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Swisscom schaltet 5G-Netz live – ein «historischer Moment»?



Update: Sunrise widerspricht öffentlich der Darstellung von Konkurrentin Swisscom, dass es sich um das schweizweit erste 5G-Netz handle. Sunrise habe das eigene 5G-Netz schon früher aufgeschaltet. Bei Twitter ist eine Diskussion darüber entbrannt, wer mit dem 5G-Netz zuerst war ...

Ob sich die normalen Kunden für solche Marketing-Geplänkel interessieren, sei mal dahingestellt ...

Die ursprüngliche Meldung:

Swisscom hat den Startschuss für 5G gefeuert. Seit Mitternacht sei das erste Mobilnetz mit dem neuen schnellen Übertragungsstandard in der Schweiz in Betrieb, teilte das Telekom-Unternehmen am Mittwoch mit.

Via Twitter liess der grösste Schweizer Mobilfunk-Provider verlauten, das sei «ein historischer Moment»:

Zunächst wurde das 5G-Netz von Swisscom an 102 Standorten in den ersten 54 Ortschaften live geschaltet. Darunter sind Basel, Bern, Chur, Davos, Genf, Lausanne und Zürich.

Bis Ende 2019 soll die gesamte Schweiz mit 5G versorgt werden. Den Plänen der Swisscom zufolge sollen damit bis Ende Jahr rund 90 Prozent der Bevölkerung abgedeckt werden. Die ersten 5G-fähigen Geräte kommen in den nächsten Monaten auf den Markt.

Die 5G-Frequenzen wurden im Februar für insgesamt rund 380 Millionen Franken versteigert. Die Swisscom bezahlt 195,6 Millionen Franken für die von ihr ergatterten Frequenzen. Sunrise wendet 89,2 Millionen Franken auf und Salt 94,5 Millionen.

Netzausbau vs. gesundheitliche Bedenken

Um das Potential von 5G vollständig zu nutzen, sei eine Anpassung der NISV (Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung) notwendig, schreibt die Swisscom. Die heutigen Bestimmungen datierten aus dem Jahr 1999, behinderten den schnellen Ausbau und schwächten die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts.

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) solle dem Bundesrat bis Ende Juni aufzeigen, wie 5G schnell implementiert und dem Vorsorgeprinzip des Umweltschutzgesetzes Rechnung getragen werden könne.

Zuletzt hat sich der politische Widerstand gegen den Ausbau der Schweizer Mobilfunknetze verstärkt. Kantone haben entsprechende Bewilligungen verweigert, mit der Begründung, zu den gesundheitlichen Folgen sei zu wenig bekannt.

(dsc/sda/awp)

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