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epa08457909 Customers work out in a sport center that has reopened during the Phase Two of the coronavirus lockdown in Brescia, Italy, 25 May 2020. Several countries around the globe have started to ease COVID-19 lockdown restrictions in an effort to restart their economies and help people in their daily routines after the outbreak of COVID-19.  EPA/SIMONE VENEZIA

Krafttraining in einem Fitnesscenter in Brescia: Nach der Lockerung der staatlichen Zwangsmassnahmen soll die Corona-Warn-App helfen, die Infektionszahlen tief zu halten. Bild: keystone

Italien lanciert Tracing-App «Immuni» – diese Fakten sollten auch Schweizer kennen

Die italienische Corona-Warn-App ist für Android-Smartphones und iPhones verfügbar und kann auch hierzulande installiert werden. Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen aus Schweizer Sicht.



Was ist passiert?

Die italienische Corona-Warn-App «Immuni» ist am 1. Juni im App Store von Apple und im Google Play Store veröffentlicht worden und nun auch für Schweizer Smartphone-User verfügbar. Es handelt sich um eine auf Bluetooth Low Energy basierende Proximity-Tracing-App, die die Apple-Google-Schnittstelle (Notification Exposure API) implementiert hat. Die App soll die User auf eine mögliche Ansteckung hinweisen, nachdem sie in relativ engem Kontakt standen mit Infizierten.

Wegen der vielen italienischen Grenzgänger, die im Tessin arbeiten, kommt Italiens Covid-19-Bekämpfung aus Schweizer Sicht eine besondere Bedeutung zu. Die nationalen Warn-Apps der benachbarten Länder sollten in Zukunft kompatibel sein und Daten anonym austauschen können. Bis zur Realisierung dieses «Roamings» dürfte es noch dauern. In der Schweiz muss das Parlament noch den gesetzlichen Rahmen für die SwissCovid-App schaffen (siehe unten).

Wie sieht die «Immuni»-App aus?

In der folgenden Bildstrecke zeigen wir die wichtigsten Screenshots zur iPhone-Version der «Immuni»-App.

Die Inbetriebnahme der App im YouTube-Video (auf Italienisch)

abspielen

Ist die App freiwillig?

Ja, die Nutzung erfolgt freiwillig. Dies ist auch eine Vorgabe von Apple und Google, die für alle Tracing-Apps gilt, die die «Notification Exposure»-Software verwenden.

Wo kann man die «Immuni»-App beziehen?

In Apples App Store (für iOS) sowie im Google Play Store.

Was bringt die italienische Corona-Warn-App?

Das ist noch nicht bekannt.

Ab dem 8. Juni sollen in vier italienischen Regionen technische Tests mit der App durchgeführt werden. Begonnen werde in Ligurien, den Abruzzen, Marken und Apulien.

Gemäss einer repräsentativen Studie vom 26. Mai sagten nur 44 Prozent der befragten Italiener, dass sie Immuni wahrscheinlich oder sicher herunterladen würden, während 24 Prozent die App definitiv nicht nutzen wollten.

Wie sicher ist die App?

Das ist nicht bekannt.

Es handelt sich um ein Open-Source-Projekt, der bei Github veröffentlichte Programmcode kann von unabhängigen IT-Sicherheitsexperten überprüft werden.

In Italien gab es eine heftige öffentliche Debatte über mögliche Verletzungen der Privatsphäre, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt. Die Regierung versichere, dass keine persönlichen Daten der Nutzer gesammelt würden und auch keine Geolokalisierung (über GPS) stattfinde.

epa08458187 Tourists take a selfie with the background of the Ponte dei Sospiri, on San Marco pier in Venice, Italy, 01 June 2020. In Veneto state, the obligation to wear face masks on the street has disappeared. Italy, like several other countries around the world, is gradually easing COVID-19 lockdown restrictions in an effort to restart its economy and help people in their daily routines after the outbreak of the coronavirus pandemic.  EPA/Andrea Merola

Social Distancing? Touristen machen ein Selfie auf dem San-Marco-Pier in Venedig. In der Region Venetien ist die Maskentragpflicht auf der Strasse aufgehoben worden. Bild: keystone

Die «Immuni»-App basiert auf dem Ansatz der dezentralen Datenspeicherung (auf den Smartphones selbst). Es ist der Ansatz, den das Konsortium DP-3T unter Federführung der Eidgenössisch-Technischen Hochschulen Lausanne (EPFL) und Zürich (ETHZ) erarbeitet hat und den Apple und Google mit der «Exposure Notification»-Software unterstützen.

Laut Reuters-Bericht müssen alle von der Immuni-App aufgezeichneten Kontaktprotokolle gelöscht werden, sobald die durch Covid-19 verursachte Gesundheitskrise vorbei ist, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 2020.

