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Der Schweizer EPFL-Professor Pascal Fua twittert zu diesem am Freitag gemachten Foto: «Die Armee ist hier, um uns bei der Durchführung eines COVID-Experiments (#D3PT) zu helfen, das dazu beitragen soll, das Ende der Krise zu beschleunigen.» bild: twitter

Eklat bei europäischer Corona-App – Deutsche schmeissen «Schweizer Lösung» raus

Beim schweizerisch-europäischen Forscherkolletiv DP-3T brodelt es gewaltig. Die deutschen «Partner» sind derweil auf Tauchstation gegangen.



Was ist passiert?

Im europäischen Forschungs-Konsortium PEPP-PT, das die Technologie für eine länderübergreifende Contact-Tracing-App entwickeln will, ist ein Konflikt eskaliert. Die Vorgänge stellen den Erfolg des gesamten Projekts infrage.

Der Schweizer Epidemiologe Marcel Salathé hat am Freitag via Twitter seinen Rücktritt bei PEPP-PT verkündet. Er sei zwar weiterhin fest überzeugt von den Kerngedanken des paneuropäischen Vorhabens, aber er könne nicht hinter etwas stehen, von dem er nicht wisse, wofür es steht.

«Im Moment ist PEPP-PT nicht offen genug, und es ist nicht transparent genug.»

Marcel Salathé

Am Donnerstag berichtete das Techportal golem.de, dass Informationen über den dezentralen Ansatz von der PEPP-PT-Webseite entfernt worden seien. Und dies offenbar ohne Absprache mit den Verantwortlichen des DP-3T-Teams.

Zuvor hatte das PEPP-PT-Projekt auf seiner Webseite erklärt, dass es sowohl zentrale als auch dezentrale Ansätze unterstützen wolle und in einzelnen Ländern unterschiedliche Lösungen implementiert werden können. Das dezentrale DP-3T-Protokoll wurde dabei als eine mögliche Variante genannt, die zurzeit begutachtet werde, wie golem.de schreibt.

Worum dreht sich der Streit inhaltlich?

Der Konflikt dreht sich um Grundsatzfragen, nämlich wie eine Corona-Warn-App funktionieren soll und gleichzeitig ein möglichst wirksamer Datenschutz erreicht werden kann. Und es geht um die Frage, ob der Programmcode als Open-Source für Dritte einsehbar sein soll und damit auch durch völlig unabhängige IT-Experten überprüft werden kann.

Das schweizerisch-europäische Forscherkollektiv DP-3T verfolgt diesen dezentralen Ansatz. Das heisst, dass heikle User-Daten nicht auf Servern gespeichert werden und Dritten zugänglich sind, sondern gemäss dem Grundsatz «Privacy by Design» die Smartphones der User nicht verlassen. Zudem haben die Verantwortlichen erste Testversionen ihrer Software als Open-Source bei github.com veröffentlicht.

Es gibt ein offenes, dezentralisiertes Design von #DP3T mit öffentlichem Diskurs und einem Prototypen und ein nicht näher spezifiziertes, unbekanntes zentralisiertes System, mit dem Lobbyismus betrieben wird.

Mathias Payer, Wissenschaftler von der ETH Lausanne und Mitentwickler beim Projekt DP-3T quelle: twitter

Die Entwickler der deutschen Corona-Warn-App hingegen verfolgen laut Medienberichten einen zentralen Ansatz. Und die Offenlegung des Programmcodes ist fraglich.

Golem.de zitiert Kenny Paterson, der als Kryptograph an der ETH Zürich forscht und an der Entwicklung des dezentralen Protokolls DP-3T beteiligt ist, mit den Worten:

«Bislang hat uns niemand erklärt, warum die Informationen zu DP-3T von der Webseite entfernt wurden.»

Zudem seien die Vertreter von PEPP-PT aus Deutschland bei einem am Donnerstag geplanten Online-Meeting nicht aufgetaucht.

Via Twitter wird der Verdacht geäussert, dass sich gewisse PEPP-PT-Mitglieder gegen die von DP-3T geforderte Transparenz sträubten

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screenshot: twitter

Was sagt PEPP-PT?

Eine offizielle Stellungnahme liegt nicht vor. Die Zuständigen reagieren seit Tagen nicht auf Medienanfragen. Zwei konkrete Anfragen von watson wurden nicht beantwortet.

Das ist der bislang einzige Tweet des offiziellen PEPP-PT-Accounts:

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screenshot: twitter

PEPP-PT-Projektverantwortlicher ist der deutsche IT-Experte Chris Boos, der Gründer und Geschäftsführer der deutschen Firma Arago AG. Boos hat gemäss eigenen Angaben auf der Arago-Website an der ETH Zürich Computerwissenschaften studiert und ist Mitglied der Expertengruppe «DigitalRat», die die deutsche Kanzlerin Angela Merkel berät.

