DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Diese fünf Konzerne haben gemeinsam einen Börsenwert von fast drei Billionen Franken.

Apple, Amazon, Google, Microsoft und FB – so scheffeln die Giganten ihre Milliarden 💰

Zusammen sind sie 2'900'000'000'000 US-Dollar wert, zusammen erzielten sie 2016 einen Umsatz von 555 Milliarden Dollar – und zusammen strichen sie 94 Milliarden Gewinn ein. Die Big Five der westlichen Tech-Branche müssen nicht darben.



Reich und erfolgreich sind sie allesamt, und doch unterscheiden sich die fünf Tech-Giganten grundlegend in der Art, wie sie ihre Milliarden verdienen.

Die folgende Grafik zeigt auf einen Blick, wie Apple, Alphabet (Google), Microsoft, Amazon und Facebook zu den wertvollsten Unternehmen der Welt aufsteigen konnten.

Produkte, Börsenwert, Umsatz und Gewinn der grössten US-Techkonzerne im Vergleich

Bild

grafik: visualcapitalist

Apple hängt am iPhone-Tropf

Apple ist und bleibt primär ein Hardware-Konzern und erzielt 63% seines Gewinns mit dem iPhone. Je rund 10% steuern iPad, Mac und diverse Dienste wie App Store, iTunes oder Apple Music bei. Andere Produkte wie Kopfhörer, Apple Watch oder Apple TV machen zusammen gerade mal 5% aus.

Das iPhone bleibt trotz stagnierenden Verkäufen beliebt und daher Apples Cashcow. Das Sorgenkind heisst iPad, das sich längst nicht mehr so gut verkauft wie noch vor drei Jahren. Nebst immer neuen iPhone-Modellen ist kein Produkt in Sicht, mit dem man den beispielhaften Erfolg des Apple-Handys demnächst wiederholen könnte.

Alphabet (Google) ernährt sich von Reklame

Googles Mutterkonzern Alphabet erzielt 88% seines Gewinns mit Online-Werbung. Personalisierte Anzeigen in der Google-Suche und Videowerbung auf YouTube füllen die Kassen. 11% des Gewinns steuern der Google Play Store (Apps, Games, Filme, Musik etc.) und Hardware wie das Pixel-Smartphone oder die in den USA beliebten Chromebooks bei.

Android selbst wirft für Google keinen Gewinn ab, aber jedes Android-Gerät steigert den Gewinn indirekt, da Apps wie Chrome, Gmail oder YouTube so Milliarden Nutzer erreichen.

Alphabet besitzt nebst Google diverse andere Firmen, die in Bereichen wie selbstfahrende Autos, Forschung oder Biotechnologie tätig sind. All diese Tochterfirmen steuern nur 1% zum Konzerngewinn bei und können Ausfälle bei der Online-Werbung in nächster Zeit keinesfalls kompensieren.

Microsoft mutiert vom Windows- zum Cloud-Konzern

Microsoft ist breit aufgestellt, aber nach wie vor primär eine Softwarefirma: Office wird nun im Abo-Modell an Firmen und Private vermietet und steuert mit 28% am meisten zum Gewinn bei. Danach folgen Windows-Server und Microsofts boomender Cloud-Dienst Azure (22%), Xbox (11%), Windows (9%), Werbung, Bing (7%) und die Surface-Laptops mit 5%.

Weitere 18% entfallen auf diverse Dienste und Produkte. Auch Lizenzzahlungen von anderen Firmen für Patente, an denen Microsoft die Rechte hält, dürften in diese Kategorie fallen. Microsoft hat das lukrative Smartphone-Geschäft verschlafen, kann dies aber mit Lizenzeinnahmen für Software und dem schnell wachsenden Cloud-Geschäft teils kompensieren.

