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epa06040287 (FILE) - Travis Kalanick, Founder and CEO of Uber, delivers a speech at the Institute of Directors Convention at the Royal Albert Hall, Central London, Britain, 03 October 2014 (reissued 21 June 2017). According to reports on 21 June 2017, Kalanick has resigned as CEO of Uber amid pressure from shareholders.  EPA/WILL OLIVER

Travis Kalanick gründete Uber mit Anfang 30 nach mehreren gescheiterten Versuchen als Unternehmer. Viele Silicon-Valley-Beobachter glauben, dass dieser persönliche Erfolgsdruck Ubers Firmenkultur prägte. Bild: WILL OLIVER/EPA/KEYSTONE

Uber ist verloren – die unglaubliche Chronologie der Uber-Fails

Uber-Gründer Travis Kalanick ist weg. Die wichtigsten Investoren haben ihn aus seiner eigenen Firma spediert. Kalanick hatte den Fahrdienst zum umstrittensten Start-up der Welt gemacht – und mit unzähligen Skandalen in die Misere geritten. Die Chronologie des Scheiterns.



Uber hat's vermasselt. Uber ist verloren. Uber wird implodieren – zumindest in der heutigen Form. Nach Jahren der Skandale musste Uber-Chef Travis Kalanick am Mittwoch den Hut nehmen.

Fünf der sechs wichtigsten Investoren ist nach einer beispiellosen Skandal-Serie der Geduldsfaden gerissen. In den letzten Monaten jagte ein Eklat den anderen. Der Schlamassel ist hausgemacht und der Schuldige gefunden: Travis Kalanick, ein Trampel, der Uber in den letzten acht Jahren so geführt hat, wie Donald Trump die USA regiert – im Chaos-Modus.

Eine vom ehemaligen US-Justizminister Eric Holder geleitete Untersuchungskommission ist zu verheerenden Schlüssen gekommen. Doch der Sumpf aus Sexismus, Mobbing und regelmässigen Skandalen reicht Jahre zurück. Ein Überblick.

Januar 2014: Uber bestellt Fahrten bei Rivalen, um sie kurzfristig wieder abzusagen

Uber-Mitarbeiter in New York bestellten laut US-Medienberichten Fahrten beim damals neuen Rivalen Gett, nur um sie kurzfristig wieder abzusagen. Mit den Fake-Bestellungen verschwendete Uber die Zeit der Gett-Fahrer, die so weniger echte Passagiere befördern konnten. Ubers fiese Tricks gelangten an die Presse und der Konzern musste sich entschuldigen.

Februar 2014: Kalanicks schlechter Scherz

2014 hat Uber Rückenwind. Von einem Journalisten auf die Auswirkungen seiner geschäftlichen auf private Erfolge angesprochen, meint Kalanick: «Wir nennen das Boob-er». Für den sexistischen Ausspruch gibt's mediale Ohrfeigen. Jahre später zeigt sich, dass der vermeintlich harmlose Spruch symptomatisch für die Unternehmenskultur bei Uber ist.

August 2014: Uber fliegt wieder mit Fake-Fahrtbestellungen auf

«Uber überschwemmt seinen US-Konkurrenten Lyft angeblich mit falschen Fahrtbestellungen, um dessen Geschäft zu schädigen. Ausserdem werden Lyft-Fahrer mit Spam-Mails zum Überlaufen animiert», schreibt das Newsportal Futurezone.

November 2014: Uber-Manager faselt von Schmutzkampagne gegen Journalistin

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Uber-Manager Emil Michael. screenshot. youtube

Top-Manager Emil Michael sagt bei einer Dinner-Party mit Reichen und Wichtigen in New York, er würde kritische Journalisten und deren Familien am liebsten ausspähen lassen. Im kleinen Kreis schwadroniert er darüber, kritische Journalisten mit Details aus deren Privatleben unter Druck zu setzen, um sie mundtot zu machen. Dumm nur, dass dem Dinner auch Journalisten beiwohnen, die seine Hasstirade mithören.

Laut Buzzfeed sinnierte Michael laut darüber, für eine Million Dollar Spezialisten für die Ausforschung von Gegnern anzuheuern. Diese könnten kritische Journalisten und deren Angehörige durchleuchten und unangenehme Fakten aus deren Privatleben zutage fördern.