Boos' Unternehmen ist massgeblich an der Entwicklung der deutschen Corona-Warn-App beteiligt.

Wie geht es mit der Schweizer Corona-Warn-App weiter?

Der Erfolg des DP-3T-Projekts und die Lancierung einer Schweizer Tracing-App sind durch den jüngsten Eklat nicht infrage gestellt. Die Arbeiten durch IT-Experten und Forscher der Eidgenössisch-Technischen Hochschulen laufen unabhängig davon auf Hochtouren weiter. Wie watson berichtete, wurde am Dienstag eine erste Testversion veröffentlicht.

Marcel Salathé schreibt via Twitter, er stehe nach wie vor voll und ganz hinter der Idee einer internationalen Zusammenarbeit, um bei Contact-Tracing-Apps den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten. Aber wie jeder wisse, komme es auf die Details an, betont er, und erwähnt die Stichworte «Kryptoprotokolle, Privatsphäre, Sicherheit des Systems».

Und nicht zuletzt an die Adresse der Deutschen gerichtet schreibt der Schweizer Epidemiologe, der Mitglied der vom Bund eingesetzten Expertengruppe ist:

«Ich fordere alle, die versuchen, Lösungen zu finden, dazu auf, dies in der Öffentlichkeit zu tun.»

Marcel Salathé

DP-3T hat am Freitag App-Prototypen für unabhängige Tests veröffentlicht:

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    Alle Leser-Kommentare
  • runner 18.04.2020 08:29
    Highlight Highlight Wir sollten unsere eigenen Produkte selbst produzieren, dann hätten wir auch die Transparenz, hinter der wir stehen. Deutschland hat immer schon imperialistisch gehandelt (Festhalten von Schutzmaskenlieferung in die Schweiz), die Niederlande sind da weitaus offener und transparenter.
  • Thadic 17.04.2020 20:30
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, warum es bei dieser als „europäisch“ betitelte App es einmal mehr nur um Deutschland geht? Italien testet zum Beispiel eine andere App: https://www.swissinfo.ch/eng/italy-tests-contact-tracing-app-to-speed-lockdown-exit/45696530
  • drüber Nachgedacht 17.04.2020 18:32
    Highlight Highlight Da können wir wohl von Glück reden.

    Im überregulierten Deutschland wird es Jahre dauern, bis die etwas zum Laufen bringen.
    Da wird dann wohl erst noch ein Amt geschaffen werden, welches berechtigt ist die App zu genehmigen. Danach wird eine Norm geschrieben und danach muss jeder Benutzer einen Kurs besuchen, welcher mit einem Zertifikat, welches von einem Verantwortlichen eigenhändig geprüft wird unterschrieben werden.

    Stuttgart 21, Berlin Flughafen, Elbharmonie Hamburg und all die anderen deutschen Super Projekte lassen grüssen.

    Macht eine Schweizer App und gut ist.
  • Sälüzäme 17.04.2020 18:23
    Highlight Highlight Ich lese keine deutschen Blogs, ich hoffe nur, die sind genau so empört wie die Beitragsschreiber hier. Nach all den schlechte Erfahrungen mit NS, Stasi, V-Leute beim BKA, LKA und BND dürfte es nur volle Transparenz geben ohne Datenspeicherung oder nichts. Bleibt nur zu hoffen, dass Deutschland sich wegen seiner wirtschaftlicher und finanzieller Überlegenheit bei anderen Ländern nicht durchsetzen kann, denn es braucht Langfristig eine europäische Lösung aber keinen neuen Big Brother.
  • Cpt. Jeppesen 17.04.2020 16:32
    Highlight Highlight Wenn die Politik mitspielt in solchen Projekten, dann geht es ganz schnell um nationalen Geltungsdrang. Und gerade in der Digitalisierung haben die Deutschen den Anschluss verpasst. Da kommt ein jedes Projekt recht um das Image zu polieren und sich als super Technologiestandort zu gerieren.

    Wird sicher ein gleich toller Erfolg wie ihr Maut-System. Auch da hätte es schon eine günstigere, aber leider Schweizer Lösung gegeben.
  • rüpelpilzchen 17.04.2020 16:29
    Highlight Highlight Riecht nach Geheimdiensteinflüssen.
  • Dubio 17.04.2020 16:06
    Highlight Highlight Hier noch ein Interview mit einem der Gründer von PEPP PT. Vielleicht wird die Suppe doch nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird. https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/entwickler-der-neuen-corona-app-auch-alle-zufallskontakte-in-der-u-bahn-koennen-gewarnt-werden/25750350.html
    • Pbel 17.04.2020 19:57
      Highlight Highlight Der BND so: wir im Besitz der Crypto AG? Aber nein. Wir doch nicht.
  • sowhat 17.04.2020 15:54
    Highlight Highlight Nun, damit dürfte die Akzeptanz in der Schweiz für Pepp gegen null tendieren.
    Es wird also, wenn überhaupt, eine rein schweizerische Lösung geben.
    Schade, und eigentlich nicht verwunderlich.