Amazon ist weit mehr als ein Online-Händler

Amazon macht 72% des Profits mit seinem Online-Warenhaus. Weitere 18% steuert die Medien-Sparte bei, zu der etwa der Streaming-Dienst Amazon Video gehört. Weitere 9% kommen von Amazons florierenden Web Services, sprich der Amazon-Cloud. Erst 1% entfällt auf das schnell wachsende Geschäft mit Online-Werbung. Amazon mischt nun auch bei der Online-Werbung mit und greift so Google und Facebook in deren Kerngeschäft an.

Ungemach droht aus China: Online-Händler wie Aliexpress und Co. unterbieten Amazons Preise locker und liefern ihre Produkte auch in den Westen.

Facebook lebt von unseren Daten

Facebook bleibt auch nach der Übernahme von Instagram, WhatsApp und der Virtual-Reality-Firma Oculus eine reine Online-Werbefirma. 97% der extrem schnell wachsenden Gewinne entfallen auf Werbeeinnahmen.

Mark Zuckerberg sitzt mit Facebook, Instagram und WhatsApp schon jetzt auf einem Geldhaufen – und dabei hat Facebook erst gerade begonnen, unsere Daten zu Geld zu machen. Das Problem: Sollten die Nutzer dereinst genug von Status-Updates und Foodporn haben, fehlt Facebook eine alternative Einnahmequelle.

Wie die folgende Tabelle zeigt, ist Facebook im Vergleich zu den anderen Tech-Giganten (noch) ein Umsatz-Zwerg. Dafür ist Mark Zuckerbergs soziales Netzwerk quasi eine Gelddruckmaschine mit einer Marge, die jede Bank neidisch macht. Weder Apple noch Alphabet oder Microsoft erzielen gemessen am Umsatz auch nur annähernd so viel Gewinn.

Bild

Pro verdientem Franken macht Facebook mit Abstand am meisten Gewinn: Facebook generiert etwa mit einem Bruchteil des Umsatzes von Amazon fünf Mal mehr Gewinn. tabelle: visualcapitalist

Das Gegenteil von Facebook verkörpert Amazon: Das Online-Warenhaus ist ein Umsatz-Monster, das lange mit Absicht fast keinen Gewinn abwarf, um Steuern zu vermeiden. Während Apple, Alphabet, Microsoft und Facebook Jahr für Jahr Milliarden scheffeln und die Gewinne mit «kreativen» Tricks in Steueroasen umleiten, hat Amazon-Boss Jeff Bezos primär das Umsatzwachstum vor Augen. Der Konzern soll möglichst schnell expandieren und in allen Geschäftsbereichen die Nummer eins werden, beziehungsweise Marktführer bleiben. Ganz nach dem Motto: Gewinne kann man auch noch später einfahren.

Hardware ist lukrativer als Software

Software ist nicht mehr die Cashcow, die sie einst war. Wie aus der nächsten Tabelle ersichtlich wird, erzielen die Big Five zusammen 36% des kumulierten Umsatzes mit Hardware wie iPhone, iPad, Mac, Xbox oder Surface.

Bild

Hardware generiert mehr Umsatz als Online-Handel, Werbung und Software. tabelle: visualcapitalist

Über alle fünf Konzerne betrachtet trägt Hardware deutlich mehr zum Umsatz bei als Online-Handel, Werbung, Software und Cloud-Dienste. Dies ist sicher mit ein Grund, warum Microsoft mit dem Surface und Google mit dem Pixel-Smartphone in Apples Kerngeschäft drängen.

Umgekehrt ist insbesondere Firmen-Software wie Office 365, die Microsoft im Abo-Modell lizenziert, eine stabile und langfristige Einnahmequelle.

Cloud-Dienste tragen zwar erst 6% zum Gesamtumsatz aller fünf Konzerne bei, sind zusammen mit Online-Werbung (20%) aber die schnellst wachsende Kategorie. Amazon ist nicht nur das grösste Online-Warenhaus ausserhalb Chinas, sondern auch vor Microsoft der führende Cloud-Anbieter.