Der Uber-Manager erwähnte etwa Sarah Lacy als mögliches Opfer einer Schmutzkampagne. Lacy hatte Uber mehrfach scharf wegen Sexismus kritisiert.

Futurezone schreibt: «Der nach einem Interview mit einer Journalistin beleidigte Uber-Manager Emil Michael drohte, die Fahrten der Frau zu analysieren und möglicherweise schlüpfrige Details aus ihrem Privatleben zu veröffentlichen. Dadurch wurde bekannt, dass Uber-Manager über einen so genannten ‹Gottesblick› (‹god's view›) Zugriff auf alle Fahrzeugbewegungen bei Uber erhalten.»

Kalanicks Stellungnahme:

Dezember 2014: Uber schlägt Profit aus der Geiselnahme in Sydney

Am Morgen des 15. Dezembers 2014 kam es in einem Lindt Chocolate Café in Sydney zu einer Geiselnahme. Ein Einzeltäter hielt über 16 Stunden 17 Geiseln gefangen. Die Polizei sperrte die Innenstadt ab. Die Nachfrage nach Uber-Fahrten zur Evakuierung besorgter Bürger nahm sprunghaft zu. Die Fahrtarife, die sich in Echtzeit nach der aktuellen Nachfrage richten, waren daher während der Geiselnahme bis dreimal höher als der übliche Tarif.

Erst nach heftiger Kritik und einem Shitstorm im Internet bot Uber den Betroffenen eine Rückzahlung an. In den USA war Uber bereits zuvor verboten worden, in Notsituationen willkürlich die Preise anzuheben.

Januar 2015: Uber analysiert One-Night-Stands seiner Nutzer

Uber wertet das Fahrverhalten seiner Nutzer aus. Und zwar so akribisch, dass die Firma eine Liste potenzieller One-Night-Stands erstellen konnte. Anfang 2015 hat Uber anhand der nächtlichen Bestellungen ausgewertet, welche Kunden wohl zu einem One-Night-Stand unterwegs waren. Die Ergebnisse wurden in einem Blogeintrag veröffentlicht. Der Beitrag ist mittlerweile gelöscht.

Das Sammeln von Nutzerdaten sei «Teil des Konzeptes» des Fahrtenvermittlers, sagte Ubers Deutschlandchef, nachdem Kritik laut wurde. Künftig werde man sich allerdings darauf konzentrieren, «sinnvolle Auswertungen zu machen».

Januar 2015: Apple hat Uber beim Schummeln erwischt – und beinahe aus dem App Store geschmissen

Anfang 2015 bestellte Apple-Chef Tim Cook Travis Kalanick zum Rapport. Beinahe hätte Apple Uber von seinen iPhones verbannt, da die App des Fahrdienstleisters unerlaubt Daten von iPhone-Nutzern gesammelt hatte.

Spiegel Online erklärte die Affäre wie folgt: «In China besorgten sich manche Uber-Fahrer schon vor ein paar Jahren gestohlene und gelöschte iPhones, auf denen sie sich mit gefälschten E-Mail-Adressen als Uber-Kunden registrierten und Fahrten anforderten. Für die Fahrer waren das lukrative Scheingeschäfte, weil sie besser bezahlt wurden, je mehr Fahrten sie annahmen.

Um des Problems Herr zu werden, griffen Ubers Programmierer dem Bericht zufolge zu einem Trick: Sie entwickelten eine Methode, mit der sie iPhones auch dann noch eindeutig erkennen konnten, wenn die Uber-App deinstalliert, das Gerät zurückgesetzt und die App mit neuen Nutzerdaten neu installiert worden war. Die «New York Times» bezeichnet die Methode als Fingerprinting, also als eine Art digitalen Fingerabdruck.

Dem Bericht zufolge wies Kalanick seine Programmierer an, in die Uber-App einen virtuellen Grenzzaun um Apples Hauptquartier in Cupertino einzubauen. Diese sogenannte Geofencing-Funktion schaltete Ubers Überwachungsfunktion im Umkreis der Apple-Zentrale ab, sodass sie bei Kontrollen durch Apples Spezialisten nicht entdeckt würde.»