    Aber es war schön ein paar Tage an den guten Willen aller Beteiligten zu glauben.
  • klt 17.04.2020 15:17
    Highlight Highlight Ich würde die App nur installieren, wenn sie frei (im Sinne von Freiheit) ist und auch auf https://f-droid.org/ veröffentlicht wird.
    • PeteZahad 17.04.2020 16:46
      Highlight Highlight Nur weil eine App FOSS ist, heisst das nicht, dass diese auch dezentral und anonym ist. Ausser du hast dich selbst durch den Source Code und den Source Code aller dependencies gelesen und selbst davon überzeugt.
    • klt 19.04.2020 09:33
      Highlight Highlight Leider verfüge ich nicht über die Kentnisse, Software im Detail zu überprüfen. Daher kann ich mir nie sicher sein, ausser ich lasse mein Telefon mit herausgenommener Batterie zu Hause.

      Das Riskio, dass eine closed source App mich ausspioniert, empfinde ich dennoch grösser, weil diese nur begrenzt überprüft werden kann.

      Bei FOSS-Apps ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass der Code ausgiebig analysiert wird und (absichtliche) Sicherheitslücken auffallen.
  • So en Ueli 17.04.2020 14:08
    Highlight Highlight Das ganze stinkt irgendwie, da liegt doch etwas im Busch.
  • paule 17.04.2020 14:08
    Highlight Highlight Da geht es wohl wieder einmal ums viel Geld verdienen?!
  • Thomas Oetjen 17.04.2020 14:07
    Highlight Highlight Wenn ich lese, jemand berät die deutsche Bundeskanzlerin in Sachen IT, dann kommt mir der Satz in Sinn: das ist für uns eben Neuland.
  • Der Kritiker 17.04.2020 13:59
    Highlight Highlight Wieso denke ich beim Lesen dieses Artikels an Peter Thiel?
  • YvesM 17.04.2020 13:50
    Highlight Highlight Dezentral und Open-Source. Alles Andere darf keine Chance haben.
  • marki19 17.04.2020 13:38
    Highlight Highlight Es zeigt einmal mehr die Ignoranz der Deutschen gegenüber der Schweiz. Ein politisches Machtspiel welches wir nicht mitmachen müssen. Ich unterstütze die Schweizer Lösung. Ohne OpenSource System werde ich keine Europäische Lösung installieren - die EU-Diktatoren können mich mal.
  • Citation Needed 17.04.2020 13:37
    Highlight Highlight Salathé hat recht. Es muss open source, nicht zentral gespeichert und freiwillig sein, alles andere ist eine Sauerei. Und nicht zielführend. Wenn die App nun schon im Vornherein mit solchen Zweifeln behaftet ist und - so interpretiere ich das - Eigeninteressen und Überwachungsphantasien nicht im Zaum gehalten werden können, dann wird sie nie eine Chance haben. Echt unterirdisch, wie manche selbst angesichts einer Krise, die die Welt durchschüttelt, mögliche Lösungen durch Gier und Machtstreben verunmöglichen.
  • _stefan 17.04.2020 13:31
    Highlight Highlight Dank der ganzen Politik und Wirtschaftsinteressen, wird es wohl kaum in absehbarer Zeit eine internationale OpenSource Lösung geben, welche sich durchsetzt. Das ist doch Wunschdenken.

    Ich gehe davon aus, dass die Datenschutzdiskussion bald vertagt wird und die echten Global-Player das Problem lösen. Facebook wird eine Lösung präsentieren, welche dank der WhatsApp-, Instagram- und Facebook-App innert Tagen auf 80% der Smartphones aktiviert werden kann (Opt-In). Die meisten vertrauen FB, sonst wäre WhatsApp nicht so erfolgreich. Ob man das wahrhaben will oder nicht...
  • Kappa 17.04.2020 13:28
    Highlight Highlight Weshalb macht man nicht einfach einen GPS-Chip (in form eines Schlüsselanhängers) den man für beispielsweise 100 CHF kaufen kann. Sollen die Provider (Swisscom etc.) die SIM für die Onlineverfügbarkeit liefern und der Bund die Schlüsselanhänger.

    Dann gibt es keine App auf dem Handy, die Leute, die es wollen kaufen einen (oder man kriegt auf Weihnachten von den Liebsten einen geschenkt). In Zeiten in denen er nicht benötigt wird, soll man die Batterie rausnehmen können und gut ist.

