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Passengers wearing face masks to protect of the COVID-19 passe in front of a information screen reading

Eine Woche nach Vorliegen seines positiven Covid-19-Testresultats hatte ein Betroffener noch immer keinen Covid-Code vom kantonsärztlichen Dienst erhalten. Kein Einzelfall. Bild: keystone

SwissCovid-User warnen zu spät oder überhaupt nicht – das sind die Gründe

Gemäss einem aktuellen Bericht kann die Corona-Warn-App ihren Zweck öfters nicht wie gewünscht erfüllen. Bund und Kantone sind gefordert.



Was ist passiert?

Die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) hat am Freitag einen beunruhigenden Bericht zur SwissCovid-App veröffentlich. Demnach wird nur ein kleiner Teil der Corona-Neuinfektionen in der App gemeldet. Und wenn eine Infizierung registriert werde, erfolge die Alarmierung manchmal zu spät.

Beunruhigende Zahlen

Die NZZ-Journalisten berufen sich bei ihren Recherchen auf Zahlen, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG), als Herausgeberin der App, erstmals zusammengestellt habe.

Wo ist das Problem?

Zunächst ist an die Funktionsweise der SwissCovid-App zu erinnern: Das Eingeben des Covid-Codes erfolgt absolut freiwillig. Es ist niemand verpflichtet, andere zu warnen.

Allerdings können auch App-User, die positiv auf Covid-19 getestet wurden und andere App-User warnen wollen, dies offenbar nicht immer tun. Und zwar weil sie von den kantonalen Gesundheitsbehörden nicht rechtzeitig den erforderlichen Covid-Code erhalten. Dabei handelt es sich um den 12-stelligen Zahlencode, den man eingeben muss, um die anonyme Benachrichtigung der engeren Kontakte auszulösen.

So läufts ab

Jedes positive Covid-19-Testergebnis wird den betroffenen Personen telefonisch oder im persönlichen Gespräch mitgeteilt, erklärt die NZZ. Eigentlich sei dafür das Contact-Tracing-Team des jeweiligen Kantonsarztes vorgesehen. Doch in manchen Kantonen übernehme dies der Hausarzt oder das Testlabor gleich selber. Bei diesem Erstkontakt erteilten die Behörden Quarantänetipps und fragten, ob die SwissCovid-App im Einsatz sei. «Ist sie das, erstellen sie mit einer speziellen Software einen Code und übermitteln ihn per SMS oder E-Mail an die Patienten. Diese haben nun 24 Stunden Zeit, den Code in die App einzugeben.»

Damit Infektionsketten möglichst schnell unterbrochen werden können, sollten die Betroffenen möglichst schnell das Testresultat erhalten und dazu den Covid-Code. Doch genau da harzt es gemäss den NZZ-Recherchen. Es gebe in der Meldekette «gleich mehrere behördliche Stellen, welche die simple Code-Vergabe verzögern können»:

Bild

Dieser Twitter-Nutzer, Angestellter beim Staatssekretariat für Wirtschaft, fragte beim Kanton nach, ob er den Covid-Code noch erhalte. Daraufhin empfahlen ihm laut NZZ die Beamten, die Hotline des BAG zu googeln und dort nach dem Code zu fragen. Erst als er bei Twitter die Vorgänge publik machte, erhielt er den Code – zehn Tage nach seinem Testresultat. screenshot: twitter

Der Schweizer Epidemiologe Marcel Salathé, der massgeblich an der SwissCovid-Entwicklung beteiligt war, bezeichnete die Hinweise auf nicht oder zu spät vergebene Covid-Codes gemäss dem Bericht als «besorgniserregend».

«Wir müssen herausfinden, was vor sich geht. Der Prozess ist nicht schwer. Es handelt sich lediglich um einen Code, der einfach und unmittelbar nach einem positiven Test generiert werden kann.»

Epidemiologe Marcel Salathé

Um den Prozess zu beschleunigen, empfehle Salathé, den Code idealerweise mit dem Testergebnis zu überreichen.

Zum Vergleich: Bei der deutschen Corona-Warn-App wird beim Testen ein QR-Code abgegeben, mit dem man später das Testergebnis online abrufen kann. Betroffene können das Resultat aber auch bei einer Telefonhotline abfragen und erhalten auf Wunsch den Code für die Alarmierung.

Wie schlimm ist es?

Das lässt sich nur abschätzen. Das BAG liess verlauten, «es seien nur vereinzelt solche Fälle bekannt». Zudem seien die Kantone zuständig. Man gehe aber den Fällen von nicht verwendeten Codes nach und stehe in Kontakt mit den kantonsärztlichen Diensten, um die Gründe zu finden.

Im Moment würden anteilsmässig noch etwas weniger Neuinfektionen in der App gemeldet, als er erwartet hätte, sagte Salathé. Er hätte gehofft, dass die Zahl weiter ansteige:

«Aus epidemiologischer Sicht würden wir uns wünschen, dass diese Zahl viel höher ist – jeder eingegebene Covid-Code hat das Potenzial, Übertragungsketten zu unterbrechen.»

Ein weiteres Problem ist die nach wie vor relativ tiefe Akzeptanz der SwissCovid-App bei der Smartphone-nutzenden Bevölkerung. Die Zahl aktiver Nutzerinnen und Nutzer der App stagniert laut NZZ-Bericht bei rund 14 Prozent.

Wir suchen dich!

