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Eine Person mit einer Schutzmaske geht ueber den Zentralplatz waehrend der Coronavirus Pandemie, am Sonntag, 29. Maerz 2020 in Biel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ob er das Handy dabei hat? Eine Contact-Tracing-App würde bei möglichen Infektionen warnen. Bild: KEYSTONE

Analyse

Die Schweiz rüstet sich für den digitalen Kampf gegen das Coronavirus

Smartphones können eine wichtige Waffe sein im Kampf gegen das Coronavirus. Eine innovative Schweizer Firma entwickelt auf eigene Initiative eine App, bei der der Datenschutz gewährleistet sein soll.



Je länger die Krise dauert, desto mehr Leute gelangen zur Einsicht, dass wir die digitalen Möglichkeiten im Kampf gegen das Coronavirus besser ausschöpfen müssen.

Mobilgeräte und «Wearables», die wir mitführen, können uns nicht nur in Echtzeit auf dem Laufenden halten, sondern auch auf mögliche Infektionen hinweisen. Eine Contact-Tracing-App für Smartphones würde dazu beitragen, die Zahl der unbemerkten Ansteckungen massiv zu senken.

Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie eine Contact-Tracing-App die Schweizer Bevölkerung schützen kann. Spoiler: Dank innovativer Schweizer IT-Unternehmen ist es möglich, den Schutz der sensiblen Daten zu gewährleisten.

Sicher ist auch: Um begründeten Ängsten vor einem Big-Brother-Überwachungsstaat zu begegnen, sollte der Bund dringend Transparenz schaffen und seine Kommunikation verbessern, wie die jüngsten Entwicklungen zeigen.

Transparenz und Vertrauen

«Wer mit Daten gegen das Coronavirus kämpft, ohne Transparenz zu schaffen, verspielt das erforderliche Vertrauen.»

Martin Steiger, Rechtsanwalt und Digitalexperte quelle: twitter

Bevor wir zur Funktionsweise der Contact-Tracing-App kommen, müssen wir über die kritikwürdige Kommunikation des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) reden.

Seit Mitte letzter Woche wissen wir, dass die Swisscom Standort-Daten von Kundinnen und Kunden auswertet, damit der Bund das Versammlungsverbot überprüfen kann. Allerdings wollen die Verantwortlichen die entsprechende Verfügung nicht den Medien aushändigen, so dass zumindest vermutet werden muss, dass es etwas zu verbergen gibt.

Die bisherige Kommunikation von BAG und Swisscom sei «nicht geeignet, Vertrauen zu schaffen», kritisiert der Rechtsanwalt und Digitalexperte Martin Steiger in einem am Sonntag veröffentlichten Blog-Beitrag (siehe Quellen).

Das BAG habe «beim informierten Teil der Bevölkerung» bereits viel Vertrauen verspielt, schreibt Steiger. Negative Beispiele seien «die zur Schau gestellte digitale Inkompetenz» und «die hartnäckigen Falschinformationen zum Nutzen von Hygienemasken».

Bevor wir zur innovativen Lösung im Kampf gegen das Coronavirus kommen, gilt es Begriffe zu klären...

«Tracking» und «Tracing»?

Zunächst ist festzuhalten, dass die beiden Begriffe von verschiedenen Akteuren unterschiedlich verwendet und positiv oder negativ verstanden werden können.

Smartphone-Tracking zu Werbezwecken ist zunehmend in Verruf geraten: Zu den umstrittensten Anwendungen gehört die Monetarisierung von Handy-Standortdaten durch US-Unternehmen. Zwar versichern die profitierenden Firmen, es würden nur anonymisierte Daten erhoben. Jedoch sind trotzdem Rückschlüsse auf die Identität der User möglich, wie Wissenschaftler mit Studien belegt haben.

Smartphone-Tracing (basierend auf Daten von Tracking-Apps) kann in Pandemie-Zeiten durchaus nützlich sein, zum Beispiel um problematisches Reiseverhalten zu illustrieren.

Warum ist «Contact Tracing» so wichtig?

Damit ist das Aufspüren von Leuten gemeint, die in relativ engem körperlichen Kontakt standen mit einer infizierten Person und ebenfalls infiziert sein könnten, ohne es zu wissen. Seien dies Familienangehörige, Bekannte und Freunde oder Fremde. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung hängt natürlich davon ab, wie intensiv und lang eine Begegnung war.

Zu Beginn der Corona-Krise in der Schweiz wurde Contact Tracing übers Telefon gemacht, das heisst, es gab speziell geschulte Personen, die Betroffene anriefen. Mit Zunahme der Infektionen funktionierte dieses System nicht mehr und der Bund gab es schon nach einer Woche auf.

Im Gegensatz dazu gibt es automatisiertes Contact Tracing über eine Smartphone-App: Singapur hat damit laut übereinstimmenden Berichten gewisse Erfolge erzielt.

Fakt ist, dass der Stadtstaat im Vergleich mit Südkorea, Japan und China weniger restriktiv vorging, und zum Beispiel die Schulen und Restaurants geöffnet bleiben durften. Trotzdem hielten sich die Infektionen bislang in Grenzen.

Bild

screenshot: statista

Das ist nicht nur mit dem effizienten Contact Tracing per Smartphone-App zu erklären, sondern vielmehr mit der Kombination verschiedener Massnahmen, die alle zum Ziel haben, infizierte Personen möglichst rasch zu finden.

Was hilft, die Verbreitung des Virus einzudämmen?

Zumindest die Epidemiologen scheinen sich einig zu sein, was die wirksamsten Massnahmen betrifft:

  1. Testen, testen, testen.
  2. Erkrankte und Verdachtsfälle isolieren.
  3. Schutzmasken tragen in Situationen mit Infektionsrisiko, sprich in der Öffentlichkeit, beim Einkaufen etc., was nun auch das BAG öffentlicht einräumt.
  4. Antikörpertests durchführen. Wobei solche Tests noch nicht in grösserer Zahl verfügbar sind.