    Wie gesagt, kenne mich mit der Thematik nicht wirklich aus... ist vielleicht auch nur Stuss was ich schreibe
    • n3rd 17.04.2020 16:05
      Highlight Highlight Die meisten Leute vergessen ja schon ständig ihren Schirm zu Hause, dann wäre noch ein Gerät mehr kaum zielführend :-)
    • fireboltfrog 17.04.2020 16:25
      Highlight Highlight Das Handy kann alles was es dazu braucht... Was du beschreibst wäre unnötig teuer, würde Millionen Kosten und wäre höchstwahrscheinlich Zentral.
  • bruuslii 17.04.2020 13:08
    Highlight Highlight zur info: auf golem.de ist ein nachtrag um 12:31h aufgeschaltet, der die antwort von hans-christian boos von arago enthält.
  • M.ax 17.04.2020 12:56
    Highlight Highlight Was für ein Schmieren-Theater in Krisenzeiten. Europa beweist wieder einmal, dass nur die Grossen Nationen das Sagen habe.
  • Stichelei 17.04.2020 12:52
    Highlight Highlight Soll so eine heikle App von einer breiten Öffentlichkeit benutzt werden, so kann man das benötigte Vertrauen nur mit vollständiger Transparenz erreichen. D.h. Entwicklung und Code offenlegen, also Open Source!
  • Unbreaky 17.04.2020 12:33
    Highlight Highlight So wird "Made in Germany" eher zu einer Warnung statt Qualitätsversprechen.
    • maylander 17.04.2020 12:49
      Highlight Highlight Was ja auch die ursprüngliche Intention war.
    • Fastadi 17.04.2020 13:36
      Highlight Highlight Ist es das nicht schon längst? Siehe Zugunfälle mit Brücken und Tunnels z.B...
    • bruuslii 17.04.2020 18:19
      Highlight Highlight maylander👍🏻 das ist mir auch in den sinn gekommen 😉

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany
  • De-Saint-Ex 17.04.2020 11:46
    Highlight Highlight Kenne mich da in technischen Belangen nicht aus. Macht eine „nationale“ App nicht dann nur Sinn, solange die Grenzen mehr oder minder geschlossen bleiben? Und wenn sich ein Teil der Bevölkerung weigert, diese App zu installieren. Geht es dann darum ein limitiertes Tracing ist besser denn gar keins? Und zu Datenschutz: ist es nicht so oder so schon möglich, ein Smartphone „ohne Einladung“ zu orten? Falls sich jemand die Mühe macht, da aufzuklären, vielen Dank im voraus!
    • @schurt3r 17.04.2020 12:09
      Highlight Highlight Nur national funktionierende Tracing-Apps machen auf jeden Fall Sinn. Jede Infektion, die verhindert wird, trägt dazu bei, dass sich die Lage nicht erneut zuspitzen kann und die Spitäler überlastet werden.

      Eine sichere länderübergreifende Funktionsweise wäre aber sinnvoll, wenn die Grenzen geöffnet werden, da hast du vollkommen recht.
    • n3rd 17.04.2020 13:17
      Highlight Highlight (1/2) Natürlich kann ein Smartphone ohne Einladung geortet werden. Die Frage ist nur von wem.

      Bei Sicherheit wird (grob gesagt) angestrebt, dass der Angreifer in die Umgehung der Schutzmassnahmen mehr investieren muss als er daraus gewinnen kann.

      Eine Möglichkeit dich beim Smartphone zu orten ist die Daten vom Mobilfunkprovider zu holen. Wer keine Strafverfolgungsbehörde ist kann das nicht oder muss eine enorm hohe Summe an Bestechungsgeld ausgeben. Es ist also teuer an eine vielleicht eher weniger wertvolle Information zu kommen.
    • n3rd 17.04.2020 13:17
      Highlight Highlight (2/2) Wenn eine App in grossem Stil ausgerollt ist und Daten zentralisiert sind schauts anders aus: Dann kostet es kaum etwas an die Informationen zu kommen und es kann sich lohnen damit zu arbeiten.

      Ich lasse daher auch Argumente wie "der Geheimdienst kann das eh schon" nicht gelten. Es ist die Frage wer es kann (nur der Geheimdienst oder auch Firmen?), andererseits aber auch wieviel Aufwand benötigt der Erhalt eines Datensatzes verglichen mit dem Wert des erhaltenen Datensatzes.