Wurdest du positiv auf Covid-19 getestet und hast versucht, andere über die SwissCovid-App zu warnen? Wie einfach hat das geklappt? Und vor allem: Wie schnell hat man dir den erforderlichen Covid-Code zugestellt? Schreib Digitalredaktor Daniel Schurter, via E-Mail, oder über die sichere Messenger-App Threema. Threema ID: ACYMFHZX. Hinweise werden auf Wunsch vertraulich behandelt.

Quellen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Küsel64 15.08.2020 06:40
    Highlight Highlight Warum muss alles auf Teufel-komm-raus alles freiwillig sein. Freiheit hört dort auf wo jene eines anderen beginnt. Hier die Gesundheit aller. Niemand hat Nachteile durch die Nutzung der Covid-App, also kann man auch bestimmen, dass jeder und jede sie nutzt. Wenn das nur 14% tun, dann ist einfach ganze Investition für die Katz. Sind wir ein Volk und Kindern, die das nicht begreifen können? Wenn alle die App nutzen würden, hätten sich die beschriebenen Mängel einige Wochen früher offenbart.
  • Toga 14.08.2020 17:21
    Highlight Highlight Das verwundert mich gar nicht...
    "Dabei handelt es sich um den 12-stelligen Zahlencode..." den man auch noch erstmal fehlerfrei und innert max. 24 Std. eingeben muss.
  • X3er 14.08.2020 16:21
    Highlight Highlight Die ganze Tragödie ist mindestens passive Sabotage der Gesundheitsbürokratie, die effiziente Technologie als Bedrohung wahrnimmt und am liebsten noch mit Fax arbeitet. Wo fängt man an mit dem Ausmisten?
  • Der Kritiker 14.08.2020 16:20
    Highlight Highlight Ich frag mich jeweils, wofür ich meine Daten bei jeder Bar hinterlegen muss, wenn ich doch die App habe. Was passiert danach mit meinen Daten?
    • aglio e olio 14.08.2020 17:08
      Highlight Highlight Da nicht jeder die App nutzt, musst du deine Daten in der Bar hinterlegen.
      Alternative: Allein in der Bar 😀
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    • maylander 14.08.2020 19:15
      Highlight Highlight Die Bar darf ja nicht nach der App fragen. Also müssen sie selber die Daten aufnehmen.
      Das Ganze hat also noch Potential.
  • DJ77 14.08.2020 15:55
    Highlight Highlight Ich kriegte die Nachricht von der App erst 7 Tage nachdem der positive Kollege den Kanton benachrichtige.
    Das muss dringends viel schneller gehen, sonst macht diese App absolut keinen Sinn.
  • Scrat 14.08.2020 14:05
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach ein komplettes Versagen der involvierten Stellen. Ich weiss echt nicht, was so schwierig daran sein soll, bei einem positiven Testergebnis jeweils automatisch einen Covid-Code zu generieren und mit dem Testresultat der getesteten Person zukommen zu lassen.
  • Miicha 14.08.2020 13:17
    Highlight Highlight Der Kanton ist zuständig... Genau da liegt das Problem! Wieso kann das nicht auf Bundesebene geregelt werden? Hat ja auch nicht jeder Kanton eine eigene App. Und offensichtlich klappt es nicht. Kein Wunder lädt keiner mehr die App herunter.
    • Bongj 15.08.2020 07:37
      Highlight Highlight Yep, wenn ich den Satz "dafür sind die Kantone zuständig... " höre, könnte ich kotzen.

      Denke auch, dass der Föderalismus ein grosser Teil des Problems ist: ständiges hinundher und alle ducken sich weg wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen.

  • Wolk 14.08.2020 13:10
    Highlight Highlight 265 Codes wurden nie verwendet. 265 sehr asoziale Mitbürger.
    • TheUglyTruth 14.08.2020 13:53
      Highlight Highlight Wenn du den Code erst erhältst, wenn Du schon wieder gesund bist, dann kannst Du Dir die Panikmache auch gleich schenken.
  • Pafeld 14.08.2020 12:56
    Highlight Highlight Und warum generiert man den Code nicht gleich beim Test und schaltet ihn aktiv, falls die Person positiv getestet wurde? Das ist Datenschutzkonform und verkürzt die Zeit zwischen Test und der Benachrichtigung des Getesteten. Man müsste lediglich sicherstellen, dass jeder Code nur einmal generiert wird.
    • The Destiny // Team Telegram 14.08.2020 14:07
      Highlight Highlight Das Labor müsste mit dem Testresultat gleich einen Code beilegen...
    • bernd 14.08.2020 15:34
      Highlight Highlight Wie soll das denn bitte datenschutzkonform sein? Man müsste ja somit den Code mit einer Person verknüpfen, was dem Prinzip dieser App vollständig widerspricht.
    • Pafeld 14.08.2020 17:43
      Highlight Highlight @bernd
      Die Verbindung Person-Sample-Code-Resultat besteht sowieso. Die Frage ist, wer Zugriff drauf hat. Für die App ändert sich nichts, ob sie den Code vorher oder nachher erhält. Das die App die Verbindung Smartphone-Code bei einem negativen Resultat wieder löscht, respektive nach vier Wochen automatisch verfällt, ist mit ein paar Zeilen Code simpel zu lösen. Die App erhält trotzdem keine zusätzlichen Daten.
  • PlayaGua 14.08.2020 12:20
    Highlight Highlight Das ist eigentlich so gekommen, wie ich befürchtet habe. Die App bringt fast nichts, solange sie freiwillig ist.
    • Küsel64 15.08.2020 06:46
      Highlight Highlight Genau eine solche App müsste für alle obligatorisch sein. Denn sonst die es schade um die wertvolle Investition.
  • DaniSchmid 14.08.2020 12:00
    Highlight Highlight Sorry, aber versagt unser Hausärzte/Kantönligeist/BAG/Bürokratie/Fax-und-Telex-Apparat eigentlich irgendwo mal *nicht*? 🙄
    • Guetzli 14.08.2020 13:38
      Highlight Highlight Rohrpost nicht vergessen! ;)
    • Dein Vater 14.08.2020 14:23
      Highlight Highlight Früher war alles besser?

