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Residents wearing masks to curb the spread of the coronavirus past by a Huawei shop in Beijing on Friday, June 5, 2020. China on Wednesday demanded Washington stop

Firmen, die bereits auf Huawei-Technik setzen, müssen nach Aussagen des Chefs der französischen Behörde für IT-Sicherheit mit Nachteilen rechnen. Bild: keystone

Frankreich will Huawei nicht von 5G-Ausbau ausschliessen, aber ...



Frankreich will den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei nicht grundsätzlich vom Aufbau seines 5G-Mobilfunknetzes ausschliessen.

Es werde keinen «vollständigen Bann» geben, sagte der Leiter der französischen Behörde für IT-Sicherheit (Anssi), Guillaume Poupard, in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung «Les Échos». Netzbetreiber, die auf Huawei-Technik zurückgreifen, sollen aber nach seinen Angaben nur zeitlich befristete Lizenzen erhalten.

Poupard rief Unternehmen, die bislang nicht mit dem chinesischen Konzern zusammenarbeiten, dazu auf, auch künftig darauf zu verzichten. Firmen, die bereits auf Huawei-Technik setzen, müssen nach Aussagen des Ansii-Chefs mit Nachteilen rechnen. Ihre Lizenzen sollen auf drei bis acht Jahre begrenzt werden.

Starke diplomatische Spannungen

Die Entscheidungsprozesse in den EU-Staaten über die Vergabe der Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G laufen vor dem Hintergrund starker diplomatischer Spannungen ab.

Huawei ist einer der weltweit grössten Telekommunikationsausrüster und führend etwa bei der 5G-Technologie. In zahlreichen Ländern gibt es aber Sorgen, dass Huawei-Technik ein Einfallstor für chinesische Spionage oder Sabotage sein könnte.

Die USA haben Huawei deshalb vom Aufbau ihrer 5G-Mobilfunknetze ausgeschlossen und üben Druck auf europäische Staaten aus, dies ebenfalls zu tun. Washington droht andernfalls damit, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit den Partnerstaaten zu begrenzen. Die US-Regierung wirft Huawei eine zu grosse Nähe zu den chinesischen Behörden vor.

Huawei weist die Vorwürfe zurück und betont, kein staatliches Unternehmen, sondern ein rein privates zu sein. Auch bestreitet der Konzern jegliche Abhängigkeit vom chinesischen Sicherheitsapparat. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat wiederholt betont, beim 5G-Ausbau besondere Sicherheitsmassstäbe anlegen, aber kein Unternehmen prinzipiell ausschliessen zu wollen.

(sda/afp)

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31
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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Server Sven 06.07.2020 20:33
    Highlight Highlight Interessant
  • Gunther 06.07.2020 17:32
    Highlight Highlight Mobilfunknetze:
    Sollten durch unabhängige, europäische Stellen überprüft werden.
    Dabei sollten gleiche Auflagen, Ansprüche & Normen für alle Lieferanten gelten.
  • Davey_ 06.07.2020 13:13
    Highlight Highlight Huawei weist die Vorwürfe zurück und betont, kein staatliches Unternehmen, sondern ein rein privates zu sein.
    Benutzer Bild
  • Ueli der Knecht 06.07.2020 10:09
    Highlight Highlight Richtig wäre, Huawei und anderen Lieferanten Auflagen zu machen, zB. dass sie ihren Quellcode und ihr Hardware-Design von unabhängiger, europäischer Stelle prüfen lassen müssen, UND dass dieselbigen Auflagen dann genauso für amerikanische oder skandinavische Lieferanten gelten sollen.

    Eine Ungleichbehandlung von chinesischen und amerikanischen Lieferanten kritischer Infrastrukturen ist diskriminierend und hat mit freier Marktwirtschaft nichts mehr zu tun.

    Protektionismus ist letztlich auch Gift für die offenen, freien und demokratischen Gesellschaften.
    • Ökonometriker 06.07.2020 15:27
      Highlight Highlight Genau - es ist nicht nur diskriminierend, sondern ein direkter Verrat europäischer Werte. Europa steht für Rechtsstaatlichkeit und eine ständige Verbesserung der Standards. Nicht für die opportunistische Verteidigung einer machiavellistischen Staatsräson.

      Wenn wir nicht mehr europäische Werte verteidigen, können wir gleich den USA beitreten.
    • Ueli der Knecht 06.07.2020 16:50
      Highlight Highlight Wenn amerikanische oder europäische Investitionsgüter nur noch mit unfairem Wettbewerb bestehen können, dann sollten wir keinesfalls solche untaugliche Produkte für unsere Infrastrukturen einsetzen, @Martel. Das schadet letztlich den Konsumenten und der Gesellschaft.