      Je günstiger und einfacher der Zugriff auf die Daten wird, um so mehr Opportunität besteht zum Missbrauch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ben harper 17.04.2020 11:41
    Highlight Highlight Lasst den grossen Kanton doch machen. Ich denke der Ansatz der Schweizer Lösung ist weniger risikobehaftet in Bezug auf anderweitige Nutzung des Apps.
  • Rene Goeckel 17.04.2020 11:40
    Highlight Highlight Schade, die Idee basiert auf Vertrauen und nun wird es zerstört.
  • Lowend 17.04.2020 11:40
    Highlight Highlight Da stehe ich voll auf Seiten von Marcel Salathé! Diese App kann nur Open Source mit dezentraler Speicherung sein, sonst käme die nie auf eines meiner Geräte!
  • Ivan se Terrible 17.04.2020 11:35
    Highlight Highlight Wenn die App nicht den Dezentralen Ansatz implementiert und den Code offenlegt, hat die App keine Zukunft. Die Daten die gewonnen werden können sind einfach zu heikel und würden ggf. sogar weiter gehen als das was Google und Facebook bereits machen.
    Interessant finde ich, dass die deutschen Mitglieder gegen eine dezentrale und transparente Lösung sind … ob da der Seehofer seine Hand im Spiel hat? Es ist ja kein Geheimnis, dass er sich mehr Überwachung wünscht ...
    • Triple 17.04.2020 12:48
      Highlight Highlight Ich glaube eher der Spahn.
    • Bene86 17.04.2020 15:10
      Highlight Highlight Dieses Verhalten finde ich ehrlich gesagt schon sehr Demaskierend. Schade, wenn die aktuelle Situation genutzt wird, um eine grössere Überwachung der Menschen zu installieren. Ich hätte das ehrlich gesagt lieber als " Verschwörungstheorie" abgetan. Mal schauen, wie sich das entwickelt.
  • Posersalami 17.04.2020 11:32
    Highlight Highlight Werden die Daten zentral gespeichert und / oder der Code nicht offen gelegt, hat sich die App für mich erledigt.

    Vor 2 Wochen dachte ich noch das Europa endlich mal etwas gebacken bekommt. Aber schon sind sie wieder da, die Interessenträger und Datensammler. Unfassbar!
    • maylander 17.04.2020 12:56
      Highlight Highlight Die Art der Datenhaltung ist viel wichtiger. Selbst bei einem OpenSource Client Server Modell kann man nachträglich den Server manipulieren, ohne dass die Clients etwas davon merken.

      Aber wenn da deutsche Regierungsinteressen mitspielen gibt es eine Bloatware und Security by Obscurity.
      Da kann man gleich die chinesische App übersetzten.

    • SJ_California 17.04.2020 13:04
      Highlight Highlight Immerhin scheint die Schweiz da nicht mitzumachen, sondern verfolgt eine dezentrale Lösung.
      Wie sieht es eigentlich mit den anderen europäischen Ländern aus? Wäre interessant, wie deren Standpunkt dazu lautet
  • COVID-19 ist Evolution 17.04.2020 11:27
    Highlight Highlight Die Schweiz leistet sich Twint als lokalen Sonderweg, warum nicht auch beim Contact-Tracing? 🤷‍♂️
    • Lowend 17.04.2020 11:55
      Highlight Highlight Weil dann jeder Deutsche, Franzose, Österreicher oder generell jeder "Nichtschweizer" dich oder du sie infizieren kannst und keiner würde was merken?
    • sowhat 17.04.2020 14:39
      Highlight Highlight Dann wird es bei Einreise eben zur Pflicht die App zu installieren und zu aktivieren. Hm, und wie kommen die richtigen infos auf die App 🤔
    • COVID-19 ist Evolution 17.04.2020 16:00
      Highlight Highlight @sowhat: Die App wird sowieso keine Pflicht, wieso sollte es bei Einreise verpflichtend sein? Das ist nicht logisch.
      Die App braucht keinerlei Infos, welche sollten das sein?
  • Titho 17.04.2020 11:25
    Highlight Highlight Lasst doch die Deutschen ihr eigenes System entwickeln und schaut mit den restlichen, zusammenarbeitenden Ländern in Europa weiter.
  • _stefan 17.04.2020 11:20
    Highlight Highlight Das tönt zwar kontrovers, aber der Staat müsste nun übernehmen. Die EU und die Schweiz sollten einen gemeinsamen Forschungsfonds füllen und die ETH (und weitere Unis) beauftragen, eine dezentrale, offene Lösung zu entwickeln.

    Private Unternehmen haben immer das Interesse damit viel Geld zu verdienen. Google und Apple muss zwangsweise mit im Boot sein, weitere Unternehmen sind jedoch aus technischer Sicht nicht notwendig. Google/Apple wissen auch, wie man mit Forschungsgeldern umzugehen hat und unterstehen einem strengen Audit.
    • Weiter denken! 17.04.2020 11:33
      Highlight Highlight @Stefan:
      Bis auf den letzten Absatz, volle Zustimmung.

      Aber Google und Apple müssen nicht zwingend im Boot sein, im Gegenteil! Diese Datenkraken gehören ausgesperrt.
    • ulmo 17.04.2020 12:06
      Highlight Highlight Da Apple und Google die Plattformen kontrollieren, müssen sie zu einem gewissen Grad im Boot sein. Sonst wird man sich diese nicht installieren können.
    • _stefan 17.04.2020 13:09
      Highlight Highlight @Weiter denken!: Wie @ulmo schon sagt, haben Google und Apple die Kontrolle über das Betriebsystem und die App-Stores.