      Selbstreproduzierende Kleinflugkörper
  • rundumeli 14.08.2020 12:00
    Highlight Highlight ein Trauerspiel ...

    Benutzer Bild
  • DerTaran 14.08.2020 11:55
    Highlight Highlight Um das mal gesagt zu haben, die Schweiz handhabt Covid wirklich schlecht. Im Herbst haben wir dann wieder Lockdown und alles jammert. Aber dafür konnten Elton John und der FCB vor Publikum spielen. Unverantwortlich.
    • Eskimo 14.08.2020 12:42
      Highlight Highlight Wir hatten das Virus beinahe los. Aber dann haben wir die Grenzen geöffnet. Das war der einzige Fehler, den wir gemacht haben...
    • Der Kritiker 14.08.2020 17:20
      Highlight Highlight Eskimo, wo lebst denn Du? Wir alle waren zu fahrlässig. Tragen im Zug keine Maske oder dann falsch, geniessen das schöne Wetter in trauter Vielfältigkeit mit Sicherheitsabstand von 20cm. Dies hat nichts mit offenen Grenzen zu tun, sondern vielmehr mit unserer verdammten Disziplinlosigkeit. Selbst die Süditaliener habe sich offenbar disziplinierte verhalten.
    • DerTaran 16.08.2020 01:18
      Highlight Highlight @Eskimo, Oh Mann, man kann auch immer alles auf das Ausland schieben, dabei stehen wir schlechter da als fast alle anderen Europäischen Länder.

      Ausländische Touristen sind fast keine ins Land gekommen, dafür reist Herrn und Frau Schweizer als wäre Nichts gewesen. Die Unvernunft kennt keine Grenzen, aber dann alles auf das Ausland schieben.

      Nein, der Anstieg ist Hausgemacht. Das haben wir ganz alleine geschafft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toga 14.08.2020 11:41
    Highlight Highlight Verbesserungs-Vorschlag:
    Das Testresultat sollte per SMS an die CovidApp weiter gegeben werden. Der User ist informiert. Und die CovidApp macht dann alles nötige von selbst weiter.
    • ands 14.08.2020 11:56
      Highlight Highlight Was genau würde dies verbessern? Das Hindernis ist ja nicht, dass der Code eingegeben werden muss, sondern dass man keinen Code erhält, weil er gar nicht rechtzeitig generiert wurde.
    • cheeky Badger 14.08.2020 12:08
      Highlight Highlight SwissCovid hat keinen Zugang zu Deiner Telefonnummer und somit auch nicht zu SMS. Und das ist auch gut so.

      Es wurde ein grosser Aufwand betrieben um die App mit möglichst viel Privatsphäre zu designen. Das darf man jetzt nicht verbasteln.

      Sonst wird die App bei mir und bestimmt auch bei vielen anderen gleich gelöscht.
    • Toga 14.08.2020 12:09
      Highlight Highlight @ands
      Der Trick dabei wäre, dass man den Code gar nicht selber eingeben muss oder besser gesagt vom User irgend eine Aktion verlangt wird, und somit die Kontaktpersonen definitiv, schnellstens, automatisiert benachrichtigt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tschowanni 14.08.2020 11:31
    Highlight Highlight Der Bund und IT-Projekte hat noch nie funktioniert. Weder wenn sie diese per Ausschreibung vergeben und schon gar nicht wenn sie federführend sind.
    • Rainbow Pony 14.08.2020 13:15
      Highlight Highlight Naja, der Code kommt ja von den Kantonen. Gesamthaft betrachtet magst du ja recht haben (wenn auch bestimmt bei weiten alle Projekte schlecht gelaufen sind!), aber die Covid Geschichte hat ja erst bei der „Rückübergabe“ der Verantwortung an die Kantone wirklich erst begonnen zu happern. Hier sind doch auch klar die Kantone gefordert, einfach mal am gleichen Strick zu ziehen.
    • Rainbow Pony 14.08.2020 13:41
      Highlight Highlight Und kurzer Zusatz bzw Korrektur: ich meinte, dass bei weitem NICHT ALLE PROJEKTE SCHLECHT gelaufen sind, es gibt ja durchaus auch positive Sachen vom Bund, zumal die Komplexität halt schon enorm ist.
  • Maya Eldorado 14.08.2020 11:30
    Highlight Highlight Jemand der doch positiv getestet wird, muss doch in Selbstisolation.
    Für was dient dann der Code, um andere zu warnen, wenn der positiv Getestete eh nicht aus der Wohnung darf.