Es braucht zuverlässige Tests, um Covid-19-Erkrankungen zu bestätigen. Wir brauchen aber auch Antikörpertests, um herauszufinden, wer sich nicht mehr anstecken wird.

«Mit einem Antikörper-Test können wir Menschen identifizieren, die eine Infektion überstanden haben.»

Tim Waterboer, Virologe und Epidemiologe
quelle: forschung-und-lehre.de

Was das Testen betrifft, sind der Bund und die Kantone in der Pflicht. Es gilt, die Infrastruktur auszubauen.

Bekanntlich können (mit SARS-CoV-2) Infizierte, die keine Krankheits-Symptome aufweisen, ansteckend sein. Daraus resultiert eine Dunkelziffer von Infektionen.

Laut Schätzungen von Forschern könnte fast die Hälfte aller Ansteckungen erfolgen, bevor die Menschen Symptome aufweisen.

quelle: scmp.com

Hier kann eine Contact-Tracing-App entscheidend helfen, wertvolle Zeit zu gewinnen. Quasi auf Knopfdruck werden potenziell infizierte Kontaktpersonen gewarnt.

Ist Zwang nötig?

Nein. Es ist weder nötig noch sinnvoll, dass Smartphone-User zum Installieren einer App gezwungen werden.

Der Kampf gegen das Coronavirus kann nur mit der Bevölkerung gewonnen werden – und nicht gegen sie.

Je mehr Leute eine Contact-Tracing-App nutzen, desto besser. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, müssen Risiken angesprochen und Zweifel ausgeräumt werden. Und es gilt auch irrationalen Ängsten entgegenzutreten.

Mittlerweile dürfte der gesamten Bevölkerung klar geworden sein, dass uns längere Lockdowns drohen, wenn wir die Zahl der Infizierungen nicht unter Kontrolle bekommen.

Und wir müssen uns auch in den kommenden Wochen und Monaten zwingend an die Empfehlungen halten bezüglich persönlicher Hygiene und «Social Distancing».

Braucht es GPS-Ortung für die Tracing-App?

Nicht zwingend. Die Proximity-Technologie, die in der Schweiz mitentwickelt wurde, ermöglicht es, Begegnungen von Mobilgeräten (Usern) genau zu erfassen, wobei vor allem die Bluetooth-Signalstärke ausgewertet wird. Dadurch ist auch die Ortung in Gebäuden drin problemlos möglich.

Alles Wichtige zur Proximity-Technologie erfährst du hier:

Muss das Rad neu erfunden werden?

Nein.

Die Technik für eine datenschutzkonforme und relativ sichere Contact-Tracing-App existiert und die entsprechende Technologie hat sich bereits in der Praxis bewährt.

Singapur hat angekündigt, seine BlueTrace-Technologie als Open-Source der Welt zur Verfügung zu stellen. Doch es geht viel sicherer, wie Recherchen von watson zeigen.

Nachdem watson letzte Woche den Artikel zu den Vorteilen einer Contact-Tracing-App veröffentlichte und über die Mobility-Technology der Firma Uepaa berichtete, meldete sich ein weiteres innovatives IT-Unternehmen: Decentriq.

Diese Schweizer Firma kann angeblich mit ihrer Technologie den Schutz der besonders schützenswerten Daten gewährleisten. Das Zauberwort lautet Confidential Computing.

«Wir hoffen, dass ein solches System den Kampf gegen das Coronavirus unterstützt, ohne dass die Privatsphäre beeinträchtigt wird.»

Decentriq-Entwicklerteam

Was ist Confidential Computing und was bringt das?

Das Decentriq-Team hat die Fragen des watson-Redaktors «mit kollaborativem Schreiben in Word» beantwortet.

1

Contact Tracing per Smartphone-App funktioniert einwandfrei dank Proximity-Technology, aber es bestehen Bedenken wegen des Datenschutzes. Was ist mit Confidential Computing möglich?
Confidential Computing ist eine neue Technologie mit der man die Datenschutzrisiken von Tracing-Apps drastisch reduzieren kann. Tracing-Apps bestehen aus zwei Komponenten, den Apps auf den Smartphones und einem zentralen Server, welcher alle ortsbezogenen Daten (Proximity, GPS,…) Daten sammelt. Dies stellt ein Datenschutzproblem dar.

Alternative Implementationen, welche die Daten nicht zentral sammeln, sondern nur diejenigen von Infizierten auf alle Handys «pushen», leisten einen guten Dienst wenn es um die Privatsphäre der gesunden Bevölkerung geht. Jedoch macht es dieser Ansatz relativ einfach infizierte Patienten zu identifizieren und erlaubt sogar eine gewisse Rekonstruktion der Bewegungsmuster der positiven getesteten Personen. Dieser Eingriff in die Privatsphäre von Menschen ist in der Regel in unserer Gesellschaft nicht hinnehmbar.

Confidential computing umgeht beide Probleme. Um die Privatsphäre der User zu schützen, läuft die Server-Applikation innerhalb einer so genannten sicheren Enklave (eng. secure enclave), welche die Daten der Apps überprüfbar vor jeglichem Zugriff geschützt hält und nach einer Speicherzeit, die der Inkubationszeit entspricht, verifizierbar löscht. Dies gilt wirklich für «jeglichen Zugriff», insbesondere auch für die Betreiber des Servers und ist unabhängig überprüfbar.

Hardware-Verschlüsselung?

Technisch funktioniert das von Decentriq und weiteren Unternehmen entwickelte Confidential Computing mit sogenannter Hardware-Verschlüsselung (eng. Hardware Cryptography). Das Ganze basiert auf einer Technologie von Intel, die Intel SGX heisst. Mit dieser Technologie kann der Server über kryptographische Protokolle dem Anwender vor der Datenübertragung beweisen, dass er basierend auf den Daten nur Benachrichtigung schicken kann und niemals die Proximity- und GPS-Daten hergeben wird.