      Mit spezifischen Betriebsystem-APIs (basierend auf BLE) kann sichergestellt werden, dass die App möglichst sparsam und sicher läuft. Ohne dies wäre die Batterie zu schnell leer. G und A würden jedoch nur diese Komponente liefern. Auf die eigentliche App hätten sie natürlich keinen Einfluss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sam12 17.04.2020 11:15
    Highlight Highlight Ganz ehrlich: Starke Position der Schweizer Entwickler und Forscher. Da sind Prinzipien noch was wert und da kann ich dahinter stehen.
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 17.04.2020 11:12
    Highlight Highlight Ich glaube, der Disput unter den Entwicklern gibt Aufschluss darüber, dass man eher eine Personen-Tracking App anstelle einer reinen Corona-Tracking App bauen will. Jemand will hier anscheinend die Gunst der Stunde nutzen und möglichst die technologische Unwissenheit der meisten User ausnutzen.

    Zeit für ein Nokia 3310 ;-)...
    • @schurt3r 17.04.2020 11:19
      Highlight Highlight Die Schweizer entwickeln mit ihrem dezentralen Ansatz eine sichere Tracing-App, bei der keine heiklen Daten anfallen (auf Servern).

      Bei den Deutschen bin ich mir nicht sicher...
    • HAL1 17.04.2020 11:24
      Highlight Highlight @schurt3r

      Hab versehentlich geblitzt... sry
    • Pakart 17.04.2020 11:47
      Highlight Highlight @schurt3r: könnt ihr bitte ENDLICH die Reverse Funktion für die Herzen/Blitze implementieren 😡?
      Twitter und co. können das schon ewig. Scheint mir eher ein Nichtwollen eurerseits zu sein. Aus was für Gründen auch immer 🧐.
      Danke für die Erledigung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • joevanbeeck 17.04.2020 11:11
    Highlight Highlight Das erinnert etwas an das bis heute andauernde Deutsche Toll Collect-Lkw-Maut Debakel. Als die Deutsche Lkw-Maut ausgeschrieben wurde hatte sich auch die Schweizer LSVA-Firma Fela beworben wurde dann aber aus politischen Gründen ausgebootet. Die Deutschen haben wirklich Talent um aus einer guten und günstigen Idee ein teures Debakel zu machen. BER und Stuttgart 21, aus dem inzwischen Stuttgart 25 bis 30 geworden ist, lassen grüssen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Toll_Collect
    • bonpris 17.04.2020 11:53
      Highlight Highlight Teuer für die Steuerzahler, lukrativ für die wenigen Profiteure.
  • bonpris 17.04.2020 11:07
    Highlight Highlight Wenn je eine paneuropäische Tracking-App entsteht, dann garantiert nur eine, die den Geheimdiensten vollen Zugriff auf die Daten gibt und vielleicht auch gleich noch den Staatstrojaner installiert.
    • @schurt3r 17.04.2020 11:20
      Highlight Highlight Die Geheimdienste haben völlig losgelöst von jeder App Zugriff auf deine Smartphone-Daten. Oder können sich den Zugriff – wenn nötig – verschaffen, dank unbekannter Sicherheitslücken (Zero Day Exploits) in den Betriebssystemen.
    • n3rd 17.04.2020 11:37
      Highlight Highlight @schurt3r: Zero-Day Exploits müssen auf dem Schwarzmarkt für viel Geld gekauft werden und sind nach einigen Anwendungen bald mal "verbrannt", weil sie bekannt werden.

      Ein Zero-Day für iOS kostet idR. ein sechsstelligen Betrag und es gibt auch nicht unendlich viele davon. Wenn du exklusive Nutzungsrechte willst (damit der nicht so schnell verbrannt ist), zahlst du noch ordentlich drauf.

      Und wie du schreibst "Geheimdienste" - Mehrzahl. Nicht alle Länder haben dasselbe Dispositiv, je nach Design würde ein App es erlauben, dass viele Länder für low-cost zum gleichen Dispositiv kommen.
  • aglaf 17.04.2020 11:06
    Highlight Highlight Wenn jetzt schon Uneinigkeit besteht und Konflikte entbrennen, können wir davon ausgehen, dass die App spätestens nach der nächsten Pandemie einsatzbereit sein wird - zusammen mit den notwendigen Masken.

    Nein jetzt im Ernst: offensichtlich scheint die derzeitige Situation für manche noch nicht schlimm genug zu sein, so dass noch Zeit für Streitigkeiten besteht. Den Verantwortlichen, die Einsprache erheben oder mitreden können, eine finanziell relevante Frist setzen, danach auf NULL, dann findet man schon eine Lösung. Derweil sitzen nämlich viele ohne Geld da und warten.
    • @schurt3r 17.04.2020 11:22
      Highlight Highlight Jetzt im Ernst: Die Schweizer von der ETH/EFPL entwickeln eine sichere Tracing-App, die nun von unabhängigen Experten geprüft und weiter verbessert werden kann. Der Bund unterstützt das. Und die Schweizer App kann unabhängig von PEPP-PT lanciert werden, davon gehe ich aus.
    • aglaf 17.04.2020 11:26
      Highlight Highlight @schurt3r, wenn das so ist, wo ist denn das Problem? Dann sollen sie machen. Und wenn andere europäische Staaten dann auch den Nutzen haben wollen, dann vielleicht im Austausch mit Masken.
    • @schurt3r 17.04.2020 11:57
      Highlight Highlight @aglaf
      Das Problem ist, dass eine sichere länderübergreifende Funktionsweise vorzuziehen wäre, bzw. Vorteile bringen würde nach einer Lockerung der Massnahmen/Öffnung der Grenzen.