    Oder hab ich da was falsch verstanden?
    • Crazy Cycler 14.08.2020 11:44
      Highlight Highlight Mit Hilfe des Codes kann er Personen warnen mit denen er vor der Isolation in Kontakt stand, damit sich diese ebenfalls testen können.
    • Alnothur 14.08.2020 11:49
      Highlight Highlight Ja, hast du. Es geht darum, dass damit die Leute gewarnt werden, die vor kurzem mit der Person in Kontakt gekommen sind und sich deshalb testen lassen sollten.
    • Tikvaw 14.08.2020 11:49
      Highlight Highlight Das ganze System ist umgekehrt.
      Wenn jemand Symptome bekommt, macht er einen Test, gibt den Covid-Code ein und danach werden alle Personen (Keys) mit denen er die letzten 14 Tagen Kontakt hatte (<1.5 Meter, >15 Minuten) informiert, dass sie sich eventuell angesteckt haben könnten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • oliverreader 14.08.2020 11:28
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, wieviele Menschen von der App in Quarantäne geschickt wurden und wieviele dann tatsächlich positiv waren – also tatsächlich je eine Infektionskette unterbrochen wurde.
    • Ich hol jetzt das Schwein 14.08.2020 12:05
      Highlight Highlight "...wieviele Menschen von der App in Quarantäne geschickt wurden..." Genau 0. Nach Warnung durch die App kontaktiert man die kantonale Hotline und konsultiert den Hausarzt, wo gegebenenfalls ein Test gemacht wird. Nur aufgrund des Testresultats wird eine Isolation verfügt.
    • ands 14.08.2020 13:35
      Highlight Highlight @ Ich hol jetzt das Schwein: Quarantäne und Isolation sind nicht das selbe. In Quarantäne muss man, weil man möglicherweise infiziert ist. In Isolation muss man, weil man positiv getestet und daher infiziert ist. Da ein Test erst 5 Tage nach der Ansteckung sinnvoll ist, ist es durchaus möglich, dass man erstmal in Quarantäne muss, bevor man getestet werden kann. Aber natürlich nur, wenn die Generierung des Covid-Codes nicht bereits 5 Tage gedauert hat...
    • Ich hol jetzt das Schwein 14.08.2020 16:30
      Highlight Highlight Das weiss ich. Ich schreibe ja, "...aufgrund des Testresultats...". Ich gehe nicht davon aus, dass bei negativem Resultat eine Isolation verfügt wird. Bei negativem Resultat könnte aufgrund anderer Parameter eine Quarantäne verfügt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GetReal 14.08.2020 11:24
    Highlight Highlight Die hochgelobte Effizienz unserer Behörden. Spricht total dafür, auch weitere elektronische Projekte ihnen zu überlassen, Stichwort elektronische ID 😉
  • Gopfidam 14.08.2020 11:17
    Highlight Highlight Irgendwie glaube ich nicht mehr daran, dass unsere Behörden auf Corona vorbereitet sind. Die Kantone hatten 5 Monate Zeit. Der Bund hatte sogar schon seit Dezember Zeit. Und nun funktioniert die hochgelobte App nicht, nur weil man solche Prozesse nicht in den Griff kriegt. Obwohl so viel Zeit dafür zur Verfügung stand. Ich verstehe das nicht. Es ist zum totalen Politikum verkommen seit Wochen, aber niemand fühlt sich verantwortlich. Jämmerlich als eins der reichsten Länder der Welt.
    • Wolk 14.08.2020 13:14
      Highlight Highlight 5 Monate ist in Behördenzeit etwa so viel wie für Sie 5 Tage. Von daher...
    • nur Ich 14.08.2020 13:42
      Highlight Highlight Natürlich waren sie nicht vorbereitet. Es ist weltweit eine komplett neue Situation, aus der wir hoffentlich lernen.
      Die App selbst funktioniert im übrigen durchaus, aber die noch unausgereiften Prozesse rundum schmälern ihren Nutzen momentan noch zusätzlich zur geringen Akzeptanz. Da muss dringend nachgebessert werden, ja.
      Dass die Behörden so viel Zeit gehabt hätten, ist aber arg vereinfachend. Die Zustände hier im März und April waren so, dass alle damit beschäftigt waren, das Schlimmste zu verhindern. Jetzt braucht Verbesserungen, die hoffentlich kommen. Kann noch immer klappen.
  • Oberon 14.08.2020 10:58
    Highlight Highlight Ich habe schon vor Wochen gesagt das genau die Eingabe diese generierten Codes ein Schwachpunkt darstellt.

    Warum wird nicht bei jedem positiv getesteten ein Code generiert?
    Dazu haben wir auch ein Problem bei der Dauer bis das Resultat bekannt gegeben wird viel zu lang ist.

    So verstehe ich natürlich die Leute die bis heute recht haben das die APP nicht den nutzen hat den sie haben könnte.

    Übrigens, wenn jemand positiv getestet wurde heisst das noch lange nicht das genug Viren vorhanden sind um ansteckend zu sein. Dies liegt auch an der Testmethode die wir in der Schweiz anwenden.


  • herrkern (1) 14.08.2020 10:35
    Highlight Highlight Es scheitert also wie so oft nicht an der Software, sondern an den Menschen und Prozessen. Das Ding ist nicht ausreichend eingeführt worden von ganz oben, Stichwort: "kä Luscht"
    • bbelser 14.08.2020 11:06
      Highlight Highlight Diese Reaktion eines Mitglieds der Regierung war tatsächlich einer der dümmsten "Gefallen", die sich die Verantwortlichen(!) für die Verbreitung der App tun konnten.
      Und das Ganze nur, um bei seiner Klientel billige Zustimmung abzugreifen...
      Aber irgendwie ist er sich da treu geblieben: I can nothing say... 🤨
  • Piwi 14.08.2020 10:34
    Highlight Highlight Den Code könnte man locker als QR-Code auf das positive Testergebnis drucken (Papier oder PDF), und dann mit der App scannen - einfacher Prozess, gute Usability und nicht fehleranfällig wie manuelle Eingabe.

