 22.04.2020 10:17
      Highlight Highlight @Ueli
      Waaaas, es gibt Security-Letters? Oui, non, oh! Und danke - wieder einmal - für einen deiner wertenden Kommentare.

      Ja, diesmal glaube ich ausnahmsweise daran, dass ein böser kapitalistischer Konzern sich nicht der US-Justiz gebeugt hat. Hat Microsoft übrigens auch mal getan, als es um die Durchsuchung von ‚Hotmail’ Konten ging.

      Gab as anschliessend eine Security-Letter? Kann (sehr) gut sein. Können wir es beweisen? Leider nein. Seltsamerweise sind nach Apples Fall iPhone brute-force ‚Unlocker‘ wie Pilze aus dem Boden geschossen. Angeblich hat selbst das FBI so einen verwendet. 🤷‍♂️
    • Ueli der Knecht 22.04.2020 20:51
      Highlight Highlight "Leider nein. Seltsamerweise sind nach Apples Fall iPhone brute-force ‚Unlocker‘ wie Pilze aus dem Boden geschossen."

      Das FBI musste irgendwie erklären, wie es zu den Daten kam, @Zitzewitz.

      Die Erklärung bei den UBS-Daten war ein Whistlebloser, der dann mit Millionen entschädigt wurde, obwohl es auf der Hand liegt, dass die amerikanischen Behörden über Firmen wie Cisco, Microsoft (und natürlich Crypto AG) usw. die Daten alle abgesaugt haben, und mit Birkenfeld nur eine plausible Tarnung liefern musste.

      DropOutJeep:
      https://www.zdnet.de/88179976/dropoutjeep-nsa-hat-zugriff-aufs-iphone/
  • Ueli der Knecht 21.04.2020 23:49
    Highlight Highlight Bezogen auf das " lesenswerten Erklärstück bei republik.ch", zwei gravierende Sicherheitslücken (by Design):

    Pt 5: "Die App B empfängt Zeitstempel und Prüfsumme",

    gleichzeitig auch eine ganze Menge Randdaten, insbesonderen auch die eindeutige Id (wie eine Autonummer) vom Gerät A. Die lässt sich einfach dem Inhaber zuordnen.

    Pt. 8: "Ist diese identisch mit der zum entsprechenden Zeitstempel abgespeicherten Prüfsumme, weiss B"

    präzise, wann, wo und mit welchem Gerät A der Kontakt stattfand, womit die Deanoynmisierung des Infizierten ziemlich einfach wird, umso eher es ein Bekannter ist.
  • Töfflifahrer 21.04.2020 22:29
    Highlight Highlight Letztendlich kommt es darauf an ob man die App auch installiert 🤷‍♂️
    • Satan Claws 22.04.2020 01:18
      Highlight Highlight Über die Geräteunterstützung wurde auch noch kein Wort verloren.

      Zuverlässigkeit ist auch noch ein Thema. Kennt ihr diese Häuser mit Wänden wo man fast hindurch schauen kann? Meint die APP jetzt ich könnte ihn angesteckt haben? Was wenn ich Rücken an Rücken im Zug sitze und das Handy in der Sporttasche habe? Sind ich und der Huster hinter mir genug geschützt?

      Versteht mich nicht falsch, die Idee war sehr gut und es gelingt bestimmt auch einige zu warnen, aber wir können deswegen keine Sekunde früher wieder normal leben.

    • Töfflifahrer 22.04.2020 06:43
      Highlight Highlight Na ja, ich habe doch Augen und sollte selber sehen können ob sich was dazwischen befindet. Aber, ja es ist korrekt, die App ist einerseits zur Beruhigung der Bevölkerung, wenn aber die Daten noch zentral gespeichert werden, vor allen aber zur Überwachung nützlich.
    • Satan Claws 22.04.2020 08:27
      Highlight Highlight @Töfflifahrer

      "Na ja, ich habe doch Augen und sollte selber sehen können ob sich was dazwischen befindet."

      Und was genau soll das bringen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • K1aerer 21.04.2020 17:51
    Highlight Highlight Der Zentralstaat mit seiner zentralen Lösung war nicht überraschend. Hoffe Apple gibt nicht nach.
  • Filipposchubser 21.04.2020 16:37
    Highlight Highlight Somit ist es keine Anonymisierung, sondern nur eine Pseudonymisierung beim zentralen Ansatz. Eine gute technische Gegenüberstellung der beiden Lösungen gibts hier bei golem.de:
    https://www.golem.de/news/d3-pt-vs-pepp-pt-worum-es-im-streit-um-die-corona-app-geht-2004-148002.html
  • Madison Pierce 21.04.2020 16:25
    Highlight Highlight Wieso funktioniert die Schweizer (oder irgend eine andere) App ohne Bluetooth im Hintergrund? Die müssen ja genau so dauernd eine ID senden bzw. auf eingehende Anfragen protokollieren.
    • tr3 21.04.2020 17:20
      Highlight Highlight Natürlich. Dein Kopfhörer nutzt ja auch Bluetooth im Hintergrund. Apple verhindert, dass im Hintergrund Daten abgegriffen werden. Und womit? Mit Recht.
    • Satan Claws 21.04.2020 20:25
      Highlight Highlight @tr3

      Beim Kopfhörer werden über Bluetooth Low Energy lediglich Tastenbefehle übertragen, das ist bei iOS das eine erlaubte Hintergrund Funktion. Das hängt mit der Anzahl Abfragen zusammen.