2

Der Begriff «Confidential Computing» klingt gut, aber wie sicher ist das wirklich? Welche Garantien habe ich, dass meine Daten nicht doch in falsche Hände fallen?
Nach momentanem Kenntnisstand sind die sicheren Enklaven – falls richtig implementiert – sicher. Zwei Punkte sind hierzu wichtig: Intels SGX-Technologie und eine korrekte Implementierung.

Die SGX-Technologie wurde bereits von vielen Cybersecurity-Forschern untersucht und dadurch ständig verbessert: Alle in der Vergangenheit entdeckten Kinderkrankheiten konnten umgehend von Intel per Software-Update behoben werden. Neben Intel sind die meisten der grossen Technologiefirmen beteiligt (https://confidentialcomputing.io) und der Konsens ist, dass die Technologie sicher ist.

Die korrekte Implementierung kann – nachdem der Code öffentlich zugänglich (eng. open-sourced) gemacht wurde – , von unabhängigen externen Gutachtern untersucht werden. Danach – und das ist das Innovative an dieser Lösung – kann im Gegensatz zu bisherigen Server-Anwendungen zudem überprüft werden, dass genau dieses System auch effektiv ausgeführt wird.

Es gibt natürlich nie ein absolut sicheres System und wird es wohl auch nie geben. Allerdings glauben wir, dass diese Technologie die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs der Daten auf ein Minimum reduziert, so dass am Ende die Vorteile von Contact Tracing überwiegen können.

3

Confidential Computings setzt voll und ganz auf die Hardware-basierte Kryptografie, gleichzeitig wird in einem Computerworld-Artikel die Hardware-Sicherheitslücke Spectre erwähnt, die uns in böser Erinnerung ist. Wie hat sich die Technologie weiterentwickelt?
Intel SGX und sichere Enklaven sind ein aktiv erforschtes Feld, es werden laufend Auffälligkeiten identifiziert. Dies ist ein natürlicher Prozess im Gebiet der Cybersecurity und ist als Zeichen der Maturität zu werten.

Gemäss unserem Wissenstand gibt es zurzeit keine bekannte Sicherheitslücke, die nicht geschlossen ist, sofern natürlich der Infrastruktur-Provider auf dem neusten Stand ist.

Bild

Dieses noch vor der Corona-Krise gemachte Gruppenbild zeigt das Decentriq-Team. bild: zvg

4

Wie beurteilt ihr die Funktionsweise der TraceTogether-App in Singapur?
Technisch gesehen ist die Plattform, soweit wird das beurteilen können, einwandfrei und könnte ohne weiteres auch hierzulande etabliert werden. Allerdings mit den erwähnten Einbussen bei der Privatsphäre. Und genau hier kommt Confidential Computing ins Spiel und erlaubt die Vorteile des Contact Tracing ohne die Datenschutznachteile zu nutzen.

Wo bleibt die Contact-Tracing-App «Made in Switzerland»?

Der watson-User Alpöhy formulierte die Bedingungen, unter denen er eine Contact-Tracing-App nutzen würde:

Dies entspreche ziemlich genau auch ihrer Vorstellung, schreibt das Decentriq-Team. «Im Zuge des CodeVsCOVID19-Hackathon arbeitet unser Team ziemlich genau an so einer App. Das Projekt ist natürlich kein fertiges System, alle wesentlichen Aspekte sind aber eingebaut.»

Das Tech-Team habe sich dazu entschieden, das Wochenende dahingehend zu nutzen, um die «cocotrace»-App zu erstellen und dann auch frei zugänglich zu machen.

Bild

Die Entwickler schreiben:

«Wir haben gelernt, dass die Kontaktverfolgung auf der Grundlage von Smartphone-Daten (GPS, Entfernungsdaten usw.) ein enormes Potenzial zur Bekämpfung der aktuellen Pandemie hat. Sie wurde in Ländern wie Südkorea erfolgreich eingesetzt, stösst aber in vielen europäischen Ländern auf Widerstand, da es berechtigte Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bei solchen Datensammlungen gibt.

Wir werden ein System aufbauen, das es ermöglicht, Smartphone-Daten für die Kontaktverfolgung zu sammeln, wobei alle sensiblen Daten nachweislich vor Gleichgesinnten und jeder zentralen Behörde geheim gehalten werden.»

quelle: devpost.com

PS: Auf Anfrage halten die Verantwortlichen fest, Decentriq sei ein vollständig unabhängiges Unternehmen, das weder vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch von irgendeinem Telekommunikationskonzern finanziert oder damit in anderer Form «verlinkt» sei.

Was unternimmt der Bund?

Das ist fraglich.

Eine Medienanfrage von watson beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) blieb bis heute unbeantwortet.

Bereits im Februar 2020 hatte sich der Uepaa-Geschäftsführer Mathias Haussmann ans BAG gewendet und technische Unterstützung angeboten.

Die Schweizer IT-Firma hat mit 2p2kit eine Software-Plattform rund um die Proximity-Technologie entwickelt, die seit Jahren funktioniert. Doch das BAG reagierte nicht.

Nun liegt auch demnächst eine pfannenfertige Software-Lösung vor, die bei einer Contact-Tracing-App den Datenschutz gewährleistet, wie das Decentriq-Team erklärt.

In mehreren Ländern arbeiten Software-Entwickler an entsprechenden Anwendungen. Ob diese auf breite Akzeptanz bei der Schweizer Bevölkerung stossen, ist fraglich, falls es keine offizielle Empfehlung durch den Bund gibt.