    Das könnte man mit einem Update zumindest nachholen...
    • ands 14.08.2020 13:38
      Highlight Highlight Tatsächlich würde es Sinn machen, den Code zusammen mit dem Testergebnis zu generieren. Das müssten ja nur die Referenzlabore machen. Aber als QR-Code? Das Resultat geht zum Arzt. Der informiert den Patienten vermutlich eher am Telefon als per Brief oder E-Mail. Wie soll er da einen QR-Code übermitteln?
    • Babbs 14.08.2020 16:32
      Highlight Highlight ...ja, meine Fotokamera ist kaputt...
      Dann bitte 2 Codes. 1 QR und 1 mit Zahlen
  • Kolo 14.08.2020 10:31
    Highlight Highlight Schlechte Prozesse mit Software in den Griff bekommen wollen. Überall das selbe. "wir führen doch gerade XY ein, danach ist alles besser". Alltägliches Managergeschwätz, überall.

    Die Prozesse in den Griff bekommen, ist wesentlich schwieriger als einige hier meinen. Aber eben. Masken auf und Abstand halten. Und damit leben, dass wir so gut wie kein Contact Tracing haben. Alles wie im März.
  • stefan-r 14.08.2020 10:29
    Highlight Highlight Und wieder wird auf die App geschossen, obwohl das Problem offensichtlich darin liegt, dass unsere liebe Verwaltung im Bezug auf Digitalisierung irgendwo im Jahr 1992 stecken geblieben ist. Vllt. sollte man fragen, ob sie einem den Code faxen können - das geht dann eventuell schneller :)
    • Kolo 14.08.2020 11:09
      Highlight Highlight Jein, wer ein solches Tool ohne die entsprechenden Prozesse und Rollout-Massnahmen entwickelt, trägt die Schuld mit. Ich denke die App ist OK, war aber auch nie das schwierige. Das war absehbar. App funktioniert, der Rest dann nach dem Release in den Griff bekommen wollen. Bis dann ist aller Goodwill verspielt und das Momentum für die App dahin.

      Wir haben einfach keine fitte, digitale Verwaltung in der Schweiz. Geld für Kampfflugis, schicke Autobahnen und Kantonsstrassen. Aber die Verwaltung steckt in den 90ern fest. Merci SVP (ja, die SVP spart uns bis zur Ineffizienz).
    • bbelser 14.08.2020 11:18
      Highlight Highlight Digitalisierung wird von vielen Menschen wenig nüchtern betrachtet: Entweder ist sie der grosse Heilsbringer, das Wundermittel für alles, oder man macht sich vor Angst in die Hose vor dem Teufel Digitalisierung.
      Dabei ist es eine Technologie, über die auf allen Ebenen gelernt werden muss.
      Unsere Verwaltung bildet die üblichen Verhältnisse in unserer Gesellschaft ab. Sind halt Menschen.
      Heisst aber auch: "es" lebt, ist lernfähig und entwickelt sich. 😉
    • Kolo 14.08.2020 13:20
      Highlight Highlight bbelser: ganz bei dir. Digitalisierung ist aber ein top-down Geschäft. Wenn man oben will und die Kosten trägt, kommt es unten an. Den Kantonen fehlt zum Teil die Voraussetzung einfachste Dinge zu digitalisieren. Habe da Einblicke während der home office Phase bekommen. Keine Laptops, keine Tools für digitale Konferenzen, papierprozesse die Besuche im Office erforderten. Da brauchts erst mal Geld für Infrastruktur und Werkzeug. Das ist echt 90er Jahre. Über echte digitale Transformation können die Verwaltungen nicht mal nachdenken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karoon 14.08.2020 10:28
    Highlight Highlight "Bund und Kantone sind gefordert": Stimmt mich nicht optimistisch.
  • Gizmoo777 14.08.2020 10:25
    Highlight Highlight Mir machen während dieser Corona-Krise zwei Dinge richtig Angst:

    1) ...der erstaunlich tiefe Informatik-IQ der Bevölkerung
    2) ...die digitale Unfähigkeit der Behörden und Verwaltungen

    ...und ich sehe keine Absicht diese Dinge zu verbessern. Von niemandem.

    • bbelser 14.08.2020 11:21
      Highlight Highlight Du siehst zu schwarz.
      Das Lernen geschieht, es dauert nur wie üblich einiges länger als gewünscht.
      Wie lange hat es gebraucht, bis die Akzeptanz des fortschreitenden Klimawandels "gelernt" war und in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist?
    • skisandtrail 14.08.2020 11:48
      Highlight Highlight Das stimmt. Anderseits ist die ganze Digitalisierung nötig?
      Seit Covid19 nutze ich alles Digitale um einiges weniger (abgesehen vom beruflichen), weil einfach viel zu viel Mist und immer dasselbe erzählt wird.
    • Nate Smith 14.08.2020 11:51
      Highlight Highlight Und ein Parmelin der für das Thema Digitalisierung im Bundesrat zuständig ist. Yikes 😬
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sick Ranchez 14.08.2020 10:23
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man bei dieser aktuell herrschenden Ungewissheit und fehlendem Vertrauen der Swiss-Covid App auf Schlagzeilen wie „ Die SwissCovid-App warnt zu spät oder überhaupt nicht“ bei Versagen des BAG‘s und nicht der App verzichten.
  • De-Saint-Ex 14.08.2020 10:20
    Highlight Highlight Hab ich das richtig verstanden? Etwa ein Drittel der Codes werden von den Positiv-Getesteten gar nicht erst verwendet? Das ist doch wohl das grössere Problem... Fehler beim Prozess der Übermittlung der Codes lassen sich ja wohl beheben. Mangelndes Verantwortungsgefühl in der Bevölkerung weniger...
  • Sapperlot! 14.08.2020 10:16
    Highlight Highlight Die SwissCovid-App warnt zu spät oder überhaupt nicht – das sind die Gründe