      Etwas wie DP-3T anstrebt ist momentan im Hintergrund nicht erlaubt, bei einer geöffneten APP jedoch schon.

      Jetzt muss entweder ein Update gemacht werden oder ein "Hack" was natürlich, dann der Missbrauch einer Bekannten Schwachstelle wäre. Klar alle unsere Staatstrojaner nutzen Lücken aus, aber soll es eine auf Sicherheit bedachte Tracing APP auch?

      https://github.com/DP-3T/documents/issues/7
  • Rectificator 21.04.2020 16:18
    Highlight Highlight Scheint mir ein extrem professionelles Projektteam, das kurz vor dem Release von einem nicht beteiligten Hardware-Provider ein Security-Downgrade verlangt, weil die Software sonst nicht funktioniert.
  • picco 21.04.2020 16:09
    Highlight Highlight Schön dass die Schweizer Lösung einen anderen Weg geht. Es stellt sich dann die Frage, was mit uns Schweizern passiert, wenn wir in unsere Nachbarländer reisen. Gleichzeitig werden wir aber keine Durchsetzung haben und jeder der morgen in die Ferien fährt und die Corona-Warnung auf seinem Handy sieht, wird trotzdem fahren...
    • DuSaliDu 21.04.2020 17:48
      Highlight Highlight Das Mobiltelefon zuhause lassen?
    • bebby 21.04.2020 18:49
      Highlight Highlight Das ist genau der springende Punkt. Tracing funktioniert nur, wenn man genau weiss wer gefährlich ist und diese Person isolieren kann. Deshalb funktioniert es z B in Taiwan so gut.
      Wer stellt sich schon selbst unter Quarantäne, wenn er nur eine App hat, die ihm sagt, dass er sich potentiell hätte anstecken können und dies nicht mal testen kann.
  • Siru 21.04.2020 15:46
    Highlight Highlight PEPP-PT vor ein paar Wochen: zentralisierte und dezentralisierte Lösungen werden gesucht.
    Dann verschwinden die Hinweise auf dezentralisierte Lösungen.

    Lösungen werden transparent und opensource sein. Nichts davon bis jetzt.
    PEPP-PT heute (nach langem Schweigen): es wird alles anonym bleiben, keine Überwachung möglich.
    Deutsche Datenschutzbeauftrage(!): wir könnten uns Überwachung vorstellen.

    Das ganze stinkt doch! Aber wahrscheinlich bin ich als Datenschutz-Fetischist einfach nur paranoid.
  • Sharkdiver 21.04.2020 15:44
    Highlight Highlight Umkehrschluss, bei Android ist diese Überwachung problemlos möglich?
    • winglet55 21.04.2020 16:08
      Highlight Highlight nein
    • Hercanic 21.04.2020 16:40
      Highlight Highlight Bei Android entscheidet der Benutzer selbst, ob er Apps, welche im Hintergrund laufen, Zugriff auf Netzwerkschnittstellen geben will oder nicht.
    • Randen 21.04.2020 20:32
      Highlight Highlight @Hercanic ganz so einfach ist das aber nicht oder? Und muss dann auch noch zugelassen werden von google.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 21.04.2020 15:42
    Highlight Highlight Auch die dezentrale Lösung benötigt einen Server, um die Daten schnell senden zu können.
    Der Unterschied liegt schlussendlich nur darin, wer uns wie die Meldung schickt.

    Bei der zentralen Lösung werden die IDs, welche die Distanz und Zeit Parameter erfüllen, auf einen Server geladen und dieser informiert uns dann, ob etwas ist. Wenig Traffic, aber viele Daten (die der Kranken und der Möglichen) auf dem Server.

    Dezentral werden die Daten der Kranken auch auf einem Server gespeichert. Wir laden uns aber diese Datenbank runter, das Handy vergleicht und informiert uns dann.
    Bluetooth bleibt unsicher.
    • Töfflifahrer 21.04.2020 22:27
      Highlight Highlight Nein, es reicht wenn auf dem jeweiligen Handy der eigene Status gespeichert ist und der published wird. Andere Handys in der Umgebung nehmen den Status auf und erkennen Gefahr oder nicht und senden den eigenen Status. Diese Variante benötigt lediglich die App, die aktualisierten eigenen Daten und aktiviertes Bluetooth.
      Die andere Frage ist, wenn nicht alle getestet werden was sind diese Daten dann wert?
    • Satan Claws 22.04.2020 00:41
      Highlight Highlight @Töfflifahrer

      Also Sie sagen es braucht nur eine Bluetooth Verbindung.