Beim Bundesamt für Gesundheit beschäftigt man sich derweil mit der Frage, ob sich die Bevölkerung an das Versammlungsverbot (von grösseren Gruppen) hält. Hier sollen die Handy-Standortdaten von Swisscom angeblich nützlich sein.

Für den Fall, dass der Bund keine Transparenz schaffen sollte bezüglich der Verwendung der Standortdaten, hat die Digitale Gesellschaft «vorsorglich ein Verfahren gemäss Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ) gegen das BAG eingeleitet».

Brauchts eine «Contact Tracing»-App für Schweizer Handy-User?

Ja.

Fakt ist, dass Handy-Standortdaten zu wenig genau sind, um «Social Distancing» zu gewährleisten, bzw. um herauszufinden, ob sich Menschen (mit Handy) zu nah kamen.

Fakt ist auch, dass der Bund zwar Apple und Google rechtlich zur Herausgabe der viel genaueren «Location Data» verpflichten könnte. Doch wäre dies bezüglich Datensicherheit und Datenschutz keine sinnvolle Vorgehensweise, weil die Daten ja dann auf den Computern des Bundes landen würden. Zudem könnten sich die US-Konzerne gegen eine Verfügung sperren und das Verfahren verzögern. Dabei drängt die Zeit.

Wird die Schweiz ein Überwachungsstaat?

Das hängt vom Bundesrat ab, der in alleiniger Kompetenz weitreichende Massnahmen beschliessen kann.

Die Rechtsgrundlagen für eine COVID-19-Massenüberwachung wären vorhanden, hält der auf Internet-Recht spezialisierte Jurist Martin Steiger fest.

«Bei Bedarf wäre auch eine Echtzeit-Überwachung aller Menschen in der Schweiz, die mit einem Handy in einem Mobilfunk-Netz eingebucht sind, denkbar.»

Abschliessend ist zu betonen, dass es dies für eine funktionierende Contact-Tracing-App nicht braucht.

Wenn sich die Bevölkerung weiter an die offiziellen Weisungen und Empfehlungen (Social Distancing, persönliche Hygiene etc.) hält, ist eine Verbesserung der Lage möglich. Mit unseren Smartphones können wir hoffentlich schon bald dazu beitragen, dass die unbemerkten Infektionen abnehmen.

Was machen die Datenschützer beim Bund?

Immerhin soll nun das BAG verstärkt mit dem Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) kooperieren, wie wir seit vergangenem Freitag wissen. BAG und Swisscom hätten dem obersten Datenschützer zugesichert ihn «künftig laufend über die datenschutzrelevanten Projekte zur Pandemiebekämpfung ins Bild zu setzen.»

Beim EDÖB scheint man erkannt zu haben, dass bei der Corona-Bekämpfung mithilfe digitaler Daten Eile geboten ist. Die in Bern sitzende Aufsichtsbehörde hat verlauten lassen, dass am 24. März 2020 eine Task-Force gegründet wurde.

Bereits vor einigen Tagen wurden dem EDÖB zwei private Initiativen zur digitalen Vorsorge gegen weitere Ansteckungen unterbreitet. Diese werden zurzeit ebenfalls von unserer Task Force einer ersten summarischen Datenschutzanalyse unterzogen.

Ob es bei den beiden in der Mitteilung erwähnten «Initiativen zur digitalen Vorsorge» um Contact-Tracing per App geht, wurde nicht verraten. watson hat beim EDÖB angefragt.

Die Antwort am 30. März 2020:

«Wir werden zu gegebener Zeit über die (...) Projekte informieren. Zurzeit ist noch ungewiss, ob diese überhaupt weiterverfolgt werden.»

Silvia Böhlen, EDÖB-Mitarbeiterin

Quellen

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Smartphone-Tracking in Pandemie-Zeiten

Wegen Coronavirus:

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    Alle Leser-Kommentare
  • flo_decentriq 31.03.2020 14:22
    Highlight Highlight Hallo Zusammen,
    ich bin Flo von decentriq. Zweiter von rechts im Gruppenbild falls es jemand interessiert. Ich habe mit Dani gesprochen und mich bereit erklärt hier technische Fragen zu beantworten. Schlussendlich geht es uns darum ev. einen Teil zur Lösung der jetzigen Krise beizusteuern. Da hier die Kommentare auf 600 Zeichen limitiert sind kann das etwas dauern bis alles immer geklärt ist. Freu mich auf eine gute und sachliche Diskussion. Stay safe, stay healthy, stay home
  • Spartan117CH 31.03.2020 11:30
    Highlight Highlight Ich würde den Einsatz des Servers auf ein Minimum beschränken.
    Jedes Smartphone speichert die Dauer des Kontakts und wie nah sie war mit einem anderen User lokal.
    Jeder besitzt seine persönlichen Verlauf.
    Wenn ein User positiv getestet wurde, sendet er dies dem Server.
    Der Server führt eine Liste der gemeldeten Fälle, welche die App stündlich abfragt und dann mit seinem Verlauf abgleicht.
    Somit würden keine Daten von seinem Verlauf herumgesendet.
  • Bitsundbites 31.03.2020 10:52
    Highlight Highlight Ich bin ja auch froh und habe Vertrauen in unsere Leute vom BAG und dem Bundesrat, aber diese Geschichte mit der App dauert viel zu lange. Macht bitte vorwärts, das hilft uns vielleicht auch den Lockdown früher zu lockern und trotzdem keinen Kompromiss zu lasten der Gesundheit einzugehen.
  • Barthummel 31.03.2020 10:52
    Highlight Highlight Dieser Artikel will uns in der Summe also folgendes sagen:
    Entweder ihr geht ein Restrisiko ein, dass eure Daten missbraucht werden könnten, oder wir alle werden auf unbestimmte Zeit eingesperrt sein.