    Der Titel ist falsch - nicht die App warnt nicht, sondern die Benutzer (aus welchem Grund auch immer).
    • @schurt3r 14.08.2020 10:23
      Highlight Highlight Berechtigter Einwand 👍🏻
      Jetzt ists präziser!
    • Garp 14.08.2020 11:13
      Highlight Highlight Der Titel ist immer noch Sch... Gibt zu viele User, die nur Titel lesen, die vergesst ihr gern.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 14.08.2020 11:29
      Highlight Highlight @schurt3r....jetzt präziser, die Blitzer kann ich da nicht verstehen. Ich finde das immer toll, wie du auf berechtigte Kritik reagierst.
  • bbelser 14.08.2020 10:06
    Highlight Highlight Die SwissCovidApp ist ein Sahnestück digitaler Technologie.
    Die Prozesse im Hintergrund leider (noch?) nicht.
    In vielen Behörden ist die Digitalisierung halt wirklich noch "Neuland".
    Aus diesen Mängeln lässt sich aber jetzt lernen!
    Statt App verteufeln oder Empörung zelebrieren braucht es die Beharrlichkeit permanenter Verbesserung.
    • @schurt3r 14.08.2020 10:24
      Highlight Highlight Seh ich auch so! Die App funktioniert, die „faulen“ Prozesse könnten relativ einfach korrigiert werden 👍🏻
    • pun 14.08.2020 10:35
      Highlight Highlight Das positive: Der ganze Prozess ist ein Steinchen mehr um den Behörden, Unternehmen und Bürger*innen zu lehren, was Digitalisierung bedeutet:

      "Digital transformation is not about technology"
    • bbelser 14.08.2020 10:40
      Highlight Highlight OT: dein Bericht über eure Digital-Detox-Ferien war übrigens auch ein kleines Sahnestückchen. 👍
      Für einen langjährigen Sommerlager-Freak wie mich amüsant und anregend zu lesen.
      Hoffnungsfroh hat mich v. a. gestimmt, dass eure Jungen offenbar in manchen Belangen des digitalen Lebens sehr viel souveräner und gelassener drauf sind als die "Alten"... 😉
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  • HerbertBert 14.08.2020 10:05
    Highlight Highlight Nicht gerade berauschend was der Bund diese Woche abliefert.

    Zuerst erlaubt man wieder Grossanlässe und dann verkackt man die Prozesse der App, bei der man sich ohnehin schwer tut die Leute zum installieren zu animieren. Dann noch die falsche Zahlen Geschichte von gefühlt letzter Woche.

    Ziemlich schwach, was in letzter Zeit abläuft. Die App kann man sich mittlerweile auch schenken, unter diesen Umständen bringt sie auch nichts.
    • @schurt3r 14.08.2020 10:27
      Highlight Highlight Nein, das stimmt nicht, dass die App nichts bringt. Es wurden bereits zahlreiche Leute gewarnt.

      Wie ich schon früher kommentierte: Der Kampf gegen die Corona-Krise ist für alle Neuland. Dumm/verheerend wäre nur, wenn wir (und vor allem auch der Staat) nicht aus den Fehlern lernen 🙈
    • Hillary Clinton 14.08.2020 10:29
      Highlight Highlight Es finden jeden Tag Grossanlässe statt, seit Wochen - Nennt sich ÖV.

      Der Besuch eines Fussballspiels ist etwa 1000x sicherer als ein Clubbesuch ohne Maske.


    • dan2016 14.08.2020 10:36
      Highlight Highlight @schurt3r, zuerst mal, seit Du nicht mehr Apple kommentierst, gehören Deine Artikel zum BESTEN hier:)....
      Ich habe die App sehr stark in meinem Umfeld gepusht, aber das was HerbertBert sagt, ist halt schon sehr berechtigt. Es wird - in gegebenen Kommunikationskontext - schon echt schwierig werden, die App zu einem Erfolg werden zu lassen. Das beginnt schon damit, dass man zuerst sagte, die App sei kritisch für jeden Öffnungsschritt.... dann sämtliche Daten ignorierte und fröhlich weiter öffnet.
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  • Gubbe 14.08.2020 09:52
    Highlight Highlight Es sind immer wieder die schläfrigen Kantone, die einer Corona-Verbreitung Vorschub leisten. Da wäre doch mal anzusetzen und vielleicht knöchrige Strukturen flexibler zu machen. Es muss doch möglich sein, diese Codes automatisch den Infizierten zu verschicken. Wenn ich mir vorstelle, wie da jemand am Schreibtisch sitzend in Blättern wühlt und dabei von Digitalisieren spricht, schon eigenartig.
  • Scaros_2 14.08.2020 09:52
    Highlight Highlight Wenn ich das nur schon lese. Ich bin ITler und mir vergeht die Lust bei sowas. Das sowas nicht funktioniert, die Behörden schlampen etc. und das bei solch einem Problem. Wenn die Usability nicht gewährleistet ist, ist die App wirkungslos und verkommt zur Farce.