      Vereinfacht:
      Angenommen ich fahre einmal im Monat einkaufen im Supermarkt. Dort stecke ich mich an, habe aber Kontakte zu anderen Personen in meinem Haushalt, die wiederum andere Kontakte haben. Wann trifft die Information vom Supermarkt bei mir ein? Die Informationskette muss ja, getragen über mehrere Instanzen, bis zu mir reichen. Hat dann jeder die Daten aller ihm zugetragenen Kranken für drei Wochen auf dem Smartphone?

      Kurz das geht niemals. Es ist viel zu langsam, zu unsicher und dazu noch zu datenhungrig.
    • Ueli der Knecht 22.04.2020 08:29
      Highlight Highlight "Bluetooth bleibt unsicher."

      Das ist der entscheidende Satz deines Beitrags, @Satan Claws.

      Weil Bluetooth unsicher ist und bleibt, macht es auf den Schutz der Privatsphäre keinen Unterschied, ob die Daten nun zentral oder dezentral gespeichert werden. Beide Architekturen vermögen nicht, die Privatsphäre zu schützen.

      Von demher ist die zentralisierte Architektur der dezentralen vorzuziehen, weil sie ein Vielfaches effizienter ist, und signifikant weniger Ressourcen verbraucht, und weil der dezentrale Ansatz gegenüber dem zentralen keine Vorteile bietet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basswow 21.04.2020 15:41
    Highlight Highlight Ich hab noch ein neues 3310 rumliegen...🤷🏽‍♂️
    Smartshit my ass 😂
    • Sackhegelbutzer 21.04.2020 22:12
      Highlight Highlight Kann ich das ersteigern 🤑?
  • Political Incorrectness 21.04.2020 15:32
    Highlight Highlight Überall auf der Welt versuchen die Reichen und Mächtigen die aktuelle Krise auszunutzen und die Demokratie abzuschaffen.
    Die Zeit ist bald reif für eine neue Französische Revolution. Weltweit.
  • fools garden 21.04.2020 15:29
    Highlight Highlight In Frankreich wird auch gar nicht darüber gesprochen, das erfahren wir dann auf Watson, danke übrigens.
    Der König von Frankreich wird das schon einfädeln wie ers braucht, da bin ich wenig überrascht. Von der Demokratie in Deutschland hätte ich allerdings mehr erwartet.
    • Garp 21.04.2020 16:00
      Highlight Highlight Von D erwarte ich auch nichts anderes, die haben ja auch schon seit Jahren ihre Staatstrojaner.
    • Hercanic 21.04.2020 17:16
      Highlight Highlight Die Schweiz hat auch Staatstrojaner und sogar mit direktdemokratischer Bestätigung durch das Stimmvolk.
    • Garp 21.04.2020 17:32
      Highlight Highlight Ist mir bekannt Hercanic, muss ich das nun gut finden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 21.04.2020 15:26
    Highlight Highlight @Apple: Bitte bleibt hart und behaltet diese Sicherheitsvorkehrung bei!
  • Izdubar 21.04.2020 15:23
    Highlight Highlight Darf ich mal eine dumme Frage stellen? Soweit ich das mitbekommen habe, würden diese Contact-Tracing Apps über Bluetooth miteinander kommunizieren, ist das richtig? Hätten die dann die Möglichkeit das Bluetooth eigenmächtig zu aktivieren oder würde man einfach nicht registriert, wenn man Bluetooth ausgeschaltet lässt? Oder bin ich komplett auf dem Holzweg?
    • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 21.04.2020 16:26
      Highlight Highlight wenn bluetooth aktiv ist, sucht es ständig nach geräten in der umgebung (gleich wie wifi). vertrauenswürdige geräte (z.B. Kopfhörer, Auto, Fitnesstracker) werden automatisch gekoppelt. Alle anderen geräte sind nicht vertrauenswürdig aber für das smartphone weiterhin sichtbar. jedes dieser geräte hat eine einmalige Kennung (Mac Adresse).