      Ziel der Tracing-App ist es ja, möglichst viele unbemerkte Infektionen zu verhindern, und dies im Idealfall, bzw. wenn möglich, im In- und Ausland.
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  • Statler 17.04.2020 10:55
    Highlight Highlight Ausnahmsweise gilt hier der Satz «wer nichts zu verbergen hat…».

    Kein OpenSource und zentrale Speicherung der Daten?

    Nene, liebe Germanen, ich heisse Ohnemichel!
  • skisandtrail 17.04.2020 10:52
    Highlight Highlight Ein klassisches Eigentor wird hier wohl generiert.
    Für meinen Teil habe ich begonnen mein Smartphone - wenn nicht bei Arbeit oder zu Hause - teilweise (Ziel irgendwann: möglichst immer) auf Flugmodus umzuschalten.
    Hat gesundheitlich auch einen grossen Vorteil nicht immer erreichbar sein zu können.
    • KYBI60 17.04.2020 11:03
      Highlight Highlight Im Flugmodus kann das mobile Phone immer noch angepeilt werden, das nützt nichts. Nur abstellen und entfernen der Batterie hilft 100 Prozent.
    • @schurt3r 17.04.2020 11:05
      Highlight Highlight @skisandtrail

      Ja, der Flugmodus hat seine Vorteile.

      Im öffentlichen Raum, bzw wenn man mit Handy unter Leuten ist, wäre es aber nicht sinnvoll.

      Eine sichere Tracing-App soll ja dabei helfen, unbemerkte Infektionen zu bekämpfen. Es gilt nach der Lockerung der Massnahmen unbedingt einen erneuten Lockdown zu verhindern.
    • gelasma 17.04.2020 11:36
      Highlight Highlight Bei iOS und Android kann man auch im Flugmodus Bluetooth LE benutzen (z.B. AirPods im Flugzeug benutzen). Folglich dürfte es auch möglich sein, dass das Contact Tracing auch im Flugmodus weiter funktioniert, dieses basiert auf BLE http://docs.dpaq.de/16168-contact_tracing_-_bluetooth_specification.pdf
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  • Beat_ 17.04.2020 10:52
    Highlight Highlight PEPP-PT-Projektverantwortlicher ist einer mit eigener Firma, der seine Lösung verkaufen will. So intepretiere ich zumindest den obigen Artikel. Und "seine" Lösung hat zwei grosse Probleme: Zentrale Daten und kein offengelegter Code... Für mich keine mögliche Lösung.
    Wenn ich irgendetwas installieren sollte, dann nur Dezentral und Open Source.
  • soulpower 17.04.2020 10:50
    Highlight Highlight Wo viel Geld zu verdienen ist, ist oft auch Streit angesagt. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Impfung noch vor einer App durchziehen wird, und es diese ganze Diskussion eigentlich gar nicht braucht.
    • @schurt3r 17.04.2020 11:07
      Highlight Highlight Es sollte bei der Tracing-App nicht um Gefühle gehen. Sie kann vielmehr in der entscheidenden Phase nach der Lockerung der Massnahmen helfen, unbemerkte Infektionen zu verhindern. Die App gehört gemäss meiner Einschätzung zwingend zu einer staatlichen Exit-Strategie.
  • Marco Rohr 17.04.2020 10:47
    Highlight Highlight Ich habe immer noch nicht verstanden, was diese ganzen nationalen Corona-App-Initiativen sollen. Apple und Google spannen zusammen und das Problem ist für 95% des Smartphone-Markts gelöst. Das Thema muss an der Wurzel (Betriebssystem) angegangen werden, nicht auf der App-Ebene. Ansonsten führen wir in 10 Jahren noch Gespräche darüber, welche App wohl die beste und sicher genug ist.
    • Dubio 17.04.2020 10:57
      Highlight Highlight Apple und Google bauen keine eigentliche App sondern nur die Schnittstelle dazu. Die App muss jeder Staat noch selber bauen.
    • MasterPain 17.04.2020 11:07
      Highlight Highlight Wenn ich's richtig verstanden habe schreiben weder Apple noch Google eine App an sich, sondern arbeiten an einer einheitlichen API (Schnittstelle an die Apps anknüpfen können) zur Datenauswertung.
    • @schurt3r 17.04.2020 11:11
      Highlight Highlight In einer nächsten Phase braucht es unbedingt eine vom Staat unterstützte Tracing-App, die sicher und datenschutzkonform funktioniert. Die App ist ein Hilfsmittel (von vielen) nach der Lockerung.