Können Schweizer User die italienische App installieren?

Ja, das ist möglich.

Sinnvoll ist die Nutzung der «Immuni»-App auf Schweizer Smartphones für Leute, die nach Italien reisen. Wobei derzeit nicht bekannt ist, ob die App zuverlässig funktioniert.

Zudem müssen Schweizer iPhone-User wissen, dass immer nur eine nationale Corona-Warn-App auf dem Gerät aktiviert sein kann. Dies dürfte auch für Android gelten.

«Es kann immer nur eine App über einen möglichen Kontakt benachrichtigen. Mitteilungen anderer Apps werden deaktiviert.»

System-Warnhinweis in der Immuni-App

Zu der grenzüberschreitenden Funktionsweise der nationalen Corona-Warn-Apps hat das Konsortium DP-3T die wissenschaftliche Vorarbeit geleistet. Zur Umsetzung der Interoperabilität durch die staatlichen Gesundheitsbehörden liegen watson keine Angaben vor. Das heisst, dass Smartphone-User zumindest vorläufig die verschiedenen nationalen Apps nutzen sollten.

Wann wird die Schweizer Tracing-App lanciert?

Das ist noch nicht bekannt. Laut Bundesrat soll dies noch vor Ende Juni möglich sein.

Morgen Mittwoch findet an der Sommersession des Eidgenössischen Parlaments die Debatte des Ständerats statt zu dem vom Bund geplanten Tracing-System und den rechtlichen Rahmenbedingungen für die SwissCovid-App.

Am 8. Juni soll sich dann noch der Nationalrat mit der vorgeschlagenen Änderung des Epidemiengesetzes befassen. Erst nach der Zustimmung der beiden Kammern des Parlaments kann die Corona-Warn-App lanciert werden.

Ist es legal, die Schweizer Testversion zu nutzen?

Ja.

Die Pilotphase hat am 25. Mai begonnen und die Testversion für Android und fürs iPhone wurde auch von zahlreichen Smartphone-Usern installiert, die nicht zur offiziellen, vom Bund eingeladenen Testgruppe gehören.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) fordert alle User, die nicht offiziell eingeladen wurden, auf, die Testversion der Schweizer Tracing-App zu löschen. Nachdem dies watson am Samstag berichtet hatte, kursierten offenbar bei Twitter und Co. Gerüchte, man müsse die App löschen, sonst drohe eine Strafe. Die Nutzung sei weder rechtswidrig noch strafbar, betont der Rechtsanwalt und Digitalexperte Martin Steiger in einem am Montag veröffentlichten Blog-Beitrag.

Update 2. Juni: Die SwissCovid-App ist jetzt direkt im App Store verfügbar, der Umweg über die Testflight-Plattform ist nicht mehr erforderlich. Allerdings steht im Beschrieb:

«Die Nutzung dieser App ist zur Zeit nur für die folgenden Gruppen, die vom BAG zum Pilot eingeladen wurden, vorgesehen und gestattet: Angehörige der Schweizer Armee im Ausbildungs-, Assistenz- und Aktivdienst, Mitarbeitende von Hochschulen, Mitarbeitende von Spitälern und Kliniken, Mitarbeitende von kantonalen Verwaltungen und der Bundesverwaltung, Mitglieder von Vereinigungen, die Beiträge an die Qualitätsverbesserung des Systems leisten wollen.»

quelle: apps.apple.com

Welche Länder haben eine Tracing-App?

Corona-Warn-Apps sind bereits in diversen Ländern weltweit lanciert worden. Doch erst mit der «Exposure Notification»-Software von Apple und Google (API) soll die effiziente Funktionsweise der Bluetooth-Distanzschätzungen und der Datenaustausch zwischen Android-Geräten und iPhones gewährleistet sein. Apple und Google schreiben eine dezentrale Speicherung der User-Daten (auf den Smartphones selbst vor), zentralisierte Systeme können die API nicht verwenden.

Die folgenden Länder haben bereits eine Tracing-App mit der entsprechenden Apple-Google-API:

Italien-Reisenden drohen Bussen und Quarantäne

Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen sind Italiens Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Mittwoch für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Grossbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt damit. Ausserdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren.

Die Schweiz hält wie angekündigt die geltenden Einreisebeschränkungen an der Grenze zu Italien bis auf weiteres aufrecht. Der Tessiner Delegierte für Aussenbeziehungen riet am Dienstag in Bellinzona von Reisen nach Italien ab. Zu viele Fragen seien derzeit noch offen.

Francesco Quattrini, Delegierter des Regierungsrates für Aussenbeziehungen des Südkantons, sprach vor den Medien von einer «asymmetrischen Grenzöffnung» Italiens. Trotzdem könnten bei Reisen ins südliche Nachbarland Sanktionen gegenüber Schweizer ausgesprochen werden. Quattrini riet deshalb allen, sich an die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zu halten.