      Ziel der App ist, alle in der nähe befindlichen geräte, mithilfe der app, sich zu notieren und diese zu vergleichen.

      meldet ein smartphone benutzer eine infektion, so kann anhand der kennung der kontaktbereich ermittelt und informiert werden.
    • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 21.04.2020 16:32
      Highlight Highlight nachtrag :-) es funktioniert also nur wenn bluetooth aktiv ist. apps können bluetooth nicht selbstständig aktivieren sollest du es deaktiviert haben.

      nur mit vollständiger transparanz kann man so eine app allen schmackhaft machen, alles andere würden viele ablehnen.
    • Ueli der Knecht 22.04.2020 00:01
      Highlight Highlight Man kann

      1) Bluetooth einschalten, ohne dass es für andere Geräte sichtbar ist (die können dann nur verbinden, wenn sie die eindeutige Geräte-Id des unsichtbaren Bluetooth-Geräts kennen), und

      2) Bluetooth einschalten, auch wenn der Benutzer es ausgeschaltet hat (allerdings braucht man dazu die Betriebsystem-Privilegien des Gerätelieferanten wie zB. Google oder Apple).

      Verdecktes Einschalten von Contact-Tracing ist allerdings nicht möglich, ohne dass das schnell auffliegt.

      Paranoide benutzen Bluethooth-Scanner wie "BLE Scanner" oder "nRF Connect", um ihre Geräte zu überwachen.
  • gelasma 21.04.2020 15:19
    Highlight Highlight Frankreich mit ihrem Manifesto "Liberté, Égalité, Fraternité" sollte Apple laut danken, dass sie die Persönlichkeitsrecht des Einzelnen höher gewichten als die Interessen des Staates! Gerade sie sollten es besser wissen!

    Auch wenn Apple in vielen Punkten wie alle anderen sich fragwürdig verhält, ist es das einzige Grossunternehmen, welches die Rechte der Kunden auf Privatsphäre und seinen Daten so vehement verteidigt. Das können sie, weil Ihr Businessmodell auf loyalen (zahlenden) Kunden und nicht auf "Gratisangeboten" beruht.

    Für Corona Tracing ist keine zentrale Datenbank notwendig.
  • Garp 21.04.2020 15:15
    Highlight Highlight Das passt zu Frankreich, ist eh inzwischen ein Polizeistaat geworden in vielen Belangen, wie ich vor 3 Jahren schon befürchtete.
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 21.04.2020 16:09
      Highlight Highlight @garp

      ...vor 3 Jahren, echt jetzt, führen Sie Tagebuch?
    • Garp 21.04.2020 16:31
      Highlight Highlight Nein, ich führ kein Tagebuch, hab mich auch getäuscht ist schon gute 6 Jahre her, als nach dem Anschlag im Bataclan die ersten Befugnisse erweitert wurden.
    • Garp 21.04.2020 16:58
      Highlight Highlight Die Befugnisse wurden ab da ständig erweitert und werden inzwischen nicht nur bei Terrorverdacht angewandt. Bei Terror sind alle mit Überwachung aller einverstanden, bei einem Virus nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tiny Rick 21.04.2020 15:12
    Highlight Highlight Ich hoffe stark das Apple da nicht mitmacht. Wenn es eine Lösung gibt welche die Daten nur auf dem Gerät speichert und die Anonymität somit gewährt bleibt, muss diese klar favorisiert werden.
  • Albi Gabriel 21.04.2020 15:09
    Highlight Highlight Was für eine Überraschung! Frankreich will eine zentralistische Lösung. Das hätte doch nie jemand erwartet...
    • Der Rückbauer 21.04.2020 17:47
      Highlight Highlight Frankreich war schon immer ein Zentralstaat, der von Paris aus gesteuert wird.
      Wenn die Stadt Marseille ein Schwimmbad wollte, wurde das von Paris aus geplant und ausgeführt. Frankreich hat seit Napoléon auch militärisch organisierte und gekleidete Präfekten, welche in den Departementen die Anordnungen aus Paris überwachen und vollziehen.
      In der Sprache von Willi Tell: Jeder Präfekt ist ein Gessler. - Ein Horror für jeden Förderalist.
      CH = Confoederatio Helvetica.

Anonymous zerlegt Schweizer Sektenführer nach Strich und Faden

In der Nacht auf Donnerstag haben Anonymous-Aktivisten den Instagram-Account des Fake-News-Senders kla.tv gehackt. Die Aktion ist Teil einer umfassenden Aktion von Netzaktivisten gegen die Schweizer OCG-Sekte, die zum Sammelbecken für Verschwörungsideologen in Europa wurde.

Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat vor knapp zwei Wochen Aktionen gegen Ivo Saseks Sekte «Organische Christus-Generation» (OCG) angekündigt. In den letzten Tagen haben Aktivisten mehrere Webseiten bzw. Server der Schweizer Sekte, die auch in Deutschland zahlreiche Mitglieder hat, gehackt. Dabei wurden laut den Hackern über 30'000 E-Mails und über 20 GB interne Dokumente der Sekte heruntergeladen. Diese werden nun von den Anti-Verschwörungs-Aktivisten ausgewertet und Auszüge werden Schritt …

Artikel lesen
Link zum Artikel