Februar 2015: Uber wurde gehackt

Ende Februar 2015 gibt Uber zu, dass Daten von rund 50'000 Fahrern in falsche Hände geraten sind. Das Unternehmen verschweigt die Hacker-Attacke über Monate. Der Datenklau sei bereits Mitte September 2014 festgestellt worden, ereignet habe er sich Mitte Mai.

September 2015: Ermittler durchsuchen Europa-Zentrale von Uber

Die niederländische Staatsanwaltschaft durchsucht die Europa-Zentrale von Uber in Amsterdam. Das Unternehmen hatte bereits zuvor eine Strafe in der Höhe von 450'000 Euro erhalten, weil Ubers Dumping-Angebot UberPop von einem niederländisches Gericht als illegal eingestuft worden war. Uber hatte, so der Verdacht der Behörden, trotz Geldstrafe UberPop weiter angeboten.

UberPop, sprich Fahrten mit nicht-lizenzierten Fahrern in unkontrollierten Privatautos, ist weltweit umstritten, da Uber sämtliche Risiken auf die Fahrer und Passagiere überwälzt.

UberPop ist im Gegensatz zu UberX oder UberBlack besonders günstig, da Uber den privaten Pop-Fahrern keine Sozialleistungen bezahlt und sich auch nicht um die Sicherheit der Fahrgäste kümmert (beispielsweise technische Überprüfungen der Autos). 

Juli 2016: Uber macht in der Schweiz Kasse – und zahlt mickrige 2924 Franken Steuern

Recherchen der «Sonntagszeitung» decken Mitte 2016 auf, dass Uber in der Schweiz kaum Steuern bezahlt. Die Uber Switzerland GmbH mit Sitz in Zürich deklarierte für das Steuerjahr 2014 einen zu versteuernden Reingewinn von gerade mal 35'900 Franken. Laut dem Steuerrechner der Stadt Zürich ergibt sich daraus eine Steuerschuld für juristische Personen von 2924 Franken. Finanzanalyst Michael Studer von der Privatbank Julius Bär geht aufgrund der Grösse des Schweizer Marktes von einem Umsatz von Uber Switzerland in Höhe von 14 Millionen Franken im Jahr 2014 aus. Dieser dürfte sich mittlerweile auf 30 Millionen Franken erhöht haben.

Dezember 2016: 559 Anzeigen gegen UberPop-Fahrer in der Schweiz

Bei Polizeikontrollen bleiben auch in der Schweiz immer wieder Fahrer des Billigtaxi-Dienstes Uber hängen. Gemeint sind nicht lizenzierte Uber-Fahrer (UberX und UberBlack), sondern private UberPop-Fahrer, die Passagiere ohne Taxi-Bewilligung mit ihrem eigenen Auto befördern.

Die privaten UberPop-Autos haben oft keinen Fahrtenschreiber, der die Ruhezeiten des Fahrers erfasst. Da die Fahrer auf eigene Rechnung fahren, ist es für sie somit ein Leichtes, die tägliche Ruhezeit oder den wöchentlichen Ruhetag nicht einzuhalten.

2015 und 2016 wurden in der Schweiz 559 UberPop-Fahrer verzeigt. Laut Kantonspolizei Zürich werden «diese Straftatbestände mit Bussen bis zu 10'000 Franken geahndet».

Dezember 2016: Uber-Mitarbeiter können Kunden ausspionieren

Ubers ehemaliger Computerforensiker Ward Spangenberg erhebt vor Gericht schwere Vorwürfe: Mitarbeiter hätten die Fahrtrouten von Uber-Kunden, darunter Politiker und Prominente wie Sängerin Beyoncé, nachverfolgen können, obwohl Uber nach einem früheren Datenschutz-Skandal versprochen hatte, diese Praxis zu ändern.

Februar 2017: Der ganz normale Sexismus bei Uber

Susan Fowler, eine ehemalige Software-Entwicklerin bei Uber, erhebt schwere Sexismus-Vorwürfe gegen das Unternehmen und insbesondere gegen ihren Vorgesetzten.

Laut Fowler schrieb ihr Chef am ersten Tag nach ihrer Probezeit, dass er eine offene Beziehung führen würde. Im Gegensatz zu seiner Freundin habe er Probleme, eine passende Partnerin dafür zu finden. Er schickte mehrere Chat-Nachrichten mit unzweideutiger Absicht:

Bild

Susan Fowler arbeitete ein Jahr als Programmiererin bei Uber. bild: Susan Fowler

«On my first official day rotating on the team, my new manager sent me a string of messages over company chat. He was in an open relationship, he said, and his girlfriend was having an easy time finding new partners but he wasn't. He was trying to stay out of trouble at work, he said, but he couldn't help getting in trouble, because he was looking for women to have sex with. It was clear that he was trying to get me to have sex with him, and it was so clearly out of line that I immediately took screenshots of these chat messages and reported him to HR.»

Susan Fowler susanjfowler

Fowler erstellte Screenshots der Nachrichten und schickte sie der Personalabteilung. Die sexuelle Belästigung ist offensichtlich. Das Uber-Management wollte trotzdem nicht handeln. Fowler erhielt die Antwort, dass ihr Vorgesetzter bisher nicht durch Fehlverhalten aufgefallen sei. Der Manager sei zu wichtig, um ihn feuern zu können. Man belasse es daher bei einer Verwarnung. Als sich Fowler mit Arbeitskolleginnen über ihn unterhielt, erfuhr sie angeblich, dass ihr Chef aufgrund ähnlicher Vorfälle schon mehrfach bei der Personalabteilung gemeldet wurde.

Laut Fowler hatten zu Beginn ihrer Tätigkeit noch rund 25 Prozent Frauen im Unternehmen gearbeitet – bei ihrer Kündigung Ende 2016 waren es nur noch etwa 3 Prozent.

Travis Kalanick kündigt interne Ermittlungen an – mal wieder.

Kalanicks Stellungnahme:

Die Ermittlungen werden vom ehemaligen Justizminister Eric Holder geleitet. Sein Bericht wird wenige Monate später den Sumpf aus Sexismus, Diskriminierung und Mobbing bei Uber aufdecken und Kalanick den Job kosten.

Februar 2017: Die «New York Times» lässt die Bombe platzen

Die «New York Times» nimmt Uber unter die Lupe: Für den Artikel «Inside Uber’s Aggressive, Unrestrained Workplace Culture» hatten Journalisten der NYT mehr als 30 ehemalige und aktuelle Angestellte befragt, interne E-mails und Chats durchgesehen sowie Tonaufnahmen von Meetings ausgewertet.

Im Bericht beschreiben sie die Unternehmenskultur als «hemmungslos». Das Management habe systematisch einen gnadenlosen Konkurrenzkampf unter seinen Mitarbeitern angestachelt. Verfehlungen erfolgreicher Mitarbeiter würden hingegen toleriert. 

Die Recherchen der NYT decken sich mit immer wieder gehörten Vorwürfen ehemaliger Mitarbeiter.

Februar 2017: Uber entlässt nach Sexismus-Vorwürfen Technikchef Amit Singhal

FILE- In this May 15, 2013, file photo, Amit Singhal, senior vice president and software engineer at Google Inc., speaks at Google I/O 2013 in San Francisco. Singhal, a top engineering executive at Uber, is out five weeks after his hire was announced. According to a report in the tech blog Recode, he failed to disclose that he’d left his previous job at Google because of a sexual harassment allegation. Singhal denies the allegation. Google did not immediately respond to a request for comment on Monday, Feb. 27, 2017. (AP Photo/Jeff Chiu, File)

Ex-Google und Ex-Uber-Manager Amit Singhal. Bild: Jeff Chiu/AP/KEYSTONE

Nach wiederholten Sexismus-Vorwürfen kennt Uber kein Pardon mehr. Der neue Technikchef muss nach wenigen Wochen gehen. Amit Singhal soll bei seinem früheren Arbeitgeber Google Frauen sexuell belästigt haben. «Bei seiner Einstellung verschwieg er, dass Google interne Ermittlungen wegen sexueller Belästigung gegen ihn eingeleitet hatte. Singhal bestreitet die Vorwürfe vehement», schreibt Spiegel Online.

Travis Kalanick lässt so seinen Worten Taten folgen: «Jeder, der sich so verhält oder glaubt, dass es okay ist, wird gefeuert», twitterte er kurz zuvor, nachdem die Software-Entwicklerin Susan Fowler in einem viel beachteten Blog-Eintrag auf die anscheinend bei Uber geduldeten Sitten aufmerksam gemacht hatte.

Februar 2017: Uber entlässt Star-Entwickler, der Geheimnisse von Google gestohlen haben soll

Uber CEO Travis Kalanick, left, and Anthony Levandowski, co-founder of Otto, pose for a photo in the lobby of Uber headquarters, Thursday, Aug. 18, 2016, in San Francisco. Uber announced that it is acquiring self-driving startup Otto, which has developed technology allowing big rigs to drive themselves. (AP Photo/Tony Avelar)

Travis Kalanick holte Anthony Levandowski von Google/Waymo zu Uber.  Bild: AP/FR155217 AP

Uber entwickelt seit längerem selbstfahrende Autos. Im Februar wirft die Firma Waymo, die hinter den selbstfahrenden Google-Autos steckt, Uber den Einsatz gestohlener Technologie vor. Der bei Google/Waymo ranghohe Entwickler Anthony Levandowski, dessen Start-up von Uber gekauft wurde, habe vertrauliche Informationen mitgenommen

Eine Untersuchung habe gezeigt, dass Levandowski sechs Wochen vor seinem Abgang bei Googles Schwesterfirma Waymo 14'000 Dateien mit dem Design verschiedener Systeme heruntergeladen habe. Waymo verklagt Uber und Levandowski wird gefeuert.

Februar 2017: Panne mit Roboter-Taxi – Mitarbeiter erheben Vertuschungsvorwürfe

Ende 2016 fuhr ein selbstfahrendes Uber-Auto auf einer Testfahrt bei Rot über eine Ampel. Von diesem Vorfall existiert ein Video. Zwei Uber-Mitarbeiter sagten der «New York Times», dass insgesamt mindestens fünf Testautos bei Rot über Ampeln gefahren seien und dass die Führung dies zu vertuschen versuche. Im März hat Uber die Testfahrten mit Roboter-Taxis vorerst gestoppt.

März 2017: Uber trickst Behörden weltweit mit Fake-App aus

Anfang März deckte die «New York Times» auf, dass Uber über Jahre hinweg eine selbst entwickelte Software namens Greyball eingesetzt hatte, die Standortdaten, Kreditkarteninformationen und Details zu verwendeten Social-Media-Konten nutzt, um weltweit Behördenmitarbeiter zu identifizieren und so Kontrollen durch Behörden zu umgehen.

Spiegel Online beschreibt die Täuschung wie folgt: «Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat eingeräumt, dass Behörden-Mitarbeitern zum Teil eine falsche Version seiner App aufgetischt wurde – und will damit aufhören. Bei dem sogenannten ‹Greyballing› sieht die App für die betroffenen Nutzer echt aus, ist aber nicht funktionsfähig. Es werden etwa Autos eingeblendet, die gar nicht da sind, und kein Wagen kann bestellt werden.»

Uber hat den Vorwurf der Behörden-Täuschung scharf zurückgewiesen: Greyball richte sich gegen Leute, die die Fahrer körperlich attackieren wollten, «Wettbewerber, die unsere Arbeit stören wollen, oder Gegner, die bei ‹Undercovereinsätzen› mit den Behörden unter einer Decke stecken, um unseren Fahrern eine Falle zu stellen», sagte Uber.

März 2017: Die Nummer Zwei verlässt das Boot

FILE- In this Sept. 4, 2014, file photo, Target CMO Jeff Jones attends the Altuzarra for Target launch event in New York. Jones, president of the embattled ride-hailing company Uber, has resigned just six months after taking the job, the company confirmed Sunday, March 19, 2017. (Photo by Andy Kropa/Invision/AP, File)

Uber-Manager Jeff Jones. Bild: Andy Kropa /Invision/AP/Invision

Jeff Jones, die Nummer zwei hinter Travis Kalanick, verlässt das Unternehmen nach weniger als einem Jahr. «Es ist klar, dass die Überzeugungen und Ansätze, die meine Karriere bestimmt haben, nicht vereinbar sind mit dem, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe», erklärte Jones bei seinem Abgang nach nur sieben Monaten. Vor Jones hatte Uber 2017 drei weitere Top-Manager verloren.

März 2017: Uber-Fahrer filmt Streit mit Kalanick

Anfang März veröffentlicht die Nachrichtenagentur Bloomberg ein Video, das Travis Kalanick wenig schmeichelt. Ein Uber-Fahrer hat heimlich seinen Chef gefilmt, der zu ihm ins Auto gestiegen ist. Die Fahrt endet im Eklat.

Der Uber-Fahrer Kamel konfrontiert Kalanick mit den geplanten Preisreduktionen für den UberBlack-Service. Kamel kritisiert, dass Uber den Kampf mit der Konkurrenz auf dem Rücken der Mitarbeiter austrage. Er sei deswegen pleite. Der Konzernchef reagiert harsch auf die Vorwürfe des Fahrers und weist Kamel in die Schranken. 

Einen Auszug aus dem Gespräch (ab Minute 4:00) haben wir hier übersetzt.

Juni 2017: Sexismus, Pöbeleien und Suff – Bericht enthüllt 215 Missstände bei Uber

Die vom ehemaligen US-Justizminister Eric Holder geleitete Untersuchungskommission deckt unzählige Missstände bei Uber auf: Der Bericht enthüllt Sexismus, Diskriminierung, Mobbing, Pöbeleien, Suff, Managementversagen und mutmassliche Firmenspionage.

Die «New York Times» fasst es wie folgt zusammen: «Die Unternehmenskultur ist durchzogen mit sexueller Belästigung und Diskriminierung; und die Grenzen des bestehenden Rechts werden strapaziert. Tonangebend dabei ist Mr. Kalanick, der das Unternehmen auf aggressive Weise zum führenden Taxi-Service der Welt gemacht hat.»

Juni 2017: Kalanick nimmt Auszeit

epa04539234 (FILE) A file picture dated 12 July 2012 of Travis Kalanick, CEO and Co-Founder at Uber, attending day three of the Allen & Company's 30th Annual Media and Technology Conference in Sun Valley Idaho, USA. South Korean prosecutors have indicted the founder of the Uber taxi service for operating an illegal business, a media report said 24 December 2014. South Korean taxi drivers have been angry that their incomes have fallen because of competition from the Uber mobile phone app, which links drivers and passengers  EPA/ANDREW GOMBERT *** Local Caption *** 50428055

Ex-Uber-Chef Travis Kalanick. Bild: ANDREW GOMBERT/EPA/KEYSTONE

Am 13. Juni platzt die nächste Bombe: Travis Kalanick lässt seine rund 12'000 Uber-Mitarbeiter per E-Mail wissen, dass er eine Pause einlegt, «um nachzudenken, an mir selbst zu arbeiten» und den Boss zu werden, «den diese Firma verdient».

Kalanicks Auszeit ist natürlich keineswegs freiwillig. Er stand nach all den Skandalen der vergangenen Wochen, Monate und Jahre massiv unter Druck. Der Uber-Vorstand hatte zuvor den 13-seitigen Bericht einer unabhängigen Untersuchung gesichtet. Das Dokument liest sich wie eine Anklageschrift gegen Kalanick und dessen Führungsstil. 215 Beschwerden kamen im Lauf der Ermittlungen ans Licht. Von Sexismus, Diskriminierung, Mobbing, Pöbeleien, Suff, Managementversagen bis zu mutmasslicher Firmenspionage ist alles dabei.

Juni 2017: Uber will sich ändern und feuert 20 fehlbare Mitarbeiter

Nach dem verheerenden Bericht über das Arbeitsklima will sich Uber reformieren. Eine Gruppe von 14 Geschäftsführern soll Uber leiten, während Kalanick beurlaubt ist.

Schon zuvor trennte sich Uber wegen angeblichem Sexismus von 20 Mitarbeitern. Jetzt sollen neue Strukturen und Kontrollmechanismen geschaffen werden, um solche Fälle zu verhindern.

Juni 2017: Kalanick-Vertrauter Emil Michael macht den Abflug

Auch Top-Manager Emil Michael, ein enger Vertrauter Kalanicks, verlässt das Unternehmen. Offen bleibt, ob Michael sich aus eigenem Antrieb zurückzog oder dazu gedrängt wurde. Sein Abgang soll im Untersuchungsbericht von Eric Holder als eine von vielen Massnahmen zur Verbesserung der Firmenkultur bei Uber erwähnt sein.

Michael stand bereits 2014 in der Kritik, nachdem er in einem vermeintlich vertraulichen Gespräch während eines Dinners mit Reichen und Wichtigen in New York darüber fantasiert hatte, wie man eine kritische Journalistin ausforschen könnte.