    Das wiederum wird nicht wenige Mitmenschen auf den Plan rufen, die die Schnauze voll haben, in ihrer Wohnung zu sitzen und andere dazu animieren wollen, ihre berechtigten Bedenken über Bord zu werfen. Die Herdendynamik hat ja bereits eingesetzt und ist besorgniserregend.
    Aus dem kollektiven "staythefucking home" wird wohl bald ein "yourprivacykillspeople".
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
  • EnnoConda 31.03.2020 10:16
    Highlight Highlight Die Daten müssten jedem Bürger zugänglich gemacht werden. Sie sind ja "anonym". Opendata schafft nicht nur Transparenz, sondern ermögliche es innovativen Bürgern einiges zur Gesellschaft beizutragen. siehe corona-data.ch oder diverse Projekte aus den USA.
  • Siru 31.03.2020 00:50
    Highlight Highlight Nun, alles andere als Confidential Computing ist inakzeptabel. Sollte das BAG, Bundesrat, Parlament sich dagegen entscheiden, werde ich misstrauisch.
  • Primus 31.03.2020 00:40
    Highlight Highlight Es kann zwei bis 14 Tage gehen, bis der COVID19-Test eine Infizierung feststellt. Es gibt Infizierte, welche ihre Infektion nicht bemerken. Schlussfolgerung: Man muss alle 14 Tage alle testen. Und auf Antikörper. Die App muss 14 Tage zurück alle Kontakte allarmieren können.
    Wenn vor 70 Stunden der Türgriff kontaminiert wurde, kann die App den Zusammenhang nicht herstellen. Ausser mit Machine Learning, alle sind zu alarmieren, welche den Korridor des Infizierten bis zu 72 Stunden nach ihm gekreuzt haben.
    Schon das flächendeckende Testen wird nicht möglich sein, die App erzeugt keine Sicherheit.
    • @schurt3r 31.03.2020 07:01
      Highlight Highlight Nein, zu ziehst leider die falschen Schlüsse.

      Das Ziel der App ist es nicht, ein (falsches) Sicherheitsgefühl zu erzeugen.

      Das Ziel ist es, Infektionen frühzeitig zu erkennen, die möglicherweise längere Zeit unerkannt geblieben wären – und der Träger/die Trägerin dadurch noch viel mehr Leute angesteckt hätte.

      Es geht darum, Verdachtsfälle zu testen. Und wir könnten auch Antikörpertests gebrauchen.
  • vescovo 31.03.2020 00:22
    Highlight Highlight Ich sehe ein, dass eine solche App nützlich wäre. Aber ich sehe nicht, weshalb meine Daten nicht auf meinem Smartphone bleiben können. Wenn sich jemand angesteckt hat, schickt mir doch ihr/sein Bewegungsprofil und die App soll es mit meinem abgleichen, aber lokal.
    • @schurt3r 31.03.2020 07:07
      Highlight Highlight Durch Confidential Computing wird die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs der Daten auf ein Minimum reduziert, so dass am Ende die Vorteile von Contact Tracing überwiegen können.

      Es braucht Bewegungsdaten in anonymisierter/verschlüsselter Form auf einem zentralen, gut gesicherten Server, wie sonst soll herausgefunden werden, dass sich zwei Handys (zu) nahe kamen?
  • Swen Goldpreis 31.03.2020 00:01
    Highlight Highlight Wem Datenschutz wichtig ist, sollte heute mehr denn je folgende Regeln beachten.

    1. Schaltet die GPS Ortung immer aus.
    2. Deaktiviert WLAN und geht auf Flugmodus.
    3. Noch besser ist es, das Handy generell ausgeschaltet zu lassen.
    4. Achtet beim Installieren von Apps auf die Berechtigungen. Eine Bildbearbeitungsapp muss eure SMS nicht lesen können.
    5. Fürs Surfen ausschliesslich einen VPN nutzen.
    6. Bezahlt immer in Bar.

    Der Schutz der Daten ist schwer, aber extrem wichtig. Vor allem in schweren Zeiten wie jetzt, wenn die Bürgerrechte sowieso stark angegriffen werden. Ungarn lässt grüssen.
    • @schurt3r 31.03.2020 07:10
      Highlight Highlight Bin grundsätzlich einverstanden.

      Wenn du den Artikel gelesen hast, weisst du, dass es sich bei der geschilderten Vorgehensweise eben nicht um einen Angriff auf die Bürgerrechte handelt.

      Es ist ein Vorschlag, wie man den Datenschutz gewährleisten und gleichzeitig mit einer Contact-Tracing-App die Verbreitung einer gesellschaftlich verheerenden Krankheit eindämmen kann.
    • Swen Goldpreis 31.03.2020 08:50
      Highlight Highlight Die gesellschaftlich verheerendste Krankheit ist die Diktatur. Ungarn zeigt, wie wichtig es gerade heute ist, sich gegen Massenüberwachung zu wehren. Besonders in Krisenzeiten, wenn Vorschläge plötzlich salonfähig werden, die im Normalfall niemand akzeptieren würde.

      Ich habe den Artikel tatsächlich gelesen und gebe zu, dass die Massnahmen schön verpackt sind. Das Problem ist: Wenn wir das diesmal akzeptieren, kommt beim nächsten Terroranschlag die nächste Überwachungsapp. Und beim nächsten Verkehrsunfall wird jedes Auto in Echtzeit überwacht. Dient ja nur der Sicherheit.

      #wehretdenanfaengen.
  • Erklärbart. 30.03.2020 23:41
    Highlight Highlight Einer der besten Beiträge zu Corona! Chapeau Schurter!

    Eigentlich geht es ja eher um einen technologischen Aspekt. Und trotzdem zerpflückt Schurter quasi im Vorbeigehen Aussagen und überhaupt die Kommunikation vom BAG.