Noch teilen Google und Facebook den Online-Werbemarkt quasi unter sich auf und verdienen damit weit mehr als Amazon und Microsoft mit der Cloud. Mittel- und langfristig könnten die Cloud-Einnahmen die Online-Werbung aber überflügeln und Amazon und Microsoft über Jahrzehnte weitere Milliarden in die Kasse spülen. Denn: Ein Unternehmen, das sich für einen Cloud-Anbieter entschieden hat, dürfte ihm für viele Jahre die Treue halten.

Welcher Tech-Konzern ist für die nächsten zehn Jahre am besten gerüstet?

Hinweis: Ursprünglich stand in diesem Artikel fälschlicherweise, dass die fünf Konzerne gemeinsam einen Börsenwert von fast drei Trillionen Franken haben. Effektiv sind es drei Billionen.

Was jeder Mac- und Windows-Nutzer über Microsofts ersten Laptop wissen sollte, in 44 Bildern erzählt

Die beliebtesten Listicles auf watson

14 Bilder, die zeigen, wie es ist, (endlich) zu Hause auszuziehen

Link zum Artikel

Liebe Pharmakonzerne, diese 9 Medikamente würden uns wirklich etwas bringen

Link zum Artikel

Ferien in einer anderen Liga: 10 einzigartige Airbnbs, die auch du mieten kannst

Link zum Artikel

9 Schweizer Gins, die du unbedingt mal trinken solltest

Link zum Artikel

8 Rituale rund um Sex, Lust und Liebe aus aller Welt, die dich sprachlos machen werden

Link zum Artikel

Was unser Leben am besten beschreibt? Diese 17 Plattencover-Memes!

Link zum Artikel

5 Dinge, die uns Schweizern die Ferien direkt versauen

Link zum Artikel

7 Situationen, die du kennst, wenn du schon mal mit dem Nachtzug unterwegs warst

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Die 7 Phasen eines jeden Büro-Jobs, den du je haben wirst

Link zum Artikel

Das sind die 80 grössten Trümpfe im Kampf gegen den Klimawandel

Link zum Artikel

13 interessante Auto-Gadgets, die sich (bisher) nicht richtig durchsetzen konnten

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Siehst du den Fehler? 14 irrsinnige Insta-Fails von Influencern und Möchtegerns

Link zum Artikel

5 Liebeserklärungen an 5 Serien aus meiner Kindheit

Link zum Artikel

7 der teuersten Serienflops der TV-Geschichte

Link zum Artikel

Hier kommen 28 Dinge, die dich sentimental machen, wenn du ein 80er/90er-Schulkind warst

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

9 Netflix-Serien, die niemand abfeiert – obwohl sie es verdient hätten

Link zum Artikel

Das meistverkaufte Bier (das niemand kennt) und 9 weitere Bier-Fakten zum Tag des Biers

Link zum Artikel

7 (nicht ganz ernst gemeinte) Tipps für deine perfekte Work-Life-Balance

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

10 Browser-Games, die dich den schlimmsten Tag im Büro überstehen lassen

Link zum Artikel

Der Knigge für jeden Beziehungsstreit ever – in 5 Punkten

Link zum Artikel

Einfach 10 kleine Smartphones, falls du gerade eines suchst

Link zum Artikel

9 Filme, bei denen deine Gefühle Achterbahn fahren – und zwar so richtig

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

«Wie grün waren die Nazis?» und 15 weitere kuriose Bücher, die du noch nicht gelesen hast

Link zum Artikel

11 skurrile Dinge, die du tatsächlich im Internet kaufen kannst

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

5 traurige Beispiele, wie Menschen für Likes die Natur zerstören

Link zum Artikel

Damit du nicht in die Kostenfalle tappst: 7 Tipps zum Bezahlen auf Reisen

Link zum Artikel

17 fragwürdige Yoga-Trends, die noch «hipstriger» als normales Yoga sind

Link zum Artikel

Wenn du diese 18 Dinge tust, bist du ein richtiger Tubel*

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel