Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

WLAN-Sicherheitslücke «Kr00k» bedroht 1 Milliarde Geräte

Eine Sicherheitslücke in WLAN-Chips macht unzählige Geräte angreifbar. Viele Geräte-Hersteller haben die Lücke aber bereits per Update geschlossen.



Forscher der Sicherheitsfirma ESET haben eine bisher unbekannte Sicherheitslücke namens «Kr00k» in WLAN-Chips von Broadcom und Cypress entdeckt. Über diese können Hacker eigentlich verschlüsselt übertragene Informationen ausspionieren oder sogar eigene Datenpakete einschleusen. Dies geht allerdings nur mit grossem Aufwand.

Kr00k betrifft alle Geräte mit Broadcom- und Cypress-WLAN-Chips, die noch nicht gepatcht wurden. Über eine Milliarde WLAN-fähiger Geräte wie Smartphones, Tablets, Router und Smart-Home-Geräte sind bzw. waren demnach von der Schwachstelle betroffen. «Dies gilt auch für WLAN-Access Points und Router in Unternehmen, so dass selbst Umgebungen mit gepatchten Client-Geräten weiterhin anfällig sind», schreibt ESET.

«Vorsichtig geschätzt sind über eine Milliarde Geräte betroffen. Bei eigenen Test konnten die ESET-Forscher feststellen, dass sich unter den anfälligen Geräten auch jene von Amazon (Echo, Kindle), Apple (iPhone, iPad, MacBook), Google (Nexus), Samsung (Galaxy), Raspberry (Pi 3) und Xiaomi (Redmi) sowie Access Points von Asus und Huawei befanden. Für diese Geräte wurden in der Zwischenzeit bereits Sicherheits-Updates veröffentlicht.»

ESET

Updates stehen bereit

Ein Sprecher von Eset betonte, man habe die Sicherheitslücke den Chip-Produzenten gemeldet, die bereits Patches veröffentlicht hätten. «Auch zahlreiche Hersteller haben für betroffene Geräte bereits Updates veröffentlicht. Alle Besitzer sollten umgehend ihre Geräte aktualisieren, sofern dies nicht automatisch erfolgte.» Beispielsweise habe «Apple iPhones und iPads bereits im Oktober 2019 mit iOS 13.2 und iPadOS 13.2 abgesichert», schreibt heise.de.

Broadcom- und Cypress haben im vierten Quartal 2019 damit begonnen, die Lücken mit Sicherheitsupdates zu schliessen. Allerdings gehen die Forscher davon aus, dass noch Millionen Geräte ohne einen Sicherheitspatch in Betrieb sind. (oli)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2

Schweizer Sektenführer Sasek von Anonymous brutal vorgeführt

Netzaktivisten haben die Schweizer OCG-Sekte gehackt. Veröffentlichte Dokumente zeigen, welche Spenden die Sekte von ihren Mitgliedern erhält. Sektenführer Ivo Sasek macht derweil mit Panikvideos gegen Corona-Schutzmassnahmen mobil.

Wie lukrativ ist es Sektenführer zu sein? Dank des Hacker-Kollektivs Anonymous kennen wir nun die ungefähre Antwort. Die Netzaktivisten haben in den letzten Wochen und Monaten mehrere Server der Schweizer Sekte Organische Christus-Generation (OCG) von Sektenführer Ivo Sasek gehackt und tausende E-Mails, Dokumente und insgesamt rund 300 GB an Dateien erbeutet, ausgewertet und Teile davon veröffentlicht. Darunter Tabellen, die fein säuberlich die Spenden der Sektenmitglieder aufführen. Wir …

Artikel lesen
Link zum Artikel