      Apple und Google wollen das Contact Tracing erst in ein paar Monaten direkt in die mobilen Betriebssysteme (iOS und Android) integrieren.
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  • Ohniznachtisbett 17.04.2020 10:44
    Highlight Highlight Hat ev. irgendjemand "den es nicht gibt" plötzlich nicht doch Interesse an PEPP-PT bekommen? Also entweder sind das absolute Amateure oder da ist tatsächlich Interesse von Seiten da, bei denen Transparenz, open source etc. nicht zum Geschäftsmodell gehört. Darum weiterhin: NEIN zu allem was mit Tracking, Tracing etc. zu tun hat. Nur Daten die nicht existieren können nicht gehackt werden. Hört auf an "Privacy by design" und ähnliches zu glauben.
    • @schurt3r 17.04.2020 11:13
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um Glauben! ;-)

      DP-3T arbeitet an einer sicheren Lösung, die von unabhängigen Experten geprüft wird. Ortungsdaten fallen keine an. Wegen Privacy by Design!

      Die grundlegenden Schwächen von Bluetooth bleiben allerdings bestehen, das ist klar.
    • ulmo 17.04.2020 12:21
      Highlight Highlight Contact tracing ist grundsätzlich mal die Voraussetzung, um eine Pandemie im Griff zu haben, jede Ansteckung muss zurückverfolgt werden.

      Ohne Contact tracing wird es keine Rückkehr zum Normalzustand geben: kein Pendeln wie vorher, keine Veranstaltungen...

      Bei Contact tracing ohne App, ist dieses entweder so wirkungslos wie vor dem Lockdown, alternativ musst du sonst mit jedem der dir näher als 2 Meter kommt, Kontaktdaten austauschen: Jemand sitzt in dein 4er-Abteil im Zug: Nummern austauschen. Bis der Impfstoff kommt, vielleicht in einem Jahr?
      Ohne App wird der Ausnahmezustand länger anhalten.
    • ulmo 17.04.2020 15:24
      Highlight Highlight Nachtrag zu meinem obenstehenden Kommentar:
      Herr Koch hat in der heutigen Konferenz auf eine Frage geantwortet, dass das herkömliche Contact tracking durch die Kantonsärtzte (also mit Befragung nach allen Kontakten und Verfügung einer Quarantäne) realistischerweise erst wieder mit Fallzahlen unter 100 eingeführt werden kann!

      Dies zeigt schon, dass eine App hier eine starke Hilfe sein könnte.
  • Kong 17.04.2020 10:44
    Highlight Highlight Um es vorweg zu nehmen: ich bin kein Verschwörungstheoretiker.
    Aber ich befürchte, dass in diesem Bsp der App-Entwicklung jemand die Gunst der Stunde nutzen möchte um seine Interessen durchzusetzen. Elegant durch die Hintertüre. Bsp Falken vom Staatsschutz/Politik die die Chance die Schäfchen noch besser zu überwachen nicht ungenutzt verstreichen lassen möchten.
    Wehret den Anfängen.
    • ninolino 17.04.2020 12:35
      Highlight Highlight Aus dem Blickwinkel eines Entwicklers ist klar, dass diese die einzige logische Interpretation ist und rein gar nichts mit VTs zu tun hat.
      Bisherige Erfahrungen mit der Bundesregierung in ähnlichen Themenbereichen können diesen Verdacht alles andere als entkräften...
  • sheshe 17.04.2020 10:41
    Highlight Highlight Also will man Daten zentral speichern (wer, wie, wo, wielange wird wohl nicht bekannt werden) und den Code nicht open-source machen, damit Hintertürchen eingebaut werden können(?)

    Anscheinend geht es also doch mehr um Überwachung als um reines Tracing.

    Ich bleibe weiterhin skeptisch.
    • @schurt3r 17.04.2020 10:50
      Highlight Highlight Bei PEPP-PT ist nur klar, dass nichts klar ist, leider.

      Der von den Schweizer Forschern/Entwicklern verfolgte dezentrale Ansatz ist hingegen transparent und kann nun von Dritten überprüft werden.
    • deepmind96 17.04.2020 10:53
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen & verstanden?

      Die Deutschen wollen einen solchen Lösungsansatz mit der zentralen Datenspeicherung verfolgen und die Schweizer Entwickler genau das Gegenteil, dezentrale Speicherung & Open-Source.

      Deshalb ist ja anscheinend Streit ausgebrochen.
    • sheshe 17.04.2020 11:17
      Highlight Highlight @deepmind, eben, ich spreche ja von den Deutschen. Und wenn die sich durchsetzen, bin ich mir nicht sicher, ob sich der Bundesrat diese einmalige Möglichkeit entgehen lässt und somit ebenfalls auf zentrale Datenspeicherung und nicht open-source setzen wird.
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