Juni 2017: Uber-Manager erschleicht medizinische Akten einer Frau

Eric Alexander, ein ranghoher Uber-Manager, soll sich die medizinischen Akten einer Frau beschafft haben, die angeblich von einem Uber-Fahrer vergewaltigt wurde. Laut Medienberichten wollte Alexander dadurch die Glaubwürdigkeit der Frau in Zweifel ziehen. Die Frau verklagt Uber und auch Alexander wird gefeuert.

Juni 2017: Vorstandsmitglied David Bonderman macht einen sexistischen Witz – und tritt zurück

Wie weit Uber noch von einer neuen Ära entfernt ist, zeigt eine Episode während der Mitarbeiterversammlung vor knapp zwei Wochen: Der Vorstand verkündete den Mitarbeitern Kalanicks Auszeit. Als Arianna Huffington, die die Reformen bei Uber im Verwaltungsrat mitforciert hat, eine stärkere Rolle von Frauen propagiert, unterbricht sie Vorstandskollege David Bonderman und sagt: «Mehr Frauen führen nur zu mehr Gerede.»

Mittlerweile ist Bonderman aus dem Vorstand zurückgetreten.

Juni 2017: UberPop ist nun auch in Zürich illegal

Mitte Juni erklärt der Zürcher Regierungsrat berufsmässige UberPop-Fahrten für illegal. UberPop-Fahrer, die über keine Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport verfügen, verstossen demnach gegen Schweizer Recht. Regelmässige UberPop-Fahrer brauchen laut Regierungsrat wie Taxi-Fahrer eine Bewilligung und müssen zudem einen Fahrtschreiber installieren, damit die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten überprüft werden können.

Weiterhin erlaubt sind UberX und UberBlack. Bei beiden Angeboten werden Fahrtschreiber und Transportbewilligung vorgeschrieben.

Juni 2017: Kalanick ist endgültig weg vom Fenster

Uber-Mitgründer Travis Kalanick wird von den wichtigsten Investoren fallen gelassen. Aus der temporären Auszeit wird der definitive Abschied.

Er trauere derzeit um seine bei einem Bootsunfall ums Leben gekommene Mutter. «Ich liebe Uber mehr als alles andere auf der Welt und in diesem schwierigen Moment in meinem persönlichen Leben habe ich die Forderung der Investoren akzeptiert, beiseite zu treten, damit Uber wieder zum Aufbauen zurückkehren kann, statt durch einen weiteren Kampf abgelenkt zu werden», zitiert die «New York Times» aus einer bisher nicht veröffentlichten Erklärung Kalanicks.

November 2017: Uber vertuscht massiven Hackerangriff

Nun wird bekannt, dass Uber mehr als ein Jahr zuvor von rund 50 Millionen Fahrgästen die Nutzerdaten gestohlen wurden. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzern rund um die Welt, erklärte Uber. Ausserdem hätten sich die Angreifer auch Zugriff auf Daten von etwa sieben Millionen Uber-Fahrern verschafft. Statt die Betroffenen und die Öffentlichkeit zu informieren, bezahlte Uber den Hackern rund 99'000 Franken, um den Hack zu vertuschen.

Dezember 2017: Uber hat in der Schweiz bald «ausgepoppt»

Uber gibt bekannt, dass man ab 1. Juni 2018 schweizweit auf das umstrittene Billig-Angebot UberPop verzichten wird. Mit dem Billigst-Service sei «kein wirtschaftlicher Erfolg erzielbar», begründet das Unternehmen die Entscheidung. Im Klartext heisst das: Die Schweizer UberPop-Fahrer, die auf eigene Rechnung fahren, machen Verluste und daher würden in absehbarer Zeit die Fahrer ausgehen.

Die Angebote «UberX» (lizenzierte Fahrer), «UberBlack» (Limousinen-Service) sowie «UberGreen» mit Elektrofahrzeugen bleiben weiter verfügbar.

Dezember 2017: Uber erleidet vor dem Europäischen Gerichtshof eine schwere Schlappe

Die Richter haben entschieden: Uber wird in Europa rechtlich mit Taxi-Diensten gleichgestellt. Uber braucht also wie jede andere Taxi-Firma eine Lizenz. Damit ist der seit Jahren umstrittene Günstig-Fahrdienst UberPop, sprich Fahrten mit nicht-lizenzierten Fahrern in unkontrollierten Privatautos, gestorben. Die meisten grossen europäischen Städte, auch in der Schweiz, haben UberPop bereits vorher verboten.