Wer sich in Italien nicht an die verhängten Massnahmen halte, könne gebüsst werden, erklärte der Delegierte für Aussenbeziehungen weiter. Die Bussen könnten von 400 bis 3000 Euro betragen. In der Lombardei beispielsweise gelte ein Maskenobligatorium. Dieses müssten alle respektieren – auch ausländische Touristen.

Mit Frankreich, Deutschland und Österreich ist die Schweiz übereingekommen, die Reisebeschränkungen untereinander am 15. Juni aufzuheben, sofern es die Entwicklung der Pandemie zulässt. Dies wäre auch das Wunschdatum für Italien. (sda)

Quellen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 02.06.2020 15:01
    Highlight Highlight Ich hab da noch eine grosse Frage betreffend Bluetooth.
    Ich habe gehört, dass es sehr ungenau ist betreffend Distanz. Solange da nichts Genaues ist, habe ich keine Lust das anzuwenden, weil Selbstisolation ist sehr happig.
    Bevor ich das anwende, würde ich da sehr gerne genaueres hören.
    Weil Selbstisolation ist für mich sehr happig und kaum auszuhalten. Mit Grund schon, aber so?!?!
    • Maya Eldorado 03.06.2020 08:38
      Highlight Highlight Die Blitzer nützen mir nichts. Ich brauche seriöse Antworten darauf.
  • DeDanu 02.06.2020 12:00
    Highlight Highlight Dieser Tracing-App Ansatz wird keine einzige Neuansteckung verhindern. Ist eine reine proforma Lösung um vermeintliche Sicherheit vorzugaukeln. Der Staat und die Kantone haben damit quasi einen Freibrief, nichts mehr aktiv zu unternehmen, sondern verstecken sich hinter dem Contacttracing. Gehandelt soll dann im Spital werden, wenn die Menschen schon angesteckt sind.
    Dafür werden weit sinnvollere Massnahmen wie z.b. Maskenpflicht im ÖV und Geschäften par tout geblockt und so die Verbreitung vereinfacht. Wen es erwischt der hat halt Pech gehabt. Nicht wirklich eine vertrauenswürdige Strategie!
    • @schurt3r 02.06.2020 12:30
      Highlight Highlight Du hast leider einiges nicht verstanden, bzw. stellst es falsch dar.

      Richtig ist:
      - Die freiwillige Tracing-App ist eine sinnvolle Ergänzung der staatlichen Massnahmen.
      - Der Bund und die Kantone betreiben flächendeckendes herkömmliches Contact Tracing per Telefon > Test Trace Isolate.
      - Die Corona-Warn-App kann helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Dies indem möglicherweise Betroffene frühzeitig gewarnt werden, so dass sich diese in Quarantäne begeben können.
    • ingmarbergman 02.06.2020 17:55
      Highlight Highlight Dass Contract Tracing funktioniert und richtig ist, zeigt das Beispiel
      Vietnam eindrücklich.

      Dass du Geschäfte zusperren willst, zeigt, dass du ein Bürogummi bist, der nicht weiss, woher sein Lohn jeden Monat herkommt.

      Du solltest bei dem Thema Corona nochmals in die Nachhilfe.
    • DeDanu 02.06.2020 22:38
      Highlight Highlight Mein Lohn heisst AHV und PK . Also Geld das ich eingezahlt habe. Vietnam hat ganze Städte abgeriegelt, keiner kam rein keiner raus . Wenn Du schon Vitnam zitierst, dann bitte richtig und nicht bloss das was grad passt,gell 😉
      Dazu kommt , ich hab nichts von Geschäften zusperren erwähnt, das ist Deine Erfindung.
      Du solltest vielleicht beim Thema Fake news und in Sachen selber zu denken anstatt nachzuplappern auch dringenst in die Nachilfe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 02.06.2020 10:58
    Highlight Highlight Völlig unverständlich, dass jedes Land seine eigene App bastelt. WHO, EU, UNO alle haben versagt.
    • @schurt3r 02.06.2020 12:08
      Highlight Highlight Nein, das siehst du falsch, bzw. du verkennst die realen Verhältnisse.

      Die einzelnen Länder entscheiden, ob sie eine freiwillige App lancieren wollen.

      Es zeichnet sich ab, dass die Bluetooth-basierten Apps nur zuverlässig funktionieren, wenn sie auf der Apple-Google-Software (API) aufbauen. Die nationalen Gesundheitsbehörden müssen zudem die Infrastruktur dazu bereitstellen (Server fürs Vermitteln gewisser Daten, Verifizierung von Covid-19-Tests).

      Was die Länder noch nicht geschafft haben, ist die Interoperabilität, also das grenzübergreifende Funktionieren.

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