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In den meisten Schweizer Online-Shops kann man per Twint-App bezahlen. Bild: © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Darum konntest du am Black Friday nicht mit Twint zahlen (Spoiler: Es lag nicht an Twint)

Ausgerechnet am Black Friday mussten Kunden teils auf Twint als Zahlungsmittel in grossen Schweizer Online-Shops verzichten. Das Problem lag weder bei Twint, noch bei den Online-Shops.



Wer am Freitagmorgen in Schweizer Online-Shops mit Twint bezahlen wollte, brauchte teils viel Geduld. Das Bezahlen war nur stark eingeschränkt möglich. Grosse Shops wie Digitec und Brack deaktivierten die Zahlungsoption Twint deshalb vorübergehend. Der Grund für die Störung lag aber weder bei den Online-Shops, noch bei Twint, sondern beim Schweizer Payment-Service-Provider Datatrans, der für die Zahlungsabwicklungen zuständig ist.

«Die Probleme lagen nicht bei Twint»

Auf Anfrage von watson sagt Hanspeter Maurer, CEO Datatrans: Eine «falsche Konfiguration bei Datatrans AG führte am Freitagmorgen bis 10:15 Uhr zu zeitweiser Verlangsamung bei Zahlungen mit Twint». Und weiter: «Wir entschuldigen uns bei Twint, den betroffenen Händlern und bei den Kunden von Twint, dass während rund vier Stunden das Bezahlen mit Twint nur stark eingeschränkt möglich war.»

Die Datatrans AG, ein Unternehmen, das im Auftrag von E-Shops Zahlungsabwicklungen durchführt, bestätigt somit, dass der Grund der Störung bei Online-Bezahlung nicht bei Twint lag, sondern auf einen eigenen Fehler zurückzuführen ist. Man stehe zu diesem Konfigurationsfehler und habe bereits alle potentiell betroffenen Händler über den Sachverhalt informiert.

Weiter heisst es in der Stellungnahme: «Die Störung beschränkte sich auf Freitagmorgen vor 10.15 Uhr. Danach konnte die Konfiguration korrigiert werden und Twint funktionierte bei den betroffenen Händlern wieder problemlos.» Datatrans ist laut Eigenaussage einer der führenden Payment Service Provider Europas.

Auch Apple hat's erwischt

Der Shoppingtag Black Friday lockte zahlreiche Schnäppchenjäger an – und brachte dadurch auch sehr grosse Onlineplattformen bisweilen an ihre Grenzen.

Auch der Apple Store bekundete am Freitag Mühe. So meldeten Nutzer, dass der Store nach Mitternacht eineinhalb Stunden lang nicht erreichbar war. Apple wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern.

Als sich der Trend der Rabatte zu Black Friday vor wenigen Jahren in der Schweiz zu etablieren begann, brachen die Internetseiten von grossen Händlern regelmässig unter dem Ansturm zusammen. Inzwischen haben die meisten aber vorgesorgt.

Der Onlinehändler Digitec-Galaxus etwa hat viele Dienste auf die Cloud verschoben, wie ein Sprecher sagte. Zu Spitzenzeiten würden falls nötig auch gewisse Dienste zurückgefahren, wie zum Beispiel die Liveshopping-Anzeige im rechten Balken. Die Massnahmen zeigten denn auch Wirkung. «Unsere Shops sind bisher grösstenteils stabil geblieben.»

Offenbar gehen jeweils viele Schnäppchenjäger kurz nach Mitternacht auf die Pirsch. Das bekam auch der Onlinehändler Brack zu spüren: Gerade um Mitternacht sei mit Wartezeiten beim Laden des Onlineshops zu rechnen gewesen. In die Knie zwangen die Anfragen die Brack-Server aber nicht. Dank technischer Vorkehrungen seien der Onlineshop und alle Schnittstellen durchgehend erreichbar gewesen.

Auch bei Interdiscount und Microspot liefen die IT-Systeme stabil und reibungslos, wie es auf Anfrage hiess. Beide haben ihren Onlineshop optimiert, um mit dem Anstrum zurechtzukommen.

(oli/sda)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Finchy 02.12.2019 11:27
    Highlight Highlight Ich hab das ganz anders erlebt: Am Freitag nach Mitternacht war die Website von Digitec und Galaxus extrem instabil, der Kaufprozess (Kauf auf Rechnung) konnte während zwei Stunden nicht abschliessend durchgeführt werden. Plötzlich war der Warenkorb auch wieder leer, alles nochmals hinzufügen, man klickt auf den Button "Kaufen", dann warten, dann gelangt man wieder auf die Kaufmaske, ohne dass der Kauf abgeschlossen wurde.

    Für mich unverständlich, dass es immer noch zu solchen Performance-Problemen kommt, obwohl man sich den Ansturm ja antizipieren könnte/sollte.
  • giandalf the grey 02.12.2019 00:53
    Highlight Highlight Also Digitecs System war am am frühen Freitag Morgen alles andere als stabil... Ich musste eine gefühlte Million mal auf den "Bestellung abschicken"-Button klicken bis irgendwas passiert ist. Und als es dann endlich auf die nächste Seite ging, hat's meine Bestellung doppelt aufgenommen 😂
  • Typu 01.12.2019 23:47
    Highlight Highlight Brack ging nach Mitternacht praktisch gar nicht. Konnte meine Bestellung nicht abschliessen. Später wars dann ausverkauft. Danke Brack, willkommen im 2019....
  • Miikee 01.12.2019 22:43
    Highlight Highlight Es gibt Tage an diesen macht man keine Änderungen am System 🤷🏽‍♂️
  • kkj 01.12.2019 22:39
    Highlight Highlight Do hät öper en rächtä Bock gschosse 😂
  • xcvb 01.12.2019 20:16
    Highlight Highlight Das hätte Twint aber schon am Freitag merken und entsprechend kommunizieren müssen. Oder hat Twint so wenig vertrauen in ihr System dass sie davon ausgehen dass es ihr eigenes Verschulden ist?
  • Barracuda 01.12.2019 20:07
    Highlight Highlight Köstlich, wenn ich an die reflexartigen Reaktionen einiger Trolle denke. "Was ist Twint? Wer braucht schon Twint? Apple PAY FTW, Blabla, blubb blubb..." 😂🙄
    • mbr72 02.12.2019 08:12
      Highlight Highlight Hahaha, genau dasselbe dachte ich auch. Wie die Geier stürzten sich die Hater drauf!
  • Jacques #23 01.12.2019 19:10
    Highlight Highlight Uuuuh... Das git e Rechnig 🤣😊😉
  • DerMedicus 01.12.2019 19:08
    Highlight Highlight 🤷‍♂️

Offener Brief an den Bundesrat – die Corona-Warn-App soll möglichst breit getestet werden

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