    Damit hat sich der Bund ein mächtiges Eigengoal geschossen.
    • Alnothur 14.08.2020 11:54
      Highlight Highlight Die Usability kann noch so gut sein, wenn die Beteiligten zu faul sind es zu machen, ist es trotzdem nutzlos.
    • nur Ich 14.08.2020 14:06
      Highlight Highlight Gerade als ITler weisst Du aber auch, dass es ganz normal ist, dass nach Einführung einer neuen technischen Lösung an den Prozessen meist noch geschraubt werden muss, bis alles wie gewünscht läuft. Statt jetzt den Nutzen der APP insgesamt zu negieren gilt es die Leute an den Prozessen schrauben zu lassen und die APP weiter zu nutzen. Damit das Ziel doch noch erreicht wird, dass die APP das Contact tracing effizient unterstützt.
    • Scaros_2 14.08.2020 14:13
      Highlight Highlight Das ist mir schon klar nur Ich. Aber in dem Teil hast du zu viele Häuptlinge und jeder Häuptling (Kantone) meint er macht es besser, anders, besser und will eh nicht hören.

      Solange der Bund als Corporate FUnktion den Kantonen nicht Beine macht kannst du die App in einer Langfristigen Perspektive rauchen.

      Der BUND muss hier ansetzen. DIe Kantone sind unfähig in der hinsicht. Nachteil des Föderalismus.
  • Thomas G. 14.08.2020 09:50
    Highlight Highlight Merke:

    1. Jedes System, das auf manuelle Eingaben angewiesen ist wird zu Fehlern führen

    2. Jedes System, das mehrere Personen benötigt die freiwillig miteinander zusammen arbeiten wird langsam sein.

    Man muss daher 1. automatisieren und 2. Verpflichtungen einführen, wenn man schnell verlässliche Ergebnisse will.

    Für Salathé als Theoretiker sind das triviale Praxisprobleme die "einfach" zu lösen sind. Klassischer Theoretiker Irrtum! Obwohl die Praxis in der Theorie einfach ist, ist die Theorie in der Praxis sehr komplex!

    3. Die fundamentalen Fehler eines Systems werden es zerstören.
    • MasterPain 14.08.2020 10:39
      Highlight Highlight «Obwohl die Praxis in der Theorie einfach ist, ist die Theorie in der Praxis sehr komplex!»

      Den Satz muss ich mir merken 👍
    • Tomtom64 14.08.2020 13:18
      Highlight Highlight Zudem müssen die personellen Resourcen vorhanden sein. Das wird häufig unterschätzt.
  • Töfflifahrer 14.08.2020 09:50
    Highlight Highlight BAG, die Kantone sind in der Pflicht, die Kantone dann so, wir haben unsere Abläufe, da redet uns niemand hinein.
    Toll, so kann ich die App eh wieder löschen 🤦‍♂️
  • Skeptischer Optimist 14.08.2020 09:49
    Highlight Highlight Der Kantönligeist zeigt seine Schwächen.
    • Kant 14.08.2020 12:31
      Highlight Highlight Ohja, ich verstehe nicht, dass man diese Entscheidungen einfach den Kantonen überlässt. Wer z. B. in Spreitenbach AG wohnt, aber in ZH arbeitet, und gleichentags zu einem Kunden in ZG fährt - ja, der soll dann noch den Überblick haben? Was ist mit Personen, die von Bern nach ZH pendeln? Das ist einfach Schwachsinn, was der Bund sich da erlaubt.
  • K1aerer 14.08.2020 09:47
    Highlight Highlight Also diejenigen, die die App heruntergeladen haben, werden ja wohl auch den Code eingeben. Da hatben die Behörden wieder mal verschlampt.
  • PC Principal 14.08.2020 09:44
    Highlight Highlight Schuld ist also nicht die App, sondern die Nutzer.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 14.08.2020 11:34
      Highlight Highlight wenn die Nutzer den Code bei einem +Test nicht eingeben ist der Nutzer Schuld, wenn der Nutzer den Code bei +Test nicht erhält, ist die dafür verantwortliche Stelle Schuld.
      Also ja, kann sein dass der Nutzer schuld ist.
  • Nate Smith 14.08.2020 09:43
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • DemonCore 14.08.2020 09:40
    Highlight Highlight Was auch noch interessant wäre: Was ist die exposure notification? Die app hat zwar einen "Hilfe" Text, der über drei Bildschirme geht. Es wird etwa dreimal erklärt, dass notifications ausgeschaltet werden können, was offensichtlich ist, aber nicht, was genau notifiziert wird, sprich was sie bedeuten und auch nicht was man tun soll/kann.
    • balzercomp 14.08.2020 11:21
      Highlight Highlight Ich habe heute die zweite Mitteilung bekommen, dass ich keinen Kontakt hatte. Das ganze in einer Form, die zunächst an einen „positiven“ Kontakt glauben lässt. Auf diese Art und Weise wird kaum Vertrauen aufgebaut.
    • Tikvaw 14.08.2020 11:34
      Highlight Highlight Die Exposure Notification API ist das "Programm" welches die Rohdaten die eine Bluetooth-Schnittstelle sammeln kann (MAC-Adressen, Bezeichnungen, Modelle, Zeitpunkte etc.) jeweils in "reine" IDs/Keys umwandelt und dann diese IDs an die Covid-App weiterleitet.
    • DemonCore 14.08.2020 12:36
      Highlight Highlight Tikaw, toll! Was soll ich als Otto Normalverbraucher mit dieser Information? Irrelevant, unverständlich für nicht-Fachleute.