    Ich hoffe, dass nun endlich flächendeckend getestet wird und alle Masken tragen müssen wenn sie das Haus verlassen.
  • Madison Pierce 30.03.2020 23:03
    Highlight Highlight Ich sehe noch nicht, wie Confidential Computing das Vertrauensproblem lösen kann. In der sicheren Enklave läuft die Software, ohne dass der Betreiber des Servers oder der Virtualisierung darauf zugreifen kann. Aber den Entwicklern der Software muss man nach wie vor vertrauen, denn sie haben Zugriff auf die Daten.
    • @schurt3r 31.03.2020 07:36
      Highlight Highlight Habe deine Frage an das Entwicklerteam weitergeleitet, Antwort folgt ASAP ;-)
    • flo_decentriq 31.03.2020 14:17
      Highlight Highlight Hallo, wie man unschwer erkennen kann, bin ich hier als Vertreter von decentriq am Start und versuche gewisse technische Fragen zu beantworten.
      Intel SGX ist wie oben erwähnt Hardware-basierte Verschlüsselung bei der ein Teil des Verschlüsselungs Schlüssels von Intel zur Verfügung gestellt wird. Dieser Teil basiert technisch gesehen auf dem Microcode des spezifischen Prozessors. Da nur Intel diese Information hat und diese nur mit den entsprechenden Usern teilt, die eine gewisse Enklave anschreiben, haben wir niemals Zugriff auf den vollen Schlüssel und können daher die Daten nicht sehen.
    • flo_decentriq 31.03.2020 14:52
      Highlight Highlight Das heisst letztendlich ist der "Root of Trust" bei Chip Hersteller also Intel.
      Unserer Meinung nach ist Confidential Computing zur Zeit die beste und praktischste Lösung die Datensicherheit, Anwender Freundlichkeit und Performance vereint.

      Da die App auch open source ist, kann auch ausgeschlossen oder überprüft werden, dass wir als Entwickler eine Hintertüre eingebaut haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randalf 30.03.2020 22:38
    Highlight Highlight Ich denke Tracking ist sinnvoller, wenn wir uns wieder sicherer fühlen.
    Im Moment steht, für mich, jeder und jede unter "Corona Verdacht". Später aber, wenn wir das Gröbste hinter uns haben (oder es glauben), werden wir wieder unvorsichtiger oder seht Ihr das anders?
    • @schurt3r 31.03.2020 07:24
      Highlight Highlight Das seh ich auch so.

      Wir sollten uns aber jetzt, möglichst früh, für die nächste Phase vorbereiten. Es geht dann darum, während einer gewissen "Normalisierung" der Lage die Ansteckungen einzudämmen.

  • DaniSchmid 30.03.2020 22:36
    Highlight Highlight Datenschutz ist wichtig, hat in der aktuellen Situation für mich aber keine Priorität. Ich begrüsse alles, was dem aktuellen Zustand möglichst schnell ein Ende setzt. Wir sollten mit den Vorbereitungen sofort beginnen um die Rückkehr zur Normalität nicht zusätzlich zu verzögern oder verlangsamen. Wenn das Virus dann mal überstanden ist, können wir zurück zur "normalen Lage", die Apps deinstallieren, die Masken (sofern sie bis dahin verfügbar wurden) in den Keller bringen und mal wieder in ein Restaurant. Ich werde eins über den Durst trinken - je schneller desto besser.
    • Beat_ 31.03.2020 10:54
      Highlight Highlight Ich begrüsse auch (fast?) alles, welches den aktuellen Zustand ändert und eine "Normalisierung der Lage" ermöglicht.
      Ich bin aber skeptisch gegenüber allem, das diese Normalisierung verspricht, aber nicht wirklich durchdacht ist. Und gerade bei solchen Apps erwarte ich mehr als nur eine Behauptung, dass diese zur Normalisierung beiträgt.
  • Eldroid 30.03.2020 21:45
    Highlight Highlight Vielen Dank für den ausführlichen und sehr fundierten Artikel!
  • Noblesse 30.03.2020 21:36
    Highlight Highlight Super Artikel, Watson! DROSTEN von der Charite befürwortet Masken auch. Und das mit der App muss einfach möglich werden. Jeder und jede hat so einen "Handy-Knochen" auf sich. Hoffentlich kommt das bald! Einfach super. Endlich geht was! Vom Hammer zum Tanz gegen das Virus. So nennt sich das glaub...
    • baumi92 31.03.2020 05:53
      Highlight Highlight Nur weil jeder so einen Knochen hat, muss man sich ja nicht gleich überwachen lassen. Klar kann so etwas viel bewirken, das streite ich gar nicht ab. Das Problem ist eher, dass solche Massnahmen wenn sie einmal eingeführt werden dann oft behalten werden obwohl gegenteiliges versprochen wird. Wir müssen Überwachung ab und nicht aufbauen. Man hat andere Möglichkeiten so etwas einzudämmen. Auch wenn sowas jetzt nützlich wäre, würden wir das in ein paar Jahren bitter bereuen.
    • @schurt3r 31.03.2020 07:26
      Highlight Highlight @baumi92

      Es geht bei dieser Form des Contact Tracing eben nicht um staatliche «Massenüberwachung", wie sie von Snowden aufgedeckt wurde.

      Es geht um ein Tool, das uns möglichst datenschutzkonform, bzw. datensparsam, ermöglich soll, zu einer gewissen "Normalität" zurückzukehren und dabei die Zahl der (unbemerkten) Ansteckungen möglichst tief zu halten.
  • Posersalami 30.03.2020 21:29
    Highlight Highlight Testen und Tracing, das scheint so der Königsweg zu sein.

    So könnte man vermutlich mit viel weniger Einschränkungen gute Erfolge erzielen. Es ist klar, dass weiterhin eine Weile grössere Veranstaltungen nicht stattfinden können. Aber Restaurants, Coiffeur usw. könnte man sicher wieder öffnen.