      Nur ein freier und fairer Wettbewerb kann gute Qualität zu vernünftigen Preisen garantieren. Was ein korrumpierter Markt, resp. die Planwirtschaft anrichtet, sollte hinlänglich und allgemein bekannt sein.
    • bebby 06.07.2020 18:52
      Highlight Highlight Ericsson wird am meisten davon profitieren, falls sie es überhaupt hinbekommen mit der 5G Infrastruktur.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kenshiro 06.07.2020 10:01
    Highlight Highlight Nokia und Ericsson reiben sich die Hände. Bei einer Verstaatlichung von Nokia und Ericcson könnte es endgültig aus sein für die Chinesen.
    • bebby 06.07.2020 18:53
      Highlight Highlight Wieso sollte eine Verstaatlichung helfen? Damit die Backdoor einfacher installiert werden kann als eh schon?
    • Schlange12 07.07.2020 05:04
      Highlight Highlight Was eine Verstaatlichung in Schweden? Was soll das bringen?
  • Hitsch 06.07.2020 08:57
    Highlight Highlight Sind wir doch ehrlich, am Schluss ist es ein Entscheid zwischen Pest und Cholera. Bei den Amerikaner wissen wir es und bei den Chinesen vermuten wir es.
    Das einzige was uns helfen würde, wäre das 5G so definiert wäre, dass es so verschlüsselt wäre, das es nicht hackbar wäre (Ich weiss ein wenig viel wäre..). Aber daran sind unsere Schlapphüte nicht interessiert, denn dann könnten sie und unsere Regierung uns nicht überwachen.

    Also Big Brother is Watching You ...🤬...
    • K1aerer 06.07.2020 15:25
      Highlight Highlight Wenn die Chinesen die Weltherrschaft übernehmen, ist Schluss mit der liberalen Welt.
    • Ueli der Knecht 06.07.2020 16:53
      Highlight Highlight "Aber daran sind unsere Schlapphüte nicht interessiert, denn dann könnten sie und unsere Regierung uns nicht überwachen."

      Auch die private (Datenkraken-)Industrie ist nicht an solcher Privatsphäre schützender Technik interessiert. Ihre Geschäftsmodelle basieren schliesslich auch auf systematischer Massenüberwachung.
    • Ueli der Knecht 06.07.2020 17:07
      Highlight Highlight "Wenn die Chinesen die Weltherrschaft übernehmen, ist Schluss mit der liberalen Welt."

      "Liberale Welt" ist allerdings auch für die Amis ein Fremdwort, bzw. bloss allenfalls Neusprech für America-First-Imperialismus.

      Also vielleicht solltest du dir etwas gründlicher überlegen, was du denn eigentlich mit "liberale Welt" konkret meinst, @K1aerer. Denn eine liberale Welt würde den Chinesen die gleichen Spielregeln bieten wie allen anderen.

      Eine "liberale Welt" würde niemanden mit unfairen Methoden und fadenscheinigen Argumenten ausgrenzen. Denn das ist das pure Gegenteil von liberal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 06.07.2020 08:32
    Highlight Highlight "Huawei weist die Vorwürfe zurück und betont, kein staatliches Unternehmen, sondern ein rein privates zu sein." @Trinitrotuluol
    Benutzer Bild
  • Alaadin 06.07.2020 07:47
    Highlight Highlight Ich kann nicht glauben, dass auch vernünftige Regierungen auf den Trump-Zug aufsteigen, nur weil sie Konsequenzen fürchten. Wird höchste Zeit, sich von den USA als Wirtschaftspartner zu lösen.
    • BVB 06.07.2020 12:28
      Highlight Highlight Xi ist halt schlimmer und vorallem ein Diktator. Nur weil man gegen China ist springt man nicht auf "den Trump Zug" auf.
    • xeceyoy 06.07.2020 15:38
      Highlight Highlight @BVB: Und warum bist du gegen China? Die Bewohner können ja nichts dafür, dass Xi an der Macht ist... wie du sagst ist er ja ein Diktator.
    • BVB 06.07.2020 16:21
      Highlight Highlight @xeceyoy
      Wenn ich sage gegen China, meine ich die Regierung.
  • Trinitrotoluol 06.07.2020 07:10
    Highlight Highlight Huawei weist die Vorwürfe zurück und betont, kein staatliches Unternehmen, sondern ein rein privates zu sein.
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