Hierzulande gab Uber wenige Tage vor dem Gerichtsurteil bekannt, dass man ab dem 1. Juni 2018 schweizweit auf UberPop verzichten wird. Die Dienste UberX und UberBlack mit lizenzierten Fahrern bleiben bestehen.

UberPop ist im Gegensatz zu UberX oder UberBlack besonders günstig, da Uber den privaten Pop-Fahrern keine Sozialleistungen bezahlt und sich auch nicht um die Sicherheit der Fahrgäste kümmert (beispielsweise technische Überprüfungen der Autos). 

Das Fazit

Erstens: Die Grundidee von Uber ist goldrichtig. Die Ausführung ein Desaster. Ubers grösster Feind ist weder die Bürokratie noch das Taxi-Kartell – und auch nicht die Städte, die Uber verbieten, weil sich Kalanick keinen Deut um lokale Gesetze schert. Uber kollabiert von innen. Wegen Kalanicks Führungsstil, der Firmenkultur, der Skandale. Der Fisch stinkt vom Kopf her, heisst es. Bei Uber ist es nicht so einfach. Der Kern des Konzerns ist verdorben. Kalanick kann man austauschen, die unsägliche Firmenkultur lässt sich nicht über Nacht umkrempeln.

Zweitens: Verliert Uber nur einen wichtigen Prozess vor Gericht – und es hat über 170 gerichtliche Auseinandersetzungen am Hals – gerät das mit rund 70 Milliarden US-Dollar noch immer unfassbar hoch bewertete Start-up weiter in Schieflage.

Drittens: Schon jetzt verbrennt Uber mehr als zwei Milliarden US-Dollar pro Jahr, obwohl immer mehr Menschen Uber fahren. Kein Start-up hat das Geld seiner Investoren jemals schneller vernichtet. Das Problem: Die Billig-Tarife decken laut Berechnungen des Finanzblogs «Naked Capitalism» nur 41 Prozent der effektiven Kosten – der Rest wird aus der Kasse der Risikoinvestoren bezahlt. Wie lange noch?

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59 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
URSS
21.06.2017 21:01registriert March 2014
Selber schuld wer Uber bestellt.
Ich habe NIE Uber gebucht. Und werde das auch nie tun. Ob billiger ist mir Scheissegal.
Uber ist ein typischer übler Amerikanischer " Geld Uber alles" Konzern der nur kassiert und und keinerlei soziale Verantwortung Uber nimmt.
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smoe
21.06.2017 21:40registriert January 2014
Wie die Zukunft von Uber aussieht, wird sich zeigen. Sie haben bei der aktuellen Burn-Rate offenbar noch gut ein Jahr, bevor ihnen die Kohle ausgeht, brauchen also noch 2017 eine neue Runde an Investitionen. Diese anstehende Runde ist wohl eher der Grund, warum Kalanick unter Druck gesetzt wurde, als irgendwelche moralischen Bedenken.
Das die Billigtarife nur 41 Prozent der Kosten decken dürfte die Investoren auch nicht überraschen. Es ist schliesslich ihre Strategie. Ein paar Millionäre/Milliardäre subventionieren Taxifahrten weltweit, bis die Konkurrenz weitgehend aus dem Markt gedrängt ist. Danach werden die Kosten zugunsten Ubers angehoben (vielleicht auch ein paar Cent für die Fahrer um sie still zu halten). Solange sich frisches Geld für den Abwärts-Wettlauf finden lässt oder dieser gewonnen wird, wird wohl auch Uber bestehen
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Statler
22.06.2017 00:01registriert March 2014
Bissgen «Whataboutism»: Wer sich bei Uber über die «selbständigen» Fahrer ärgert, sollte für den nächsten Ferienflug besser nicht Ryanair buchen, die machen das nämlich mit ihren Piloten so (Piloten sind selbständig und werden von einer Dritt-Firma im Auftrag von Ryanair gebucht).
Diese Billigheimer sind der beste Beweis dafür, dass man den Markt nicht einfach machen lassen darf, wie er lustig ist, weil das sonst wirklich kranke und menschenfeindliche Züge annimmt.
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59

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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