    Dafür müssten aber sehr viele Leute diese App haben und ohne Zwang wird man das nicht hinbekommen. Also nichts für die Schweiz, leider.
    • baumi92 31.03.2020 05:56
      Highlight Highlight Selbst mit Zwang geht das nicht. Was will man denn mit den Verweigerten machen? Einsperren? Im Moment wäre sowas vielleicht sinnvoll, aber was wenn solche Massnahmen das Vertrauen in den Staat von grösseren Minderheiten oder sogar Mehrheiten zerstören? Die darauf folgende absichtliche Missachtung der Massnahmen weil der Staat dann zum autoritären Feindbild würde, Stelle ich mir massiv schlimmer vor.
    • Swen Goldpreis 31.03.2020 09:02
      Highlight Highlight Baumi:

      Zwang ginge schon, wenn man das so macht wie China. Dort kommt man nur in die Läden oder die U-Bahn rein, wenn man auf der App vorweisen kann, dass man keinem Infizierten über den Weg gelaufen ist.

      Fun Fact am Rande: Weil man zur Registrierung eine chinesische ID braucht, können Ausländer die App nicht installieren. An Supermärkten hat es jetzt immer häufiger Aushänge, dass man Ausländer "leider" generell nicht mehr reinlassen könne. Die wenigen Ausländer, die noch in China leben, müssen nun immer einen chinesischen Freund zum Einkaufen schicken.

      #wehretdenanfaengen
    • baumi92 01.04.2020 17:13
      Highlight Highlight @Swen Goldpreis: Natürlich ginge das theoretisch. Also im Sinne von es ist machbar. Hast du dir aber mal Gedanken gemacht, wie die Kriminalitätsrate ansteigen würde, wenn die Verweigerer nicht mehr einkaufen können? Ich glaube nicht, dass man alle Menschen übers Essen dazu zwingen könnte. Dann würden kurz vor dem Zwang eben wieder alle Supermärkte geleert. Und danach? Vertrauen zwischen Staat und Volk wäre dann vollends vernichtet
  • Smeyers 30.03.2020 21:23
    Highlight Highlight Israel macht das bereits, dabei hat der Staat die Datenhoheit. Dadurch haben sie weniger Infizierte und “nur” 16 Tote, obwohl das Land 1/2 so gross ist wie die Schweiz bei 9.0 Mio. Einwohnern. Ist halt eine Tech-Nation.
    • The Destiny // Team Telegram 30.03.2020 21:46
      Highlight Highlight Wohl eher ein Orwellscher Staat.
    • Noblesse 30.03.2020 22:09
      Highlight Highlight Wahrscheinlich bringen sie auch
      den Impfstoff. Sodass dann auch der Iran über die Bücher gehen muss und sein Feindbild revidieren muss! Würde mich nicht wundern.
    • tagomago 30.03.2020 23:43
      Highlight Highlight Die Menschen in Gaza sind wirklich nicht zu beneiden. Dem Terrorstaat völlig ausgeliefert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • homo sapiens melior 30.03.2020 20:53
    Highlight Highlight Langsam werde ich sauer. Ständig heisst es wegen der Masken was anderes. Mal soll man sie tragen, dann nicht, dann wieder ja, nein, ja, nein, ja, nein. Ehrlich ich bin jetzt WÜTEND!
    Ja, ich weiss, dass nicht ich mich damit schütze, sondern andere, falls ich infiziert bin (was ich vermutlich bin).
    Aber gerade haben RKI und WHO verlauten lassen, dass sie das Tragen von Schutzmasken für kontraproduktiv halten, weil viele Leute die Masken falsch handhaben und das Infektionsrisiko damit also steigt.
    Hü und hott und hott und hü ... Sorry, aber es ist zum Kotzen!
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 30.03.2020 21:07
      Highlight Highlight Es ist kontraproduktiv. Ich habe jetzt nicht gezählt, aber so auf einer Strecke von 35 km lagen unzählige benutzte Einweghandschuhe und Schutzmasken auf dem Boden und in freier Natur herum. So ähnlich wie Zigarettenstummel. Die Leute können damit nicht umgehen, gehen sorglos damit um und schaden nicht zuletzt der Umwelt.
    • Locutus70 30.03.2020 21:08
      Highlight Highlight Eine Freundin von mir arbeitet in der mobilen Pflege. Die muss eine FFP3-Maske tragen. Die hat mir das mal gezeigt.
      Das ist weder schwer noch dauert es lange die Maske korrekt anzulegen.

      Ich trage beim Einkaufen eine normale Maske, ob das nun anderen passt oder nicht oder wer welche Meinung dazu hat – das ist mir völlig egal. Ich fühl mich damit besser und darauf kommt es an.
    • @schurt3r 30.03.2020 21:08
      Highlight Highlight Verstehe deinen Ärger. Die bisherige Kommunikation zu den Schutzmasken (durch das BAG) war im besten Fall unklar, bzw. irreführend.

      Persönlich bin ich zum Schluss gekommen, dass ich vorläufig nur noch mit Schutzmaske einkaufen gehe. Und nur wenn es zwingend nötig ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 30.03.2020 20:46
    Highlight Highlight Eine Form dieser "Überwachung" findet ja heute schon statt, ohne dass es jemandem gross auffällt, aber so wohl Google, wie auch Apple benutzen anonymisierte Standortdaten von Handys für die Staumeldungen ihrer Karten-Apps. Wenn sich viele Handys auf einer Strasse nicht bewegen, bedeutet das einfach, dass sich dort der Verkehr staut.

