Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Das Programm zeigt unter anderem die Online-Zeiten von WhatsApp-Nutzern an. screenshot: whatsspy

WhatsSpy

Das perfekte Tool für WhatsApp-Stalker

Der populärste Smartphone-Messenger gibt heikle Nutzerdaten preis. Dies demonstriert ein Holländer mit einem Programm, das er gratis im Internet zur Verfügung stellt.



Die Privatsphäre-Einstellungen von WhatsApp sind ein Witz, wie wir nicht erst seit gestern wissen. Doch der holländische Programmierer Maikel Zweerink entblösst mit WhatsSpy die Schwächen des populären Messengers auf gnadenlose Weise. 

Einziger Trost für weltweit Hunderte Millionen WhatsApp-Nutzer: Das Stalker-Tool steht nicht direkt auf einer Website zur Verfügung. Die Installation erfordert ein gewisses technisches Know-how.

WhatsSpy zeigt den Online-Status, Profilbilder, Status-Nachrichten und die Datenschutzeinstellungen von WhatsApp-Nutzern an. Alles was man vom Opfer kennen muss, ist die registrierte Handynummer.

Mehrere Accounts überwachen

In einem Blogbeitrag erklärt der Entwickler, dass es sich nicht um einen Hack handle. Vielmehr liessen sich die Daten praktisch von jedermann abgreifen – auch wenn der auszuspionierende WhatsApp-Nutzer die strengsten Privatsphäre-Einstellungen festgelegt habe.

Mit WhatsSpy sieht man nicht nur in Echtzeit, ob jemand gerade am Chatten ist. Vielmehr lassen sich die Online-Zeiten des Opfers zur späteren Auswertung aufzeichnen, wie der Screenshot (oben) zeigt. Und man kann auch mehrere WhatsApp-Accounts überwachen, um sie miteinander zu vergleichen und Chatpartner zu bestimmen.

Maikel Zweerink stellt WhatsSpy über die Programmierer-Plattform GitLab gratis zur Verfügung. Daneben bietet er auch ein Tracking zu Testzwecken an. Man müsse ihm nur eine E-Mail schreiben.

Sicherheit nur vorgetäuscht

Im vergangenen Dezember hatten deutsche Forscher demonstriert, wie einfach Tausende WhatsApp-Nutzer zu überwachen sind. Sie präsentierten anonymisierte Daten und erklärten, was WhatsApp tun müsse, um die Privatsphäre der Nutzer wirklich zu schützen. Seitdem scheine auf Seiten des zu Facebook gehörenden Unternehmens nichts passiert zu sein, hält das Techportal heise.de fest.

Via Caschys Blog

Kennst du schon die watson-App?

Über 100'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wird von Apple als «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cox 09.02.2015 18:56
    Highlight Highlight Es hätte eigentlich jedem bewusst sein sollen, dass solche automatische Aufzeichnungen möglich sind. Ich könnte ja auch jemanden anstellen, der notiert, wann ein Kontakt online ist.
    Wieso überrascht es dann, dass man dazu ein "Programm" schreiben kann?
  • dnsd 09.02.2015 15:56
    Highlight Highlight Seeeehr schlimm! Jetzt wissen alle wie oft und wie lange ich online war!!!! Wahrscheinlich lässt sich sogar errechnen ob ich vielschläfer bin oder nicht! Hilfe!!!
    • kuhrix 09.02.2015 16:29
      Highlight Highlight Sie lachen jetzt aber aus diesen Daten lässt sich viel herauslesen. Ungefähr wie beliebt oder gefragt sie sind, was sie während der Arbeit tun usw. Es kann auch ziemlich belastend sein, wenn sie sehen das ihre geliebte oder ihr geliebter oft online ist und nicht zurück schreibt.
    • mrgoku 10.02.2015 08:46
      Highlight Highlight ich schätze 95% haben die funktion ausgeschaltet dass man sieht wenn man zuletzt online war. das einzige was man sieht ist wenn gerade jemand online ist... ;)
    • Dysto 10.02.2015 10:02
      Highlight Highlight @Jaing wie droelfmalbumst schon geschrieben hat: Auch ich habe die Funktion ausgeschaltet, dass man sieht, wann ich zuletzt online war. Insofern sehe ich auch bei andern nicht, wann sie das letzte mal online waren. Und um zu sehen, ob jemand online ist, muss man auch noch den jeweiligen Chat geöffnet haben. Und es wird kaum jemand die ganze Zeit im Whatsapp einen Chat geöffnet haben, um wie ein Programm überprüfen zu können, wer wann wie lange online war usw.
    Weitere Antworten anzeigen

«Das Vertrauen bröckelt» – Schweizer Internet-Usern auf den Zahn gefühlt

Die Ergebnisse der «Datenvertrauensstudie» 2020, die der Schweizer Vergleichsdienst Comparis veröffentlicht hat, lassen aufhorchen.

Das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Internetakteure bezüglich seriösem Umgang mit Kundendaten habe in den letzten beiden Jahren durchs Band weg abgenommen; am stärksten bei Online-Shops. Dieses Fazit zieht Comparis zu seiner Datenvertrauensstudie 2020, die nun vorliegt.

Comparis hat watson die folgenden Infografiken vorab zur Verfügung gestellt. In der Nacht auf Donnerstag ist die Datenvertrauensstudie 2020 veröffentlicht worden.

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick:

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel