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Ja, richtig geraten! Der 5G-Test findet weder in Schwamendingen noch in Bümpliz statt. bild: swisscom

In dieser Gemeinde testet Swisscom 5G – mit drei «Versuchskaninchen»



Zur Vorgeschichte:

Bis Ende Jahr will Swisscom die neue Mobilfunkgeneration 5G in der Schweiz punktuell einführen.

Doch schon jetzt testet das grösste Schweizer Telekom-Unternehmen in der Berner Berggemeinde Guttannen verschiedene Anwendungen, damit 5G auch in entlegenere Orte gebracht werden kann. Der Test läuft bis Ende Jahr, wie die Swisscom am Montag mitteilt.

In der Gemeinde Guttannen, die zwar nur 300 Einwohner zählt, aber mit 200 Quadratkilometern zu den grössten Gemeinden des Kantons Bern gehört, wird es trotz Anschluss an die Glasfaser-Hybridtechnologie Fibre to the Street (FTTS) immer auch Gebäude geben, die aufgrund ihrer abgelegenen Lage nicht von diesem Ausbau profitieren und deshalb anders erschlossen werden müssen.

Hier würden die 5G-Möglichkeiten mit Fixed Wireless Access (FWA) und Beamforming ins Spiel kommen, schreibt Swisscom in einer Mitteilung vom Montag.

Fixed Wireless Access bindet einzelne Gebäude und Wohnungen anstatt über Kabel, VDSL oder Glasfaser über Mobilfunk an schnelles Internet an.

Beamforming wiederum wird künftig erlauben, dass Funkstrahlen einem Nutzer folgen können und somit eine noch effizientere Datenübertragung gewährleisten. Diese 5G-Funktion habe Swisscom in Guttannen ebenfalls getestet.

Jammern über angeblich zu strenge Grenzwerte

Die Messresultate würden die theoretisch berechneten Effizienzsteigerungen bestätigen, jedoch würden die strengen NISV-Grenzwerte einen effizienten Einsatz von Beamforming verhindern, lässt das Unternehmen verlauten.

Swisscom hat in Guttannen eine zusätzliche Mobilfunkantenne installiert. Diese sendet im 3.5 Ghz-Frequenzbereich, gleich wie dies 5G tun wird. Drei Testkunden wurden mit dem entsprechenden Equipment ausgestattet und nutzen testweise die 5G Services von morgen. Es sind dies:

Swisscom mit Test nicht allein

Swisscom ist mit ihrem Test der neuen Mobilfunkgeneration nicht allein. Bereits Ende Juni hatte Sunrise in Zürich-Oerlikon zu Testzwecken eine 5G-Antenne in Betrieb genommen. Wie Swisscom plant auch Sunrise, den definitiven Betrieb von 5G im ländlichen Raum zu starten. Es werde ein Ort sein, wo Sunrise keinen Zugang zu Glasfasern habe und wo die Handyantennen noch nicht am Anschlag der Strahlenschutzgrenzwerte seien, teilte Sunrise damals mit.

Für ihre Testbetriebe haben Swisscom und Sunrise Ausnahmebewilligungen des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) erhalten. Die Ausschreibung für die definitiven Konzessionen ist am Laufen.

Die Auktion für Mobilfunkfrequenzen für die superschnelle Technik 5G soll im nächsten Januar stattfinden, wie die Eidgenössische Kommunikationskommission Comcom am vergangenen Freitag vor den Medien erläuterte.

Die Telekomkonzerne können ihr Bewerbungsdossier bis zum 5. Oktober einreichen. Das Bieterrennen um die Frequenzen beginnt bei 220 Millionen Franken. Dies ist der Minimalpreis, wenn es für alle Frequenzen eine Nachfrage gibt.

(awp/sda)

Kennst du schon dieses Experten-Interview zur Handy-Strahlung?

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    Alle Leser-Kommentare
  • ItsMee 10.07.2018 08:42
    Highlight Highlight Naja, wenn wir ganz genau sind, haben wir momentan noch nicht mal 4G - wir haben gemäss Spezifikationen momentan ein 3.9G Modell - da die Spezifikationen von 4G ( LTE = 1 Gigabit) nie erreicht wurden ... - aber weil niemand ein 3.9G vermarkten will, hat man sich dann auf 4G geeinigt .. ich denke also, wir werden nicht ein 5G, sondern 4.8/4.9 G-Netz erhalten.
  • Pointer 09.07.2018 23:03
    Highlight Highlight Mit nur 3 Nutzern wird man natürlich fantastische Werte erzielen. Wenn schon, sollten sie die gesamte Gemeinde zu Testzwecken mit Geräten ausstatten und die Einwohner zu intensiver Nutzung ermutigen. Grundsätzlich rechnet sich aber auch FTTH in jedem Fall, man muss aber halt eine realistische Abschreibedauer von mehr als einem Quartal wählen.
    • derEchteElch 10.07.2018 06:42
      Highlight Highlight Die Swisscom wird schon wissen was sie tut. Solltest du es aber besser wissen, darfst du dich gerne für den Posten bewerben.
  • derEchteElch 09.07.2018 21:53
    Highlight Highlight Man kann so viel über die Swisscom jammern wie man will, sie tut am meisten für die nationalen Kommunikationsnetze.
    • Pointer 09.07.2018 23:04
      Highlight Highlight Die Swisscom hat viel Infrastruktur von der Telecom PTT geerbt. Die anderen mussten bei Null anfangen oder sich für teures Geld bei Swisscom einmieten.
    • derEchteElch 10.07.2018 06:41
      Highlight Highlight Die Swisscom hat nichts geerbt. Sie ist mit der Post zusammen die juristische Nachfolgerin der PTT. Erzähl also bitte keine Sonntagsmärchen.

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