    Dort kommen zur Standortbestimmung auch Listen benachbarter WLAN-Netze zum Zug und der einzige Unterschied zur besprochenen Lösung wäre es, dass bei dieser App-Lösung Bluetooth-Kontakte zwischen den einzelnen Handys abgefragt würden.
    • Sälüzäme 31.03.2020 10:12
      Highlight Highlight Wer sagt denn, dass die Daten personalisiert sind? Google, Apple, Swisscom, SBB, Coop, Migros, Facebook etc.? Dashalb erhält man ja auch personalisierte Werbung. Es kommt mir vereinfacht so vor:
      Mit Daten Geld verdienen = Gut
      Mit Daten Leben retten = Böse

      Bitte weniger Hysterie, dafür mehr Pragmatismus, das dürfte in der jetzigen Situation vielen das Leben retten.
    • Lowend 31.03.2020 13:23
      Highlight Highlight Sälüzäme! Wer meinen Kommentar offensichtlich nicht verstanden hat, aber viel Hysterie verbreitet sind momentan eher Sie?

      Ich schreibe ja, dass diese Techniken schon heute verwendet werden, ohne dass es überhaupt jemand merkt. Der logische Schluss daraus ist, dass man bitte nicht so tun soll, als ob diese Form der Kartographie der Realität etwas wie die digitale Hölle sei.

      Lesen Sie bitte meinen Kommentar noch mal ruhig durch und wenn Sie mir dann sagen können, wo ich etwas gegen diese Tracing-App sage, können Sie es mir ja schreiben.
    • Sälüzäme 01.04.2020 09:32
      Highlight Highlight Entschuldigen Sie, ich wollte anonymisiert schreiben, nicht personalisiert. Sie haben recht, die Daten werden heute schon ge- und leider sehr oft missbraucht. Wir müssen vorsichtig sein, sonst sind wir bald soweit wie China.
  • soulpower 30.03.2020 20:43
    Highlight Highlight Ich bin dem BAG und dem Bundesrat äusserst dankbar dafür, dass sie diesen digitalen Methoden bisher sehr zurückhaltend und kritisch gegenüberstehen. Die Anschaffung von viel mehr Tests und Masken behandeln sie nun umso dringender. Vielen Dank!
    • @schurt3r 30.03.2020 20:54
      Highlight Highlight Kritisch ist gut, nur muss es auch mit der vorausschauenden Planung und Vorbereitung klappen. Die Technik dazu wäre vorhanden...

      Bevor wir in die Phase einer vorsichtigen «Normalisierung» starten, wäre eine Contact-Tracing-App extrem nützlich. Sonst droht bei einem erneuten Anstieg der Erkrankungen (durch unbemerkte Infektionen) der nächste Lockdown ...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 30.03.2020 21:01
      Highlight Highlight Berset hat gesagt, dass bei Bedarf der Datenschutz ganz leicht aufgehoben werden kann. So kritisch und zurückhaltend werden die nicht sein. Das ist der NDB nicht und dieser ist wiederum Untertan der Bundesräte. Also wenn sie wollen, spionieren sie alle nach ihrem Gusto aus. Und das werden sie auch tun, sollten sie dazu Lust verspüren.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 30.03.2020 20:42
    Highlight Highlight Also mir gefällt die aktuelle Situation sehr gut. Könnte noch besser sein, aber man muss auch mal zufrieden sein können. Ich bin definitiv auf der Seite des Teams Virus. Hoffentlich findet es einen Weg, uns diesen Zustand noch sehr, sehr lange zu ermöglichen.
    • Garp 30.03.2020 21:03
      Highlight Highlight Dass Du nur an Dich denkst, ist den regelmässigen Lesern von Watson-Kommentaren sicher nicht entgangen. 😉
    • @schurt3r 30.03.2020 21:22
      Highlight Highlight Mitgefühl ist nicht dein Ding? 🙈

      Was ist mit den vielen Menschen, die seit Wochen ihre Angehörigen in den Alters- und Pflegeheimen nicht mehr besuchen dürfen?

      Was ist mit den vielen Berufsleuten, ob im Gesundheitswesen oder in anderen Branchen, die sich über das Zumutbare hinaus einsetzen?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 30.03.2020 22:42
      Highlight Highlight Ja, denk' ich mir auch immer, wenn ich Zigarettenmief einatmen muss. Und das muss man ja ständig und überall. Selbst jetzt, wo doch alle drin bleiben sollten, wie ihr meint... Fangt doch einfach mal bei euch an, dann könnt ihr von anderen auch Rücksicht, Mitgefühl und Verständnis erwarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • My Senf 30.03.2020 20:36
    Highlight Highlight Die sollen endlich testen statt tracen!

    Könnten wieder 10tausende arbeiten gehen! Denn gemäss WHO wird man zuhause eher angesteckt!
    • @schurt3r 30.03.2020 20:46
      Highlight Highlight Du meinst Antikörpertests?

      Das Testen von Verdachtsfällen ist sinnvoll, kann aber eine falsche Sicherheit vermitteln. Bevor wieder viel mehr Leute unterwegs sind, müssen die Infektionen sinken und wir brauchen eine zuverlässige Contact-Tracing-App. Sonst drohen in kurzer Zeit erneut zu viele (unbemerkte) Ansteckungen und eine Ausnahmesituation.

      #StayTheFuckHome
    • homo sapiens melior 30.03.2020 20:53
      Highlight Highlight Ich bin mir sicher, das würden sie gerne. Aber zuerst müssen genügend Tests da sein.
    • Posersalami 30.03.2020 21:33
      Highlight Highlight Das bringt doch nichts jetzt. Wenn du so einen Test machst, weisst du nur, dass du bis zum Test nicht infiziert warst. Das kann sich auf dem Weg nach Hause vom Test bereits geändert haben..

      Man muss es wie Singapur oder SK machen und ganz konsequent jeden in Quarantäne setzen und testen, der im fraglichen Zeitraum mit positiv Getesteten zu tun hatte oder es die Möglichkeit einer Infektion gab. Dafür ist so eine App super, aber nur, wenn praktisch alle sie installiert haben.
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Kommentar

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