      Ich erhalte eine rote Benachrichtigung, da denke ich eher an eine mögliche Ansteckung. Wer hat sich diese User-Interaktion überlegt? Und was soll dieser ellenlange Text???
    Weitere Antworten anzeigen
  • Atavar 14.08.2020 09:39
    Highlight Highlight Swiss Covid App. Scheitert am administrativen Aufwand bzw. dem Unwillen der Beteiligten, diesen auf sich zu nehmen.

    Ja sehr nice, kann man sich nicht ausdenken...
    • freeLCT 14.08.2020 10:07
      Highlight Highlight @Atavar:

      Erkenntnis: Staat funktioniert.
      Wenn man nur genug fest daran glaubt.
  • Erklärbart. 14.08.2020 09:36
    Highlight Highlight Möge einen Stein werfen wer fehlerfrei ist... Auch die Entwickler der APP sind nicht vor Fehlern gefeit. Völlig ok.

    Aber: "Allerdings können auch App-User, die positiv auf Covid-19 getestet wurden und andere App-User warnen wollen, dies offenbar nicht immer tun. Und zwar weil sie von den kantonalen Gesundheitsbehörden nicht rechtzeitig den erforderlichen Covidcode erhalten."

    Da wird alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Wieso stellen die Kantone nicht mehr Leute für das Contact Tracing an? Telefonieren/Code durch geben kann ja nicht so schwierig sein.
    • Irene Adler 14.08.2020 10:33
      Highlight Highlight Telefonieren um die Kontakte herauszufinden braucht etwas Geschicktheit, auch, wenn die Leute mitspielen. (War ich am Mittwoch oder am Donnerstag im Restaurant? Freitag habe ich eigentlich nichts gemacht... oder doch, mit Hans haben wir das neue Bett zusammengebaut, aber seinen Familiennamen kenne ich nicht...)
    • Dysto 14.08.2020 10:59
      Highlight Highlight @Irene Adler Hö? Um bei einem positiven Ergebnis einen Code für SwissCovid zu generieren und an die Person übermitteln, muss man nicht Contact Tracing betreiben und herausfinden, mit wem die positiv getestete Person Kontakt hatte. Dafür wäre ja dann eben der Code und die App zuständig.
    • Irene Adler 14.08.2020 14:07
      Highlight Highlight Sollte man also Plus eine Person pro Kanton angestellt sein, um Code durchzugeben?

  • Mimo Staza 14.08.2020 09:35
    Highlight Highlight Die beste Technik/Software bringt nicht viel ohne gut funktionierende Prozesse. Das wird auch in der Geschäftswelt bei IT-Projekten oft vergessen.
  • Faeudi 14.08.2020 09:31
    Highlight Highlight War leider zu erwarten, dass nur ein Teil der Betroffenen den Code eingeben werden. Man war ja in Isolation und ist danach wieder gesund.
    Ausserdem stört mich, dass die App keine "Echtzeitwarnung" ausgibt, sondern erst nach 15 Minuten Kontaktdauer eine Meldung erstellt. Sprich wenn es zu spät ist. Ja und mir ist klar, dass auf Grund des Datenschutzes keine unmittelbare Warnung erfolgen kann/darf, solange ich mich im Radius der betreffenden Person aufhalte.
    • Corny Master 14.08.2020 10:27
      Highlight Highlight Deine Idee ist ziemlich sinnlos. Wie soll Realtime gewarnt werden, wenn es zuerst einen Test benötigt? Sobald eine Person einen positiven Test erhält und dann den Code eingibt, befindet sich die Person bereits zuhause in Quarantäne.
    • tahiti1 14.08.2020 10:54
      Highlight Highlight Das sollte gar nicht möglich sein. Die App kann nicht hellsehen. Wenn eine Person positiv getestet wird und man den Code eingibt, warnt die App alle anderen Apps die "Kontakt" hatten. Wenn eine Person positiv ist, sollte die Person in Quarantäne sein. Wenn du dann eine "Echtzeitwarnung" bekommst ist einiges falsch gelaufen.
    • Faeudi 14.08.2020 11:14
      Highlight Highlight Ja, mir ist klar, dass es bei der App primär um die Rückverfolgbarkeit geht. Soweit gebe ich Dir absolut recht. Nur kannst Du sicher sein, ob sich die Person dann auch an die Isolation hält? War glaube ich am Anlass in Grenchen das Thema. Da würde es dann wiederum Sinn machen, vorausgesetzt die Person gibt ihren Code auch wirklich ein oder erhält ihn vom Kanton überhaupt.
  • neutrino 14.08.2020 09:31
    Highlight Highlight Kenne auch jmd, der den Code nach einem Positivtest einfach nicht erhalten konnte. Nach diversen Mails und Anrufen hat er ihn nach 12 Tagen erhalten, einen Tag bevor er negativ getestet wurde, d.h. sinnlos das Ganze.
  • soulpower 14.08.2020 09:30
    Highlight Highlight Sind ja echt keine guten Nachrichten, nachdem eine ziemliche Menge an Steuergeldern in das Projekt investiert wurden. Abstand halten ist übrigens immer noch gratis...
    • Maki123 14.08.2020 12:06
      Highlight Highlight Sag das mal den Restaurants und Bars... Die App ist geradezu billig im Vergleich zum Abstandhalten und den damit verbundenen Einnahmeeinbussen.

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