Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A list of settlements, violations and breaches scrolls over Facebook's logo on a screen behind David Marcus, CEO of Facebook's Calibra digital wallet service, left, as he speaks during a House Financial Services Committee hearing on Facebook's proposed cryptocurrency on Capitol Hill in Washington, Wednesday, July 17, 2019. (AP Photo/Andrew Harnik)
David Marcus

Der für Libra zuständige Facebook-Manager David Marcus, ein nach Kalifornien emigrierter Schweizer, bei einer öffentlichen Anhörung. Bild: AP

Facebooks Libra wankt – Bekannte Finanzpartner «überdenken» Beteiligung

Visa und Mastercard kriegen angeblich kalte Füsse. Wie auch andere bekannte Namen aus dem Finanzsektor.



Prominente Finanzpartner von Facebook haben sich geweigert, die Pläne des US-Konzerns zum Aufbau der Kryptowährung Libra offen zu unterstützen. Zu den Konzernen gehörten Visa und Mastercard.

Dies berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Begründung: Die Unternehmen wollten nicht die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf sich ziehen und könnten ihre Beteiligung an dem Projekt überdenken.

Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg sind auch die Online-Bezahldienste PayPal und Stripe wegen des regulatorischen Gegenwinds inzwischen unentschlossen.

Für Donnerstag sei ein Treffen der Dachorganisation Libra Association in Washington geplant, hiess es weiter. Stellungnahmen der genannten Unternehmen lagen zunächst nicht vor.

Schweiz als Hub

Facebook wollte ursprünglich die geplante Digitalwährung im kommenden Jahr einführen. Allerdings stellen sich insbesondere Deutschland und Frankreich dagegen. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr Ende September vom Chef der Libra Association, Bertrand Perez, dass die Einführung der Währung wegen der Bedenken verschoben werden könnte.

Die Schweiz will sich als Hub für Libra etablieren und eine Vorreiterrolle bei dem neuen Zahlungsverkehrssystem über Facebook spielen. Libra soll nach bisherigen Plänen eins zu eins mit einem Korb von stabiler Währungen und Staatsanleihen abgesichert werden.

Wenn jemand Libra mit einer klassischen Währung kauft, soll das Geld direkt in diesen Fonds gehen. Libra würde dann als System für schnelle internationale Überweisungen fungieren. Politiker und Regulierer befürchten, dass der Fonds angesichts der enormen Nutzerzahlen von Facebook zu Verwerfungen auf den Geldmärkten führen könnte.

(dsc/sda/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Bitcoin und Co.: Das passiert in Krypto-Foren auf Reddit

Kryptoindustrie kann Stromversorgung an ihre Grenzen bringen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1

Trumps Geheim-Projekt «Abschreckung» enthüllt – 3,5 Millionen schwarze Wähler betroffen

Der Facebook-Skandal um Cambridge Analytica ist zurück. Britische Enthüllungsjournalisten reden von «einem der grössten Leaks der Geschichte».

Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 wurde durch das Wahlkampfteam von Donald Trump versucht, Wahlberechtigte in Schlüsselstaaten mit psychologischen Tricks zu entmutigen und von der Stimmabgabe abzuhalten.

Neue Enthüllungen vom Montag zeigen, dass über die Auswertung von Facebook-Nutzerdaten unter anderem 3,5 Millionen schwarze Wähler herausgefiltert und persönliche Informationen über sie in einer Datenbank gespeichert wurden. Mit dem Ziel, sie über bezahlte Facebook-Postings zu manipulieren.

Artikel lesen
Link zum Artikel